ÖBB setzen auf neues Reservierungsmuster

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ÖBB setzen auf neues Reservierungsmuster

Das heurige Weihnachtsfest in der Coronakrise nähert sich mit Riesenschritten und das Reiseaufkommen dürfte auch trotz der schwierigen Zeiten steigen. Die ÖBB verstärken ihre Anti-Coronamaßnahmen insofern, als dass sie ihr Reservierungsmuster im Fernverkehr erneuern, damit sich die Fahrgäste im Zug besser verteilen. Im Zuge des Fahrplanwechsels übermorgen, Sonntag, werden die reservierten Sitzplätze schachbrettartig vergeben, teilten die Bundesbahnen auf Anfrage der APA mit.

“Diese neue Schachbrett-Reservierungslogiksieht vor, dass bei den Zügen im Fernverkehr grundsätzlich nur die Fensterplätze buchbar sind bzw. bei 4er-Karrees die Plätze schräg gegenüber”, erläuterte ein Bahnsprecher. “Die Plätze neben den reservierten Sitzen sollen frei bleiben und werden entsprechend mit ‘Bitte freihalten’ auf der Anzeige gekennzeichnet.” Andere Passagiere sollen diese Plätze nicht besetzen. Aber: “Sollte ein Zug voll sein und das aufgrund der hohen Passagierzahl nicht möglich sein, darf man sich aber auch auf diese Plätze setzen.”Damit möglichst viele “Bitte freihalten”-Plätze auch tatsächlich frei bleiben, werden über die Weihnachtsfeiertage mehr Züge auf die Gleise geschickt. Am 23., 24., und 27. Dezember sowie am 2. und 3. Jänner gibt es zusätzliche Züge ab bzw. nach Wien von Westen und Süden. So gibt es bis zu 10.000 Sitzplätze mehr als an normalen Tagen.

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Die Bundesregierung hat am Sonntag die Corona-Hilfen für Zulieferbetriebe konkretisiert. Folgende drei Voraussetzungen müssen Unternehmen erfüllen: Mindestens 50 Prozent “Umsatzzusammenhang” mit einem oder mehreren im Lockdown geschlossenen Betrieben Weiters müssen sie mindestens 40 Prozent Umsatzeinbruch im Vergleich zu November/Dezember 2019 nachweisen und ab einer Fördersumme von 5.000 Euro diese Angaben von einem Steuerberater oder Bilanzbuchhalter bestätigen lassen Bevor die Hilfen ausbezahlt werden, muss zunächst die Abrechnung für den Umsatzersatz für den Dezember abgewickelt sein. Das habe vor allem den Grund, dass sich die Betroffenheit der Unternehmen (direkt oder indirekt) in den einzelnen Lockdown-Phasen ändern könne. Als Beispiele nennt die Regierung eine Visagistin, die sowohl Privatkunden betreut, als auch für das Theater arbeitet oder einen Blumenhändler, der auch örtliche Gasthäuser, Hotels und Veranstaltungen beliefert. “Auch er ist mit manchen Teilen seines Umsatzes zu unterschiedlichen Zeiten direkt Betroffener und zu anderen indirekt Betroffener”, so das Finanzministerium am Sonntag in einer Aussendung. Daher werde die Beantragung für die Hilfen für die indirekt betroffenen Unternehmen ab Ende Jänner über FinanzOnline möglich sein. Aufgrund der europäischen Beihilfenregeln betrage die maximale Auszahlungssumme 800.000 Euro, die Mindestauszahlungssumme 1.500 Euro, in Einzelfällen 2.300 Euro. Branchenweise Sätze Es würden grundsätzlich die gleichen Kriterien wie beim Umsatzersatz gelten, auch für die Entschädigungssätze der einzelnen Branchen. Demnach erhält ein indirekt betroffenes Unternehmen aus dem Handel den gleichen Prozentsatz an Umsatz ersetzt, der auch für direkt betroffene Handelsunternehmen im selben Zeitraum gegolten hat. “Viele tausende Betriebe mit hunderttausenden Arbeitsplätzen werden damit massiv unterstützt, darunter auch kleine, Kleinst- und Einpersonen-Unternehmen. Das war mir ein wichtiges persönliches Anliegen”, so Vizekanzler Werner Kogler (Grüne), der wie Finanzminister Gernot Blümel auf die Bedeutung der Hilfe für den Arbeitsmarkt hinwies. Zusätzlich zu diesem Umsatzersatz arbeitet die Bundesregierung im Rahmen des Fixkostenzuschusses II an weiteren Verbesserungen für besonders notleidende Branchen, versichert das Finanzministerium.

