Neue App für Nachbarschaftshilfe

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Neue App für Nachbarschaftshilfe

cloudtech.at hat eine App erstellt, die es HelferInnen und Hilfesuchenden erleichtert, zueinander zu finden. Für Menschen ohne Internet besteht die Möglichkeit der Eingabe durch die Gemeinde oder Koordinationsstellen. HelferInnen in der Nähe werden so auf hilfsbedürftige Personen aufmerksam und können diese kontaktieren. Außerdem listet die App Dienstleister in der Umgebung, wie zum Beispiel Ärzte, Supermärkte, Beratungsstellen u.v.m.

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Lange mussten die Italiener in der Coronakrise auf ihren geliebten “caffè” verzichten – bei der Wiedereröffnung der Kaffeebars gab es mancherorts dann aber eine Ernüchterung: Der eigentlich heilige Preis für Espresso und Cappuccino ist gestiegen. Auch wenn man kein einheitliches Urteil abgeben könne, der Preis sei in einigen Bars um 10 bis 20 Cent pro Tasse gestiegen, erklärte der Verbraucherschutzverband Centro Consumatori Italia. Italien ist stolz auf seine Kaffeetradition, ein Espresso an der Theke kostet normalerweise rund einen Euro. Der Espressoverband erklärte, im Ausland sei Kaffee viel teurer als in Italien. Doch diese Haltung stößt auf Kritik. “Wenn die Kaffeepreise in Italien niedriger sind als im Ausland, bedeutet das nicht, dass der Barista die Preise erhöhen muss”, erklärte der ebenfalls mit Verbraucherschutz befasste Verband Codacons.

