Nach Klopapiermangel kommt Pommes- und Kondomkrise

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Nach Klopapiermangel kommt Pommes- und Kondomkrise

Während Europas Bauern auf den Pommes-Kartoffeln sitzen bleiben, weil Lokale und Kantinen geschlossen haben, könnte Kondome bald ausgehen. Es gibt Probleme mit der Produktion.

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Mit der Wiedereröffnung seiner Lokale nach den Corona-Sperren ersetzt McDonald’s Österreich Plastikstrohhalme und Shakebecher durch recycelbares Papier. Der aus dem Rennen genommenen Kunststoff bekommt ein zweites Leben in Form von Badeanzug und Badehose. Das Design der nachhaltig und in Europa produzierten Kollektion stammt vom Wiener Label Poleit in Zusammenarbeit mit dem Grazer Kreativbüro Studio Furore. Ihr früheres Leben als “Mäci-Strohhalme” können Badeanzug und Schwimmshorts nicht abstreiten, kommen sie doch im typischen gelb-rot-weißen Streifenmuster daher. Zusammen mit Fasern aus recyceltem Meeresplastik sollen die Ex-Plastikstrohhalme für gute Swimwear-Eigenschaften sorgen. Die limitierte Kollektion wird auf der Facebook-Seite sowie über Gewinnspiele verlost. Im Sinne der Abfallvermeidung werde es auch die Papierstrohhalme nur noch auf Nachfrage geben, wurde weiters mitgeteilt. Bei einer Recyclingquote von mehr als 90 Prozent bestehen derzeit 70 Prozent der Verpackungen aus Papier und Karton. Bis 2025 sollen alle Gästeverpackungen aus erneuerbaren, recycelten oder zertifizierten Quellen stammen. Das Fotoshooting, mit dem die Bademode beworben wird, wurde übrigens Anfang Mai im Wiener Strandbad Gänsehäufel durchgeführt – unter Einhaltung aller Corona-Sicherheitsregeln, wie McDonald’s betonte und anmerkte: Die Models leben zusammen in einem Haushalt.

Bademode aus Mäci-Strohhalmen

Österreich unterstützt ein Grenzschutzprojekt in Tunesien mit rund einer Million Euro.”Auch die tunesische Grenze ist eine österreichische Grenze, wenn es darum geht, irreguläre, illegale Migration zu verhindern”, so Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) am Donnerstag in Wien. Grenzschutzpolizisten sollten von Polizisten aus Österreich und Dänemark ausgebildet sowie ein Trainingscamp errichtet werden. Koordiniert wird das Projekt von dem in Wien ansässigen Zentrum für Migrationspolitik (ICMPD), dessen Leiter, der frühere Vizekanzler Michael Spindelegger (ÖVP), das Ziel des Vorhabens bei der gemeinsamen Pressekonferenz konkretisierte: Demnach soll für Mitarbeiter der tunesischen Grenzverwaltung ein System aufgebaut werden, wo in “rechtsstaatlicher Hinsicht auch die entsprechenden Standards gewährleistet sind”. Auch seien die Verbesserung der Sicherheit an der Grenze für “Bona-fide-Reisende” sowie die “Erleichterung von grenzübergreifenden, rechtskonformen Handlungsweisen” Projektziele. Neben Österreich mit einem Beitrag von 990.000 Euro und Dänemark mit 3,4 Millionen Euro steuerte auch Deutschland Mittel in Höhe von 3,9 Millionen Euro bei. Bis Mai 2023 sollte nach Angaben Spindeleggers die Ausbildung soweit sein, “dass sich das am Boden bemerkbar macht”. Das Trainingszentrum, in dem laut Nehammer mehr als 100 Grenzschützer ausgebildet werden können, wird bei der Stadt Nefta im Süden des Landes errichtet. Derzeit, so Spindelegger, sei die Migrationsbewegung aus und über Tunesien seit Beginn der Pandemie “eine sehr schwache” – “aber nicht nur dort, sondern an allen verschiedenen Grenzen”. Das werde sich aber nach ICMPD-Prognosen ändern, so der Leiter des ThinkTanks mit Blick auf die Rücknahme von Corona-Restriktionen, der verbesserten Wetterlage und eines “gewissen Rückstaus”. Offizielle Schätzungen, wie viele Migranten aktuell in Tunesien auf die Überfahrt nach Europa warten, sind nicht bekannt. Nehammer betonte, Tunesien sei laut Experten “eines der Länder, dass in Zukunft noch massiver betroffen sein wird aufgrund der instabilen Lage” im benachbarten Bürgerkriegsland Libyen. “Für uns ist das auch eine Zukunftsinvestition.”

Österreich unterstützt Grenzschutzprojekt in Tunesien

Das neue Stadttheater haben wir ihnen bereits vorgestellt. Doch jetzt ist auch das Amtsgebäude Greif in Betrieb gegangen. Über Mitarbeiter sind in das Greif übersiedelt, wo jetzt das Service-Angebot im Mittelpunkt steht und das One-Stop Shop Prinzip gilt.

