Nach wachsender Kritik: Anschober lässt Gesetze und Verordnungen evaluieren

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Nach wachsender Kritik: Anschober lässt Gesetze und Verordnungen evaluieren

Gesundheitsminister Anschober hat auf Kritik reagiert, wonach manche Regierungsmaßnahmen nicht rechtskonform gewesen sein sollen. In der “ZiB2” erklärte er, eine Experten-Gruppe schon am Dienstag zu sich ins Ministerium gebeten zu haben. Diese solle allfällige Unschärfen in Gesetzen, Verordnungen und Erlässen beraten, die man dann auch “selbstverständlich” bereinigen würde.

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Mittlerweile sind nur mehr 800 Menschen in Österreich aktiv an Corona erkrankt. Gesundheitsminister Rudolf Anschober zeigt sich erleichtert: “Bereits fünf Bundesländer ohne Corona-Patienten in Intensivstationen.”

"Fünf Bundesländer ohne Corona-Patienten in Intensivstationen"

1018 Menschen sind derzeit in Österreich mit dem Coronavirus infiziert – das gab das Gesundheitsministerium am Montag mit Stand 10 Uhr bekannt. Damit ist die Zahl erstmals vierstellig. Bisher wurden 8490 Tests durchgeführt.

Aktuelle Zahlen

Künstliche Beatmung kann Leben retten, auch bei Covid-19-Patienten. Die Druckbeatmung bedeutet aber auch eine extreme Belastung für das Lungengewebe. Ist das Atemorgan vorgeschädigt, kann dies tödliche Folgen haben. Die Technische Universität München hat nun ein digitales Lungenmodell entwickelt, das eine schonendere Beatmung ermöglicht und so die Überlebenschancen deutlich erhöhen könnte. Für Patienten mit akutem Lungenversagen (Acute Respiratory Distress Syndrome, kurz ARDS) ist die künstliche Beatmung die Rettung. Doch während die Mediziner versuchen, mit Druck die Lunge offen zu halten und den Austausch von Sauerstoff und Kohlendioxid weiter zu ermöglichen, kann der Druck in Teilen der Lunge zu Überdehnungen führen – mit Folgeschäden, die bis zum Tod führen können. Gleichzeitig muss ein wiederholtes Öffnen und Schließen einzelner Lungenbereiche vermieden werden. Denn das Gewebe reagiert auf den mechanischen Reiz in beiden Fällen mit einer Entzündung.

Lungenmodell für schonendere künstliche Beatmung

Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro hat mit einem Austritt seines Landes aus der Weltgesundheitsorganisation (WHO) gedroht. Bolsonaro sagte am Freitag vor Journalisten, seine Regierung analysiere gerade den WHO-Austritt der USA, den US-Präsident Donald Trump vor einer Woche verkündet hatte. “Entweder die WHO arbeitet ohne ideologische Voreingenommenheit oder wir gehen auch”, sagte Bolsonaro. Trump hatte am Freitag vergangener Woche den Bruch seines Landes mit der WHO verkündet. Im Streit um den Umgang mit der Corona-Pandemie hatte er bereits Mitte April die US-Zahlungen an die WHO eingestellt. Trump wirft der UN-Unterorganisation “Missmanagement” sowie Einseitigkeit zugunsten Chinas vor, das als Herkunftsland des neuartigen Coronavirus gilt. Bolsonaro und Trump pflegen ein enges Verhältnis. Sie ähneln sich in ihrer harschen und aggressiven Rhetorik sowie in manchen politischen Ansichten, weshalb Bolsonaro oft auch als “Tropen-Trump” bezeichnet wird. Bolsonaro steht wegen seines Umgangs mit der Corona-Pandemie massiv in der Kritik. Er bezeichnete die durch das Virus ausgelöste Lungenkrankheit Covid-19 in der Vergangenheit als “kleine Grippe” und lehnt die von den Bundesstaaten angeordneten Beschränkungen ab, weil die Wirtschaft darunter leidet. Jüngste Zahlen wiesen 1.005 Tote und 30.830 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden aus, womit die Zahl der COVID-19-Toten in Brasilien insgesamt auf 35.026 stieg. Damit ist das Land inzwischen neben den USA und dem Vereinigten Königreich eines der Epizentren der Pandemie. Die 1948 gegründete WHO ist abhängig von Beiträgen ihrer mehr als 190 Mitgliedsländer sowie von Spenden von Regierungen und nicht-staatlichen Akteuren. Die USA waren bisher der größte Geldgeber.

Bolsonaro droht mit Austritt Brasiliens aus der WHO

Die EU-Kommission hat den Einsatz von Handy-Apps und persönlichen Daten im Kampf gegen das Coronavirus befürwortet. “Digitale Technologien, mobile Anwendungen und Standortdaten haben ein enormes Potenzial, um die Ausbreitung des Virus zu verstehen und effektiv darauf zu reagieren”, sagte EU-Industriekommissar Thierry Breton am Mittwoch. Dies könne genutzt werden, ohne den Datenschutz auszuhebeln. “Seit Beginn der Covid-19-Krise wurde eine Vielzahl von mobilen Anwendungen entwickelt”, erklärte die EU-Kommission. Die Anstrengungen zur Bekämpfung des Virus würden aber durch die “Fragmentierung der Ansätze” behindert. Auch gebe es Warnungen davor, dass fehlerhafte Daten unter Umständen zu Diskriminierung bestimmter Bevölkerungsgruppen führen könnten. Hinzu kämen schwerwiegende Bedenken hinsichtlich der Sicherheit und des Datenschutzes. “Es ist daher notwendig, einen gemeinsamen Ansatz für die Nutzung digitaler Technologien und Daten als Reaktion auf die gegenwärtige Krise zu entwickeln”, forderte die Behörde. Konkret sprach sie sich für eine enge Zusammenarbeit in zwei Bereichen aus: den Einsatz von Handy-Apps, um Infektionsketten nachverfolgen zu können, und die Auswertung anonymisierter Standortdaten zur Vorhersage der Ausbreitung des Virus.

EU spricht sich für Nutzung von Handy-Apps aus