Neue "Babylon Berlin"-Staffel derzeit nicht drehbar

Merken
Neue "Babylon Berlin"-Staffel derzeit nicht drehbar

Filmregisseur Tom Tykwer hält unter den jetzigen Coronaeinschränkungen Dreharbeiten für eine neue Staffel der Erfolgsserie “Babylon Berlin” für unmöglich. Wegen der aktuellen Abstandsregeln seien Produktionen wesentlich eingeschränkt, Filmdrehs allenfalls im Studio möglich, sagte Tykwer am Mittwoch in Berlin.

Einen Film zu drehen heiße, spontane Situationen auf dem Set herzustellen, “das Unkontrollierte in einer kontrollierten Situation zu finden”, sagte Tykwer, der gerade an dem Drehbuch für die neue Staffel von “Babylon Berlin” arbeitet. Vor allem Schauspieler spürten die neue Unsicherheit. Auch die Kinos hätten mit dem Misstrauen des Publikums zu kämpfen, das sich nur zögerlich wieder in geschlossene Säle traue. Ein Teil der Zuschauer habe sich an die Streaming-Angebote gewöhnt – “für einen Zehner”, wie Tykwer sagte. Diese Menschen müssten wieder ins Kino zurückgeholt werden.

Teilen auf:
Kommentare:

Es sind noch keine Kommentare abgegeben worden.

Schreibe einen Kommentar

Auch Interessant

Was bedeutet die Corona-Verordnung für das Autofahren? Aktuell ist die Zwei-Personen-Regel pro Sitzreihe (inklusive Lenker) vorgeschrieben, wenn die Personen im Fahrzeug nicht im gleichen Haushalt leben, informierte der ARBÖ am Freitag. “Verwandtschaft alleine reicht nicht”, erläuterte ARBÖ-Jurist Martin Echsel. Es ist also weiterhin erlaubt, das Nachbarkind mit zum Turnverein zu nehmen oder mit einem Freund oder Freundin gemeinsam zu Ausflügen zu fahren. “Allerdings dürfen eben nicht mehr als zwei Personen pro Sitzreihe unterwegs sein.” Eine vierköpfige Familie darf demnach niemanden Haushaltsfremden mehr im Auto mitnehmen, wenn das Fahrzeug nur über zwei Sitzreihen verfügt. Abweichende Bestimmungen gelten für Taxis, taxiähnliche Betriebe und Massenbeförderungsmittel. Hier muss immer ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden. “Private Fahrgemeinschaften können weiterhin ohne Bedenken gebildet werden und auch das Nutzen von Car-Sharing ist bedenkenlos möglich, sofern die Regelung eingehalten wird”, betonte Echsel. Bei Car-Sharing empfiehlt der ARBÖ grundsätzlich, das Lenkrad sowie die Gangschaltung vor dem Benutzen des Fahrzeuges mit Desinfektionsmittel zu reinigen und die Hände zu waschen.

