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Der vor zwei Wochen bei der Polen-Radrundfahrt schwer gestürzte Fabio Jakobsen muss sich in den kommenden Wochen und Monaten noch mehreren Operationen und Eingriffen unterziehen, um seine Gesichtsverletzungen zu behandeln. Das teilte der Niederländer am Dienstag über sein Deceuninck-Team mit. Die Ärzte in Polen hätten sein Leben gerettet, dafür sei er extrem dankbar. Jacobsen erklärte, dass er “Angst hatte, nicht zu überleben”. Auf der Intensivstation habe er eine “schwere, dunkle Zeit” durchgemacht. Mittlerweile hält sich der 23-Jährige wieder in seiner Heimat auf, wo er vor einer monatelangen Rehabilitation steht.

Sturzopfer Jakobsen hat noch mehrere Operationen vor sich

Die Coronakrise trifft die heimische Wirtschaft mit voller Wucht. Das zeigt jetzt auch eine vom ÖVP-Wirtschaftsbund beim IMAS-Institut beauftragte Studie. Demnach hatten im März und April nur 17 Prozent der Unternehmer keinen Umsatzrückgang. Für mehr als ein Fünftel (22 Prozent) brach das Geschäft zur Gänze ein. Der durchschnittliche Umsatzeinbruch liegt bei mehr als zwei Drittel (67 Prozent). Hinterfragt wurde auch, was die Unternehmer zu den bisher gesetzten Hilfsmaßnahmen der Bundesregierung sagt. Auf Social-Media-Kanälen gibt es zum Teil ja herbe Kritik an den Maßnahmen. Laut der IMAS-Untersuchung sind aber nur 15 Prozent eher oder überhaupt nicht zufrieden und 84 Prozent sehr oder einigermaßen zufrieden mit dem Krisenmanagement der Politik (1 Prozent keine Angabe). Neun von zehn Unternehmern halten die strengen Maßnahmen der Bundesregierung für richtig.

Coronakrise ließ Umsatze im Durchschnitt um 67 Prozent einbrechen

Anlässlich des Welttages der Humanitären Hilfe am Mittwoch haben sich Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) und Vizekanzler Werner Kogler (Grüne) zu “solidarischer und wirksamer internationaler Hilfe” als zentralem Anliegen der Bundesregierung bekannt. Mit bisher mehr als 24 Mio. Euro habe Österreich 2020 in Krisenregionen rasch geholfen, hieß es in einer der APA übermittelten Aussendung. Österreich komme dieser Verantwortung in besonderem Maße, zuletzt in Beirut durch Hilfe in Höhe 1,9 Mio. Euro, nach und werde dies auch weiterhin tun, sagte Bundeskanzler Kurz. “Die Covid-Pandemie trifft ärmere Länder und Gesellschaften um ein Vielfaches härter. Damit sich diese möglichst effizient selbst helfen können, braucht es internationale humanitäre Hilfe. Die Bundesregierung wird sich dieser globalen Verantwortung nicht entziehen und ihren Teil zur humanitären Hilfe in diesem Zusammenhang beitragen”, so Kurz. “Das werden wir auch in den anstehenden Budgetverhandlungen noch stärker vorantreiben”, fügte Vizekanzler Kogler hinzu. Neben den Leistungen für Covid-relevante Humanitäre Hilfe aus dem Auslandskatastrophenfonds hat das Außenministerium demnach weitere umfangreiche Covid-relevante Leistungen in der Entwicklungszusammenarbeit erbracht. So habe die Austrian Development Agency (ADA) mit 13,7 Mio. Euro Covid-Hilfsprojekte unter anderem am Westbalkan, in Libyen, Afghanistan und in Bhutan unterstützt. Zähle man all dies zusammen, habe sich Österreich heuer bereits mit 24,5 Mio. solidarisch gezeigt und in Krisenregionen rasch geholfen, teilte die Bundesregierung weiter mit. Bei Bildung der türkis-grünen Koalition hätten sich beide Parteien auf wirksame Hilfe vor Ort – vor allem in Krisenregionen – als zentrales Anliegen geeinigt, um das sich die Bundesregierung verstärkt kümmern werde. Der Auslandskatastrophenfonds (AKF) sei daher auch auf 25 Mio. Euro aufgestockt worden. Vor allem in der Corona-Pandemie, die in vielen Ländern bereits vorher vorhandene Probleme noch vertieft habe, zeige sich Österreich solidarisch und helfe zahlreichen von der Krise betroffenen Ländern. Aus dem Auslandskatastrophenfonds wurden in den vergangenen Monaten bereits 10,8 Mio. Euro für Humanitäre Hilfe beschlossen. Darin umfasst sind Hilfen für die von Bürgerkriegen schwer getroffenen Länder Syrien und Jemen, für Flüchtlinge auf den griechischen Inseln, für die von einer Heuschreckenplage heimgesuchten Länder Äthiopien und Uganda sowie zuletzt die Soforthilfe für den von der Explosionskatastrophe betroffenen Libanon. Um sicherzustellen, dass die Hilfe auch wirklich bei den Betroffenen ankommt, übernehmen Organisationen wie das Internationale Rote Kreuz (IKRK) oder die Weltgesundheitsorganisation WHO, aber auch österreichische Hilfsorganisationen, die bereits in den jeweiligen Krisengebieten aktiv sind, die Abwicklung. Der Welttag der Humanitären Hilfe ist ein internationaler Aktionstag, an dem humanitärer Helfer und derjenigen gedacht wird, die ihr Leben bei humanitären Einsätzen verloren haben. Der Aktionstag geht auf einen Beschluss der UN-Generalversammlung zurück und wird jedes Jahr am 19. August begangen.

