Neuseeland erklärt sich für Virus-frei

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Neuseeland erklärt sich für Virus-frei

Neuseeland hat sich für Coronavirus-frei erklärt. Es gebe keine aktiven Infektionsfälle im Land mehr, teilte am Montag der Generaldirektor des Gesundheitsministeriums, Ashley Bloomfield, mit. Der – zumindest vorerst – letzte Coronavirus-Patient in Neuseeland zeigte nach Angaben des Ministeriums 48 Stunden lang keine Symptome mehr und gilt deshalb als genesen. Neuseeland hatte zur Eindämmung des Virus strikte Ausgangsbeschränkungen verhängt, die sieben Wochen lang dauerten und im Mai endeten. Innerhalb des Landes sind nur noch wenige Corona-Restriktionen – etwa für die Größe von Menschenansammlungen – in Kraft, deren Aufhebung Regierungschefin Jacinda Ardern noch am Montag verkünden könnte. Die Einreisebeschränkungen werden aber voraussichtlich bestehen bleiben.

Insgesamt wurden in Neuseeland 1.154 Coronavirus-Infektionsfälle und 22 Todesfälle gezählt.

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Italien verschärft angesichts zunehmender Infektionszahlen die Vorbeugungsmaßnahmen bei Reisenden aus dem Ausland. Bei Einreisen aus Kroatien, Griechenland, Malta und Spanien nach Italien müssen sich Personen einem Abstrich unterziehen. Die Maßnahme wird viele Italiener betreffen, die zurzeit in den vier Mittelmeerländern urlauben. Auch Kolumbien zählt jetzt zur Liste von Ländern, aus denen man nicht nach Italien einreisen darf, kündigte Gesundheitsminister Roberto Speranza am Mittwochabend per Facebook an. “Wir müssen auf dem Weg der Vorsicht beharren, um die Resultate zu verteidigen, die wir in den vergangenen Monaten mit vielen Opfern errungen haben”, so Speranza. Italien hatte bereits Ende Juli die vierzehntägige Quarantänepflicht bei Einreisen aus Bulgarien und Rumänien wegen der Corona-Pandemie unbefristet verlängert. Einreisen aus Algerien sind zudem fortan nur noch bei besonderen Anlässen möglich, und es besteht ebenfalls eine 14-tägige Quarantänepflicht. Das italienische Gesundheitsministerium erwägt die Einführung von Schnelltests, mit denen in wenigen Stunden die Resultate von Anti-Covid-Kontrollen bekanntgegeben werden können. Mit den Schnelltests sollen zehntausende Italiener getestet werden, die demnächst aus dem Urlaub im Ausland zurückkehren. Zu Meinungsverschiedenheiten mit den italienischen Regionen kam es bei einem Vorschlag der Regierung, Diskotheken im Freien zu verbieten. Die Regionen wehrten sich gegen diesen Vorschlag. Am Mittwoch zählte Italien 481 neue Corona-Fälle nach 412 am Dienstag. Die Zahl der noch aktiv Infizierten lag bei 13.791, jene der in Spitälern behandelten Covid-19-Patienten sank von 801 auf 779. Zehn weitere Patienten starben, so dass die Gesamtzahl der Toten mit nachgewiesener Corona-Infektion 35.225 Menschen erreichte.

Italien führt Tests bei Einreisen aus Kroatien ein

Das Land Dänemark will seine Maßnahmen zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie langsam wieder lockern. Die dänische Regierungschefin Mette Frederiksen kündigte am Montag eine schrittweise Aufhebung der Beschränkungen an, unter anderem sollen Kindergärten und Volksschulen ab dem 15. April wieder öffnen. Nach Ansicht der Gesundheitsbehörden sei es “angemessen und gerechtfertigt, eine langsame Öffnung zu beginnen. Bedingung sei aber, “dass alle auf Abstand bleiben und sich die Hände waschen”, sagte Frederiksen.