Espresso in Coronakrise teurer

Mit einem von den Nazis ermordeten Künstler beginnt es, mit sich in den Hintern kneifenden Murmeltieren endet es: “Zeiten & Zeichen”, das neue Album von Hubert von Goisern, ist ein überbordendes, unzählige Stile abgrasendes Werk geworden. “Nicht viele Songs haben ein Verwandtschaftsverhältnis”, sagt der Sänger selbst. Aber wer ihn kennt, weiß: Stillstand ist für von Goisern keine Option. Das hat er heuer schon mit der Veröffentlichung seines ersten Romans “flüchtig” bewiesen, und nun legt er nach. Immer wieder seien ihm während des Schreibens Instrumente in die Hände gefallen, und als der Roman endlich fertig war, ging er seine Aufzeichnungen durch. “Da bin ich draufgekommen: Ich habe 40 gute Ideen für Lieder”, erinnerte sich von Goisern im APA-Interview. Ausgewählt wurden davon schlussendlich 18, wobei ein Stück noch von der Platte rutschte. “Das hatte einen arabischen Touch. Es ist eine tolle Songidee, wäre aber in diesem Rahmen ein Stück zu viel gewesen.” Man kann es sich vorstellen, ist dieses fast 75 Minuten dauernde Opus doch ohnehin schon vielseitig wie kaum etwas aus von Goiserns Diskografie. Vom stampfenden Rockgestus in “Brauner Reiter” über den Selbstversuch in moderner Tanzmusik (“El Ektro”) bis zur amüsant-witzigen Mariachi-Verbeugung “Eiweiß”. Dazwischen gibt es traditionellere Nummern (“Gamstod”), wird es mal balladesk (“Dunkelrot”) oder setzt von Goisern zu einer Goethe-Neuvertonung an (“Glück ohne Ruh”). Da weiß der Tausendsassa selbst: “Nur ich bin der rote Faden.” Aber leicht hat er es sich oder seinen Fans ja schon bisher nie gemacht. Das beweißt auch der fast siebenminütige, Hip-Hop- und Operette vermählende Opener “Freunde”, den von Goisern eigentlich über Franz Lehar schreiben wollte. Dabei stolperte er aber über dessen Librettisten Fritz Löhner-Beda, der in Auschwitz ermordet wurde. “Ich wollte wirklich eine Nummer machen im Sinne von: Freunde, das Leben ist lebenswert! Es wird ja so viel gesudert.” Aber das Schicksal von Löhner-Beda habe ihn schwer mitgenommen, wie auch im Gespräch zu merken ist. “Da bin ich durch die Hölle gegangen, das zu schreiben und zu recherchieren.” Live werde er das Stück, bei dem Rapper Dame und Opernsänger Andreas Schager mitwirken, nicht aufführen. “Das kann ich mir nicht vorstellen”, so von Goisern. “Ich weiß nicht, ob ich das schaffen würde, ob ich dem Publikum antun möchte, so tief in das hineinzudringen. Ich habe das Thema bisher immer vermieden”, gab sich der Künstler nachdenklich. “Das Erinnern ist natürlich wichtig. Aber für mich war es zu heftig. Einmal habe ich mich nun extrem darauf eingelassen. Und jetzt weiß ich, warum ich immer einen Bogen darum herum gemacht habe. Es ist so fürchterlich, so unfassbar – dass der Mensch zu so etwas fähig ist!” Die “Spreizung” zwischen dem Ungeheuerlichen einerseits und dem, was das Leben dann doch lebenswert macht, verleiht diesem Stück eine besondere Intensität. “So ist das Leben. Man kann oft nicht glauben, dass dort, wo Krieg herrscht, Menschen noch leben, Kinder geboren werden, ein ‘normales’ Leben stattfinden kann”, sagte von Goisern. “Das gilt in gewisser Weise auch für Corona: Der Mensch stellt sich darauf ein. Wenn du nicht anders kannst, wo sollst du denn hin? Und so war es damals auch. Es gab trotzdem noch Operettenaufführungen in diesem Wahnsinn. Man kann nicht aufhören zu leben.” So erschütternd wie zu Beginn wird “Zeiten & Zeichen” danach nicht mehr, auch wenn von Goisern seinen Hörern durchaus ins Gewissen singt. Etwa in seiner “Sinnerman”-Deutung “Sünder”, die sein zuletzt ausgelebtes USA-Faible gekonnt fortsetzt. Und dann die vielen tierischen Verweise, wie im abschließenden “Tierische Polka” mit (nicht nur) den schon angesprochenen Murmeltieren. Der Schmäh, er geht keineswegs ab auf diesem Album, das für den Künstler selbst “ein paar Killer” bereithält. “Es gibt einige Sachen, die richtig unter die Haut gehen.” Live sollte man all das voraussichtlich im Frühjahr 2021 erleben können, musste Hubert von Goisern doch wie viele Musiker seine für den Herbst geplante Tour coronabedingt verschieben. Welche Auswirkungen das Virus auch im kommenden Jahr haben werde, sei “schwer vorauszusagen”. Natürlich sei es für Künstler, die “von der Hand in den Mund leben”, schwer. “Aber ich hatte auch Jahre, als ich von der Hand in den Mund gelebt habe. Dann gab es oft wochen- oder monatelang keine Engagements – da habe ich einfach etwas anderes gemacht. Es ist keiner zum Tode verurteilt dadurch.” Der in den vergangenen Monaten teils zu spürenden Ruhe habe er jedenfalls durchaus Positives abgewonnen. “Diesen Overkill, den halte ich echt nicht mehr aus”, sprach von Goisern den gesellschaftlichen wie kulturellen Drang zu immer mehr Reizen an. “Ich glaube, es tut uns allen auch gut. Es ist nicht nur zach, dass das passiert ist mit Corona. Es hat sein Gutes, dass man reflektiert darüber – was wir wirklich brauchen und was notwendig ist, um ein schönes Leben zu haben und nicht nur um zu überleben. Ein bisserl weniger Konsum, auch in Sachen Kultur und Sport, tut uns allen gut.”

Neues Album von Hubert von Goisern: "Ich bin der rote Faden"

Die Feuerwehr wurde Samstagnachmittag zu einer Personenrettung eines vermeintlich eingeklemmten Kindes nach Wels-Neustadt alarmiert.