Der Chef des Wirtschaftsforschungsinstituts (Wifo), Christoph Badelt, hat am Sonntag in der ORF-“Pressestunde” vor hoher Arbeitslosigkeit in Österreich in den nächsten Jahren gewarnt. Arbeitsmarktpolitik sei daher einer der wichtigsten Bereiche der Post-Corona-Politik. Zur von der SPÖ geforderten Vier-Tage-Woche meinte er, Arbeitszeit solle man eher auf Kollektivvertrags- und Branchenebene regeln. Die durch den Corona-Schock ausgelöste Wirtschaftskrise sei – gemessen am Rückgang des Bruttoinlandsprodukts (BIP) und der rasant gestiegenen Arbeitslosigkeit – die tiefste Krise seit 100 Jahren. Sie dürfte aber viel kürzer als vergangene Krisen sein. Nach dem Rückgang um 10 Prozent im zweiten erwarte man im dritten Quartal schon wieder positive Wachstumsraten. Doch auch das Wachstum im nächsten Jahr werde die Wirtschaft nicht auf das Vorkrisen-Niveau zurückbringen, so seine Prognose. Hohe Arbeitslosenzahlen trotz Wachstum Badelt erwartet, dass trotz neuen Wachstums die Arbeitslosenzahlen hoch bleiben. Im Herbst werde man daher eine corona-spezifische Verlängerung der Kurzarbeit brauchen. Weiters müsse man auch die “gewöhnliche Arbeitsmarktpolitik” betreiben, um die hohe Arbeitslosigkeit abzubauen. Dazu gehöre eine breite Palette an Maßnahmen, von einer guten Ausstattung des Arbeitsmarktservice AMS über eine Qualifizierungsoffensive und mehr Lehrstellen bis zu einer besseren Bildungspolitik. Die Vier-Tage-Woche sollte man “sachlich diskutieren”, meinte er. Er halte aber nichts davon, der Wirtschaft zusätzliche Kosten aufzubürden durch eine zentrale Vorgabe der Arbeitszeit. Klüger sei es, auf Kollektivvertrags- und Branchenebene zu agieren. Der Vorschlag spreche ein langfristiges Thema an, nämlich die Folgen der Digitalisierung, und ein kurzfristiges, das Auslaufen der Kurzarbeit. Neue Pleitewelle Im Herbst drohe eine Pleitewelle, weil die Klein- und Mittelunternehmen in Österreich im Schnitt eine zu geringe Eigenkapitalausstattung hätten und weil dann diverse Stundungen aus der Coronazeit, etwa für Finanz- und Sozialabgaben, auslaufen. Daher müsse man die Betriebe durch Eigenkapital unterstützen und auch privates Kapital über einen Fonds, der sich an Betrieben beteiligt, mobilisieren. “Das wird sehr, sehr rasch notwendig sein”, sagte Badelt. Die Milliarden Staatshilfen für die österreichische Wirtschaft hält der Wirtschaftsforscher für grundsätzlich richtig. Die Botschaft “was immer es kostet” sei notwendig gewesen, um Vertrauen zu schaffen. Bei der Umsetzung habe es sicher bürokratische Probleme gegeben, das sollte man auch einräumen. Nach der Corona-Zeit gebe es einen großen Bedarf an Investitionen in Pflege und Gesundheit, Forschung, Verkehr und Klimaschutz. Kompromiss bei Wiederaufbauprogramm Beim umstrittenen Wiederaufbauprogramm der EU erwartet Badelt einen Kompromiss. “Es wäre nicht klug, Italien im Regen stehen zu lassen, es wäre auch nicht wirtschaftlich sinnvoll”, so der Ökonom und zieht einen Vergleich mit der Bankenrettung durch den Staat bei der Heta. So ein großes Land wie Italien könne man nicht einfach wirtschaftlich fallen lassen. Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP), der mit Schweden, den Niederlanden und Dänemark bisher auf der Bremse stand, habe einen möglichen Kompromiss schon angedeutet. Wenn das Geld in die richtigen Bereiche, wie Forschung oder auch Pflege fließe, sei es ein guter Plan. In den USA laufe derzeit ein “riesiges unmoralisches Experiment”, weil man in der Corona-Pandemie Krankheit und Tod von Hunderttausenden in Kauf nehme, aber die Wirtschaft nicht beeinträchtigen wolle, sagte Badelt. Das sei eine “paradoxe Situation”: Er halte es für moralisch verwerflich, für die Wirtschaft könnte es aber besser sein als ein Shut-Down. Wenn Amerika in eine Totalwirtschaftskrise falle, könne das der Nukleus für eine Weltwirtschaftskrise sein. Angesprochen auf die Struktur des Wifo verteidigte er den sozialpartnerschaftlich besetzten Vorstand. Die wissenschaftliche Arbeit der Wirtschaftsforscher erfolge völlig unabhängig davon, betonte er. “Das Entscheidende ist, dass wir unsere Projekte durchziehen können, ohne dass uns jemand vorgibt was herauskommen soll.”

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