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Bei dem Eifersuchts-Massaker in Tirol wurde der ehemalige Goalie des Eishockeyclubs Liwest Black Wings ermordet. Florian Janny war 24 Jahre alt und machte erst am Wochenende sein Debut bei dem Neo-Verein die Adlers-Kitzbühel.   Foto: Facebook

Mordopfer: Ex-Liwest-Black-Wingstorhüter

Der Stiftungsrat des ORF hat sich am Donnerstag unter anderem mit dem geplanten Sparpaket und der Digitalisierung beschäftigt. Außerdem wurde der Jahresabschluss 2019 genehmigt. Der ORF schloss das Vorjahr positiv ab. Auch mit einem Antrag der NEOS, der die Neuwahl des Vorsitzenden unter bestimmten Umständen verlangt, setzt sich der Stiftungsrat auseinander. Das oberste Gremium des ORF trat zum ersten Mal im heurigen Jahr wieder im ORF-Zentrum am Küniglberg zusammen. Die Sitzung fand coronabedingt allerdings nicht im üblichen Sitzungssaal, sondern im größeren Studio 2, in dem sonst beispielsweise “Was gibt es Neues” aufgezeichnet wird, statt. Dabei waren erstmals jene Mitglieder, die aufgrund des Regierungswechsels neu in das Aufsichtsgremium entsandt wurden. Auf der Tagesordnung stand unter anderem der Jahresabschluss 2019. Der ORF-Konzern bilanzierte im Vorjahr mit einem Ergebnis vor Steuern (EBT) in der Höhe von 21,2 Mio. Euro positiv. Das EBT der Muttergesellschaft betrug 20,6 Mio. Euro. Die Umsatzerlöse des ORF-Konzerns lagen 2019 bei 1,053 Mrd. Euro (2018: 1,046 Mrd. Euro). Die Erlöse aus Programmentgelten betrugen 643 Mio. Euro (2018: 637,1 Mio. Euro), jene aus der Werbung 219,5 Mio. Euro (2018: 229,6 Mio. Euro) und sonstige Umsatzerlöse bei 190,7 Mio. Euro (2018: 179,1 Mio. Euro). Heuer sieht die Lage wegen der Coronakrise anders aus. Zentrales Thema im Stiftungsrat war daher auch das 75-Millionen-Euro-Sparpaket, das sich der ORF vorgenommen hat. “Mein Position ist klar: Ich halte nichts von Zuchtmeistermethoden”, sagte Heinz Lederer, Leiter des SPÖ-“Freundeskreises” im Stiftungsrat. Der ORF habe in der Coronakrise eine hervorragende Leistung erbracht und werde nun bei den Überlegungen der Bundesregierung überhaupt nicht berücksichtigt, kritisierte Lederer. Sowohl im Programm- als auch im Finanzausschuss sei ein “hartes Sparpaket” besprochen worden. Harte Einschnitte würden etwa im Produktionsbereich verlangt. Viele Gruppen, etwa auch Kabarettisten, seien von den Plänen betroffen – diese Gruppen “dürfen uns nicht egal sein”, appellierte Lederer. “Ich habe vollstes Verständnis dafür, dass wir sparen müssen, aber ich sehe nicht ein, dass wir gar nichts bekommen.” “Wir müssen schauen, dass wir alles tun, damit wir dieses und nächstes Jahr gut aufgestellt sind”, betonte dagegen Thomas Zach, Leiter des ÖVP-“Freundeskreises”. Ziel sei, spätestens 2021 wieder ausgeglichen zu budgetieren. “Dazu muss das Unternehmen an vielen Schrauben drehen.” Das sei “aus momentaner Sicht alternativlos”. Der neue Stiftungsrat Lothar Lockl, der von den Grünen entsendet wurde, will die Debatte darüber, ob es mehr Geld von der Regierung für den ORF geben sollte, im Moment “bewusst nicht führen”. “Der ORF ist ein Herzstück der Demokratie in Österreich”, betonte Lockl. Deshalb müsse er auch weiter gestärkt werden. “Wir stehen vor einer enormen technischen Revolution, die alle Medien umfasst.” Der ORF werde daher neue digitale Möglichkeiten brauchen. Der Gesetzgeber hinke hinten nach, was die technologischen Änderungen betrifft, hier gebe es Änderungsbedarf. Auch ein Antrag des Stiftungsrats Hans Peter Haselsteiner (NEOS) auf Änderung der Geschäftsordnung stand auf der Tagesordnung. Der Antrag sieht vor, dass nach jedem Wechsel von zehn Prozent oder mehr der 35 Mitglieder des Stiftungsrates – so wie im März dieses Jahres – der Vorsitzende und sein Stellvertreter neu zu wählen sind. Der Antrag hat allerdings wenig Aussicht auf Erfolg. Gegenüber dem “Standard” verwies Vorsitzender Norbert Steger (FPÖ) auf Aussagen des früheren FPÖ-Mediensprechers Hans-Jörg Jenewein, der Stegers Abgang aus dem Stiftungsrat ankündigte. “Er hat damit meine Lust ausgelöst, nicht weg zu sein”, sagte Steger. Er erwartet nicht, dass der Antrag “ein Erdbeben” auslöst. Lederer will den Antrag “ergebnisoffen” diskutieren, kündigte er vor Journalisten an. Demokratiepolitisch gesehen habe er positive Seiten. Allerdings brauche ein Unternehmen auch Kontinuität, hier habe der Vorsitzende des Aufsichtsgremiums eine wichtige Funktion, gab er zu bedenken. Auch ob der Antrag überhaupt dem ORF-Gesetz entspricht, müsse man sich anschauen. “So weit ich weiß, gibt es Rechtsmeinungen, die das als heikel betrachten”, sagte auch Zach.