Tag der Humanitären Hilfe: Regierung betont Anliegen

Belgien verzeichnet wegen der Corona-Pandemie eine Übersterblichkeit von historischem Ausmaß. Das erklärten Forscher der Freien Universität Brüssel (VUB) am Montag. Demnach sind die überzähligen Todesfälle “aller Wahrscheinlichkeit nach vollständig auf Covid-19” zurückzuführen.

Tödlichster April seit dem zweiten Weltkrieg: Historisch höchste April-Sterberate in Belgien

Die Stadt Wien hat beim Praterstadion Gratis-Coronatests für Kroatien-Heimkehrer ermöglicht. Der Andrang war am Sonntag gewaltig. Wer sich das Geld für einen Test ersparen wollte, musste aber mit viel Zeit bezahlen: Über drei Stunden betrug die Wartezeit im Drive-in am Abend, etwas weniger für Fußgänger. Noch länger hätte es gedauert, hätten nicht viele aufgegeben. Denn angesichts der bis auf die Straße hinausreichenden Schlange, drehten zahlreiche Autos gleich wieder um. Nicht wenige gaben nach ein oder zwei Stunden des Wartens mit nur wenige Wagenlängen Fortschritt auf. Im Vorfeld hatte es geheißen, dank Gurgeltest sei es möglich, viele Personen in kurzer Zeit zu überprüfen. In der Praxis kamen die beiden Autoschlangen im Drive-in wie auch die Fußgänger allerdings nur quälend langsam voran, wie der Eigenversuch zweier Kroatien-Heimkehrer ab 18.20 Uhr zeigte. Zu Fuß war die Prozedur um 20.57 Uhr geschafft. Das Auto mit seinen vier Insassen war erst um 21.38 abgefertigt, obwohl zwischenzeitlich eine dritte Auto- und eine zweite Fußgängerteststelle eröffnet worden waren. Zeitraubend war dabei weniger das Gurgeln, das von den betreuenden Personen trotz stundenlanger Dauerbelastung sehr freundlich und humorvoll abgewickelt wurde. Zeitraubend war, dass erst mit dem Gurgeln die Daten aufgenommen und die Administration in Gang gesetzt wurden, statt dafür die lange Wartezeit zu nutzen. Und da gab es dann Überraschungen, etwa die Frage nach der e-Card, die im Vorfeld nicht angekündigt worden war, oder dass nur Menschen mit Hauptwohnsitz in Wien teilnehmen dürfen. Dafür gab es keine Fragen nach einem Kroatien-Aufenthalt. Jeder Wiener, der die Wartezeit überstanden hatte, kam dran. Überraschungen gab es auch für die Betreuer der Coronatests, die selber nicht wussten, wie lange sie durchhalten müssten. Jedenfalls war die Schlange um 21.30 Uhr gleich lang, wie sie um 18.20 gewesen war. Für die Mitarbeiter an Ort und Stelle war noch kein Ende absehbar.

Drei Stunden Wartezeit für Gratis-Corona-Test in Wien