Neuinfektionen in Österreich mit 2.096 wieder rückläufig

Merken
Neuinfektionen in Österreich mit 2.096 wieder rückläufig

Die am Neujahrstag vermeldeten Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Österreich liegen mit Stand 9.30 Uhr bei 2.096 Personen. Damit liegen die positiven Fälle nach über 2.900 am Vortagwieder näher beim Wochenschnitt von knapp unter 2.000 Fällen. Mit 39 Toten sind innerhalb der vergangenen 24 Stunden zudem deutlich weniger Todesfälle registriert worden als zuletzt, im Durchschnitt der vergangenen sieben Tage starben täglich 68 Personen.

478 Personen starben demnach in den vergangenen sieben Tagen, womit die Zahl der Toten in Österreich seit Beginn der Pandemie nun bei 6.261 liegt. Von den insgesamt bisher 362.911 mit Virus SARS-CoV-2 Infizierten Personen sind 334.901 wieder genesen, davon wurden 1.949 in den vergangenen 24 Stunden vermeldet. Das bedeutet 21.749 aktive Fälle, womit diese Zahl wie schon am Vortag erneut gestiegen ist, wie aus den Zahlen des Innenministeriums hervorgeht.

Derzeit befinden sich 2.243 Personen wegen des Corona-Virus in einem Krankenhaus und davon 385 auf Intensivstationen, womit hier 99 bzw. elf weniger als am Vortag verzeichnet wurden. In den vergangenen sieben Tagen gingen die Krankenhausaufenthalte insgesamt um 211 Personen zurück, die Zahl der Intensivpatienten verringerte sich im selben Zeitraum um 24.

Mit 408 Neuinfektionen ist Niederösterreich wieder das Bundesland mit den meisten Neuinfektionen, es folgen Salzburg mit 351 und Wien mit 341. Die weiteren Bundesländer sind Oberösterreich (284), Steiermark (219) und Vorarlberg (153) sowie Kärnten mit 143 neuen Fällen. 136 Fälle wurden in Tirol registriert, 61 im Burgenland.

Der Anteil an positiven Tests liegt sowohl im Sieben-Tages-Schnitt wie auch innerhalb der vergangenen 24 Stunden bei über zehn Prozent. Nur Vorarlberg liegt mit 5,4 Prozent knapp am WHO-Ideal von 5,0, konträr ist die Lage in Salzburg und Kärnten, wo mit 24,8 bzw. 26,7 Prozent mehr als doppelt so hohe Werte vorliegen. Mit 155,7 ist die Siebentages-Inzidenz in Österreich erneut leicht nach oben gegangen, im Bundesländervergleich fällt hier erneut Salzburg mit 317,2 Infizierten pro 100.000 Einwohnern in sieben Tagen auf, mit großem Abstand folgen Tirol mit 197,5 und Kärnten mit 186,2.

 

Teilen auf:
Kommentare:

Es sind noch keine Kommentare abgegeben worden.

Schreibe einen Kommentar

Auch Interessant

Gesundheitsminister Rudolf Anschober hat nach scharfer Oppositionskritik an einem Dokument des Bundeskanzleramtes versichert, dass es im privaten Bereich keinerlei Corona-Kontrollen geben wird. “Ich habe aus der Diskussion um den Ostererlass gelernt. Mit mir wird es derartige Kontrollen – und ich weiß dass das auch der Innenminister so sieht – nicht geben”. In dem Text aus dem Kanzleramt an die Parlamentsparteien hatte es geheißen, dass die Einhaltung der Zehn-Personen-Grenze für den privaten Bereich empfohlen, aber “vorerst” nicht kontrolliert werde.

