Nächste Woche Öffnungsplan, Schulen und Handel zuerst

Merken
Nächste Woche Öffnungsplan, Schulen und Handel zuerst

Die Bundesregierung hat im heutigen Ministerrat eine Corona-Strategie für die nächsten Monate fixiert. Neu ist, dass am ersten Dezemberwochenende Tirol oder Vorarlberg bereits ihre Bevölkerung durchtesten lassen wollen, Salzburg zieht am darauffolgenden Wochenende nach. Ursprünglich sollte ganz Österreich am 19. und 20. Dezember durchgetestet werden. Pädagogen und Polizisten sind am 5. und 6. Dezember an der Reihe.

Bundeskanzler Sebastian Kurz verteidigte im Pressefoyer nach dem Ministerrat das Vorhaben. “Die Massentests sind kein Allheimlittel, aber sie sind eine gute Chance, um Infektionen in der Bevölkerung zu lokalisieren“, räumt der Kanzler ein. Am ersten Dezemberwochenende sollten sich in jedem Fall alle österreichischen Polizisten und Pädagogen einen Test unterziehen.Gesundheitsminister Rudlf Anschober kündigte an, dass Anfang des Jahres 500.000 Österreicher geimpft werden sollen. Dazu zählen neben älteren Menschen und den vulnerablen Personengruppen auch das Gesundheitspersonal. Eine Million Impfdosen sind dafür reserviert.

Schulen und Handel öffnen zuerst

Der Kanzler gab bekannt, dass nächste Woche die Regierung die Öffnungsschritte nach Auslaufen des Lockdowns bekannt gegeben werden. In jedem Fall werden Schulen und der Handel zuerst geöffnet. Bildungsminister Heinz Faßmann wollte sich noch nicht festlegen, wie die Rückkehr an Schulen im Detail aussehen soll, ob es eine Maskenpflicht oder einen Schichtbetrieb geben soll oder nicht. Für die Matura soll es Erleichterungen geben.

Österreich entscheidet in Eigenregie über Skisaison

Kurz machte im Pressefoyer deutlich, dass Österreich in Eigenregie entscheiden wird, wann die Skigebiete geöffnet werden. Er habe in Gesprächen mit der Kommissionspräsidentin und dem Ratspräsidenten telefonisch vereinbart, dass das keine Angelegenheit sei, in die sich die EU einmischen sollte. Die Rückkehr zum Skifahren sei “Teil der Öffnungsschritte.” Der Kanzler wollte sich allerdings nicht auf ein Datum festlegen. Hier zeichnet sich eine Spaltung in Europa ab, Frankreich schließt seine Pisten, Italien fordert eine europaweite Schließung.

“Jeder einzelne zählt!”

Indes hofft die Leiterin der Impfabteilung im Gesundheitsministerium Maria Paulke-Korinek hofft, dass sich viele Menschen in Österreich impfen lassen werden, sobald ein Mittel auf dem Markt ist.

„Jeder einzelne zählt“, sagt Paulke-Korinek im Ö1-Morgenjournal. Man könne davon ausgehen, dass die Corona-Impfstoffe sicher und effektiv sind, wenn sie eine Zulassung erhalten haben. Derzeit würden in den sogenannten „rolling-review“ Verfahren, also beschleunigten Zulassungsverfahren, viele Studien gleichzeitig mit hohen Probandenzahlen von 30.000 bis 40.000 Teilnehmern laufen.

Die Regierung hat ja immer wieder betont, dass niemand gezwungen werden soll, sich impfen zu lassen. Auch Paulke-Korinek betonte im Morgenjournal, dass für sie das wichtigste Mittel zur Steigerung der Impfrate Aufklärung sei. Wer die Notwendigkeit verstehe, würde sich eher impfen lassen. Das gelte im übrigen auch für Mitarbeiter von Pflegeheimen oder Krankenhäusern.

Die ersten Corona-Impfungen sollen in Österreich im Jänner 2021 stattfinden. Zuerst würden Bewohnerinnen und Bewohner von Alten- und Pflegeeinrichtungen und deren Betreuerinnen und Betreuer geimpft. Ab April soll der Impfstoff dann für die Masse der Bevölkerung einsetzbar sein.

Teilen auf:
Kommentare:

Es sind noch keine Kommentare abgegeben worden.