Zwei-Personen-Regel pro Sitzreihe im Auto

Nach dem Tod das Afroamerikaners George Floyd und den anhaltenden Protesten haben die vier noch lebenden früheren US-Präsidenten systematischen Rassismus in den USA verurteilt. Jimmy Carter, Bill Clinton, George W. Bush und Barack Obama kritisierten in Stellungnahmen die anhaltende Ungleichheit und die Benachteiligung Schwarzer in den USA. Bei allen klang auch – mehr oder weniger direkt – Kritik an der Regierung von Präsident Donald Trump mit. Trump hat Floyds Tod mehrfach scharf verurteilt. Ihm wird jedoch vorgeworfen, sich nicht klar gegen Rassismus zu positionieren und nicht genug Verständnis zu zeigen für den Zorn über anhaltende Diskriminierung und Ungerechtigkeit im Land. Obama sieht die friedlichen Proteste als Chance, Fortschritte im Kampf gegen den “institutionalisierten Rassismus” in den USA zu machen. Die jüngsten Ereignisse seien eine “unglaubliche Chance”, weil vielen Menschen bestehende Benachteiligungen erstmals bewusst würden. Der frühere US-Verteidigungsminister James Mattis stellte sich hinter die friedlichen Proteste im Land und kritisierte Trump als Spalter. Er sei der erste Präsident, den er erlebe, der sich nicht darum bemühe, das Land zu einen, sondern seit drei Jahren versuche, das Land zu spalten, schrieb Mattis im US-Magazin “The Atlantic”. “Wir sind Zeugen der Konsequenzen von drei Jahren ohne reife Führung”, schrieb der pensionierte General. Die Ereignisse dieser Woche hätten ihn “wütend und entsetzt” zurückgelassen, erklärte der 69-Jährige. Der bei einem brutalen Polizeieinsatz getötete Afroamerikaner George Floyd war einer offiziellen Autopsie zufolge mit dem Coronavirus infiziert. Die Infektion stand jedoch nicht in Zusammenhang mit seinem Tod, zumal sie seit April bekannt war und er “höchstwahrscheinlich” keine Symptome mehr hatte, wie es in dem am Mittwochabend veröffentlichten Autopsiebericht hieß. Floyds Familie habe der Veröffentlichung zugestimmt, hieß es. Die Staatsanwaltschaft hatte bereits unter Berufung auf die Autopsie erklärt, dass Floyd am Montag vergangener Woche wegen des brutalen Polizeieinsatzes gestorben war. Ein Polizist in der Stadt Minneapolis im Bundesstaat Minnesota hatte sein Knie fast neun Minuten lang in den Hals des am Boden liegenden Floyds gedrückt. Der 46-Jährige war festgenommen worden, weil er verdächtigt wurde, mit einem gefälschten 20-Dollar-Schein bezahlt zu haben. Der Generalstaatsanwalt des US-Bundesstaats Minnesota erhebt gegen alle vier beteiligten und inzwischen entlassenen Polizisten Anklage. Hauptangeklagter ist der weiße Ex-Beamte Derek Chauvin, dem nunmehr Mord zweiten Grades zur Last gelegt werde, wie Senatorin Amy Klobuchar mitteilte. Ihm drohen damit bis zu 40 Jahre Haft. Nach mehrtägigen Massenprotesten im Raum Los Angeles wurden mehr als 60 Menschen wegen Plünderungen, Raub oder Körperverletzung angeklagt worden. Dies teilte die Staatsanwaltschaft in der kalifornischen Millionenmetropol mit. Sie unterstütze friedliche Demonstrationen, müsse aber gegen Leute vorgehen, die plündern und zerstören, sagte Bezirksstaatsanwältin Jackie Lacey. Es drohen ihnen bis zu dreijährige Haftstrafen. In Las Vegas wurden drei mutmaßliche Rechtsextremisten unter dem Verdacht festgenommen, sich unter die Demonstrationen gegen Rassismus gemischt und zu Gewalt angestachelt zu haben. Die drei Männer hätten die “legitime Wut” der friedlichen Demonstranten für ihre eigenen “extremistischen Bestrebungen” ausnutzen wollen, erklärte der für Nevada zuständige Bundesanwalt Nicholas Trutanich.

Alle lebenden Ex-US-Präsidenten verurteilen Rassismus

Savoir-vivre – so nenne die Franzosen die Kunst, das Leben zu genießen. Ab heute Mittwoch, 02. September kehren die Südfranzosen beim Provence Markt auf den Welser Stadtplatz zurück. Bis inkl. Samstag, 05. September könnt ihr zahlreiche Köstlichkeiten der Grand Nation probieren. Französischer Wein würziger Käse krosse Baguettes Croissants knusprige Crème Brûlée und Quiches mit allen erdenklichen Belägen – der Provence Markt bietet alles was das begehrt. Frankreich-Feeling am Stadtplatz – Mittwoch, 2. September bis Samstag, 5. September, täglich von 09:00 bis 18:00 Uhr

Französischer Markt in Wels
EVENT-TIPP
Merken

Französischer Markt in Wels

zum Beitrag

Die Einsatzkräfte der Feuerwehr standen Samstagnachmittag bei einem Gefahrstoffaustritt im ÖBB-Terminal in Wels-Puchberg im Einsatz.

Gefahrstoffeinsatz: Austritt von Toluylendiisocyanat aus einem Container in Wels-Puchberg