Dänemark will Pandemie-Beschränkungen schrittweise lockern

Für Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) kommt die Forderung von Lehrergewerkschafter Paul Kimberger nach einem Mund-Nasen-Schutz für Schüler und Lehrer ab Herbst noch zu früh. Im Bildungsministerium werde bereits an Szenarien für den Schulbeginn im September gearbeitet, versicherte Anschober. Auf ihre Öffnung weiter warten müssen die Clubs. Vielen von ihnen droht die Luft auszugehen. Was die Corona-Tests an deutschen Grenzen angeht, sei man in Gesprächen mit dem deutschen Bundesgesundheitsminister Jens Spahn – vielleicht schaffe man da eine gemeinsame Vorgangsweise. Gratis Tests für Urlaubsrückkehrer wird es aber in Österreich wohl nicht spielen. Es gebe dazu keine Planungen, sagte Anschober. Österreichweit ist die Zahl der neu mit dem Coronavirus infizierten Personen in den vergangenen 24 Stunden wieder dreistellig gewesen. Mit Stand Vormittag waren 119 Personen in Österreich betroffen. Die Verteilung über das Land werde gleichmäßiger, sagte Anschober. Man habe mit verstärkten regionalen Clusterbildungen gerechnet, wichtig sei es nun, diese in Schach zu halten, um eine zweite Welle zu verhindern. Deshalb teste man in Österreich “so viel wie nie zuvor”. Er appelliere weiterhin an alle Tourismusbetriebe, das Test-Angebot für die Mitarbeiter anzunehmen. Positiv hervorgehoben wurden von Anschober die Screening-Testungen in Risikobereichen. Im Juli habe es in Schlachthöfen 2.037 Testungen gegeben, davon 33 positive, in 485 Testungen und kein einziges positives Ergebnis. Keine guten Nachrichten hatte Anschober am Dienstag für die Clubs. Diesen konnte der Minister noch immer keine Perspektive zum Aufsperren bieten. Man evaluiere die Situation alle zwei Wochen. Dass es diese Betriebe wirtschaftlich extrem treffe und sich die Regierung um sie kümmern müsse, gestand Anschober ein. Die Coronakrise könnte jedenfalls das Aus für viele Wiener Clubs bedeuten. Bei einer Pressekonferenz der Vienna Club Commission am Dienstag schlugen mehrere Betreiber Alarm. Sie bekräftigten ihre Forderung nach einer Übernahme von 100 Prozent der Fixkosten und forderten Planungssicherheit. Derzeit werden maximal 75 Prozent der Fixkosten abgedeckt. Seit viereinhalb Monaten sind Wiens Clubs wegen der Coronakrise geschlossen oder haben nur sehr eingeschränkt geöffnet. “Die Boxen sind still”, sagte Stefan Niederwieser von der Vienna Club Commission. Noch sei keinerlei Öffnung in Sicht. Die Situation sei “dramatisch” und “existenzbedrohend”. Vielen werde “die Luft ausgehen”, warnte er. “Wir waren die erste Branche, die von der Schließung betroffen war, und wir werden die Letzten sein, die wieder aufsperren”, prophezeite Gregor Imhof vom Sass Music Club am Karlsplatz. “Wir brauchen Planungssicherheit”, forderte er. Zuletzt war die in Aussicht gestellte Lockerung für die Nachtgastronomie und eine Verlängerung der Sperrstunde bis 4.00 Uhr ab 1. August verschoben worden. Seither habe man nichts mehr gehört, klagte Imhof. “Ich halte es für eine Sauerei, dass wir fast fünf Monate auf eine Ansage warten müssen”, sagte Stefan Stürzer. “Sperren wir heuer noch einmal auf oder nicht und wir bekommen einen Fixkostenzuschuss von 100 Prozent?”, so Stürzer, Direktor des Werk, dessen Fixkosten monatlich bei rund 15.000 Euro liegen. “So wie es jetzt ausschaut, stehen wir wirklich vor einem Massensterben der Clubs”, sagte er. “Das Überleben der Clubs ist auch für uns überlebenswichtig”, betonte Linda Schürer-Waldheim vom Konzertveranstalter Arcadia Live. Rund 300 bis 400 Shows veranstaltet Arcadia Live pro Jahr in Österreich. 2019 fanden laut Schürer-Waldheim zwei Drittel davon in Wien statt und wiederum 62 Prozent davon in den Clubs.