Diskussion über Sparpaket im ORF-Stiftungsrat

Wegen der Corona-Pandemie steht Indonesien nach Einschätzung seiner Behörden vor einem unerwarteten Babyboom. Weil viele kleinere Kliniken aufgrund der Beschränkungen im Kampf gegen das Virus geschlossen wurden und Ärzte und Hebammen deutlich weniger Patienten behandeln, könnten Anfang 2021 aufgrund von ungeplanten Schwangerschaften 420.000 Babysmehr auf die Welt kommen als gewöhnlich.

Indonesien befürchtet ungewollten Babyboom

Heute ab 10 Uhr informieren Gesundheitsminister Rudolf Anschober und Wissenschaftler Peter Klimek darüber, welche Lockdown-Maßnahmen sinnvoll sind und was sie bewirken. In der Bevölkerung mehren sich die Rufe nach einer Ausgangserlaubnis für den Nikolo. Die bisher größte Studie zur Effektivität von Corona-Maßnahmen kommt aus Wien – genauer genommen aus dem Complexity Science Hub Vienna, einer Forschungsgruppe, die sich mit der Untersuchung großer Datenmengen beschäftigt. Die Wissenschafter dort haben knapp 4600 Maßnahmen aus 76 Staaten verglichen – und sie kamen zum Schluss: Der totale Lockdown ist zum Eindämmen der Reproduktionszahl nur mäßig effektiv. Trotzdem kam es zu diesem zweiten Lockdown, und der Hauptautor der Studie, Peter Klimek, tritt heute ab 10 Uhr gemeinsam mit Gesundheitsminister Rudolf Anschober vor die Presse, um über die Sinnhaftigkeit der aktuellen und weiterer Corona-Maßnahmen Auskunft zu geben. Auf die Rechenmodelle Klimeks geht auch die Erkenntnis zurück, dass vor allem die Schließungen von Schulen, Kindergärten und Unis  sehr wirksam seien – nicht nur wegen der direkten Ansteckungsgefahr sondern vor allem wegen der Reduktion der Bewegungen. “Ausgang für den Nikolo” Einzelne Politiker nehmen indes Rufe aus der Bevölkerung nach dem Nikolo auch in Corona-Zeiten auf: In Tirol schlagen Neos und FPÖ vor, der Nikolo könnte etwa “kontaktlos an den Häusern vorbeiziehen, den Kindern zuwinken und seine Gaben an der Türe hinterlassen” oder “Personen, die einen negativen Test nachweisen können, könnten als Nikolaus-Darsteller die Familien auf der Straße oder im Garten besuchen”, so die FPÖ. Formaljuristisch darf der Nikolo derzeit nicht ausßer Haus gehen – es brauche eine “Handlungsanweisung”, was erlaubt ist, und was nicht – zumal sich möglicherweise schon am 7. Dezember wieder jeder frei bewegen könne. Die Studie des Complexity Science Hub konnte auch nachweisen, dass freiwillige Empfehlungen, gepaart mit Aufklärungskampagnen und klarer Kommunikation, „nur unwesentlich schlechter“ funktionieren, als solche Maßnahmen, die mit Zwang verbunden sind, erklärt Klimek. Denn: Durch Aufklärung würde die Bevölkerung auch langfristig ihr Verhalten ändern, und so ergebe sich ein nachhaltigerer Effekt als bei Verboten. „Da muss man Klarheit schaffen: Was wirkt wie stark?“, sagt Klimek. „Unsere Kommunikation in Österreich ist sehr stark zwischen Extremen gependelt.“ Was uns bevorsteht? „Weihnachten wird ein Wurstelprater für das Coronavirus“, fürchtet Klimek, denn da sei „an jeder Ecke etwas los, wo das Virus mitfahren möchte“. Aber danach ist wohl bald eine Impfung in Sicht.  

Rufe nach Ausnahmeregelung für den Nikolo werden laut

Die Feuerwehr wurde in den frühen Morgenstunden des Neujahrstages zu einer Kontrolle nach einem Adventkranzbrand in einem Wohnhaus in Wels-Pernau alarmiert.