Einsatzkräfte der Feuerwehr zu Personenrettung nach Wels-Neustadt alarmiert

Der durch die Coronakrise ausgelöste Nachfrage-Boom bei FahrräderInnenn stellt Hersteller und Kunden vor erhebliche Herausforderungen. Aus zahlreichen Ländern berichten Unternehmen und Radfahrerverbände nach AFP-Recherchen von einer Vervielfachung der Verkaufszahlen. In Frankreich gab es demnach im Vergleich zum Vorjahr im Mai und Juni eine Verdopplung, in den USA lag der Zuwachs sogar noch höher. Viele Bürger wollten in der Pandemiezeit überfüllte Busse und U-Bahnen vermeiden, hieß es seitens des französischen Verbands Union Sport & Cycle. Auf europäischer Ebene berichtete der Sportausstatter Decathlon von einer Verdopplung bis Verdreifachung der Verkaufszahlen, für China sogar von einer Verfünffachung. In den sonst nicht als Vorreiterland des Radverkehrs bekannten USA wurden im Mai 81 Prozent mehr Fahrräder verkauft als im gleichen Monat 2019, zur Monatsmitte sei als Spitzenwert sogar ein Anstieg um das Fünfzigfache registriert worden, berichtete der Branchenverband People for Bikes. Da zugleich wegen der Corona-bedingten Einschränkungen die Produktion vielfach heruntergefahren werden musste, können die Hersteller die hohe Nachfrage häufig nicht bedienen. In Paris erzählte ein Kaufinteressent, er habe acht Geschäfte abklappern müssen, bis ein Fahrrad kaufen konnte. Neben langen Lieferzeiten müssen Käufer auch steigende Preise in Kauf nehmen. Händler klagen, dass bestellte Räder nicht oder nur nach längeren Wartezeiten zur Verfügung stünden. Dabei spielt auch eine Rolle, dass internationale Lieferketten nicht so funktionieren wie normalerweise. “Wir haben dadurch etwa drei Monate verloren”, sagte Moreno Fioravanti von der europäischen Herstellervereinigung EBMA. Nach Angaben des europäischen Industrieverbands Conebi werden zwar viele Fahrräder in Europa hergestellt, bis zu 50 Prozent der Einzelteile werden jedoch vorwiegend aus Asien importiert. Betroffen von den Engpässen sind sowohl traditionelle Räder wie auch die immer beliebter werdenden E-Bikes. Händler aus unterschiedlichen Ländern klagen über wachsende Ungeduld ihrer Kunden, denen keine sicheren Lieferdaten genannt werden könnten. Gleichwohl rechnet Conebi-Generaldirektor Manuel Marsilio bis zum Herbst wieder mit einer Entspannung der Lage. Dies liege auch daran, dass viele Hersteller flexibel reagiert und beispielsweise Urlaubszeiten im Sommer gestrichen hätten. Zudem gebe es einen deutlichen Anstieg bei Einfuhren von Fahrrädern aus Fernost, vor allem aus Taiwan und Kambodscha. Unterdessen spiegelt sich der Fahrrad-Boom auch beim Internetdienst Google Maps wider. Die Suchanfragen nach Fahrradrouten nahmen dort seit Februar um 69 Prozent zu und erreichten einen bisherigen Rekordwert. Zugleich verdoppelte sich bei Google allerdings auch die Zahl der Anfragen nach Geschäften für Fahrradreparaturen.

