Musikfestivals in Deutschland setzen auf Verschiebungen

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Musikfestivals in Deutschland setzen auf Verschiebungen

Die Europäischen Wochen in Passau sollen in diesem Jahr trotz der Corona-Pandemie stattfinden – allerdings nicht im Juni und Juli. Man habe die Festspiele in den September verlegt, teilten die Veranstalter am Montag mit. Viele Programmpunkte habe man verschieben können.

Vom 11. September bis zum 4. Oktober stehen nun 22 Konzerte und Veranstaltungen auf dem Ersatzspielplan. Sie würden mit konsequenten Gesundheitsschutz-Maßnahmen durchgeführt, hieß es. Abhängig sei man auch von der allgemeinen Entwicklung der Pandemie. Eine Rolle spiele auch, ob die öffentlichen Zuschüsse in der angekündigten Höhe fließen werden. Der Vorverkauf für die 68. Europäischen Wochen Passau soll am 1. Juni starten.

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Für Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) kommt die Forderung von Lehrergewerkschafter Paul Kimberger nach einem Mund-Nasen-Schutz für Schüler und Lehrer ab Herbst noch zu früh. Im Bildungsministerium werde bereits an Szenarien für den Schulbeginn im September gearbeitet, versicherte Anschober. Auf ihre Öffnung weiter warten müssen die Clubs. Vielen von ihnen droht die Luft auszugehen. Was die Corona-Tests an deutschen Grenzen angeht, sei man in Gesprächen mit dem deutschen Bundesgesundheitsminister Jens Spahn – vielleicht schaffe man da eine gemeinsame Vorgangsweise. Gratis Tests für Urlaubsrückkehrer wird es aber in Österreich wohl nicht spielen. Es gebe dazu keine Planungen, sagte Anschober. Österreichweit ist die Zahl der neu mit dem Coronavirus infizierten Personen in den vergangenen 24 Stunden wieder dreistellig gewesen. Mit Stand Vormittag waren 119 Personen in Österreich betroffen. Die Verteilung über das Land werde gleichmäßiger, sagte Anschober. Man habe mit verstärkten regionalen Clusterbildungen gerechnet, wichtig sei es nun, diese in Schach zu halten, um eine zweite Welle zu verhindern. Deshalb teste man in Österreich “so viel wie nie zuvor”. Er appelliere weiterhin an alle Tourismusbetriebe, das Test-Angebot für die Mitarbeiter anzunehmen. Positiv hervorgehoben wurden von Anschober die Screening-Testungen in Risikobereichen. Im Juli habe es in Schlachthöfen 2.037 Testungen gegeben, davon 33 positive, in 485 Testungen und kein einziges positives Ergebnis. Keine guten Nachrichten hatte Anschober am Dienstag für die Clubs. Diesen konnte der Minister noch immer keine Perspektive zum Aufsperren bieten. Man evaluiere die Situation alle zwei Wochen. Dass es diese Betriebe wirtschaftlich extrem treffe und sich die Regierung um sie kümmern müsse, gestand Anschober ein. Die Coronakrise könnte jedenfalls das Aus für viele Wiener Clubs bedeuten. Bei einer Pressekonferenz der Vienna Club Commission am Dienstag schlugen mehrere Betreiber Alarm. Sie bekräftigten ihre Forderung nach einer Übernahme von 100 Prozent der Fixkosten und forderten Planungssicherheit. Derzeit werden maximal 75 Prozent der Fixkosten abgedeckt. Seit viereinhalb Monaten sind Wiens Clubs wegen der Coronakrise geschlossen oder haben nur sehr eingeschränkt geöffnet. “Die Boxen sind still”, sagte Stefan Niederwieser von der Vienna Club Commission. Noch sei keinerlei Öffnung in Sicht. Die Situation sei “dramatisch” und “existenzbedrohend”. Vielen werde “die Luft ausgehen”, warnte er. “Wir waren die erste Branche, die von der Schließung betroffen war, und wir werden die Letzten sein, die wieder aufsperren”, prophezeite Gregor Imhof vom Sass Music Club am Karlsplatz. “Wir brauchen Planungssicherheit”, forderte er. Zuletzt war die in Aussicht gestellte Lockerung für die Nachtgastronomie und eine Verlängerung der Sperrstunde bis 4.00 Uhr ab 1. August verschoben worden. Seither habe man nichts mehr gehört, klagte Imhof. “Ich halte es für eine Sauerei, dass wir fast fünf Monate auf eine Ansage warten müssen”, sagte Stefan Stürzer. “Sperren wir heuer noch einmal auf oder nicht und wir bekommen einen Fixkostenzuschuss von 100 Prozent?”, so Stürzer, Direktor des Werk, dessen Fixkosten monatlich bei rund 15.000 Euro liegen. “So wie es jetzt ausschaut, stehen wir wirklich vor einem Massensterben der Clubs”, sagte er. “Das Überleben der Clubs ist auch für uns überlebenswichtig”, betonte Linda Schürer-Waldheim vom Konzertveranstalter Arcadia Live. Rund 300 bis 400 Shows veranstaltet Arcadia Live pro Jahr in Österreich. 2019 fanden laut Schürer-Waldheim zwei Drittel davon in Wien statt und wiederum 62 Prozent davon in den Clubs.