Einsatz nach Brand eines Adventkranzes in einem Wohnhaus in Wels-Pernau

Die Mathematik-Zentralmatura an den AHS wird auf neue Beine gestellt. Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP) hat dafür die Leitung des entsprechenden Referats im Ministerium ausgetauscht, außerdem sollen andere Lehrer die Aufgaben erstellen. Die Aufgaben sollen sich auch stärker an den Bedürfnissen der Hochschulen orientieren, so Faßmann am Montag. Auslöser der geplanten Umstellungen sind die heuer erneut stark schwankenden Klausurergebnisse an den AHS: Wie schon vor zwei und vor vier Jahren wurde rund ein Fünftel der Arbeiten mit einem Fünfer bewertet. Außerdem schafften nur sieben Prozent einen Einser und 13 Prozent einen Zweier. An den berufsbildenden höheren Schulen (BHS) war die Notenverteilung dagegen viel gleichmäßiger. Zwar hätten die Einberechnung der Jahresnote und die Kompensationsprüfungen viele Fünfer wieder ausgebessert, so Faßmann – das Grundproblem bleibe aber. An den AHS gliedert sich die Mathe-Zentralmatura in einen Grundlagen- und einen vertiefenden Teil. In beiden sind jeweils 24 Punkte zu erreichen. Für ein “Genügend” müssen im Grundlagenteil 16 Punkte erreicht werden (wobei auch vereinzelte “Bonuspunkte” in Teil 2 gesammelt werden können), die genaue Ausdifferenzierung der positiven Note ergibt sich dann im vertiefenden Teil. Faßmann ortet das Hauptproblem auch weniger bei den “Nicht genügend”: “Der Teil eins ist grundsätzlich lösbar, ein Genügend ist machbar.” Der zweite Teil sei dagegen “ausgesprochen schwierig”, die Latte für bessere Noten zu hoch. Dieses Problem habe er schon in seiner ersten Amtszeit gemeinsam mit dem ehemaligen Wiener Stadtschulratspräsidenten Kurt Scholz angehen wollen – nach dem Platzen von Türkis-Blau sei dies aber vorübergehend nicht möglich gewesen: “Der Druck für eine faire und verständliche Matura war weg. Ist die Katze aus dem Haus….” Man habe sich die Frage gestellt, warum die Mathe-Matura an den BHS besser funktioniere als den AHS, so Faßmann. Einerseits seien dafür im Ministerium unterschiedliche Personen zuständig. Als Reaktion wurde daher der bisherige Referatsleiter für die Mathematik an den BHS, Martin Hofer, mit der Führung eines zusammengelegten AHS- und BHS-Referats betraut. Außerdem werden die sogenannten “Item-Writer” für die AHS ausgetauscht – das sind jene Personen (meiste Mathe-Lehrer), die die Maturaaufgaben erstellen. Darüber hinaus soll diese Gruppe sich künftig regelmäßig erneuern. Dazu komme noch, dass die BHS-Aufgaben ein klareres Ziel haben, meinte Faßmann. “Sie orientieren sich an der berufspraktischen Realität.” An den AHS trete diese dagegen in den Hintergrund. “Man hat sich auch nicht an den Hochschulen als Hauptabnehmer orientiert, sondern an der imaginierten und vielfältigen Lebensrealität eines reflektierenden Bürgers in der demokratischen Gesellschaft. Das ist zu allgemein.” Die Item-Writer hätten daher ihre eigenen Vorstellungen vom “richtigen” Maturabeispiel umsetzen müssen. Dazu seien offenbar noch “gruppendynamische Prozesse” gekommen: “Wer kann es noch gefinkelter machen?” Als Reaktion wird daher eine Beratungsgruppe unter der Leitung des Mathematikers Michael Eichmair (Uni Wien) installiert. Das AHS-Maturakonzept soll überarbeitet und den Anforderungen der Hochschulen angepasst werden – “damit die Item-Writer klarer wissen, was sie machen sollen”, so Faßmann. “Wir müssen auch über die Frage nachdenken, wieviel Technologieeinsatz es geben soll.” Als weiteres Ziel nannte Faßmann die Angleichung der Grundlagenteile in BHS und AHS – wobei das aber nicht bedeute, dass in beiden Schultypen komplett die gleichen Aufgaben zur Matura kommen. Die meisten Änderungen würden sich bis zum nächsten Matura-Haupttermin 2021 ausgehen, betonte der Minister. “Was wir sicher nicht wollen, ist die Mathe-Matura als Okkasion anzubieten. Es geht nicht um eine ‘Verbilligung’.” Es müsse aber möglich sein, dass gute Schüler in Mathematik auch eine gute Matura-Note erreichen können.

Mathematik-Matura an AHS wird auf neue Beine gestellt