Anschober schließt Corona-Kontrollen im Privatbereich aus

Österreichs Bevölkerung wächst weiter – mit 1. Jänner 2020 lebten laut Statistik Austria 8,901.064 Menschen in der Alpenrepublik. Das sind 42.289 Personen (plus 0,48 Prozent) mehr als zum Jahresbeginn 2019. Nach den am Montag veröffentlichten endgültigen Ergebnissen der Bevölkerungsstatistik war die Zunahme 2019 etwas größer als im Jahr zuvor (2018: plus 0,41Prozent). Grund für das Wachstum ist in erster Linie die Zuwanderung: “Ganze 96 Prozent des Bevölkerungsanstiegs sind darauf zurückzuführen”, so Statistik Austria-Generaldirektor Tobias Thomas. Aber es gab auch eine positive Geburtenbilanz. 2019 wurden 1.566 Personen mehr geboren als verstorben sind. Österreich wird zugleich aber immer älter, denn die Bevölkerungsgruppe 65+ ist die am stärksten wachsende. Anfang 2020 gab es 25.068 Personen mehr im Pensionsalter – das ist ein Zuwachs von 1,5 Prozent. Mit Jahresbeginn lebten in Österreich 1,720.915 Kinder und Jugendliche unter 20 Jahren (19,3 Prozent der Gesamtbevölkerung), 5,486.522 Menschen im Haupterwerbsalter von 20 bis 65 Jahren (61,6 Prozent) und 1,693.627 (19,0 Prozent) im Pensionsalter ab 65 Jahren. Das Durchschnittsalter betrug 42,9 Jahre – um 0,1 Jahre mehr als im Vorjahr. 84.952 Kinder wurden im Vorjahr in Österreich geboren, 583 weniger als im Vorjahr. Im gleichen Zeitraum starben insgesamt 83.386 Personen, wodurch die Geburtenbilanz mit plus 1.566 erneut positiv ausfiel, zudem etwas höher als im Vorjahr (2018: plus 1.560). 250 Kinder starben im ersten Lebensjahr, was eine Säuglingssterberate von 2,9 Promille bedeutet. Diese lag etwas über jener von 2018 (2,7 Promille). 2019 verzeichneten Wien und Vorarlberg mit je plus 0,72 Prozent die größten Zuwächse aller Bundesländer. Darüber hinaus hatten auch Salzburg (plus 0,57 Prozent) und Oberösterreich (plus 0,55 Prozent) ein überdurchschnittliches Wachstum. Niederösterreich lag mit plus 0,40 Prozent genau im Mittelfeld, während sich in Tirol (plus 0,39 Prozent), im Burgenland (plus 0,34 Prozent) und in der Steiermark (plus 0,27 Prozent) etwas geringere Zuwächse ergaben. In Kärnten erhöhte sich die Bevölkerungszahl 2019 nur um 0,06 Prozent. Die Wanderungsstatistik der Statistik Austria verzeichnete im Vorjahr 150.419 Zuzüge aus dem Ausland und 109.806 Wegzüge. Somit betrug der Wanderungssaldo Österreichs mit dem Ausland 40.613 Personen. Die Netto-Zuwanderung erhöhte sich um rund 15 Prozent, blieb allerdings weiterhin unter den Werten aller Jahre zwischen 2012 und 2017. Anfang 2020 lebten insgesamt 1.486.223 Personen mit ausländischer Staatsangehörigkeit in Österreich. Dies entspricht einem Anteil von rund 16,7 Prozent. Etwas mehr als die Hälfte (778.443) stammt aus den EU- und EFTA-Ländern, davon insgesamt 199.993 Deutsche, die mit einem Anteil von 13,5 Prozent die größte Ausländergruppe in Österreich bildeten. 707.780 Personen waren Drittstaatsangehörige, worunter Serben (122.115 Personen) die größte Nationalität vor Türken (117.607 Personen) ausmachten.