Die seit 2018 geltende Abschaffung des Pflege-Regresses beschert den Ländern und Gemeinden bis 2030 Mehrkosten von rund 600 Mio. Euro jährlich. Das geht aus einer aktuellen Studie des Wirtschaftsforschungsinstituts hervor. Zwar lagen laut Wifo-Einschätzung 2018 die Kosten mit 273 Mio. Euro unter den vom Bund geleisteten Kompensationszahlungen von 295,5 Mio., die Kurve zeigt aber steil nach oben. Zuständig für die stationäre Pflege (in Pflegeheimen) sind die Bundesländer. Der Bund hat 2017 (mit Inkrafttreten 2018) den Pflegeregress abgeschafft. Bis dahin mussten Bewohner von stationären Einrichtungen die Kosten zum Teil aus Vermögensbeständen selbst tragen. Sofern die einbehaltene Pension und das Pflegegeld zur Finanzierung des Pflegeplatzes nicht ausreichte, wurde auch das Vermögen der Betroffenen herangezogen. Seit Anfang 2018 ist diese Praxis Geschichte (ein Großteil des Pensionseinkommens wird allerdings immer noch zur Finanzierung herangezogen). Für den durch das Ende des Vermögens-Regresses entstandene Einnahmen-Entfall wurden den Ländern Kompensationszahlungen durch den Bund zugesagt – für das Jahr 2018 in Höhe von 295,5 Mio. Euro, für die Jahre 2019 und 2020 wurde die Höhe mit jeweils 300 Mio. Euro festgelegt. Im aktuellen Wifo-Monatsbericht, der der APA vorliegt, präsentieren die Wifo-Experten Matthias Firgo und Ulrike Famira-Mühlberger eine erstmalige Schätzung der fiskalischen Kosten der Abschaffung des Pflegeregresses. Für das Jahr 2018 wird der Mehraufwand mit etwa 273 Mio. beziffert. Für die Jahre 2019 und 2020 werden bereits Mehrausgaben in Höhe von 289 bzw. 308 Mio. Euro angenommen, bis 2025 klettern diese dann auf 427 Mio. Euro. Im Jahr 2030 gehen die Experten dann von der genannten Summe von knapp 600 Mio. Euro aus. “Man muss Wege finden, um dies entsprechend abzugelten in den kommenden Jahren”, sagte Firgo gegenüber der APA. Das Wifo weist in seinem Monatsbericht auch auf die insgesamt zu erwartenden Kostensteigerungen im Pflegesektor hin. Der öffentliche Aufwand für Geld- und Sachleistungen werde sich von 5,1 Mrd. Euro im Jahr 2018 auf 9,1 Mrd. Euro im Jahr 2030 vergrößern. Bereinigt man diese Summe um die zu erwartende Inflation, so würde das laut Wifo gegenüber 2018 eine Steigerung auf immerhin 7,5 Mrd. Euro bedeuten. Grund für den erwarteten Kostenanstieg ist laut Firgo einerseits die Alterung der Gesellschaft, andererseits auch erwartbare Steigerungen bei den “Stückkosten für Pflegedienstleistungen”. Diese werden in Summe “deutlich stärker steigen als die Inflation”, so der Experte. Denn man könne davon ausgehen, dass die Lohnabschlüsse in diesem Bereich über der Inflation liegen werden müssen, um die Berufe attraktiver zu machen. Und es werde aufgrund der immer älteren Pflegebedürftigen auch der durchschnittliche Betreuungsbedarf pro Betroffenem zunehmen. Dazu komme auch noch die Tatsache, dass die Angehörigen-Pflege weiter abnehmen wird, auch daher werde es mehr professionelle Betreuung brauchen.

Kosten für Pflege-Regress-Aus steigen bis 2030 auf 600 Mio.

Die im Corona-Lockdown angebotene Sonderbetreuungszeit für Eltern könnte verlängert werden. Arbeits- und Familienministerin Christine Aschbacher (ÖVP) setzt sich “dafür ein, dass sie auch für den Herbst möglich bleibt”, sagt sie im “Presse”-Interview (Mittwoch-Ausgabe). Die Maßnahme läuft nach aktuellem Stand Ende September aus. Der Ruf nach Verlängerung war angesichts des nahenden Schulbeginns bereits zu hören. So forderte Ingrid Moritz von der Arbeiterkammer Wien unter Hinweis auf bei roter Ampel drohende Schul- oder Kindergartenschließungen, Eltern weiter diese Möglichkeit zu geben. Sie plädierte aber für 100 statt bisher 30 Prozent Refundierung an den Arbeitgeber und einen Rechtsanspruch für die Eltern. Nach dem bisherigen Modell konnten Arbeitnehmer nur wenn der Dienstgeber zustimmt drei Wochen freinehmen, wenn sie wegen Schul- und Kindergartenschließungen keine Möglichkeit zur Betreuung von Kindern oder Behinderten haben. Ein Drittel der Lohnkosten übernahm der Staat. Ausgenommen waren u.a. öffentlich Bedienstete und freie Dienstnehmer. Keinen rechtlichen Druck machen will Aschbacher für die verstärkte Beteiligung der Väter an der Kinderbetreuung. Sie appellierte “an die Eigenverantwortung und Partnerschaftlichkeit” und verwies – etwa auch in Sachen Karenz – auf das Prinzip der Wahlfreiheit. Auch die Verankerung eines Rechts auf Home-Office lehnt sie ab. “Wir sind für Lösungen auf der Betriebsvereinbarungsebene”, erteilte sie der Forderung nach einem Rechtsanspruch eine Absage.

Aschbacher will Sonderbetreuungszeit für Eltern verlängern