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Die Treibhausgas-Emissionen (THG) sind in Österreich 2019 um 1,5 Prozent gestiegen und lagen bei 79,8 Millionen Tonnen CO2-Äquivalent. Das geht aus der aktuellen Treibhausgas-Bilanz des Umweltbundesamts hervor und ergibt für Umweltministerin Leonore Gewessler (Grüne) sowohl eine “deutliche Warnung” als auch einen “klaren Auftrag”. Bei nicht dem Emissionshandel zugerechneten THG stieg dieser Wert um 0,1 Prozent auf 50,2 Mio. Tonnen, das sind 1,9 Mio. Tonnen über dem Zielwert . Ziel wären hier maximal 48,3 Mio. Tonnen gewesen, womit Österreich in Summe nur noch Gutschriften in der Höhe von rund 3,6 Mio. Tonnen zur Verfügung hat, die in die Zielerreichung 2020 eingerechnet werden. Jetzt müsse man weiter reagieren, hielt die Umweltministerin fest: “Deswegen haben wir 2020 die Aufholjagd im Klimaschutz gestartet – vom Bahnausbau bis zur Sanierungsoffensive. Und das setzen wir 2021 fort. Denn im Kampf gegen die Klimakrise ist Scheitern keine Option.” Minus durch Coronakrise Für 2020 wird vom Umweltbundesamt als Folge der Corona-Pandemie eine deutliche Reduktion der THG-Emissionen um minus neun Prozentprognostiziert. Die Zielvorgaben über die gesamte Periode (2013 – 2020) werden voraussichtlich eingehalten. “Für eine langfristige Trendumkehr in Richtung Klimaziele 2030 sind weitgehende Maßnahmen zur Reduktion des Energieeinsatzes und zum Umstieg auf Erneuerbare Energieträger notwendig,” stellte Umweltbundesamt-Experte Günther Lichtblau fest. Bei der Betrachtung von 2019 zeigt sich für Verkehr, Gebäude, Abfallwirtschaft und Landwirtschaft, also die nicht im Emissionshandel geregelten Bereiche, ein unterschiedliches Bild: Während die Emissionen bei Gebäuden um drei und beim Verkehr um 0,4 Prozent angestiegen sind, sanken diese bei Abfallwirtschaft (-2,3 Prozent), Landwirtschaft (-0,7) oder den F-Gasen (-2,1). Energie- und Industriebetriebe außerhalb des Emissionshandels emittierten 2019 um 2,2 Prozent weniger als 2018. In Summe ergibt dies bei den THG, die im Klimaschutzgesetz geregelt sind, einen Emissionsanstieg in der Höhe von rund 0,1 Prozent bzw. rund 0,1 Mio. Tonnen. Weniger fossile Energie Im Ausblick verwies das Umweltbundesamt auf den EU-Entschluss im Dezember 2020, die Treibhausgas-Emissionen bis 2030 um 55 Prozentgegenüber 1990 zu reduzieren, Vorschläge für nationale Zielvorgaben sind in diesem Jahr zu erwarten. Für die Klimaziele 2030 und für die Klimaneutralität Österreichs im Jahr 2040 seien weitreichende Transformationsschritte zur Verminderung des Einsatzes fossiler Energie erforderlich. Trotz der Pläne für die Zukunft hagelte es für die Bilanz Kritik vonseiten der NGOs, laut Bewegung Fridays For Future war eine schlechte Treibhausgas-Bilanz im Jahr der Klimastreiks zu erwarten: “2019 war das Jahr der großen Klimastreiks und der vielen schönen Reden. Vor allem vor der Nationalratswahl hatte jede Partei eine Meinung zum Klimaschutz. Die Emissionen sind, wie wir sehen, trotzdem gestiegen”, so Anika Dafert. Für Greenpeace ist die Bilanz “ein überdeutlicher Weckruf an die Bundesregierung, endlich aus ihrem Klima-Dornröschenschlaf aufzuwachen und ihren großen Worten Taten folgen zu lassen”, warnte deren Klimasprecher Adam Pawloff. “Wir fordern dazu vor allem auch Finanzminister Blümel auf, ein klares durchgerechnetes Konzept für eine ökologische Steuerreform rasch vorzulegen”, sagte Johannes Wahlmüller, Klima- und Energiesprecher von Global 2000. Auch der Ausstieg aus fossilen Energien steht auf der Liste der NGO. Ähnlich gelagerte Forderungen stellte angesichts der CO2-Bilanz auch der WWF, der diese als “Desaster” bezeichnete: “Parallel dazu braucht es eine gewaltige Energiespar-Offensive. Hier sind die Versäumnisse besonders groß”, sagte WWF-Klimasprecher Karl Schellmann.

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Die Vereinten Nationen befürchten, dass auf dem afrikanischen Kontinent durch die Coronakrise bis 2021 rund 500.000 Menschen zusätzlich an Aids oder damit zusammenhängenden Krankheiten sterben könnten. Nach einer Schätzung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und derOrganisation UNAIDS würde sich damit die Zahl der Opfer im Vergleich zu 2018 verdoppeln.

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