Österreichs Bevölkerung auf 8,9 Millionen gewachsen

Die Gewerkschaft sieht akuten Handlungsbedarf bei den Arbeitsbedingungen in der Paketbranche. Selbstständige Paketzusteller würden bis zu 16 Stunden, sechs Tage die Woche, arbeiten, sagte vida-Gewerkschafter Karl Delfs zur APA. Deswegen fordert die Verkehrs- und Dienstleistungsgewerkschaft vida von der Regierung eine Lenkerzeit-Aufzeichnung für Zusteller, eine Versenderhaftung und schärfere Kontrollen der Finanzpolizei. Der Gewerkschaft kritisiert seit langem “den hohen Grad an Scheinselbstständigkeit” bei privaten Paketzustellern. Viele Paketboten arbeiten für Subfirmen als Selbstständige und werden pro Paket bezahlt. Seit der Coronakrise hat sich der Boom im Online-Handel weiter verstärkt. Das Paketaufkommen ist bei manchen Zustellern in der Vorweihnachtszeit im Vergleich zum Vorjahr um die Hälfte gestiegen. Die Paketzusteller sind damit einmal mehr unter Dauerstress. Im Vorjahr musste ein Bote vor Weihnachten bis zu 200 Pakete pro Tag ausliefern, dieses Jahr sind es laut Schätzungen von Gewerkschafter Delfs zwischen 250 und 300 Pakete. “Wilder Westen” Die Gewerkschaft und die SPÖ fordern seit längerem eine Generalunternehmerhaftung bei der Vergabe von Botendiensten an Subfirmen. Sie kritisieren, dass die Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten und (Schein-)Selbstständigen oft unzumutbar seien, während sich die großen Paketdienstleister aus der Pflicht stehlen würden. Um extreme lange Arbeitszeiten zu verhindern, fordert die Gewerkschaft außerdem von der Regierung, dass die Aufzeichnung von Lenk- und Ruhezeiten auch bei Fahrzeugen unter 3,5 Tonnen eingeführt wird. “Momentan ist das noch immer Wilder Westen”, sagte Delfs. Scheinselbstständigen Von der Regierung hat es laut Gewerkschaft im vergangenen Jahr keine Initiativen gegeben, die Arbeitsbedingungen in der Paketbranche zu verbessern. Bei den Scheinselbstständigen gebe es “ein selbstausbeuterisches Fahren rund um die Uhr”, kritisierte der Gewerkschafter. Handlungsbedarf sieht er auch bei der Finanzpolizei, die Scheinselbstständigkeit in der Paketbranche stärker prüfen müsse. Andere Länder in Europa – etwa Frankreich und Belgien – seien bei Arbeitsbedingungen im Güterverkehr und bei der Paketzustellung “viel strenger” als Österreich. Für angestellte Fahrradboten, Essenszusteller und Lastenfahrrad-Kuriere einigten sich Gewerkschaft und Wirtschaftskammer im Herbst 2019 erstmals auf einen eigenen Kollektivvertrag, der seit Jänner 2020 gilt. Laut Gewerkschaftsangaben sind alle Zusteller bei Lieferando nach Kollektivvertrag angestellt, bei Mjam sind es hingegen nur rund 10 Prozent.

Gewerkschaft alarmiert über Arbeitsbedingungen bei Paketzustellern

Durch die Folgen der Coronavirus-Pandemie könnte die Zahl der Arbeitslosen weltweit in diesem Jahr um fast 25 Millionen steigen. Das geht aus einer Analyse der Weltarbeitsorganisation (ILO) hervor. Wie die UN-Organisation mitteilt, könne es glimpflicher ausgehen – allerdings nur, wenn die Länder weltweit gemeinsam Lösungen finden, um die Weltwirtschaft zu stützen. Im besten Falle würde sich die Zahl auf 5,3 Millionen zusätzliche Arbeitslose begrenzen lassen.

25 Millionen mehr Arbeitslose weltweit befürchtet

Die Bundesregierung wird heute, Mittwoch, weitere Maßnahmen zur Standort-Sicherung und Beschäftigung wegen der Auswirkungen des Coronavirus präsentieren. Bei der Pressekonferenz um 13.00 Uhr werden Vizekanzler Werner Kogler (Grüne) Finanzminister Gernot Blümel, Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck und Arbeitsministerin Christine Aschbacher (alle ÖVP) informieren.

