Österreichweit bisher fast 100.000 Massentest-Anmeldungen

Merken
Österreichweit bisher fast 100.000 Massentest-Anmeldungen

Seit gut 32 Stunden ist die Online-Registrierung für die Massentests in Österreich möglich. Bisher hat es fast 100.000 Anmeldungen gegeben, gab Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) am Donnerstag bekannt. “Das ist das Zeichen und das Signal, dass die Bevölkerung gut mitmacht und dafür bedanke ich mich recht herzlich.” Unterdessen startete in Wien der Probebetrieb für die am Freitag beginnenden Massentests.

Eine Anmeldung für die Teilnahme bei dem Massentest ist über die Online-Plattformmöglich. Am Mittwoch musste die Plattform vorübergehend wegen einer Datenleck-Gefahr vom Netz genommen werden. Die Probleme wurden behoben und die Plattform ging wieder online.

Anschober ist mit dem bisherigen Zulauf jedenfalls zufrieden. Aufgrund der bereits erfolgten 100.000 Anmeldungen schlussfolgerte er: “Das heißt, der Zulauf, das Interesse der Bevölkerung ist sehr, sehr groß, obwohl es gestern, Sie wissen es, eine erste Startunterbrechung gegeben hat von rund zwei Stunden.”

 

Das ist das Zeichen und das Signal, dass die Bevölkerung gut mitmacht und dafür bedanke ich mich recht herzlich.

GESUNDHEITSMINISTER RUDOLF ANSCHOBER

 

In Wien präsentiert Anschober mit Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) und Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ) die Teststraße in der Stadthalle. Dort wurde am Donnerstag der Probebetrieb für die am Freitag beginnenden Massentests gestartet. Hacker betonte: “Ich bin sehr zufrieden, dass wir den Zeitplan einhalten können.”

Anschober nutze die Gelegenheit, um einen Überblick über das aktuelle Infektionsgeschehen in Österreich zu geben. “Wir haben die Situation, dass wir mittlerweile doch sehr deutlich sinkende Zahlen in Österreich haben. Auch heute wieder geht der Trend nach unten. Wir sehen, dass wir konstant sinken. Das ist genau das Ziel gewesen. Wir sinken allerdings in einem relativ langsamen Tempo. Das heißt, in Summe sind die Zahlen noch beachtlich hoch, sehr hoch sogar.” Der Minister ermahnte, dass dieser Trend in den nächsten Tagen und Wochen “sehr konsequent” fortgesetzt werden müsse.

Ab Freitag bis zum 13. Dezember können sich die Wienerinnen und Wiener an drei Standorten testen lassen. Die Testzentren sind neben der Stadthalle in der Messe Wien und der Marx-Halle eingerichtet. Insgesamt werden 286 Testlinien für Schnelltests und 20 für PCR-Tests installiert. Der Betrieb findet täglich von 8.00 Uhr bis 18.00 Uhr statt. Die Kapazitäten an den drei Standorten sind insgesamt für bis zu 150.000 Testungen pro Tag ausgelegt.

Teilen auf:
Kommentare:

Es sind noch keine Kommentare abgegeben worden.

