Mit Fitnesstrackern gegen Corona

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Mit Fitnesstrackern gegen Corona

Bei der “Datenspende”-App des Robert Koch-Instituts, die Informationen aus Fitness-Trackern zur Eindämmung des Coronavirus sammeln soll, machen inzwischen gut 509.000 Nutzer mit.

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Seit Monaten hat er sein Schicksal herausgefordert, jetzt hat es Jair Bolsonaro erwischt: Der brasilianische Präsident hat sich mit dem Coronavirus infiziert. “Das Testergebnis ist positiv”, sagte er am Dienstag vor Journalisten. “Ich fühle mich vollkommen gut. Ich habe sogar Lust, spazieren zu gehen, aber auf ärztliche Empfehlung hin werde ich das nicht tun.” Er sei bei “guter Gesundheit”, sagte Bolsonaro in einem Interview mit dem staatlichen Sender TV Brasil. Er habe sich am Sonntag krank gefühlt und am Montag einem Test unterzogen, nachdem er Symptome entwickelt habe. Am Tag zuvor hatte der Staatschef über Fieber und Gliederschmerzen geklagt. Daraufhin sagte er einige Termine ab und machte in einem Militärkrankenhaus in der Hauptstadt Brasília einen Coronatest. Nach dem positiven Ergebnis will Bolsonaro nun das umstrittene Mittel Hydroxychloroquin einnehmen. Die Wirksamkeit des Malaria-Mittels gegen die Lungenerkrankung Covid-19 ist bisher nicht bewiesen. US-Präsident Donald Trump hatte Hydroxychloroquin nach eigenen Worten zur Vorbeugung eingenommen. Genau wie sein Vorbild in Washington hält auch der “Tropen-Trump” das Medikament für ein Wundermittel. Brasilien ist neben den USA derzeit einer der Brennpunkte der Corona-Pandemie. Bisher haben sich in dem größten Land Lateinamerikas 1,6 Millionen Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert, 65.487 Patienten sind im Zusammenhang mit der Lungenkrankheit Covid-19 gestorben. Experten gehen davon aus, dass die tatsächlichen Zahlen noch deutlich höher liegen, da in Brasilien nur recht wenig getestet wird. “Ich hoffe, dass sich der Präsident vom Coronavirus erholt, damit er Rechenschaft über seine Aktionen während der Pandemie ablegen kann”, schrieb der Politologe Maurício Santoro von der Universität Rio de Janeiro auf Twitter. “Die Zehntausenden Toten und ihre Angehörigen verdienen diese Geste des Respekts.” Die brasilianische Regierung hat die Pandemie von Anfang an heruntergespielt. Bolsonaro selbst bezeichnete das Coronavirus immer wieder als “leichte Grippe” und stemmte sich gegen Schutzmaßnahmen. Immer wieder zeigte er sich ohne Mundschutz in der Öffentlichkeit, ließ sich von seinen Fans feiern, löste Massenaufläufe aus und machte Selfies mit Anhängern. “In meinem speziellen Fall, aufgrund meines sportlichen Hintergrunds, müsste ich mir keine Sorgen machen, wenn ich mit dem Virus infiziert wäre”, sagte er einmal. Tatsächlich war Bolsonaro in seiner Militärzeit ein guter Fünfkämpfer. Mit 65 Jahren gehört er mittlerweile allerdings zur Risikogruppe. Zudem war er in den vergangenen Jahren mehrfach operiert worden, nachdem er während des Wahlkampfs 2018 von einem Attentäter schwer mit einem Messer verletzt worden war. Auch am Wochenende war Bolsonaro wieder viel unter Menschen, teilweise ohne Maske: Am Samstag nahm er gemeinsam mit mehreren Ministern und einem seiner Söhne an einem Essen anlässlich des amerikanischen Unabhängigkeitstages in der US-Botschaft teil. Zudem flog er in den Bundesstaat Santa Catarina, um sich nach den schweren Unwettern ein Bild der Lage zu machen. Im Streit um den richtigen Umgang mit der Pandemie warfen bereits zwei Gesundheitsminister das Handtuch. Zuletzt legte Bolsonaro sein Veto gegen eine Maskenpflicht in geschlossenen Räumen wie Kirchen, Geschäften und Schulen ein. Der rechte Staatschef fürchtete vor allem die wirtschaftlichen Schäden eines Lockdowns. “Das Leben geht weiter. Brasilien muss produzieren”, sagte er am Dienstag. “Müssen wir uns wegen des Virus Sorgen machen? Ja. Aber auch wegen der Arbeitslosigkeit, die es ebenfalls gibt.” Zwar haben eine Reihe von Bundesstaaten und Städten auf eigene Faust Schutzmaßnahmen ergriffen, allerdings werden die Einschränkungen an vielen Orten bereits wieder gelockert. In der Millionenmetropole Rio de Janeiro etwa öffneten sogar Restaurants und Bars wieder, auf der Strandpromenade an der Copacabana tummeln sich bereits wieder zahlreiche Menschen.