Regierungs-PK um 13.00 Uhr zu Standort und Beschäftigung

Die deutsche Bundesregierung hat am Mittwoch das Arbeitsprogramm für die deutsche EU-Ratspräsidentschaft beschlossen, die in der kommenden Woche beginnt. Als wichtigste Aufgabe sieht sie die Bewältigung der Coronakrise. Ziel sei, dass “Europa gestärkt aus der Krise hervorgeht”, erklärte Außenminister Heiko Maas (SPD). Das Kabinett beschloss ein 24-seitiges Programm. Darin wird der am 1. Juli beginnende sechsmonatige Vorsitz unter das Motto “Gemeinsam. Europa wieder stark machen” gestellt. Mit der Corona-Pandemie stehe die Europäische Union “vor einer schicksalhaften Herausforderung”, heißt es in dem Programm. Maas rief zur Solidarität mit den besonders von der Krise betroffenen Staaten auf. Als weitere Schwerpunkte der Ratspräsidentschaft nannte er Klimawandel, Flucht und Migration, Rechtsstaatlichkeit und Digitalisierung. Die Bewältigung der Coronakrise werde “von uns allen große Anstrengungen und auch schwierige Entscheidungen” erfordern, erklärte Maas. “Die Corona-Pandemie hat einige Länder in der Europäischen Union schwerer getroffen als andere, aber die wirtschaftlichen und sozialen Folgen betreffen ganz Europa.” Den Weg aus der Krise werde Europa “nur gemeinsam schaffen”. Die EU-Kommission hatte bereits einen Wiederaufbaufonds mit einem Volumen von 750 Milliarden Euro vorgeschlagen. Dem Vorschlag zufolge sollen 500 Milliarden Euro als Zuschüsse fließen, die von den Empfängern nicht zurückgezahlt werden müssen, und 250 Milliarden Euro als Kredite. Mehrere EU-Länder lehnen dies allerdings strikt ab. Die Nettozahler-Allianz der “Sparsamen Vier” – Österreich, Niederlande, Schweden und Dänemark – will ausschließlich auf rückzahlbare Kredite setzen. Eine der Herausforderungen der künftigen Ratspräsidentschaft wird es sein, hier eine Einigung zu ermöglichen. Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) bezeichnete die Umsetzung des Wiederaufbauplans als eine der zentralen Aufgaben für die deutsche Ratspräsidentschaft. “Wir müssen den Wiederaufbauplan umsetzen und die Unabhängigkeit in Europa stärken”, erklärte er nach der Kabinettssitzung. Wichtige wirtschaftspolitische Ziele des Arbeitsprogramms seien die Stärkung des EU-Binnenmarkts und der europäischen Industrie, die “Offenhaltung von Märkten auf Basis regelbasierten Handels” und der Abbau von Bürokratie, erklärte Altmaier. Außenminister Maas betonte, dass sich Deutschland als EU-Ratspräsident als “Motor und Moderator” in Europa verstehe. “Unsere Aufgabe wird es sein, Brücken zu bauen und Lösungen zu finden, die am Ende allen Menschen in Europa zugute kommen.” Die Delegationsleiterin der österreichischen Grünen im Europaparlament, Monika Vana, forderte, Deutschland müsse die europäische Integration entschieden vorantreiben. Ein starker EU-Finanzrahmen und ein solidarischer Corona-Aufbauplan hätten höchste Priorität. Der europäische Rat muss in den kommenden Monaten auch die Weichen für eine klimaneutrale und soziale Zukunft Europas stellen. Vana begrüßte, dass die deutsche Ratspräsidentschaft die Einführung eines europäischen Mindestlohns zur Priorität erkläre. “Auch bei der Einführung der europäischen Arbeitslosenrückversicherung haben wir angesichts der Coronakrise keine Zeit zu verlieren.” Die EU-Richtlinie zur Lohntranzparenz müsse dieses Jahr verabschiedet werden. Nachdem die kroatische EU-Ratspräsidentschaft die Rechtsstaatsverfahren gegen Ungarn und Polen hinausgezögert habe, müsse die deutsche Ratspräsidentschaft diese mit Nachdruck verfolgen.

Deutschland will EU als Ratspräsident aus Krise herausführen