Schreibe einen Kommentar

Auch Interessant

Der Weltranglisten-Dritte Dominic Thiem hat auch das zweite Mini-Turnier beim Berliner Tennis-Einladungsturnier “bett1ACES” gewonnen. Vier Tage nach seinem Rasen-Finalsieg im Steffi-Graf-Stadion gegen den Italiener Matteo Berrettini besiegte der Niederösterreicher dessen Landsmann Jannik Sinner am Sonntag in einem Hangar des Flughafens Tempelhof auf Hartplatz 6:4,6:2. Es war Thiems 28. und letztes Match in der Corona-Pause der ATP-Tour, deren Wiederaufnahme für 14. August vorgesehen ist. Der 26-Jährige holte in dieser Phase binnen gut drei Wochen vier Titel – auf Sand bei den Austrian Pro Series in der Südstadt und auf der Adria-Tour in Belgrad als auch eben nun in der abgelaufenen Woche in Berlin. Beim “Thiem’s 7” in Kitzbühel unterlag Thiem im Finale dem Russen Andrej Rublew. Beim “Ultimate Tennis Showdown” (UTS) in Biot bei Nizza war er nur sporadisch dabei. Thiem schloss seine Vorbereitungstour mit einer fantastischen Leistung ab, das sah er auch selbst so. “Es war sicher das beste Match, das ich gespielt habe in der ganzen Corona-Pause”, sagte der heurige Australian-Open-Finalist. “Ich weiß nicht, was los war. Ich habe jeden Ball satt am Schläger gehabt – Aufschlag, Return. Am Ende war es überhaupt ein Wahnsinn, ich habe keinen Ball mehr verschlagen können. Es gibt solche Tage. Und es ist schön, die ganze Exhibition-Tour so abzuschließen.” Dabei wurde Thiem vom äußerst talentierten und aufstrebenden Sinner durchaus gefordert, fünf Tage nach seinem Sieg gegen den Südtiroler im Halbfinale des Rasen-Turniers. “Heute hat irgendwie gar nichts schiefgehen können. Aber hoffentlich war es das letzte Show-Match für eine Zeit.” Thiem war im ersten Durchgang das entscheidende Break zum 4:3 gelungen, nahm Sinner in Satz zwei zum 2:1 und 5:2 den Aufschlag ab, und glänzte zwischendurch immer wieder mit “Zauberschlägen”. Der French-Open-Finalist der vergangenen beiden Jahre wird nun einen verdienten Urlaub einschieben, um für seine ersten Einsätze auf der Tour Frische zu tanken. Noch ist offen, ob etwa die US Open trotz der Corona-Pandemie wie geplant am 31. August beginnen. Die Entscheidung darüber wird für die nächsten Tage erhofft. “Es tut sicher gut, eine Pause zu haben. Ich hoffe, dass ich während der Pause erfahre, wie es weitergeht. Es wäre schön, wenn wir wissen würden, ob die US Open stattfinden.” Sollte dem so sein, würde sich Thiem natürlich auf Hardcourt vorbereiten. Falls nicht, müsste er sich anschauen, wann und wo es auf Sand weitergehe und die Vorbereitung eben auf diesem Belag in Angriff nehmen. Bei Absage der US Open und dem davor ebenfalls für New York angesetzten Masters-1000-Turnier in Cincinnati würde es für Thiem wohl spätestens in der ersten September mit der Titelverteidigung beim Generali Open in Kitzbühel losgehen. Thiem sieht sich für die Tour-Wiederaufnahme jedenfalls soweit gerüstet. “Heute gibt es gar nichts zu meckern. Wenn ich jedes Mal so spielen würde, wäre ich mehr als glücklich.” Da er aber in letzter Zeit wegen der vielen Matches nicht viel zum Trainieren gekommen sei, werde er an ein paar Sachen arbeiten und einen Fitnessblock einbauen. “So, dass wenn die Tour wieder losgeht, ich topfit dastehe.” Lob für seinen Gegner gab es von Sinner: “Er ist brutal konstant, hat wenige Fehler gemacht. Mit dem Slice hat er mir ein bisschen den Rhythmus geändert, da war es nicht ganz einfach für mich.” Thiem sei noch eine Klasse besser als die von ihm an den Vortagen besiegten Karen Chatschanow (RUS) und Roberto Bautista Agut (ESP). “Er versteht das Match, das Spiel besser, welchen Schlag er spielen muss. Das ist der Unterschied. Auch kopfmäßig ist er noch besser.”

Thiem gewinnt Berliner Einladungsturnier auch auf Hartplatz

Im Mai nimmt die Hochzeitssaison an Fahrt auf, bevor sie sich im Oktober wieder zur Ruhe begibt. Dieses Jahr dürfte aufgrund des Coronavirus und der damit einhergehenden Beschränkungen die Saison nach hinten verlegt oder gar auf das nächste Jahr verschoben werden. Viele Brautpaare haben bereits einen späteren Termin arrangiert, andere ziehen ihren besonderen Tag in einem kleinen Rahmen durch.

Hochzeitssaison droht Aufschub

Die EU setzt befristet Auflagen aus, um die Entwicklung eines Corona-Impfstoffs zu beschleunigen. Wie der Rat der Mitgliedstaaten am Dienstagabend mitteilte, werden vom kommenden Samstag an Covid-19-Arzneimittel mit genetisch veränderten Organismen (GVO) ohne vorherige Umweltverträglichkeitsprüfung klinisch geprüft werden können. Zudem wird klargestellt, dass die Regelung auch gilt, wenn Mitgliedsstaaten den Einsatz von offiziell noch nicht genehmigten Covid-19-Arzneimitteln mit genetisch veränderten Organismen erlauben wollen. Die neue EU-Verordnung gilt, solange die Weltgesundheitsorganisation Covid-19 als Pandemie betrachtet oder solange ein Beschluss der Kommission gilt, mit dem sie eine gesundheitliche Krisensituation aufgrund von Covid-19 feststellt.

