Modeschöpfer Kenzo Takada an Covid-19 gestorben

Merken
Modeschöpfer Kenzo Takada an Covid-19 gestorben

Der 81-jährige Kenzo Takada, Gründer des Modelabels “Kenzo”, ist am Sonntag in einem Krankenhaus in der Nähe von Paris verstorben, nachdem er an Corona erkrankt ist.

Der Modeschöpfer Kenzo Takada ist tot. Er starb im Alter von 81 Jahren in Neuilly bei Paris an den Folgen einer Covid-19-Erkrankung, wie die französische Nachrichtenagentur AFP am Sonntag unter Berufung auf einen Kenzo-Sprecher berichtete. Takada stammte aus Japan, machte aber fast seine gesamte Designer-Karriere in der glamourösen Modemetropole Paris. Sein Vorname wurde dabei zu einer weltweit bekannten Marke.

“Kenzo Takada ist am Sonntag, 4. Oktober, im Amerikanischen Krankenhaus von Neuilly-sur-Seine an den Folgen von Covid-19 gestorben”, zitierte die Agentur eine Erklärung des Sprechers. “Was für ein Gestalter!”, schrieb die Pariser Bürgermeisterin Anne Hidalgo auf Twitter. Kenzo habe der Farbe und dem Licht Platz in der Mode gegeben. “Paris trauert heute um einen seiner Söhne”, so die Sozialistin.

Der Designer verkaufte seine Marke schon 1993 an den französischen Luxuskonzern LVMH des Milliardärs Bernard Arnault. 1999 zog der Modeschöpfer sich endgültig zurück. Zehn Jahre später ließ er seine Kunstsammlung mit etwa 1.300 Stücken für knapp zwei Millionen Euro versteigern.

Aufstieg aus dem Nichts

Kenzo schuf sein Modereich quasi aus dem Nichts. Als 25-Jähriger war er Mitte der 1960-er Jahre nach Frankreich gekommen. Er landete damals mit einem Schiff in der südfranzösischen Hafenstadt Marseille und reiste dann nach Paris weiter. Der Absolvent der renommierten Bunka-Gakuen-Modeschule in Tokio dachte zunächst an einen begrenzten Aufenthalt in der Metropole – und blieb für immer.

Kenzo war nicht der einzige Ausländer in der Pariser Modewelt. Aus Hamburg kam Karl Lagerfeld, der an der Seine zum “Kaiser Karl” aufstieg und im Februar 2019 starb. Kenzo galt als der erste Japaner, der sich in der knallharten Pariser Branche einen großen Namen machte.

Seine erste Kollektion gestaltete er vor 50 Jahren, im Jahr 1970. In einer historischen Ladengalerie im Herzen von Paris führte er damals die Boutique mit dem Namen “Jungle Japonaise”. 1976 zog er in größere Räume an der unweit gelegenen Place des Victoires um und gründete die Marke mit seinem Vornamen. 1983 legte sich Kenzo ein Standbein in der Herrenmode zu. 1988 folgte das Herrenparfüm “Kenzo”.

Der Modeschöpfer wurde am 27. Februar 1939 Himeji in der Region  Osaka geboren. Seine Karriere begann er als Stylist in einer Kaufhauskette in Tokio.

Teilen auf:
Kommentare:

Es sind noch keine Kommentare abgegeben worden.

Schreibe einen Kommentar

Auch Interessant

40.000 Rockfans in Wels. Ob das gut? Vor dem Konzert der deutschen Rockband die Bösen Onkelz wurde mit schlimmen Ausschreitungen und Übergriffen gerechnet. Tatsache oder viel Lärm um nichts? Wir haben uns am Konzertgelände bei den Fans und Anrainern umgehört.

Auch dieses Jahr wurde mit dem großen Perchtenlauf am Stadtplatz wieder Brauchtum in Wels gefeiert. Heimische Perchtenvereine sorgten für Schrecken und für ein kinderfreundliches Programm. Tausende Besucher strömten zum Lauf um sich dieses Spektakel nicht entgehen zu lassen.

Perchtenlauf in Wels

Zwei Schwergewichte haben einen schwergewichtigen Rekord in der Coronapandemie aufgestellt: “Godzilla vs. Kong”,der neue Monsterknaller aus dem Warner-Studio, hat über das vorvergangene Wochenende in den USA an den wieder geöffneten Kinokassen 32 Millionen US-Dollar (27,24 Mio. Euro) lukriert und 48,5 Millionen US-Dollar in den ersten fünf Tagen – der Coronaspitzenwert. Bis dato hatte “Wonder Woman 1984” mit 16,7 Millionen US-Dollar den Corona-Dreitagesrekord gehalten.

