Orchester fordern Wiederaufnahme des Spielbetriebs

Merken
Orchester fordern Wiederaufnahme des Spielbetriebs

Die Wiederaufnahme des Spielbetriebs fordern acht heimische Orchester in einer an Kulturstaatssekretärin Ulrike Lunacek (Grüne) gerichteten Stellungnahme. Neben bereits eingeführten Lockerungen in den Bereichen Industrie, Handel oder Bildung müsse der Neustart von Kunst- und Kulturveranstaltungen “dringend angestrebt werden”, heißt es in dem gemeinsamen Schreiben.

Für die Musiker sei die Wiederaufnahme ihrer beruflichen Tätigkeit nicht nur wirtschaftlich essenziell, sondern auch “aus sozialmedizinischer Perspektive von großer Relevanz”. Man wolle dem Publikum die Teilnahme an Opernaufführungen und Konzerten wieder ermöglichen und den Lockdown im Orchesterbereich beenden. Dazu habe man eigens Maßnahmen ausgearbeitet.

So sollen etwa “nur Personen, die sich gesund und leistungsfähig fühlen”, ihre Tätigkeiten im Orchester wieder aufnehmen. Hochrisikopersonen werde wiederum “im Rahmen der arbeitsmedizinischen Vorsorge eine Freistellung von der Teilnahme am Orchesterspiel gewährt”.

Teilen auf:
Kommentare:

Es sind noch keine Kommentare abgegeben worden.

Schreibe einen Kommentar

Auch Interessant

Forscher des Complexity Science Hub (CSH) bzw. der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) raten zur Bekämpfung der Corona-Pandemie an den Schulen zu je nach Schultyp unterschiedlichen Maßnahmen. So würden nach ihren Modellen etwa an Volksschulen bereits konsequentes Lüften und wöchentliche Testungen das Übertragungsrisiko deutlich reduzieren. An Oberstufen oder Gymnasien braucht es für den gleichen Effekt dagegen zusätzliche Anstrengungen. Anhand von AGES-Cluster-Daten entwickelten die Wissenschaftler ein Modell zur Ausbreitung von SARS-CoV2 im Schulbereich. Die Clusteranalyse zeigte etwa, dass es zwar einerseits auch an Volksschulen durchaus zu gehäuften Fällen gekommen ist – allerdings seltener als an Schulen für ältere Kinder. Weiterer Unterschied: Der Primärfall an Volksschulen ist meist eine Lehrerin oder ein Lehrer. Während in Volksschulen mehr als 90 Prozent der Cluster von Lehrkräften ihren Ausgang nahmen, lag dieser Anteil bei den Oberstufe-Clustern nur noch bei knapp 20 Prozent. Außerdem verliefen die Infektionen bei Volksschülern (mehr als die Hälfte) häufiger asymptomatisch als bei älteren Schülern oder Lehrern (ca. 20 Prozent). Je jünger die Schüler, desto wahrscheinlicher ist es also, dass Cluster ihren Ausgang von der Lehrkraft nehmen und umso wahrscheinlicher verläuft die Infektion bei Schülern asymptomatisch, schreiben die Studienautoren. In ihren Simulationen spielten sie dann anhand dieser Daten verschiedene Ausbruchsszenarien an Schulen durch und rechneten verschiedene Präventionsmaßnahmen gegen. Wichtigste Maßnahme war dabei das Lüften einmal pro Unterrichtsstunde. “Wir haben dafür Interviews mit Direktoren geführt und gefragt, was ist an den Schulen wirklich gemacht worden. Dabei hat sich gezeigt, dass das Lüften eine zentrale Rolle spielte”, so der Komplexitätsforscher Peter Klimek (CSH), einer der Autoren, zur APA. Anschließend habe man verschiedene andere Maßnahmen (Masken, Selbsttests, Klassenteilungen) “dazugeschaltet” und auch deren Auswirkungen sowohl einzeln als auch miteinander kombiniert dargestellt. Grundannahme war dabei eine 7-Tage-Inzidenz von 100 Fällen pro 100.000 Einwohnern sowie eine in allen Altersgruppen gleich große Inzidenz. An Volksschulen würde sich dabei ohne irgendeine Maßnahme eine Zahl von 2.600 Infektionsfällen pro Woche ergeben. An Gymnasien wären es sogar 57.000 Fälle, die anderen Schultypen liegen dazwischen. Dieses Szenario sei zwar unrealistisch, meinte Klimek. “Aber es zeigt, was passiert, wenn man es total unkontrolliert laufen lässt – dann marschiert das Virus durch.” Den deutlichen Unterschied zwischen Volksschulen und Gymnasien erklärte er mit den deutlichen höheren Schüler- und Klassenzahlen in letzterem Schultyp sowie mit dem Alter der Schüler. Allein mit Lüften lassen sich an den Volksschulen die zu erwartenden wöchentlichen Fälle von 2.600 auf 390 senken. Würden alle Lehrer noch Masken tragen, reduziert man schon auf 300, täten das auch alle Schüler, wäre man auf 120 Fällen. Bei einer Teilung der Klassen käme man bereits auf 35 Fälle. Kombiniert man auch noch zweimal wöchentliche Selbsttestungen von Lehrern und Schülern, würde diese Zahl nochmals halbiert (16). An den Gymnasien drückt das Lüften die Zahl der Infektionen von 57.000 auf 1800. Lässt man Lehrer auch noch Masken tragen, ergäben sich im Modell nur noch 600 Infektionen, zusätzlich Masken für Schüler dann 180 und halbierte Klassen 66 Infektionen. Mit wöchentlich zwei Testungen von Lehrern und Schülern ließe sich diese Zahl noch einmal mehr als halbieren (29). Die Forscher haben dazu einen interaktiven Schulsimulator entwickelt, mit dem man einzelne Maßnahmen dazu- oder wegschalten kann. Einschränkung: Alle diese Zahlen seien Best-Case-Szenarien, so Klimek: Dafür müssten also tatsächlich alle Schüler oder Lehrer an den Tests teilnehmen bzw. bei einem Schichtbetrieb mit Halbierung der Klassen die jeweils andere Hälfte nicht zur Betreuung an die Schulen kommen. Auf der anderen Seite habe man umgekehrt noch mit dem herkömmlichen Mund-Nasen-Schutz gerechnet – beim Einsatz von FFP2-Masken würde eine stärkere Reduktion der Infektionen herbeigeführt, so Klimek. Die Studienautoren folgern daraus, dass an den Volksschulen unter Umständen schon geringere und andere Präventionsmaßnahmen ausreichend sind. “Für Volksschulen kann mit Lüften und einmal wöchentlicher Antigen-Testung mit 100-prozentiger Beteiligung eine hinreichende Reduktion der Wahrscheinlichkeit von großen Ausbrüchen selbst bei hohem Transmissionsrisiko in der Bevölkerung erzielt werden”, heißt es in der Studie. Da im Volksschulbereich der Ausgangsfall meist eine Lehrperson ist, empfehle man daher ein mindestens ein- bis zweimaliges Screening der Lehrer. Größere Cluster seien dann zwar nicht auszuschließen, aber viel seltener, so Klimek. Bei älteren Schülern brauche es dagegen noch zusätzliche Maßnahmen. “Für die Reduktion der Wahrscheinlichkeit größerer Ausbrüche bei älteren Schülerinnen und Schülern (Gymnasium, Oberstufe) vor dem Hintergrund eines hohen Transmissionsrisikos in der Bevölkerung bedarf es einer Kombination aller erwähnten Maßnahmen: Antigen-Screening, Lüften, MNS-Masken im Unterricht und Staffelung des Unterrichts.”  