Anschober (noch) gegen Maskenpflicht in Schulen ab Herbst

Die Stillstände in der Wirtschaft aufgrund der Coronavirus-Pandemie lassen auch die heimische Industrie einbrechen. Die Industrieproduktion in Österreich dürfte heuer um rund 7 Prozent zurückgehen, schätzen die Ökonomen der Bank Austria. Der vom Institut ermittelte Einkaufsmanagerindex (EMI) verzeichnete aufgrund der Krise im März den stärksten Rückgang seit Beginn der Finanzkrise im Herbst 2008. Dieser markante Rückgang weise auf eine “abrupte Verschärfung” der seit dem Frühjahr 2019 laufenden Industrie-Rezession hin, erklärte Bank-Austria-Chefökonom Stefan Bruckbauer am Freitag in einer Aussendung. Dass sich das Produktionsminus heuer im Gesamtjahr auf 7 Prozent begrenzen lasse, stehe unter dem Vorbehalt, dass die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Ausbreitung in der zweiten Jahreshälfte schrittweise wieder rückgängig gemacht werden können.

Industrieproduktion bricht laut Bank Austria um 7 % ein

Die positiven Tests auf Covid-19 von zwei Spielern, einem Trainer und einem Fitnessbetreuer ist das vorläufige alarmierende Ergebnis der vom Serben Novak Djokovic veranstalteten Adria-Tour. Die infizierten Tennis-Asse Grigor Dimitrow und Borna Coric stehen auch auf der Einladungsliste für das “THIEMs7” in Kitzbühel. Bei negativen Tests dürfen sie dort auch antreten, teilte der Veranstalter mit. Losgegangen war die mit einem “Charity-Faktor” versehenen Adria-Tour in Belgrad, wo auch Dominic Thiem mit dabei war und als Turniersieger wieder heimreiste. Wie viele Spieler hatte auch Thiem eine Party besucht und – einem Video zufolge – ohne Abstandregeln zu beachten mit nacktem Oberkörper getanzt. Hygienemaßnahmen hatte es auch im Stadion nicht gegeben, die Teilnehmer umarmten sich, die Zuschauer auf dem Platz saßen dicht gedrängt, Masken waren kaum zu sehen. Djokovic wimmelte die Kritiker ab. Man habe sich an die Regeln und Maßnahmen, die von den Institutionen der Regierung und der öffentlichen Gesundheit festgelegt worden waren, gehalten. Weiter ging die Tour vergangene Woche in Zadar, wo sich der Bulgare Dimitrow aus Gesundheitsgründen zurückzog und heim nach Monaco reiste. Nach seinem positivem Attest wurde das Endspiel in Zadar abgesagt. “Ich möchte meine Fans und Freunde wissen lassen, dass ich nach der Rückkehr in Monaco positiv auf Covid-19 getestet worden bin”, teilte Dimitrow unter einem Foto von sich mit Mund-Nasen-Schutz mit. “Ich möchte sicherstellen, dass das jeder weiß, der mit mir in den vergangenen Tagen in Kontakt war und sich testen lässt bzw. die notwendigen Vorkehrungen trifft.” Am Montag folgte das nächste Eingeständnis – auch der Kroaten Borna Coric gab einen positiven Test ab, er hatte u.a. gegen Dimitrow gespielt. “Ich wollte euch informieren, dass ich positiv auf Covid-19 getestet worden bin”, schrieb der 23-Jährige auf Twitter. Er wolle, dass alle, die mit ihm in den vergangenen Tagen in Kontakt waren, einen Test machen. “Mir geht es gut, ich habe keine Symptome”, teilte Coric mit. Bei Thiem fiel auch der am Montag vorgenommene dritte Covid-19-Test innerhalb von acht Tagen negativ aus. Das teilte Thiems Manager Herwig Straka am Nachmittag mit. Thiem werde daher plangemäß diese Woche die “Pro Series” in Österreich fertig spielen und am Wochenende beim “Ultimate Tennis Showdown” in Nizza antreten. Auch Alexander Zverev steckte sich nach eigenen Angaben nicht mit dem Coronavirus an. “Ich habe gerade die Nachricht erhalten, dass mein Team und ich negativ auf COVID-19 getestet wurden”, teilte der Weltranglisten-Siebente am Montag in den sozialen Netzwerken mit. Der Deutsche kündigte als Vorsichtsmaßnahme