Österreich verkauft Hypo-Tochter in Italien an US-Investor

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Österreich verkauft Hypo-Tochter in Italien an US-Investor

Die Italien-Tochter der ehemaligen Hypo Alpe-Adria-Bank International AG ist verkauft. Das meldete die staatliche Abbaugesellschaft HBI Bundesholding AG am Donnerstag. Käuferin ist eine Gesellschaft des US-Finanzinvestors Bain Capital Credit. Die Republik Österreich hätte das italienische Institut ursprünglich gerne geschlossen, der Plan scheiterte aber am Widerstand der Gewerkschaft in Italien.

Die nunmehr verkaufte Bank aus Udine firmiert seit Anfang Juli 2020 unter Julia Portfolio Solutions S. p. A. und beschäftigt 76 Mitarbeiter. Die Bilanzsumme liegt bei 260 Millionen Euro.

Stark geschrumpft

Seit 2016 waren rund 240 Jobs bei der italienischen Bank abgebaut worden. Das Institut musste von EU wegen – aufgrund der Staatshilfe – beträchtlich geschrumpft werden. Von 2015 bis 2019 wurde die Bilanzsumme von 2,4 Milliarden Euro auf 400 Millionen Euro reduziert, indem etwa große Portfolios verkauft wurden. Ab Herbst 2018 wurde die Bank für den Verkauf fit gemacht.

Die HBI gehörte seit 2014 nicht mehr zur Heta, dem staatlichen Abbauvehikel des Kärntner Milliardengrabs Hypo Alpe Adria. Dies aus regulatorischen Gründen, da die Heta alle Banklizenzen zurücklegen musste und das Italien-Institut noch eine solche Konzession hat. Daher hat man die italienische Bank in der HBI untergebracht, um sie zu restrukturieren.

Keine Haftungen mehr

“Mit dem Verkauf der Hypo Alpe-Adria-Bank S.p.A. in Italien sind alle Verpflichtungen der Republik aus der Einigung mit der Europäischen Kommission aus dem Jahr 2013 zur Gänze umgesetzt. Es freut mich sehr, dass der gesetzliche Auftrag der HBI-Bundesholding AG somit erfolgreich erfüllt wurde und sowohl die Republik als Eigentümerin als auch die Heta als Gläubigerin keinen Risiken mehr ausgesetzt sind”, so HBI-BH-Vorstand Florian Schumi in einer Aussendung.

Wie viel Bain Capital bezahlt hat, wurde nicht bekanntgegeben. Nur so viel: Der Verkaufspreis habe zwei Teile. Zum einen seien die ausstehenden Forderungen der Heta mit dem Kauf abgelöst wurden “und auch der Equity-Kaufpreis kommt der Heta zugute”, wie ein Sprecher auf APA-Anfrage sagte. Laut Schumi liegt das Ergebnis des gesamten Restrukturierungsprozesses “deutlich über den ursprünglichen Erwartungen”.

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