Neue Online-Lehrerfortbildung zu Fernlehre gestartet

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Neue Online-Lehrerfortbildung zu Fernlehre gestartet

Die Umstellung des Unterrichts auf Fernlehre aufgrund der Corona-Pandemie ist im Frühjahr teilweise holprig verlaufen. Auch im kommenden Schuljahr ist zumindest klassen- und schulweise bzw. regional wieder mit einer vorrübergehenden Umstellung auf Distance Learning zu rechnen. Damit Lehrer mit diesem Format besser umgehen können, startet am Montag eine neue Online-Lehrerfortbildung z um Thema.

Anders als bei der schon während des Lockdowns gestarteten Fortbildungsinitiative der 14 Pädagogischen Hochschulen (PH) handelt es sich dabei um einen Massive Open Online Course (MOOC), bei dem sich österreichweit unbegrenzt viele Lehrer neues Wissen zu Blended- und Distance-Learning von der Volksschule bis zur Matura aneignen können. Konzipiert ist der Kurs für vier Wochen, das Lerntempo können die Pädagogen allerdings selbst bestimmen. Bei dem MOOC können sie sich zusätzlich von Online-Trainern beraten lassen, auch ein intensiver Austausch der Lehrer untereinander ist vorgesehen. Spezielle Vorkenntnisse sind für den Kurs, den Lehrer sich als Seminar in ihrem Fortbildungsportfolio anrechnen lassen können, nicht notwendig.

Nach Absolvierung des MOOCs, der Teil des 8-Punkte-Plans zur Digitalisierung von Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP) ist, sollen Lehrer zentrale Konzepte von Distance Learning und Blended Learning (Kombination aus Präsenz- und Online-Lernen) in ihrem Unterricht anwenden können. Sie sollen wissen, wie sie welche Softwareprodukte und Lernplattformen am besten für ihren Unterricht einsetzen können. Außerdem sollen sie digitale Inhalte finden, auswählen und den Schülern zur Verfügung stellen und mit ihren Schülern digital kommunizieren, zusammenarbeiten, ihre Arbeitsergebnisse einsammeln und ihnen Rückmeldung geben können.

Bei der Erstellung des MOOCs haben Experten von PHs und Unis auf die Erfahrungen aus dem Frühjahr zurückgegriffen. Auch die Ergebnisse von Evaluierungen etwa zur Kommunikation mit den Eltern und Schülern aus dieser Zeit wurden berücksichtigt, schildert Gerhard Brandhofer von der PH Niederösterreich, der an der Erstellung des MOOC beteiligt war, im Gespräch mit der APA. “Am Anfang sind die Eltern überfahren worden mit Informationen der Schule über unterschiedlichste Informationskanäle. Nach den ersten Wochen hat es dann funktioniert. Das aber von Beginn an zu berücksichtigen, ist ein ganz wesentlicher Punkt.”

Die Macher erhoffen sich, dass der MOOC noch lange von den Lehrern aufgegriffen werden wird. Außerdem soll er “so etwas wie ein Appetizer” sein, so Brandhofer. Er würde sich wünschen, dass Lehrer nach dieser eher allgemeinen Einführung in das Thema Distance Learning noch weiterführende Fort- und Weiterbildungen an den 14 PH besuchen, bei denen sie Anwendungen für ihr jeweiliges Fach und den konkreten Schultyp kennenlernen.

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