Papst soll nächste Woche Covid-19-Impfung erhalten

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Papst soll nächste Woche Covid-19-Impfung erhalten

Papst Franziskus wird nach eigenen Angaben nächste Woche eine Covid-19-Impfung erhalten. Er forderte alle Menschen am Samstag auf, sich impfen zu lassen, um nicht nur ihr eigenes Leben, sondern auch das aller anderen zu schützen. “Ich glaube, dass ethisch gesehen jeder den Impfstoff nehmen sollte”, sagte der Papst in einem Interview mit dem Fernsehsender “Canale 5”. “Es ist eine ethische Entscheidung.”

Vatikanstadt hatte angekündigt, in Kürze eineeigene Impfkampagne gegen das Coronavirus zu starten. “Nächste Woche”, sagte der 84-jährige Papst, “werden wir hier im Vatikan damit beginnen, und ich habe mich angemeldet. Es muss getan werden.” Rund 450 Menschen leben im Vatikan. 

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Dem heimischen Handel steht erneut eine triste Zeit bevor. Viele locken am letzten Einkaufstag vor dem harten Lockdown mit großzügigen Rabatten, um wenigstens einen Teil der Ware vor der nächsten Schließwelle loszuwerden. Die Branche ist alles anderes als homogen: Während der Ansturm in manchen Geschäften enorm ist, ist anderswo von einem Run keine Rede.Doch alle stehen vor dem Weihnachtsgeschäft und damit auch vor der Auszahlung doppelter Gehälter. Um ein ähnliches Schicksal wie im Frühjahr zu vermeiden, lockte der Schuhhändler Humanic am Samstag mit einer 50-Prozent-Rabattaktion. Die Folge waren dichtes Gedränge sowie meterlange Schlangen vor den Geschäften und ein enormer Shitstorm in den sozialen Medien. Humanic entschuldigte sich via Facebook, mit einem derartigen Ansturm habe man nicht gerechnet. Run auf Ikea Einen ähnlichen Run erlebt derzeit Ikea. In Haid musste am Montag sogar die Polizei anrücken. Sie sei von einem Kunden gerufen worden, da sich ein anderer Kunde weigerte, die Maske zu tragen. “Wir haben die Situation lösen können, Kunde und Polizei haben das Einrichtungshaus bereits verlassen”, hieß es aus der Ikea-Pressestelle auf APA-Anfrage. Der Ansturm sei derzeit enorm. Ikea versuche, die Situation unter Kontrolle zu halten, doch in einzelnen Einrichtungshäusern sei das nicht einfach umzusetzen, da der erneute Lockdown und der Wunsch der Kunden, ihr Zuhause heimelig zu machen, die Kapazitäten deutlich übersteige, räumt die Möbelkette ein. “Guter Montag” bei XXXLutz Auch Konkurrent XXXLutz berichtet von einem sehr guten Samstag und guten Montag. “Viele Kunden schließen ihre Möbelaufträge noch ab”, sagte XXXLutz-Sprecher und Marketing-Chef Thomas Saliger. Der Welser Möbelkonzern bietet bis zu minus 50 Prozent Rabatt. Es handle sich aber um eine Aktion, die man seit drei Wochen fahre und keine eigens vor dem Lockdown, betonte Saliger. Bei Kika und Leiner gibt es minus 25 Prozent auf alles. Auch in anderen Branchen, etwa beim Schuhhändler Delka, will man noch so viel Ware wie möglich verkaufen. Hart umkämpfte Marktanteile Dass momentan derartige Rabattaktionen gefahren würden, zeige einfach, wie hart im Handel um Marktanteile, Umsätze und Liquidität gekämpft werde, sagte WKÖ-Handelsobmann Rainer Trefelik. “Nach sechs Monaten Krise sind die Reserven aufgezehrt.” Jede Rabattaktion diene dazu, die Frequenz zu steigern. Im Modehandel müsse bereits jetzt die Saisonware für das Frühjahr bezahlt werden. Trefelik betreibt selbst ein Damenmodengeschäft in der Wiener Innenstadt. Von einem Run könne er weder am Samstag noch heute berichten, “ganz und gar nicht”. “Ich habe viele Rückmeldungen von Betrieben, wo das genauso ist. Man muss den Handel sehr differenziert betrachten”, so der Branchenvertreter. Das Coronajahr ist für den Einzelhandel ein zweischneidiges Schwert. Führen Lockdown, Homeoffice und geschlossene Restaurants dazu, dass die Menschen mehr im Supermarkt einkaufen, online bestellen oder ihr Zuhause verschönern, haben die Maßnahmen in anderen Zweigen des Handels genau den gegenteiligen Effekt. Bekleidungs- und Schuhhandel kämpfen schon das ganze Jahr. Ausgefallene Feste und Konzerte machen eine neue Garderobe überflüssig. Mit Fixkostenzuschuss, Kurzarbeit und Umsatzabgeltung werden die Betriebe am Leben gehalten. “Jeder Tag zählt, die Firmen brauchen das dringend”, sagte Trefelik. Die nächste Hürde steht vor der Tür: In zwei Wochen müssen die Weihnachtsgehälter ausbezahlt werden. Trefelik appelliert an die Kunden, nicht nur bei Amazon & Co zu bestellen.Es gebe viele heimische Händler mit Onlineshops. Auch XXXLutz hat aus dem letzten Lockdown gelernt und wird Online-Küchenplanungen sowie Montagen anbieten, wenngleich deutlich eingeschränkt. Kunden, die Möbel ursprünglich zur Selbstabholung bestellt haben, würden diese nun zugestellt bekommen, so Saliger. Bei Ikea arbeite man auf Hochtouren, zu evaluieren, welche Services in diesem Lockdown angeboten werden dürfen. Die Möbelkette hofft, dass kontaktloses Click&Collect (online bestellen und Ware kontaktlos abholen) erlaubt ist.