Schreibe einen Kommentar

Auch Interessant

Kaum ist die Corona-Ampel gestartet, regt sich bereits erster Widerstand: “Wir werden aufgrund dieses obskuren Ampelkonstrukts keine wie immer gearteten Verschärfungen durchführen”, kündigte der Linzer Bürgermeister Klaus Luger Widerstand an. Wiens Bürgermeister Michael Ludwig kritisiert fehlende Transparenz. Höchst verärgert hat sich der Linzer Bürgermeister Klaus Luger (SPÖ) am Freitag gezeigt, nachdem Linz auf der neuen Corona-Ampel auf “Gelb” geschaltet wurde. “Wir werden aufgrund dieses obskuren Ampelkonstrukts keine wie immer gearteten Verschärfungen durchführen”, kündigte er in einer Pressekonferenz an. Für ihn ist die “Farbgebung absolut nicht nachvollziehbar und steht in keiner Relation zur Realität in der Stadt”. “Wir waren einigermaßen überrascht, um nicht zu sagen entsetzt”, sagte Luger. Er sieht ein “sehr willkürliches Instrument” und einen “veritablen Fehlstart” der Ampel, salopp gesagt einen “Murks”. Kritik auch aus Wien Auch der Wiener Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) zeigte sich am Freitag wenig erfreut, aber nicht überrascht: „Die Entscheidung für eine gelbe Ampelschaltung für größere Städte und urbane Zentren war erwartbar.“ Er forderte mehr Transparenz bei der Einstufung. Außerdem brauche es eine rechtliche Basis für die Folgen der Ampel-Schaltungen. „Die Kriterien für die Ampel-Stellung müssen nachvollziehbar sein“, sagte Ludwig. So sei es nach wie vor nicht ganz klar, wie die Veränderungen der Ampel zustande kommen und welche konkreten Auswirkungen sie nach sich ziehen, kritisierte der Bürgermeister. Wien sei bereit konstruktiv bei der Corona-Ampel mitzuarbeiten. Neben mehr Transparenz bei der Entscheidung brauche jedenfalls es auch die rechtlichen Rahmen. Also Beschlüsse im Nationalrat sowie Verordnungen, die dann auch halten. „Es kann nicht sein, dass Entscheidungen ohne rechtliche Basis gefasst werden“, sagte der Bürgermeister. Wien werde abwarten, was der Bund konkret vorlegen wird.

"Gelbes" Linz will Corona-Ampel ignorieren, Wien fordert mehr Transparenz

Südkorea hat den geringsten Tagesanstieg von nachgewiesenen Neuinfektionen mit dem Coronavirus seit dem Höhepunkt Ende des vergangenen Monats verzeichnet. Am Sonntag seien 64 neue Fälle festgestellt worden, teilten die Gesundheitsbehörden am Montag mit. Die Gesamtzahl stieg damit auf 8.961. Die Zahl der Todesfälle kletterte um sieben auf 111.

Südkorea meldet rückläufige Entwicklung bei Infektionen

Ein Brand in einem Abfallcontainer bei einem Entsorgungsbetrieb in Wels-Pernau führte Dienstagfrüh zu einem Einsatz der Feuerwehr.

Brand in einem Abfallcontainer bei Entsorgungsbetrieb in Wels-Pernau führt zu Einsatz der Feuerwehr

Von diesem Beschluss berichteten lokale Medien nach einem Verbandstreffen mit allen Clubs der beiden höchsten Spielklassen am Dienstag. Demnach besteht die Hoffnung, dass der Trainingsbetrieb Mitte Mai wieder aufgenommen werden kann – einer Zustimmung der Regierung vorausgesetzt.

Niederlande planen Ligastart mit Geisterspielen am 19. Juni

Bei Whatsapp funktioniert es seit 2019, nun erhält auch die Schwester-Anwendung Facebook Messenger wichtige biometrische Sicherheitsfeatures. Der Facebook Messenger lässt sich auf iPhones und iPads ab sofort auch mit Hilfe des Fingerabdrucksensors oder eines Gesicht-Scans absichern. Mit den Touch ID und Face ID genannten Funktionen kann man verhindern, dass jemand Zugriff auf Chats erhält, auch wenn das Gerät entsperrt herumliegt oder aus der Hand gegeben wurde – Facebook nennt als Beispiel neugierige Familienmitglieder. Wird das neue, App Lock genannte Feature aktiviert, so ist der Zugang zum Messenger nur möglich, wenn man sich mit seinem Fingerabdruck oder Gesicht authentifiziert. App Lock findet sich in den Einstellungen der App im Privatsphäre-Bereich. Facebook hat angekündigt, App Lock auch für Android-Geräte einführen zu wollen. Allerdings müssten sich Nutzerinnen und Nutzer noch einige Monate gedulden.

Facebook Messenger biometrisch absichern