Mobilitätsbefragung

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Mobilitätsbefragung

Bei den österreichischen Gemeinden die Themen Mobilität und öffentlicher Verkehr auf der Liste der derzeit größten Herausforderungen ganz weit oben. Thalheims Bürgermeister Andreas Stockinger hat deswegen bereits im Jahr 2018 seine Kollegen aus den Gemeinden Steinhaus, Sattledt, Schleißheim, Machtrenk und Holzhausen an den Besprechungstisch geholt und gemeinsam ein mit LEADER-Mitteln gefördertes Befragungsprojekt gestartet, dessen Ergebnis nun im Rahmen eines ersten Workshops präsentiert wurde.

 

Mehr ÖV-Anbindungen schaffen, Taktverdichtung, Haltestellen müssen zu Fuß erreichbar sein …

Die Ergebnisse sind grenzüberschreitend ähnlich: 55% der Bevölkerung und 85% der Betriebe erteilen dem derzeitigen ÖV-Angebot die Schulnote 4 – 5. Vielerorts müssen ÖV-Angebote überhaupt erst eingerichtet werden. Falls vorhanden, fährt der Bus zu selten – es wird allgemein eine Taktverdichtung verlangt. Ein Großteil der Befragten würde das bestehende Angebot häufiger nutzen, wenn die Haltestellen zu Fuß erreichbar und besser ausgestattet wären. Stichwort „Fahrradabstellanlage“. Dementsprechend gaben 72% der befragten Haushalte an, derzeit den ÖV selten oder gar nicht in Anspruch zu nehmen. Bei den Betrieben sind es aktuell nur zwischen 0 bis maximal 8% der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Auf Platz 3 der klar definierten Wünsche an den ÖV findet man die Ausweitung der Betriebszeiten am Abend und an den Wochenenden.

 

Zwecke und Wunschziele der Fahrten

Bei der Auswertung standen den Verkehrsexperten insgesamt 812 anonyme Ziele und Zwecke zur Verfügung. 261 davon alleine aus der Marktgemeinde Thalheim. Bei den Fahrtzwecken sind es wenig überraschend die typischen Alltagsstrecken, wie der Weg zur Arbeit oder in die Schule, die Fahrt zum Einkauf oder zum Arzt. Die Menschen aus Sattledt, Steinhaus, Thalheim und Schleißheim tendieren bei den Wunschzielen nach Wels, die Einwohnerinnen und Einwohner der Gemeinde Holzhausen nach Marchtrenk. In Thalheim und Machtrenk sind es auch sehr viele Wege innerörtlich, welche die Menschen mit dem öffentlichen Verkehr abwickeln würden.

 

Die Gemeinden nehmen das Ergebnis ernst und arbeiten gemeinsam mit strategischen Partnern an zukunftsorientierten Lösungen

Das Ziel, auf Basis der vorliegenden Ergebnisse den Öffentlichen Verkehr zu optimieren, ist überaus ambitioniert und die beteiligten Gemeinden stehen nun vor großen Herausforderungen. Dazu braucht es eine breite Kooperation. Bei der Präsentation und dem anschließenden Arbeitsworkshop am 11. November waren auch Vertreter der Linie Wels, vom OÖ Verkehrsverbund, von der Verkehrsabteilung des Landes Oberösterreich und dem Regionalmanagement anwesend. Unter der Begleitung des beauftragten Verkehrsplanungsbüros und unter ständigem Abgleich mit allen strategischen Partnern, werden in den nächsten Monaten maßgeschneiderte Konzepte erarbeitet. Dabei richtet man besonderes Augenmerk auf eine regionale und überregionale Stimmigkeit, sowie auf die Finanzierbarkeit

 

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Kommentare:
  1. anja strasser sagt:

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