MTV Video Music Awards: Outdoor-Auftritte statt Halle

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MTV Video Music Awards: Outdoor-Auftritte statt Halle

Es werde mehrere Outdoor-Auftritte in verschiedenen Teilen von New York entweder ohne Live-Publikum oder nur mit begrenzten Zuschauerzahlen geben, zitierte die US-Zeitschrift “People” am Samstag aus einer Mitteilung der Veranstalter.

Ursprünglich sollte die Gala am 30. August im New Yorker Barclays Center stattfinden. Doch nach Beratungen mit den Gesundheitsbehörden sehe man nun von einem Event in einer geschlossenen Halle ab, hieß es in der Mitteilung. Der Sender MTV will die von Schauspielerin Keke Palmer moderierte Show live ausstrahlen. Ariana Grande und Lady Gaga gehen mit je neun Nominierungen als Top-Favoritinnen ins Rennen um die MTV Video Music Awards. Billie Eilish und The Weeknd haben je sechs Gewinnchancen. Alle vier Spitzenanwärter sind in der Top-Sparte “Video des Jahres” vertreten. Zudem konkurrieren dort Eminem, Future und Taylor Swift. Die Preise des US-Musiksenders MTV werden seit 1984 verliehen. Fans können online für ihre Favoriten stimmen. Als Trophäe gibt es einen “Moonman”, einen kleinen Astronauten auf dem Mond, der eine MTV-Fahne in der Hand hält.

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Mit einer “potenziell schwierigen Ausbreitungssituation” im Herbst rechnet Simulationsforscher Niki Popper von der Technischen Uni (TU) Wien beim Blick auf die Covid-19-Pandemie. Die aktuelle “Dynamik bei den Jungen” könne zeitversetzt auch dazu führen, dass die älteren Risikogruppen wieder stärker mit dem Virus konfrontiert sind. Bei der Eindämmung gebe es noch Luft nach oben, so Popper zur APA. Tatsächlich hat sich im Sommer der Anteil der Covid-19-Fälle stark in Richtung der Altersgruppe der 15- bis 30-Jährigen verschoben: Für Mitte August zeigen Auswertungen der EMS-Daten durch Popper und sein Team etwa, dass rund die Hälfte der über den Monat hinweg kontinuierlich steigenden Fallzahlen in dieses Alterssegment fallen. Zur Erinnerung: Am Beginn der Epidemie lag der Schwerpunkt auf den 45- bis 60-Jährigen und 60- bis 75-Jährigen. Die Prognosen des TU Wien Modells um den Lockdown im März hätten relativ bald erkennen lassen, dass die Kapazitäten im Gesundheitssystem ausreichen werden. Aufgrund der Erfahrungen der vergangenen Monate sieht der Simulationsforscher auch jetzt keine problematischen Auswirkungen auf das Gesundheitssystem, speziell die Hospitalisierungen zukommen, “weil die Therapie viel effizienter ist als im Frühling”. Kritisch sei aber die Ausbreitung zu sehen: “Der Druck ist schon höher als er damals war. Das liegt unter anderem daran, dass wir diesmal nicht bei null oder zwei Fällen anfangen, sondern jetzt weit verbreitet viele Herde haben und wahrscheinlich auch eine höhere Dunkelziffer”, sagte Popper. Dass die Fallzahl momentan nicht stark steigt, liege den Modellen folgend vermutlich an der Struktur der Cluster, dem “Gegendruck”, den die Maßnahmen noch ausüben und einem derzeit ausreichenden Isolieren positiver Fälle. Wenn im Herbst nun wieder verstärkt Indoor-Aktivitäten mit größeren Menschenmengen anfahren und zeitversetzt mit den fallenden Temperaturen der Wintertourismus und die Grippesaison einsetzen, würden sich die Strukturen in den Ausbreitungsnetzwerken ändern und die gesetzten Maßnahmen in ihrer Wirkung schwächer. Gleichzeitig wird der Aufwand der Test- und Nachverfolgungsstrategie (TTI-Strategie) mit steigenden Fallzahlen schnell höher und dürfte für diesen Fall noch immer nicht ausreichend gut funktionieren. Auf Basis der aktuellen Daten scheint das vor allem regional sehr unterschiedlich zu sein. “Die Tests dauern zu lange, es ist nach wie vor oft unklar, wer warum getestet wird, und das Nachverfolgen der Kontakte dürfte laut den zur Verfügung stehenden Zahlen sehr unterschiedlich in den Bundesländern sein”, so Popper, der hier aktuell “viele Mini-Epidemien” sieht, “die wir eigentlich auch im Griff haben könnten”. Die Instrumente dazu seien da, lediglich das Zusammenspiel “funktioniert halt nicht ausreichend”. In den neuen Modellrechnungen von Popper kommt es unter sich verschlechternden Voraussetzungen um die dritte September-Woche zu einem merklichen Anstieg. Popper: “Dann sagen alle, die Schulen sind schuld”, obwohl die Gründe vielschichtiger seien. Eine richtige zweite Welle erwartet der Forscher zwar nicht, aber ein “Dahinmäandern”, das ab einem gewissen Zeitpunkt in den Modellen auch wieder schnell ansteigt. “Der Anstieg hängt in den Simulationen direkt vom Wechselspiel gesetzter Maßnahmen zur Kontaktreduktion, Abstand und Hygiene sowie der TTI Strategie ab. Wenn sich durch die Entwicklung ein Faktor erhöht, muss man an den anderen arbeiten”, so der Experte. Die Mechanismen hinter der Epidemie verstehe man mittlerweile viel besser als noch im Frühjahr. 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