Österreichs Bundesliga führt Videobeweis ein

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Österreichs Bundesliga führt Videobeweis ein

Die heimische Fußball-Bundesliga setzt ab März 2021 auf den Video-Assistenten (VAR). Wie der Österreichische Fußball-Bund (ÖFB) und die Liga am Donnerstag auf einer gemeinsamen Pressekonferenz in Wien mitteilen, habe man sich darauf geeinigt, die technische Unterstützung für die Schiedsrichter zum Beginn des Finaldurchgangs 2020/21 einzuführen.

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Als letzte der vier Fußball-Topligen Europas nimmt die italienische Serie A am Wochenende den Spielbetrieb nach der Corona-Pause wieder auf. Bis am 2. August werden zwölf Runden sowie vier Nachtragsspiele ausgetragen. Gespielt wird während dieser sechs Wochen fast täglich. Österreichs einziger Legionär in Italiens höchster Spielklasse ist der noch nicht fitte Udinese-Neuzugang Sebastian Prödl. Die Wiederaufnahme der Meisterschaft war im vom Coronavirus heftig gebeutelten Land eine Zangengeburt. Obwohl auch in Italien die TV-Verträge üppig sind und die TV-Gelder bei einzelnen Clubs mehr als 50 Prozent des Umsatzes ausmachen, wollten nicht alle wieder spielen. Die Diskussionen über die Art und Weise der Fortsetzung waren heftig, selten konstruktiv und die Verhandlungen mit Rechteinhabern und der Regierung bis zum Ende zäh. Noch am Donnerstag war zum Beispiel unklar, was geschieht, wenn sich ein Spieler mit dem Coronavirus infiziert. Einzelisolation oder Mannschaftsquarantäne? Sieben oder vierzehn Tage? Die Regierung hat in Aussicht gestellt, diese für die Durchführung der letzten zwölf Runden nicht unwesentliche Frage bis zum Anpfiff der ersten Partie am Samstagabend (19.30 Uhr) zwischen Torino und Parma ein für alle Mal zu klären. Klar ist zumindest, dass die Entscheidungen um Titel, Europacup-Plätze und Abstieg im Notfall in Play-offs fallen sollen. Und falls die Saison definitiv abgebrochen werden muss, soll zwar kein Meister gekürt werden, doch immerhin alle anderen Fragen (Champions-League- und Europa-League-Teilnehmer sowie Absteiger) mittels eines komplizierten mathematischen Algorithmus geklärt werden. Bis dieser allerdings so aufgestellt war, dass er von allen akzeptiert wurde, waren tagelange und zähe Debatten notwendig. Da die Coronavirus-Fallzahlen in den jüngsten Wochen jedoch stark gesunken sind und sich seit ein paar Tagen im Verhältnis zur Einwohnerzahl auf einem ähnlichen Niveau bewegen wie in Österreich, ist die Hoffnung groß, dass die ausstehenden 124 Partien bis am 2. August über die Bühne gebracht werden können. In leeren Stadien zwar, aber immerhin. Der Kampf um den Meistertitel ist dabei so spannend wie seit Jahren nicht mehr. Titelverteidiger und Serienmeister Juventus Turin und das Überraschungsteam Lazio Rom sind nur durch einen Punkt getrennt. Das Spitzenspiel zwischen “Juve” und dem Verfolger aus der Ewigen Stadt steht in der fünftletzten Runde am 20. Juli auf dem Programm. Juve startet nach den Nachtragspartien des Wochenendes am Montag (21.45 Uhr) in Bologna, Lazio gastiert erst am Mittwoch (21.45) in Bergamo gegen Atalanta. Für Prödl, der noch bis Ende Jänner beim englischen Premier-League-Club Watford unter Vertrag gestanden war, kommt das erste Spiel des Tabellen-14. aus Udine am Dienstagabend (21.45 Uhr) bei Torino noch zu früh. Der Steirer hat nach einem langwierigen Knochenmarksödem im rechten Schienbeinkopf noch Trainingsrückstand. Lediglich drei Zähler trennen Udinese aktuell von der Abstiegszone, Prödl soll deshalb helfen, die Abwehr im Saisonfinish zu stabilisieren. Und mit guten Leistungen möchte sich der Verteidiger, der am Sonntag 33 Jahre alt wird, auch wieder für das ÖFB-Team empfehlen. Als Prolog zur Serie A wurde bereits der Cup von vergangenen Freitag bis Mittwoch mit Halbfinal-Rückspielen und dem Finale durchgeboxt. Lust auf mehr machten diese drei Geisterspiele mit dem letztendlichen Sieger Napoli nicht unbedingt: In 270 Minuten fielen ganze zwei Tore. Aber auch in Italien gilt: Spiele ohne Zuschauer und mit wenigen Toren sind immer noch besser als gar kein Fußball.

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