Forscher empfehlen unterschiedliche Maßnahmen je nach Schultyp

Wegen der Coronavirus-Pandemie baut der US-Konzern Uber sein Lieferdienst-Angebot aus. Der neue Lieferdienst Uber Direct soll Kunden fortan Lebensmittel oder andere Produkte des täglichen Bedarfs bringen, wie das Unternehmen am Sonntag (Ortszeit) mitteilte. “Kunden können nun Bestellungen bei ausgewählten Geschäften aufgeben und bekommen die Ware an die Haustür geliefert – ohne Kontakt.”

Uber gründet neuen Lieferdienst für Lebensmittel und weitere Produkte

Der Wunsch von Greenpeace nach ökologisch und sozial ausgerichteten Konjunkturpaketen zur Abfederung der Coronakrise wird durch eine aktuelle Umfrage des Markt- und Meinungsforschungsinstitut Akonsult unterstützt. Bei der von Greenpeace in Auftrag gegebenen Erhebung gaben 84 Prozent der 500 Befragten Österreicher an, einem “grünen Wiederaufbau” den Vorzug zu geben, berichtete die NGO am Dienstag.

Österreicher wünschen sich nach Corona "grünen Wiederaufbau"

Mit 2456 Neuinfektionen am Montag innerhalb von 24 Stunden bleibt die Zahl der positiven PCR-Tests auf einem hohen Niveau, vor einer Woche waren es noch 1.121 gewesen, also weniger als die Hälfte. Die Zahl der aktiv Erkrankten liegt den nach Zahlen von Gesundheits- und Innenministerium (Stand: 9.30 Uhr) jetzt auf 23.239 – ein Anstieg von 8.575 innerhalb einer Woche. 1.330 Personen befinden sich wegen Covid-19 im Krankenhaus, davon 188 auf einer Intensivstation, das sind hier 14 mehr als gestern. Vergangenen Montag lag die Zahl der Spitalspatienten noch bei 799 Personen, jene der Intensivpatienten bei 145. Seit Ausbruch der Epidemie gab es 83.267 positive PCR-Tests, 13 weitere Personen sind seit gestern mit einer SARS-CoV-2-Infektion gestorben, somit stieg die Zahl der Toten auf 992. Mit 612 kamen die meisten Neuinfektionen aus Oberösterreich, Wien folgt mit 494 erst an zweiter Stelle, 334 positive PCR-Testungen wurden aus der Steiermark vermeldet. Die weiteren Bundesländer teilen sich wie folgt auf: 282 Fälle in Tirol, 232 in Niederösterreich, 221 in Salzburg und 136 Neuinfektionen wurden in Vorarlberg registriert. 102 Positivtestungen kamen aus dem Burgenland und 43 aus Kärnten.

2456 Neuinfektionen in Österreich