Shoppen vor dem Lockdown: Handel lockt mit Rabatten

Mit einem bewegenden Trauergottesdienst hat Spanien die knapp 28.400 Todesopfer der Corona-Pandemie geehrt. An der Messe in der Madrider Almudena-Kathedrale nahmen am späten Montagabend unter anderem König Felipe VI., Königin Letizia, Kronprinzessin Leonor (14) und Infantin Sofía (13) teil. Die Royals trugen wie alle anderen rund 400 Teilnehmer Schutzmasken. “In diesen Zeiten von Fanatismus, Konfrontation und Aufregung haben sehr viele Menschen, Gläubige und Nichtgläubige, ihr Bestes gegeben. Sie haben eine Lektion in Sachen Solidarität erteilt und ihren Einsatz oft auch mit dem Leben bezahlt”, sagte der Kardinal-Erzbischof von Madrid, Carlos Osoro, der die Messe leitete. Zu den Besuchern zählten neben ranghohen Politikern auch rund 70 Hinterbliebene der Opfer sowie zahlreiche Vertreter des spanischen Gesundheitspersonals, das sich in der Krise aufopferungsvoll um die Corona-Kranken gekümmert hatte. Viele Tausend Ärzte und Pfleger infizierten sich mit dem Virus und starben. Ministerpräsident Pedro Sanchez nahm nicht an dem Gottesdienst teil. Er hielt sich in Lissabon auf, wo er sich mit seinem portugiesischen Amtskollegen António Costa traf, um über den EU-Gipfel am 17. und 18. Juli in Brüssel zu sprechen, bei dem der Durchbruch für das Wiederaufbaupaket nach der Corona-Krise gelingen soll. Die konservative Opposition kritisierte die Abwesenheit des Sozialisten scharf. Spanien ist mit seinen knapp 28.400 Toten und 250.000 Infizierten eines der am schwersten von der Pandemie betroffenen Länder. Landesweit sind die Zahlen aber seit Mitte Mai stark gesunken.