regelmäßige weitere Tests an. Der regionale Zivilschutzstab in Zadar rief bereits am Sonntagabend alle, die mehr als zehn Minuten im engen Kontakt mit Dimitrow waren, dazu auf, sich für 14 Tage in Selbstisolierung zu begeben und Kontakt mit zuständigen Epidemiologen aufzunehmen, berichtete die Nachrichtenagentur Hina. Auf einer Pressekonferenz am Montag hieß es, dass jene, die keinen engen Kontakt mit den infizierten Spielern gehabt hätten, nicht in eine Quarantäne müssen. Das gelte auch für die Zuschauer auf den Tribünen. Medienberichten zufolge könnten aber viele in Kontakt mit Dimitrow gekommen sein, denn während der fünf Tagen in Zadar nahm er zusammen mit anderen Spielern an mehreren Veranstaltungen teil, etwa einen Basketballspiel mit der Mannschaft des Klubs Zadar sowie einer Kinderveranstaltung, berichtete das Internetportal 24sata.hr. Die Turnierorganisatoren teilten mit, dass es in Zadar auch positive Tests von Marko Paniki, dem Fitnesstrainer von Djokovic, sowie Christian Groh, dem Trainer von Dimitrow, gegeben habe. Der Weltranglistenerste Djokovic soll mittlerweile einen Covid-19-Test gemacht hat, das Ergebnis ist nicht bekannt. Der Weltranglistendritte Dominic Thiem war am Wochenende beim “Ultimate Tennis Showdown” in Biot bei Nizza engagiert, ein dort am Freitag durchgeführter Covid-19-Test fiel negativ aus. Ebenso wie jener am vergangenen Montag nach der Rückreise aus Belgrad. “Heute nach der Heimkehr hat Dominic einen weiteren Test gemacht”, teilte Vater Wolfgang Thiem auf Anfrage der APA mit. “Wir gehen davon aus, dass auch dieser negativ ist.” Die Turnierplanung bleibe wie gehabt aufrecht, solange (gesundheitlich/Anm.) alles in Ordnung sei. Ab 7. Juli lädt Thiem zum “THIEMs7” nach Kitzbühel. Da wären eigentlich auch Dimitrow und Coric eingeladen gewesen. Trotz der Entwicklungen scheint laut Aussendung des Veranstalters hinter der Durchführung der Veranstaltung derzeit kein Fragezeichen zu stehen. Und auch die Tür für die beiden aktuell infizierten Spieler ist nicht zu. Man stehe in engem Kontakt mit dem Management der beiden betroffenen Spieler. “Wenn Grigor Dimitrow und Borna Coric nach 14 Tagen Heimquarantäne ein negatives Testergebnis vorweisen können, spricht von unserer Seite nichts dagegen, dass die beiden Spieler in Kitzbühel aufschlagen können. In den nächsten Tagen werden die jeweiligen Managements über diese Option entscheiden”, hieß es in der Stellungnahme. Sollten Dimitrow und Coric nicht in Kitzbühel spielen können, würden die Plätze in Abstimmung mit Dominic und Wolfgang Thiem nachbesetzt werden. Ein Kitz-Teilnehmer hat sich mittlerweile übrigens in Selbstisolation begeben, der russische Zadar-Finalist Andrej Rublew befolgte den Ratschlag des Veranstalters. Mit dem Start von THIEMs7 würde die Quarantäne auslaufen. Es sei den Veranstaltern “im Zuge des aktuellen Anlassfalls wichtig zu unterstreichen, dass die Sicherheitsmaßnahmen im Zuge der THIEMs7 umfassend und in strenger Abstimmung mit den zuständigen Behörden gehandhabt werden”. Das Konzept sieht vor, dass alle Spieler und Begleitpersonen unmittelbar nach ihrer Ankunft in Kitzbühel getestet werden. Das Präventionskonzept werde mit den zuständigen Behörden abgestimmt. Für die 500 zugelassenen Zuschauer würden strenge Auflagen gelten, es gäbe zugewiesene Sitzplätze, nach Ende der jeweiligen Session müssen die Fans das Stadion zügig verlassen. Die Veranstalter des Tennis-Events in Berlin (ab 13. Juli), wo Thiem ebenfalls spielen soll, wollen vor einer möglichen Reaktion die weitere Entwicklung abwarten. Falls es notwendig sei, würde man sich nach neuen Teilnehmern umschauen, sagte ein Sprecher am Montag laut dpa.

