Österreicher bei Corona-App klar für Freiwilligkeit

Merken
Österreicher bei Corona-App klar für Freiwilligkeit

Bei der Verwendung der Stopp Corona-App des Roten Kreuzes sprechen sich die meisten Österreicher klar für eine freiwillige Nutzung aus. Der Vorschlag, die Ausbreitung des Coronavirus mithilfe anonymisierter Datenauswertung über die App einzudämmen, stößt in der Bevölkerung laut einer aktuellen Gallup-Umfrage eher auf Skepsis. Grund ist die Diskussion um möglichen Datenmissbrauch.

Teilen auf:
Kommentare:

Es sind noch keine Kommentare abgegeben worden.

Schreibe einen Kommentar

Auch Interessant

In Österreich werden immer mehr Führerscheinausbildungen als L17 absolviert. Dabei erfolgt die Grundausbildung in der Fahrschule, die Ausbildungsfahrten mit der Begleitperson. 81.943 Österreicher haben laut Statistik Austria im Jahr 2019 den B-Führerschein erworben, 32 Prozent davon die L17-Ausbildung absolviert. Laut ÖAMTC passierten 41 Unfälle mit Personenschaden während L17-Ausbildungsfahrten. Wer nicht bis 18 auf den Führerschein warten will, kann schon mit Fünfzehneinhalb Jahren ein Auto lenken lernen und bereits mit 17 nach bestandener Prüfung alleine Auto fahren, wenn er die vorgezogene Lenkerausbildung, den sogenannten L17, absolviert. Insgesamt 3.000 Kilometer müssen in drei Praxisblöcken mit ein oder zwei Begleitpersonen gefahren werden, diese müssen ein Naheverhältnis zum Führerscheinbewerber haben. Außerdem müssen sie seit mindestens sieben Jahren den Führerschein haben und dürfen in den vergangenen drei Jahren keine schwere Verkehrsübertretung begangen haben. Nach jeweils 1.000 Kilometern gibt es Schulungen in der Fahrschule. Nach der Fahrpraxis erfolgen Perfektionsschulung und Perfektionsfahrt in der Fahrschule. Die theoretische Prüfung kann nach dem Theoriekurs absolviert werden, die praktische Prüfung frühestens am 17. Geburtstag. Im Burgenland und in Niederösterreich fährt jeder zweite Fahrschüler mit einem L17-Ausbildungstaferl – gefolgt von Kärnten, der Steiermark, Oberösterreich und Salzburg. In Wien ist nur jeder Zehnte als L17-Fahrschüler unterwegs. Die ersten Kilometer hinter dem Steuer sind bekanntlich die schwierigsten und werden nicht selten zur Nervenprobe für Fahranfänger und ihre Begleiter. “Übung macht den Meister – dies gilt auch für die Begleiter eines L17-Anwärters”, sagte Roland Frisch, Pkw-Chefinstruktor der ÖAMTC Fahrtechnik. Damit die ersten Fahrversuche sicher und stressfrei für alle Beteiligten ablaufen, gilt es auf einige Punkte zu achten: “Wichtig ist, die Abstände zum Vordermann entsprechend großzügig zu gestalten, um im Notfall genug Spielraum für Bremsmanöver zu lassen. Außerdem sollten Begleiter des Führerscheinwerbers in ihrem Übungsauto ausprobieren, wie es reagiert, wenn sie während der Fahrt die Handbremse ziehen bzw. die Taste der elektrischen Feststellbremse betätigen”, empfahl Frisch. Das soll natürlich in einem sicheren Umfeld erfolgen. “Im Ernstfall hat der L17-Begleiter auf der Straße nämlich nur einen Versuch.” Um die ersten Fahrversuche sicher zu gestalten, bietet die ÖAMTC Fahrtechnik österreichweit spezielle Vorbereitungstrainings für die L17-Ausbildung an. Das Angebot richtet sich an Eltern oder andere Personen, die Führerschein-Neulinge im Zuge des L17 begleiten möchten. “In drei rund 50-minütigen Einheiten geben wir Tipps und Tricks, um sowohl die Führerschein-Anwärter als auch ihre Betreuer bestmöglich auf die Übungsfahrten vorzubereiten”, erklärte Fahrtechnik-Experte Frisch.