EU erlässt Ausnahmeregelung für Covid-19-Arzneimittel

Von den seit Montag geltenden verschärften Corona-Maßnahmen sind nicht nur Gastronomen betroffen, sondern auch die österreichischen Brauereien. Einer aktuellen Mitglieder-Umfrage des österreichischen Brauereiverbandes zufolge werden durchschnittlich 35 bis 50 Prozent Umsatzeinbußen in der Gastronomie im Vergleich zum Vorjahr verzeichnet.Totalausfälle, gerade auch im urbanen Bereich, seien nicht mehr aufzuholen. Für die kommenden Monate erwartet man weitere – teils massive – Umsatzrückgänge. „Auch wenn der Sommer – dank Gastronomieöffnung und teils lebendigem Tourismus – verhältnismäßig gut für unsere Brauer war, sind die verlorenen Lockdown-Monate nicht mehr aufzuholen“, erklärt Brauereiverbandsobmann Sigi Menz in einer Aussendung. „Hinzu kommt, dass es ein großes Gefälle zwischen ländlichem und städtischem Raum gibt. Wurde z. B. an den österreichischen Seen Bier zumindest in Maßen genossen, war dies in den urbanen Ballungszentren überhaupt nicht der Fall – auch, weil der Städtetourismus fast komplett zum Erliegen kam. Ebenso verschlechtern eingeschränkte oder gänzlich abgesagte Veranstaltungen – von Fußballspielen über Kirtage bis hin zu Kunst- und Kulturveranstaltungen – die Bilanz der Brauereien. Und daran wird sich auch so schnell nichts ändern“, so Menz. Pleitewelle und Biersteuer Vor allem die generelle Sperrstunde um 1 Uhr morgens wiege schwer. Diese wurde zudem in den Bundesländern Tirol, Salzburg und Vorarlberg nochmals auf 22.00 Uhr vorverlegt. Man blicke einem äußerst kritischen Herbst und Winter entgegen und erwarte Umsatzrückgänge bis 50 Prozent. “Nicht nur eine mögliche zweite Corona-Welle bereitet uns Sorgen, sondern auch eine große Schließ-Welle von Gastronomiebetrieben, Hotels und weiteren Dienstleistern, die nun endgültig nicht mehr über die Runden kommen.” Menz fordert neben der geplanten Verlängerung der Mehrwertssteuersenkung weitere Hilfsmaßnahmen, so wäre es an der Zeit, “endlich über eine Senkung der Biersteuer zu reden“. Österreichs Brauer seien nach wie vor mit einer der höchsten Abgabequoten in Europa belastet. Während unsere Brauereien im Schnitt 24 Euro pro Hektoliter an das Finanzministerium überweisen müssen, sind es z. B. in Tschechien nur knapp 14 Euro und in Deutschland gar nur 10 Euro.

In der Pandemie bricht der Bierkonsum um bis zu 50 Prozent ein

Die Sozialversicherungsanstalt der Selbstständigen (SVS) hat mitten im Lockdown begonnen, gestundete Beiträge einzumahnen.Es gehe “vor allem” um die Beträge, die schon vor Ausbruch der Corona-Pandemie fällig gewesen wären, versicherte SVS-Obmann Peter Lehner im Gespräch mit dem “Kurier”. Aber es sei Zeit, “die Wirtschaft ein Stück weit ins normale Leben zurückzuführen”. Die SVS wolle niemanden in die Insolvenz treiben und suche nach individuellen Lösungen. Das könnten neuerliche Stundungen, Ratenzahlung oder die Senkung der Beitragsgrundlage sein, nur als “letzte Konsequenz” folge ein Insolvenzantrag. Man wolle zwar keine Pleitewelle auslösen, aber doch für jene Firmen, die nicht mehr wirtschaftlich weitergeführt werden können, Klarheit schaffen. Insolvenzen ewig zu verschleppen würde die ganze Wirtschaft schädigen. Defizit erwartet Die Versicherten dürften nicht übersehen, dass es um ihre Pensionsbeiträge gehe, auch wenn deren Ausfall erst 20 Jahre später wirke.Die Stundungen der SVS belaufen sich laut aktuellsten verfügbaren Zahlen auf 167 Millionen Euro, mehr als doppelt so viel wie 2019. Heuer erwartet die SVS ein Defizit von 19,6 Millionen Euro, bis 2024 gibt es eine Prognose von 30,2 Millionen Euro, so Lehner. Uneinbringliche Stundungen sollte allerdings der Staat refundieren. Grundsätzlich habe die SVS rund 400 Miillionen Euro an Rücklagen und sehe sich gut in der Lage, die Kosten aus der Coronakrise zu tragen. Allerdings sei nicht absehbar, wie es weitergeht mit der Krise, daher seien auch hohe Rücklagen nötig. Leistungskürzungen oder Beitragserhöhungen schließt Lehner aus.