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In der vorletzten Runde der Meistergruppe in der Fußball-Bundesliga hat sich Rapid den Vizemeistertitel gesichert. Bei teils strömendem Regen setzten sich die Hütteldorfer gegen den LASK mit 3:1 durch. Keine Blöße gab sich Meister Salzburg. Die Bullen besiegten Sturm Graz 5:2. Das Match Hartberg gegen den WAC musste wegen eines Unwetters auf Donnerstagabend verschoben werden. Rapid schien den Schub vom späten 3:2-Erfolg bei Sturm Graz gut mitgenommen zu haben. Zwar köpfelte LASK-Kapitän Gernot Trauner in der 2. Minute nur knapp übers Tor, in Führung gingen aber die Hausherren: Durch ein Eigentor von Andres Andrade, der eine Flanke des nach einer Sperre zurückgekehrten Fountas unglücklich ins eigene Tor lenkte. Doch Grün-Weiß konnte und wollte wohl auch nicht nachsetzen. Der LASK erstarkte, kam mehrmals vor den Rapid-Sechzehner und jubelte in der 16. Minute über den Ausgleich durch Samuel Tetteh – dem die Anerkennung allerdings wegen Abseits verweht blieb. An der Seitenlinie duellierten einander die beiden Coaches Dietmar Kühbauer und Valerien Ismael verbal, auch am Feld ging es durchaus engagiert zur Sache – wobei eine gewisse Chancenarmut zu konstatieren war. Rapid brauchte nach dem Tor fast 20 Minuten, um wieder gefährlich in den gegnerischen Strafraum zu kommen, der LASK dominierte und hatte in einer Art Powerplay-Phase durch Andrade und Philipp Wiesinger auch zwei gute Möglichkeiten, doch Goalie Tobias Knoflach parierte zweimal (35.). Anstatt das 1:1 zu machen, kassierte der LASK kurz vor der Pause noch das zweite Gegentor: Dejan Petrovic luchste James Holland an der Mittellinie den Ball mit hohem Einsatz ab und bediente per langem Pass Taxiarchis Fountas, der nach einem Haken einen gefühlvollen Flachschuss ins lange Eck setzte. Nach Wiederanpfiff dominierte vor allem ein heftiger Wolkenbruch, Rapid hatte das Geschehen unter Kontrolle. 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Da Verfolger WAC wegen Regens erst am Donnerstag (18.00 Uhr) in Hartberg antreten kann, liegen die “Athletiker” aber noch zwei Punkte vor den Kärntnern. Rang drei würde einen Fixplatz in der Europa-League-Gruppenphase bringen. Meisterlich präsentierte sich Salzburg in seinem ersten Spiel als frischgebackener Fußball-Meister. Die “Bullen” gewannen im eigenen Stadion gegen Sturm Graz mit 5:2 (1:0), die Treffer erzielten Karim Adeyemi (22.), Jerome Onguene (53.), Dominik Szoboszlai (73.), Sekou Koita (85.) und Mergin Berisha (88.) beziehungsweise Otar Kiteishvili (79.) und Juan Dominguez (87.). Damit steht schon vor der letzten Bundesliga-Runde fest, dass Sturm Graz die Meistergruppe auf dem sechsten und letzten Platz abschließt und der TSV Hartberg im Play-off um eine Teilnahme an der Europa-League-Qualifikation gegen die Austria oder SCR Altach antritt. Um die Chance auf ein internationales Ticket am Leben zu halten, hätten die Steirer gewinnen müssen. Davon war die Truppe von Interimscoach Thomas Hösele aber weit entfernt. Die im Vergleich zum Hartberg-Match am Sonntag an acht Positionen veränderten Salzburger diktierten die Partie von Beginn an und versuchten stets, Patson Daka im Kampf um die Torjäger-Krone in Position zu bringen. Der drei Treffer hinter WAC-Goalgetter Shon Weissman liegende Sambier scheiterte in der neunten Minute an Sturm-Goalie Jörg Siebehandl und setzte den abspringen Ball an die Stange. In der 18. Minute schoss Daka aus guter Position daneben, in der 45. Minute wurde sein Volley von Siebenhandl pariert. Davor war Daka immerhin als Assistgeber in Erscheinung getreten. Seinen Querpass in der 22. Minute musste Adeyemi nur noch ins leere Tor befördern. Es war das erste Bundesliga-Tor für den 18-jährigen DFB-Nachwuchsteamspieler. Sturm wurde vor der Pause nur bei einem Schuss von Kiril Despodow halbwegs gefährlich. 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