"Godzilla vs. Kong" erzielt Kinokassenrekord in Pandemiezeiten

Alle Narren und Jecken freuen sich 2021 am 16. Februar über den Faschingsdienstag. In Köln wird er Karnevalsdienstag, sonst aber auch Veilchendienstag genannt. Der Faschingsdienstag ist die Bezeichnung für den letzten der närrischen Feiertage, also den Tag zwischen Rosenmontag und Aschermittwoch. Als außerdem letzter Tag vor Beginn der Fastenzeit, kommt ihm in vielen Regionen eine besondere Bedeutung zu. Teilweise stellt er den Höhepunkt der Feiertage zur Fastnacht dar. Am Faschingsdienstag finden wie auch am Rosenmontag Fastnachtsumzüge statt. International ist der Faschingsdienstag auch als Mardi Gras oder Shrove Tuesday bekannt. Da er immer einen Tag vor Aschermittwoch stattfindet, wird er nach der Osterformel des beweglichen Osterfestes berechnet. Nach dieser Formel ist Aschermittwoch am 46. Tag vor Ostersonntag. Der frühestmögliche Termin für den Fastnachtsdienstag ist somit der 3. Februar, der spätestmögliche ist der 9. März. Rund um den Fastnachtsdienstag gibt es regionale Besonderheiten. Vielerorts finden etwa traditionelle Veilchendienstags-Umzüge statt. Der größte Umzug findet in Mönchengladbach am Niederrhein statt. In Köln und Umgebung haben sich seit den 1960er-Jahren Karnevalsumzüge am Karnevalsdienstag in den Vierteln und Vororten etabliert. In Mainz wird der Tag auch Schissmelledienstag genannt. Im Stadtteil Mombach findet an diesem Tag der letzte Umzug der Mainzer Fastnacht statt: der Schissmelledienstagszug. In Großbritannien, Nordamerika und in einigen anderen Regionen mit britischem Einfluss werden an diesem dort so genannten Pancake Day jede Menge Pfannkuchen verspeist. Darüber hinaus finden hier weitere Rituale rund um den Pfannkuchen statt, wie beispielsweise das Pfannkuchen-Wettrennen. In der Stadt Beckum in in Nordrhein-Westfalen ist der Faschingsdienstag als Klingeldienstag bekannt. Dieser Name stammt daher, dass früher die Kinder wie sonst zu Halloween an den Haustüren klingelten. Wie auch immer der Tag genannt wird, so sollten die Narren und Jecken ihn genießen – schließlich ist am Aschermittwoch alles vorbei und geht erst am 11.11. wieder los. Also auf ein letztes Mal: Alaaf, Helau und Ahoi!

Aufstehen mit WT1

Die deutsche Popsängerin Sarah Connor (40) will sich mit einem neuen Lied vom Jahr 2020 verabschieden – und am liebsten gleich auch vom Coronavirus. “Können wir vorspulen? Und so tun als wär alles wieder gut?”, singt sie in “Bye Bye”. Im dazugehörigen Video, das sie am Freitagnachmittag auf Youtube veröffentlichte, ist die gebürtige Delmenhorsterin unter anderem mit ihrer Familie oder allein zu sehen und singt über die Corona-Zeit: “Beim Lernen mit den Kids nur die Hälfte geschafft, und es hat trotzdem geklappt. Können wir bitte, bitte vorspulen.” Ihre Hoffnung: “Und dann feiern wir ‘ne fette Party, laden alle uns’re Freunde ein, stehen extra ganz dicht beieinander, und stoßen an aufs Zusammensein. Alt und Jung und Groß und Klein, keiner mehr zuhaus’ allein”, heißt es in dem Lied.Für das Video sei sie unter anderem mit dem Auto umhergefahren und habe Menschen in den verschiedensten Situationen gebeten, kurz in ihr Handy zu singen, hieß es in einer Label-Mitteilung. In dem dreieinhalb Minuten langen Clip sind unter anderem winkende Krankenschwestern, ein Busfahrer und eine Supermarktmitarbeiterin zu sehen. “Es musste schnell gehen und sollte unaufwendig sein, und ich bin sehr dankbar für die Unterstützung so viel toller Menschen!”Im Frühjahr hatte der Deutschpop-Star Connor bereits die Single “Sind wir bereit?” als Momentaufnahme aus der Quarantäne veröffentlicht. Die Erlöse daraus wurden gespendet, hieß es. Ihr Album “Herz Kraft Werke” landete auf Platz drei der deutschen Jahrescharts.

Sarah Connor singt über Corona-Frust: "Können wir vorspulen?"