Weltweiter Nachfrage-Boom bei FahrräderInnen durch Coronavirus

Zu Beginn des zweiten Halbjahres hat sich die Stimmung in der heimischen Wirtschaft nach dem coronabedingten Allzeittief im Aprilweiter aufgehellt. Im Juli stieg der Bank-Austria-Konjunkturindikator um einen Punkt (auf minus 2,3 Punkte) und damit den dritten Monat in Folge weiter an. Auch die Industriestimmung hellt sich langsam auf, während es im Bau und bei der Konsumstimmung Rückschläge gab. Seit dem Tiefpunkt im April zeige sich eine “rasche und kontinuierliche Aufwärtsbewegung, die damit zumindest den Beginn einer typischen V-förmigen Konjunkturerholung nach dem Lockdown anzeigt”, meint UniCredit Bank Austria Chefökonom Stefan Bruckbauer laut Aussendung vom Montag. Dennoch bleibe das Aufholpotenzial beträchtlich, denn im heurigen Sommer liege die Wirtschaftsleistung in Österreich um rund 10 Prozentpunkte unter dem Vorkrisenniveau. Für das Gesamtjahr 2020 gehen die Ökonomen weiterhin von einem Minus des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 8 Prozent aus. Gute Industriestimmung Ein treibender Faktor für die konjunkturelle Erholung sei die Industriestimmung. Diese habe sich im Juli aufgehellt – getrieben von einem besseren Exportumfeld, was auch auf eine Belebung der internationalen Konjunktur hindeute. Zudem würden die Dienstleister – vor allem im Tourismus, in der Gastronomie und im Handel – aufgrund der Lockerungen der Corona-Maßnahmen mittlerweile wieder einen “Silberstreif am Horizont” sehen, so Bruckbauer. Es gibt auch Rückschläge Rückschläge habe es allerdings in der Baubranche und bei der Konsumentenstimmung gegeben. Die Ökonomen gehen daher zwar davon aus, dass sich die Erholung der Wirtschaft in den kommenden Monaten fortsetzen, jedoch das Tempo verlangsamen wird. “Das weitere Erholungstempo der österreichischen Wirtschaft wird durch eine zurückhaltende Entwicklung der In- und Auslandsnachfrage bestimmt werden”, so Bank Austria Ökonom Walter Pudschedl. Auch die nach wie vor angespannte Lage am Arbeitsmarkt dürfte das Konsumentenvertrauen trüben. Ende Juli waren 432.539 Personen arbeitslos gemeldet oder in Schulung, das sind um 107.333 mehr als im Vorjahresmonat. Die Volkswirte gehen davon aus, dass die Kurzarbeit bei einigen Unternehmen als Überbrückungsmaßnahme nicht ausreichen wird und Personalanpassungen kommen. Arbeitslosigkeit deutlich über Vorjahr Dies würde die Erholung am Arbeitsmarkt empfindlich einschränken. “Der laufende Verbesserungstrend wird sich in den kommenden Monaten deutlich verlangsamen und nach durchschnittlich 10 Prozent im Jahr 2020 wird die Arbeitslosenquote 2021 mit zumindest 8 Prozent noch deutlich über dem Vorkrisenniveau liegen”, sagte Pudschedl. Impulse für die schwächelnde Nachfrage dürften jedoch von den staatlichen Konjunkturprogrammen kommen. “Die massiven staatlichen Konjunkturprogramme sowohl auf europäischer Ebene als auch in Österreich werden 2021 wichtige Nachfrageimpulse setzen können. Die Investitionen und auch der Konsum werden dadurch gestärkt werden”, so Pudschedl weiter. Dennoch werden die Folgen der Corona-Pandemie spürbar bleiben. Die Ökonomen gehen nicht davon aus, dass Österreichs Wirtschaft 2021 – trotz eines prognostizierten Wachstums von 7 Prozent – das Auslastungsniveau von vor der Krise erreichen kann.

Österreichs Wirtschaft erholt sich weiter, Industriestimmung besser

Die Coronapandemie ist in Österreich die medial präsenteste Krise der vergangenen 15 Jahre. Das ergab eine Auswertung der APA-Comm, die die Zahl der Berichte über die Finanz-, Flüchtlings- und Coronakrise verglichen hat. Seit Jänner wurden in österreichischen Tageszeitungen demnach über 77.000 Beträge zu Covid-19 veröffentlicht. Untersucht wurde der Zeitraum von fünf Monaten rund um den jeweiligen Höhepunkt der Krisen. Zur Flüchtlingskrise 2015 wurden damals knapp 37.000 Artikel veröffentlicht. Bei der Finanzkrise 2008 waren es nur rund 14.000 Berichte. Am 27. März 2020, dem Tag mit dem bisher höchsten Output, zählte APA-Comm ganze 1.155 Beiträge zur Coronakrise. In dieser zweiten Lockdown-Woche druckten die österreichischen Tageszeitungen insgesamt 6.804 Artikel rund um die Pandemie. Zum Vergleich: Am Höhepunkt der Finanzkrise 2008, in der Woche der Lehman-Pleite, behandelten nur rund 1.353 Beiträge die damalige Krise. Die Meldungsmenge wuchs laut der Analyse in drei Schritten: Als sich die Coronakrise noch hauptsächlich auf China beschränkte, verbuchte sie höchstens 750 Beiträge pro Woche. Mit dem Ausbruch in Norditalien verdreifachte sich das Meldungsaufkommen auf über 2.400 Beiträge – ein Wochenwert, der mit dem Höhepunkt der Flüchtlingskrise aus 2015 vergleichbar ist. Sobald die ersten Fälle in Österreich bekannt wurden, stiegen die Beiträge erneut um ein Vielfaches: So wurden in den ersten beiden Wochen des Lockdowns mehr Artikel zur aktuellen Krise veröffentlicht als in fünf Monaten Finanzkrise zusammen. Seit Ende März ist ein leichter Rückgang der Berichterstattung zu erkennen. Der Output habe sich aber auf einem hohen Niveau stabilisiert, das Abflauen der Berichterstattung falle im Vergleich zu vergangenen Krisen merklich schwächer aus, stellte Manuel Kerzner, Medienanalyst bei APA-Comm, fest.

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