41 Unfälle während L17-Ausbildungsfahrten im Vorjahr

Neben Bauriesen Strabag nimmt auch Österreichs zweitgrößter Baukonzern Porr nach der Sozialpartner-Einigung über spezielle Schutzmaßnahmen für die Bauarbeiter gegen die Covid-19-Ansteckungsgefahr die Tätigkeit auf seinen Baustellen hierzulande wieder auf. Porr hatte vorige Woche den laufenden Betrieb von über 1.000 Baustellen im Land zum allergrößten Teil eingestellt, wie auch andere Baufirmen. Unter Einhaltung der nötigen Gesundheits- und Schutzmaßnahmen werde man den Betrieb auf den Baustellen schrittweise wieder aufnehmen, so CEO Karl-Heinz Strauss am Freitag in einer Aussendung. Als einer der Wirtschaftsmotoren Österreichs müsse die Bauwirtschaft mit allen angeschlossenen Lieferketten unbedingt funktionieren, “denn sonst sind die Löscharbeiten verheerender als der derzeitige Brand”. In den internationalen Märkten werde der Baubetrieb der Porr aus heutiger Sicht weiterhin fortgeführt.

Auch Porr startet Baustellen in Österreich wieder

Die heimischen Banken haben per Ende Juni aufgrund der Coronakrise rund 10 Prozent des aushaftenden Kreditvolumens an Unternehmen, Selbstständige und Privathaushalte gestundet. Die Finanzinstitute verzichteten im Rahmen von freiwilligen Moratorien temporär auf die Rückzahlung von rund 90.000 Krediten in Höhe von 22 Milliarden Euro, aufgrund gesetzlicher Moratorien waren es 116.000 Kredite in Höhe von 8,6 Milliarden Euro, geht aus Daten der OeNB hervor. Freiwillige Kreditmoratorien Bei den freiwilligen Kredit-Moratorien entfielen 14,1 Milliarden Euro auf nichtfinanzielle Unternehmen, auf selbstständige Erwerbstätige rund 4,3 Milliarden Euro und auf sonstige Haushalte rund 3,7 Milliarden Euro, sagte der Vize-Gouverneur der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB), Gottfried Haber, am Dienstag bei der Präsentation des Finanzmarktstabilitätsberichts. Im Rahmen der gesetzlichen Moratorien stundeten die heimischen Banken bis Ende Juni Kredite in Höhe von 7 Milliarden Euro an sonstige Haushalte und Kleinstunternehmen und 1,7 Milliarden Euro an selbstständig Erwerbstätige.Es gebe kein bestimmtes Datum für das Auslaufen der Krediten-Moratorien und dadurch erwarte man derzeit keinen “Klippeneffekt”, so Haber. Keine Kreditklemme Die Notenbanker zeigten sich mit der Performance des heimischen Finanzsektors in der Coronakrise zufrieden. Die Direktorin der OeNB-Hauptabteilung Volkswirtschaft, Doris Ritzberger-Grünwald, ortet “keine Kreditklemme”. Die heimischen Banken hätten in der Coronakrise mit Überbrückungskrediten und Refinanzierung geholfen. “Staatliche Garantien spielen eine wichtige Rolle.” Für OeNB-Finanzmarkt-Hauptabteilungsleiter Philip Reading war die Liquidität der Banken in der Coronakrise “hervorragend”, die Institute seien “gut kapitalmäßig ausgestattet”. Den Finanzmarkt könne man “als stabil bezeichnen”, es seien Puffer vorhanden, so der OeNB-Vize-Gouverneur. 

Über 200.000 Kredite in Höhe von 31 Milliarden Euro gestundet

Die National Football League hat auf die eindringliche Forderung ihrer schwarzen Profis reagiert, Fehler eingestanden und sich deutlich wie nie gegen Rassismus positioniert. In einem am Freitag (Ortszeit) veröffentlichten Video sagte NFL-Boss Roger Goodell: “Wir, die National Football League, verurteilen Rassismus und die systematische Unterdrückung schwarzer Menschen.” “Wir, die National Football League, geben zu, dass es falsch war, nicht schon früher auf die NFL-Spieler gehört zu haben und ermutigen alle, sich zu äußern und friedlich zu protestieren. Wir, die National Football League, glauben, dass schwarze Leben wichtig sind”, heißt es weiter. Goodell betonte, er persönlich protestiere mit und wolle Teil des dringend notwendigen Wandels in den USA sein. Ohne schwarze Spieler gebe es die NFL nicht. Er werde sich mit den Profis in Verbindung setzen und erfragen, wie die NFL sich verbessern könne. Unter anderen Kansas-City-Chiefs-Quarterback und Super-Bowl-Champion Patrick Mahomes, Star-Receiver Odell Beckham Jr. von den New York Giants und Quarterback Deshaun Watson von den Houston Texans hatten tags zuvor genau dieses Eingeständnis der Liga gefordert. Auslöser für das emotionale Video der Profis waren de anhaltenden Demonstrationen wegen Polizeigewalt gegen Afroamerikaner. Der 46 Jahre alte George Floyd war vergangene Woche von einem weißen Polizisten so lange mit dem Knie im Nacken zu Boden gedrückt worden, bis er starb. Goodell hatte schon zuvor der Familie Floyds sein Beileid ausgesprochen und gesagt: “Es bleibt ein dringender Handlungsbedarf.” Die Liga sei sich ihres Einflusses bewusst und nehme ihre Verantwortung an. Man wolle die systemischen Themen zusammen mit Spielern, Clubs und Partnern weiterhin angehen. Schon 2016 hatte der damalige Quarterback der San Francisco 49ers, Colin Kaepernick, die Polizeigewalt gegen Schwarze zum Anlass für einen friedlichen Protest genommen und während des Abspielens der Nationalhymne gekniet. Goodell sagte damals, dass er “nicht unbedingt einverstanden ist damit, was er macht”. Der heute 32 Jahre alte Kaepernick hat seit 2017 keinen Vertrag mehr in der NFL bekommen.