Brasiliens Präsident Bolsonaro mit Coronavirus infiziert

Angestellte von Hollywoodstar Johnny Depp haben ihn vor Gericht gegen die Gewaltvorwürfe seiner Ex-Frau Amber Heard verteidigt. Er habe nie gesehen, dass der US-Schauspieler Heard schlug, sagte Depps Leibwächter Malcolm Connolly am Dienstag am sechsten Tag des Verleumdungsprozesses in London. Auch die gemeinsame Stylistin des ehemaligen Glamourpaares entlastete den 57-Jährigen. In dem Verfahren geht es um einen Artikel der britischen Zeitung “Sun” aus dem Jahr 2018, in dem Chefredakteur Dan Wootton die Autorin Joanne K. Rowling dafür kritisiert, dass sie dem “Ehefrauen-Schläger” (wife beater) Depp eine Rolle in der Filmreihe “Phantastische Tierwesen” gegeben habe. Der Artikel bezieht sich auf eine Reihe von Heards Aussagen zu Depps gewalttätigem Verhalten. Der “Fluch der Karibik”-Star beschuldigt seine 34-jährige Ex-Frau, der “aggressive Teil” in ihrer konfliktreichen Beziehung gewesen zu sein. Depp verklagte den Verlag der Zeitung, NGN, und Wootton wegen Diffamierung. In den USA hat Depp ein separates Verleumdungsverfahren gegen seine Ex-Frau angestrengt. “Ich würde es nicht tolerieren, dass irgendein Mann eine Frau schlägt. Egal wer er ist, ich würde das einfach nicht tolerieren”, sagte Conolly, der früher im Strafvollzug arbeitete und seit rund 16 Jahren als Leibwächter für Depp und seine Familie tätig ist. “Nicht einmal, wenn er mein Boss ist. Es ist mir egal, ob er der Papst ist.” Er habe jedoch “in Australien und in Los Angeles” gesehen, wie Heard Depp schlug, erklärte Connolly. Dies sei damals nicht öffentlich gemacht worden, um sie zu schützen. “Das übliche Opfermuster besteht darin, den Täter aus irgendeinem Grund zu schützen.” Samantha McMillen, die seit 2002 als Depps Stylistin arbeitet und während der Beziehung des Paares auch für Heard tätig war, sind nach eigenen Angaben nie Verletzungen an der Schauspielerin aufgefallen. “Ich habe nichts als ihre wunderschöne Haut bemerkt”, sagte McMillen, die per Videoschaltung von Los Angeles aus aussagte. Depp und Heard hatten sich 2011 bei den Dreharbeiten zum Film “The Rum Diary” kennengelernt. Das Paar heiratete im Februar 2015 und ließ sich zwei Jahre später wieder scheiden.