Großer Trauergottesdienst für 28.000 Toten in Spanien

Seit Beginn der Corona-Pandemie sind US-Wissenschaftern zufolge weltweit bereits mehr als 700.000 Menschen nach einer Infektion mit dem Virus gestorben. Das ging Mittwochfrüh (MESZ) aus Daten der Universität Johns Hopkins in Baltimore hervor. Inzwischen gibt es demnach bereits mehr als 18,5 Millionen bestätigte Infektionen mit dem Erreger Sars-CoV-2. Erst vor rund zweieinhalb Wochen war die Schwelle von 600.000 Toten und 14 Millionen bestätigten Infektionen überschritten worden. Seither hat sich die Pandemie unter anderem in den USA, Brasilien, Peru, Mexiko, Indien und Südafrika weiter ausgebreitet. Weltweit entfallen die meisten Infektionen und Todesfälle auf die USA, ein Land mit rund 330 Millionen Einwohnern. Laut der Johns Hopkins Universität gibt es dort bisher etwa 4,8 Millionen bestätigte Infektionen und rund 157.000 Todesfälle. An zweiter Stelle steht Brasilien mit etwa 2,8 Millionen bekannten Infektionen und rund 96.000 Todesfällen. Relativ zur Einwohnerzahl ist die Zahl der Toten jedoch in einigen europäischen Ländern höher. In den USA etwa starben der Hopkins-Uni zufolge 47,5 Menschen pro 100.000 Einwohner, in Brasilien 45. In Großbritannien liegt dieser Wert jedoch bei 70, in Italien bei 58 und in Schweden bei 56 – in Deutschland bei elf, in Österreich bei rund acht. Die Webseite der Hopkins-Uni wird regelmäßig mit eingehenden Daten aktualisiert und zeigt daher einen höheren Stand als die offiziellen Zahlen der Weltgesundheitsorganisation (WHO). In manchen Fällen wurden die Zahlen zuletzt aber auch wieder nach unten korrigiert. Experten gehen in jedem Fall von einer höheren Dunkelziffer aus. Die WHO sprach in ihrem Lagebericht vom Dienstag von bisher 18,1 Millionen bestätigten Infektionen und 691.000 Todesfällen. Die Corona-Pandemie begann um den Jahreswechsel in China.