Video der NFL-Stars wirkt: Ligachef verurteilt Rassismus

Angesichts der Ausbreitung des Coronavirus steht Australien vor weiteren Einschränkungen. Premierminister Scott Morrison forderte die Australier am Sonntag auf, alle unnötigen Reisen im Inland zu unterlassen. Gleichzeitig kündigte er drastische Maßnahmen im Bereich der sozialen Distanz an, um die Menschen dazu zu bringen, voneinander Abstand zu halten. Zudem wollte er strikte Ausgangssperren in besonders vom Virus betroffenen Gebieten nicht ausschließen.

Australien vor weiteren Einschränkungen

Die Bestände von Wanderfischen sind in Europa seit 1970 um 93 Prozent zurückgegangen. Dies geht aus dem ersten globalen Zustandsbericht zu wandernden Süßwasser-Fischarten des WWF hervor. In Österreich zählen 14 Arten zu der bedrohten Spezies. Hauptursachen sind das hohe Ausmaß der Flussverbauung sowie negative Effekte durch Übernutzung, Verschmutzung und Klimaerwärmung. Laut der gemeinsamen Studie der World Fish Migration Foundation, der Zoological Society of London, der Weltnaturschutzunion IUCN, The Nature Conservancy und dem World Wide Fund for Nature (WWF) sind die Bestände von Wanderfischen seit 1970 im globalen Schnitt um 76 Prozent zurückgegangen. “Besonders schockierend sind die Zahlen aus Europa, wo ein Minus von 93 Prozent verzeichnet wird”, hieß es. “Der drastische Rückgang der Wanderfische ist ein Alarmsignal für den Zustand unserer Flüsse. Wenn sich Fische aufgrund von Hindernissen nicht frei durch Flüsse bewegen können, gilt dasselbe auch für Wasser und Sediment. Gerade in Zeiten der Klimaerwärmung sind lebendige und klimafitte Flüsse unsere wichtigsten Helfer im Kampf gegen Hitze und Trockenheit”, sagte WWF-Gewässerschutzexperte Gerhard Egger. Von den heimischen Fischarten zählen 14 Arten, wie der vom Aussterben bedrohte Huchen, zu den Mittelstreckenziehern mit Wanderrouten von 30 bis zu 300 Kilometern. Der Rückgang der migrierenden Fischarten unterstreicht die bereits beobachtete allgemeine Negativentwicklung von Süßwasserlebensräumen. “Auch in Österreich sind 60 Prozent der Flüsse in keinem guten ökologischen Zustand. Auf der anderen Seite gelten 60 Prozent aller Fischarten als gefährdet, stark gefährdet oder sogar vom Aussterben bedroht”, so der WWF. In Österreich ist laut WWF vor allem die anhaltende Wasserkraftexpansion problematisch. Der hierzulande erfolgte Ausbau ist mit mehr als 5.200 Anlagen bereits überdurchschnittlich hoch und wird trotz des besorgniserregenden Gewässerzustands weiter vorangetrieben. “Entlang unserer Flüsse trifft man im Schnitt alle 900 Meter auf ein Hindernis. Dennoch sind Hunderte weitere Wasserkraftwerke in Planung”, kritisiert WWF-Experte Egger. “Diese kurzsichtige Flussverbauung muss ein Ende haben. Die letzten intakten Gewässer müssen ebenso wie Schutzgebiete vom Kraftwerksbau ausgenommen werden.”

Bestandsrückgang um 93 Prozent bei Europas Wanderfischen