Angestellte verteidigen Schauspieler Johnny Depp vor Gericht

Die National Hockey League (NHL) hat am Montagabend ihren Plan für die Fortsetzung der Saison konkretisiert und eine vorläufige Einigung auf einen Rahmenkollektivvertrag (Collective Bargaining Agreement/CBA) bekanntgegeben. Demnach soll die Saison der nordamerikanischen Eishockey-Liga nach der Corona-Unterbrechung am 1. August mit den erweiterten Play-offs fortgesetzt werden. Die Abmachung für den Tarifvertrag sowie die Absprachen für die Abläufe der Saisonfortsetzung müssen von den Gremien und Spielern noch in Abstimmungen angenommen werden. Die Saison war am 12. März unterbrochen worden, die restlichen Spiele des Grunddurchgangs gestrichen und festgelegt worden, dass die Saison mit einem Play-off mit 24 Mannschaften (statt bisher 16) fortgeführt werden soll. Gespielt wird in zwei noch nicht bekannt gegebenen Städten (Hub-Cities), eine für die Eastern und eine für die Western Conference. Seit 8. Juni dürfen die Teams beschränkt und auf freiwilliger Basis unter strengen Auflagen trainieren, nun soll am 13. Juli Phase 3 des “Return to Play”-Programms startet. Dann können die 24 Teams, die im Play-off um den Stanley Cup spielen, mit dem Mannschaftstraining beginnen. Am 26. Juli erfolgt dann die Anreise in die Hub-Cities. Betroffen davon sind auch die beiden Villacher Stürmer Michael Raffl (Philadelphia Flyers) und Michael Grabner (Arizona Coyotes). Jedes Team darf an Spielern, Betreuern und Funktionären maximal 52 Personen umfassen. Diese müssen sich 48 Stunden vor dem Beginn des Mannschaftstrainings und dann täglich auf Corona testen lassen. Während des Finalturniers bekommen die Spieler Einzelzimmer, jedes Team hat im Hotel eine eigene Etage zur Verfügung. Die Spieler müssen während des Aufenthalts Mund-Nasen-Schutz tragen, Familienbesuch ist erst ab dem Conference-Finale erlaubt. Sollte ein Spieler positiv getestet werden, muss er sich in Quarantäne begeben. Der Club darf den Namen erst nach Rücksprache mit der NHL und der Spielergewerkschaft NHLPA bekanntgegeben. Beim Rahmenkollektivvertrag wurden keine Details veröffentlicht. Der Vertrag soll bis September 2026 laufen, ob die NHL für eine Olympia-Teilnahme eine Pause einlegt, ist nicht bekannt.

NHL will Saison am 1. August fortsetzen

Die SPÖ will mehr Transparenz beim Einsatz von Pestiziden in Österreich. Der Grund ist der starke Anstieg beim Verkauf von 2011 bis 2018 um mehr als das Doppelte (53 Prozent). Die SPÖ will nun in einer Parlamentarischen Anfrage an Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP) wissen, wie hoch der Anteil der verwendeten Pestizidmengen jährlich ist. Dabei geht es sowohl um den Einsatz in der konventionellen als auch in der Bio-Landwirtschaft. Denn der Anstieg ist zu einem gewissen Ausmaß dem steigenden Bioanteil in der österreichischen Landwirtschaft geschuldet, wie erst kürzlich der “Grüne Bericht” des Umweltministeriums aufzeigte. “Pestizide töten Pflanzen und Tiere, bedrohen die Artenvielfalt und gefährden unsere Gesundheit. Darum ist es nur recht und billig, bei Pestiziden Transparenz in Sachen Verkauf und Verwendung zu erhalten”, sagte SPÖ-Vizeklubchef Jörg Leichtfried. Nach Eurostat-Zahlen hat Österreich nach Zypern EU-weit den höchsten Anstieg zu verzeichnen. Wurden 2011 noch rund 3,45 Millionen Kilogramm verkauft, belief sich die Verkaufsmenge 2018 in Österreich auf rund 5,3 Millionen Kilogramm. Laut SPÖ verweigert das Landwirtschaftsministerium, das sich auf das Amtsgeheimnis und Datenschutz der Hersteller beruft, die Nennung der Mengen, die in Österreich pro Jahr verkauft werden. “Schluss mit der Geheimniskrämerei und dem Gemauschel. Wir fordern auf, kein Geheimnis mehr rund um die Menge der in Österreich in Verkehr gebrachten Gifte zu machen”, so Leichtfried und SPÖ-Agrarsprecherin Cornelia Ecker, die die Anfrage einbringen wird.  

SPÖ kritisiert Intransparenz bei Pestizid-Einsatz

EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen will am Mittwoch eine gemeinsame europäische Strategie zur schrittweisen Lockerung der Beschränkungen in der Corona-Krise vorschlagen. Ziel sei ein koordiniertes und einheitliches Vorgehen in der Europäischen Union, sagte ihr Sprecher Eric Mamer am Dienstag.

Von der Leyen plant europäische Exit-Strategie

Die alljährliche Tradition der königlichen Schwanenzählung auf der Themse im Südosten Englands muss in diesem Jahr Medienberichten zufolge wegen der Corona-Pandemie ausfallen. Das “Swan Upping” könne in diesem Jahr nicht stattfinden, da die Vorgaben zum Abstandhalten nicht gewährleistet werden könnten, berichteten mehrere britische Sonntagszeitungen. Bei der Schwanenzählung handelt es sich um ein Ritual aus dem zwölften Jahrhundert. Es ist erst das zweite Mal in der 900 Jahre alten Tradition, dass es abgesagt werden muss: Zuletzt war die Aktion im Jahr 2012 wegen Überschwemmungen gestrichen worden, wie der “Daily Telegraph” berichtete.

Königliche Schwanenzählung in England wird wegen Corona gestrichen