Sozialversicherung mahnt nun gestundete Beiträge ein

SPÖ-Chefin Pamela Rendi-Wagner setzt auf Antigen-Schnelltests zur Eindämmung der Corona-Pandemie. Sie fordert die Regierung auf, entsprechende Einkäufe zu tätigen, solange noch Tests am Markt verfügbar seien. Zum Einsatz kommen könnten die Schnelltests zunächst vor allem in Pflegeheimen sowie als Massentests an Orten mit vielen Menschen, etwa bei Veranstaltungen kultureller Art oder an Universitäten und Schulen. In Österreich gebe es zwar noch kein exponentielles Wachstum, die Lage sei aber ernst, befand SPÖ-Chefin Pamela Rendi-Wagner. Die Verantwortung dafür schiebt sie der Koalition zu, die zu früh und ohne Plan gelockert habe: “Dieser hohe Anstieg der Infektionen ist haus gemacht.” In Italien gebe es gemessen an der Bevölkerung nur ein Drittel der österreichischen Fälle, was zeige, dass es nicht so weit kommen hätte müssen: “Die Regierung hinkt dem Virus nicht nur einen sondern bereits zwei Schritte hinterher.” Um einen Lockdown zu verhindern, der eine wirtschaftliche Katastrophe darstellen würde, brauche es jetzt rasch eine Schnelltest-Strategie. Die Regierung müsse mit Experten erwägen, welche der Antigen-Tests möglichst sichere Ergebnisse liefern und diese dann zentral beschaffen, damit nicht wieder ein Fleckerlteppich in Österreich entstünde. Eile sei geboten, denn auch andere Länder wüssten über die qualitativen Fortschritte bei dieser Testmethode. Ergebnisse in 20 Minuten Der Vorteil der Schnelltests liegt für die SPÖ-Chefin auf der Hand. Zwar brauche es auch für sie geschultes Personal, jedoch würden die Ergebnisse innerhalb von 20 Minuten vorliegen. Dagegen vergehe bei den PCR-Tests bis zur Auswertung viel Zeit und Cluster könnten sich ausbreiten. Dennoch will Rendi-Wagner die Antigen-Tests nicht statt der PCR-Tests sondern zusätzlich zu diesen und den Gurgeltests zum Einsatz bringen. Nicht festlegen wollte sich die SPÖ-Vorsitzende, was eine Vorverlegung der Sperrstunde angeht, wie sie der Bund von Wien will. Rendi-Wagner verwies darauf, dass sich die Stadtregierung für einen anderen Weg mit der Gästeregistrierung entschieden habe. Wenn der Bund eine Vorverlegung wolle, könne er diese ja verfügen. “Sommerschlaf” der Regierung Säumig sieht die SPÖ-Chefin die Regierung aber vor allem, was die Hilfen für Arbeitnehmer und Wirtschaft angeht. Dass nun ein Betrieb nach dem anderen Personal abbaue, habe sich schon vor Wochen abgezeichnet. Da sei die Regierung aber noch in ihrem Sommerschlaf gewesen. Gespannt ist Rendi-Wagner darauf, was die Koalition nun in ihrem Budget vorliegt. Dieses sei eine Nagelprobe – “weil das Budget muss die in Zahlen gegossene Antwort auf diese Jobkrise sein und nichts anderes”.

Rendi-Wanger fordert Schnelltest-Strategie