Djokovic

Wer kürzlich seinen Führerschein gemacht hat und aufgrund der aktuellen Krise das gesetzlich vorgeschriebene Mehrphasen-Training nicht rechtzeitig absolvieren kann, bekommt gemäß einem neuen Erlass des Bundesministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie eine Fristverlängerung gewährt.

Fristverlängerung für Mehrphasen-Ausbildung beschlossen

Der SK Rapid hat nach einem positiven Covid-19-Test bei einem Spieler das Trainingslager in Bad Tatzmannsdorf vorzeitig abgebrochen. Wie Österreichs Fußball-Vizemeister am Donnerstag mitteilte, ist es bei den regulären wöchentlichen Coronavirus-Tests “zu einer schwach positiven Testung bei einem Spieler” gekommen. Rapid entschloss sich daher, das Trainingslager zu beenden und ein für Freitag angesetzt gewesenes Testspiel abzusagen. Das Team reiste noch Donnerstagmittag aus dem Burgenland ab, in Wien werden sich alle betroffenen Spieler und Betreuer in Selbstisolation begeben. Mitarbeiter des Hotels, in dem die Wiener einquartiert waren, werden nun auch vorsichtshalber getestet. Spieler und Betreuer des SK Rapid, die im Trainingslager waren, sind in Selbstisolation, trainiert darf dennoch werden. Mannschaft und Trainer dürfen von zu Hause direkt zu den Trainings und danach sofort zurückfahren. Am Freitag sind die nächsten Tests und bis Montag weitere geplant. Es ist bereits der zweite positive Test bei einem Rapid-Spieler. Vor dem Trainingsauftakt Ende Juli war bereits ein Profi positiv auf das Coronavirus getestet worden.

Wieder positiver Covid-19-Test bei Rapid-Spieler

Vor dem Hintergrund der fortgesetzten Spannungen mit China hat Taiwan einen neuen Trainings-Jet enthüllt. Präsidentin Tsai Ing-wen bezeichnete den Jungfernflug der “Brave Eagle” (tapferer Adler) genannten Maschine am Montag als “historischen Moment” für ihr Land. Der Trainings-Jet für Kampfpiloten wurde in Taiwan hergestellt und soll dazu beitragen, nach und nach die veraltete Luftwaffe des Landes zu modernisieren. Seine Inbetriebnahme sei ein “großer Tag für die Luftwaffe” Taiwans und “ein wichtiger Meilenstein für die inländische Luftfahrtindustrie”, sagte Tsai. Die Präsidentin weigert sich zum Ärger Pekings, Taiwan als Teil “eines China” anzuerkennen. Seit ihrem Amtsantritt 2016 hat China den militärischen, diplomatischen und ökonomischen Druck auf Taipeh erhöht. Die Volksrepublik sieht die eigenständige Insel, die aber nur zu knapp mehr als einem Dutzend Staaten offizielle diplomatische Beziehungen unterhält, als Teil ihres Territoriums an und hat mehrfach damit gedroht, Taiwan wenn nötig mit Gewalt zu erobern. Allein in den vergangenen zwei Wochen drangen nach Angaben der Regierung in Taipeh chinesische Jets sieben Mal in den taiwanischen Luftraum ein. Angesichts der massiven Aufrüstung in China und der nur zögerlichen Waffenlieferungen westlicher Staaten baut Taiwan inzwischen eigene Waffen wie Raketen, Schiffe oder den neuen Trainings-Jet. Derzeit verfügt Taiwan über rund 300 Kampfflugzeuge, die seit den 90er Jahren in Betrieb sind. Seit dem Amtsantritt von US-Präsident Donald Trump ist die Regierung in Washington geneigter, ihrem Verbündeten Taiwan Rüstungsgüter zu liefern. Im vergangenen Jahr gab Washington bekannt, 66 hochmoderne F-16-Jets an Taiwan verkaufen zu wollen. China bedrohte daraufhin alle an dem Geschäft beteiligten Firmen mit Sanktionen. Der Konflikt um den Status Taiwans geht auf den Bürgerkrieg in China zurück, als die Truppen der nationalchinesischen Partei (Kuomintang) unter Chiang Kai-shek nach ihrer Niederlage gegen die Kommunisten Mao Zedongs nach Taiwan geflüchtet waren. Seit Gründung der Volksrepublik 1949 betrachtet Peking die Insel als eigenen Landesteil.

Taiwan stellt neuen Trainings-Jet vor