Neue Offensive: Schüler sollen einmal pro Woche getestet werden

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Neue Offensive: Schüler sollen einmal pro Woche getestet werden

Österreich befindet sich derzeit noch im “harten” Lockdown, wann werden die Schulen wieder geöffnet? Bildungsminister Heinz Faßmann trat am Samstagvormittag vor die Presse, um die neue Teststrategie für die Schulen vorzustellen. “Uns geht es um eine sachpolitische Entscheidung in einer sehr schwierigen Zeit und ich bin  mit dem Bundeskanzler einer Meinung, dass die Schulen bald wieder geöffnet werden sollen”, so Faßmann.

Das Infektionsgeschehen sei in den Bundesländern jedoch unterschiedlich, deswegen wird derzeit noch kein fixes Datum für den Start für den Präsenzunterricht genannt. Dazu gibt es eine Runde mit den Landeshauptleuten, die Entscheidung soll laut dem Minister zeitnah erfolgen. “Wir wollen einen neuen Weg einschlagen, um Cluster rasch zu erkennen.”

Testangebote für Schüler und Lehrer

Für Schüler, Lehrer und Elementarpädagogen in den Kindergärten sei das Testen die einzige Möglichkeit gut und gesund durch das Jahr zu kommen. Bis Ende Jänner werden fünf Millionen Schnelltests für die Schulen gesichert. Kosten von 2,70 Euro für jeden Test fallen an, in der Summe ein erheblicher Betrag, die Kosten für die Schließung der Schulen seien jedoch weit höher.

Die neuen “Anterio-Nasal-Tests” erlauben einen einfachen Abstrich mit einem Tupfer im vorderen Nasenbereich. Die Probe wird im unteren Nasenbereich entnommen und ist daher auch nicht unangenehm oder schmerzhaft. Nach der Abnahme wird der Tupfer in einem Faltkarton mit einer Flüssigkeit beträufelt, der Karton anschließend zugeklappt. Innerhalb weniger Minuten erscheint dann das Ergebnis auf der Vorderseite. Bei einem positiven Resultat sind die Gesundheitsbehörden zu verständigen und ein PCR-Test durchzuführen.

Montag ist Test-Tag

Die Testung ist freiwillig, betont der Minister.  Volksschüler sollen die Testkits mit nach Hause nehmen und mit ihren Eltern gemeinsam die Tests durchführen. Ab der Unterstufe bzw. Mittelschule bekommen die Kinder und Jugendlichen an der Schule eine Anleitung zur Handhabe des Tests etwa durch Videos oder geschultes Personal wie Schulärzte. Ab dem zweiten Durchlauf erhalten sie dann die Tests nach Hause mit. Sie können aber auch als Art “soziales Ereignis” in der Schule durchgeführt werden, so Faßmann.

Mund-Nasen-Schutz bleibt

Die Teilnahme an der Testung ist freiwillig. “Es gibt weder Zuckerbrot noch Peitsche”, so Faßmann. Kinder unter 14 Jahren brauchen eine Einverständniserklärung der Eltern – liegt diese nicht vor, bekommen sie auch keinen Test. Entsorgt werden können die Tests im Restmüll. Die Teilnahme befreit nicht vom Tragen des Mund-Nasen-Schutzes in der Schule. “Es wird Eltern geben, die das ablehnen”, meinte Faßmann. Das sei auch möglich. “Insgesamt ist das aber eine Chance, die Schulen nicht nur zu öffnen, sondern auch offenzuhalten.”

Geklärt ist auch die Einstufung der Pädagogen bei der Reihenfolge der Impfungen: Sie fallen in die Phase zwei und sollen die Vakzine Ende Februar bzw. Anfang März erhalten. Impfpflicht für die Pädagogen wird es keine geben.

Sicherer Selbsttest als einfacher Ausweg in der Pandemie

Die Testgenauigkeit der neuen anterio-nasalen Selbsttests entspricht in etwa jenen der bei den Massentests verwendeten Antigentests. Das bestätigte Franz Allerberger, Leiter der Abteilung für “Öffentliche Gesundheit” der AGES. Der Generalsekretär der Österreichischen Gesellschaft für Jugendheilkunde, Reinhold Kerbl, hat auch “keinerlei Bedenken, dass der Test gefährlich sein könnte”: Der Eingriff sei minimal und auch für Kinder und Jugendliche vertretbar.

Laut Allerberger habe man bei der AGES Anfang November von dieser neuen Testgenerationerfahren. Jene zuverlässigen Tests, die einen tiefen Nasen- bzw. Rachenabstrich erfordern, hätten viele Personen von einer Teilnahme abgeschreckt. Weniger invasive Selbsttests wiederum seien bisher äußerst unzuverlässig gewesen.

Bei der neuen Generation betrage dieÜbereinstimmung mit den normalen PCR-Tests rund 95 Prozent, so Allerberger. Man habe im Dezember im Zuge der Massentests dann Teilnehmern auf freiwilliger Basis angeboten, die neuen Tests zusätzlich zu absolvieren. Die Resultate seien vergleichbar gewesen.

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