Johns Hopkins Uni meldet über 700.000 Covid-Tote weltweit

Das Parlament im Kosovo hat mit einer hauchdünnen Mehrheit von 61 der 120 Abgeordneten den konservativen Politiker Avdullah Hoti zum neuen Ministerpräsidenten gewählt. Er löst den erst seit Februar amtierenden, reformorientierten linken Regierungschef Albin Kurti ab. 24 Abgeordnete stimmten gegen Hoti, es gab eine Stimmenthaltung. Kurti war Ende März nach nur 50 Tagen im Amt durch ein Misstrauensvotum gestürzt worden und regierte seitdem geschäftsführend. Mit der Begründung, dass Neuwahlen wegen der Pandemie vorerst nicht möglich seien, hatte Präsident Hashim Thaci daraufhin den Wirtschaftsprofessor Avdullah Hoti von dem bisherigen Koalitionspartner LDK (Demokratische Liga des Kosovo) mit der Regierungsbildung beauftragt. Eine Beschwerde Kurtis dagegen wies das Verfassungsgericht des Kosovo zurück und machte damit den Weg für die Regierungsbildung frei. Kurti strebt hingegen Neuwahlen an. Vetevendosje hatte bei den Parlamentswahlen im vergangenen Oktober um ein Mandat mehr errungen als die LDK. Seitdem konnte die Partei ihre Beliebtheit laut Umfragen steigern. Zum Bruch zwischen den Koalitionspartnern kam es wegen schwerer Differenzen in der Außenpolitik. Kurti verfolgt im Umgang mit dem Nachbarn Serbien, der bis 1999 über das heute fast ausschließlich von Albanern bewohnte Land geherrscht hatte, einen selbstbewussten Kurs. Die LDK hingegen beugte sich dem Druck US-amerikanischer Diplomaten, die eine rasche Einigung zwischen dem Kosovo und Serbien mit einem möglichen Gebietstausch anstreben. Für diese Politik steht in erster Linie Präsident Thaci. Der ehemalige Kommandant der Untergrund-Miliz UCK dominiert seit dem Ende des bewaffneten Konflikts mit Serbien im Jahr 1999 die kosovarische Politik. Kritiker werfen ihm Korruption und Ineffizienz vor. Den Wahlsieg von Vetevendosje und LDK im vergangenen Oktober verbanden viele Bürger mit Hoffnungen auf einen neuen Aufbruch. Einen solchen erwartet sich unter Hoti kaum jemand. Der LDK-Politiker will mit etlichen Kleinparteien und der aus Belgrad gesteuerten Serbischen Liste regieren. Hoti war in der Regierung Kurtis als Vizepremier tätig, zuvor hatte er Regierungserfahrungen auch als Finanzminister zwischen 2014 und 2017 gesammelt. Der EU-Außenbeauftragte, Josep Borrell, sowie der EU-Kommissar für Nachbarschaftspolitik, Oliver Varhelyi, beglückwünschten den Wahlsieger. Nun wolle man Fortschritte auf dem Weg des Kosovos in die EU sehen, hieß es in einer gemeinsamen Mitteilung. Dazu sei etwa ein stärkerer Kampf gegen Korruption und organisierte Kriminalität nötig. Zudem müsse der Dialog mit Serbien wieder aufgenommen werden. Dies sei der einzige Weg, die europäische Zukunft des Kosovos zur Realität für die Bürger werden zu lassen. Hoti nannte den Kampf gegen das Coronavirus, die wirtschaftliche Gesundung des Landes, den Kampf gegen Korruption und Organisierte Kriminalität sowie den Dialog mit Serbien mithilfe von EU und USA als die vorrangigen Aufgaben seiner Regierung. Hoti betonte bei der Präsentation seines Regierungsprogramms im Parlament am Mittwoch, dass er sich bemühen werde, mit allen Parteien zu kooperieren, wenn es um den Normalisierungsdialog mit Belgrad geht. Dieser liegt seit Ende 2018 auf Eis. Schon am Vorabend der Parlamentssitzung ließ Hoti wissen, dass er alle Hindernisse beseitigen wolle, welche dem Normalisierungsdialog im Wege stehen. Seit dem Wochenende ist die Entscheidung der Regierung Kurtis, aus Serbien keine Importware mehr zuzulassen, die nicht mit der Aufschrift “Republik Kosovo” versehen ist, gültig. Für Belgrad, das die Unabhängigkeit seiner einstigen Provinz nach wie vor ablehnt, ist die Forderung völlig unannehmbar. Vor dem Parlament versammelten sich am Mittwoch einige Anhänger der Vetevendosje, welche die Bildung der neuen Regierung für nicht legitim halten. Die Vetevendosje sammelt unterdessen auch Unterschriften für die Abhaltung von Neuwahlen. Eine Umfrage des UNDP (UNO-Entwicklungsprogramms) zeigt, dass knapp 61 Prozent der Kosovaren mit der Regierung Kurtis zufrieden sind. Ihre Zufriedenheit mit Kurti als Regierungschef haben 65,4 Prozent der Befragten bekundet.

Avdullah Hoti wird Kosovos neuer Regierungschef

Sebastian Vettel wird beim Großen Preis von Spanien mit einem neuen Chassis antreten. Das erklärte Ferraris Chassis-Chefingenieur Simone Resta am Mittwoch vor dem sechsten Saisonrennen der Formel 1 am kommenden Sonntag (15.10 Uhr) in Montmelo nahe Barcelona. In der Analyse nach dem Rennen in Silverstone sei ihnen ein kleiner Fehler aufgefallen, erklärte Resta. Dieser sei durch einen schweren Aufprall auf die sogenannten Kerbs (Randsteine) verursacht worden. “Es hätte nicht großen Einfluss auf die Leistung, aber es war die logische Entscheidung”, sagte Resta zum Chassis-Wechsel für den SF 1000 von Vettel. Der Deutsche hat aus den ersten fünf Grands Prix nur zehn Punkte geholt.

Vettel bekommt neues Chassis für seinen Ferrari

Der Infektiologe Christoph Wenisch hat Aussichten auf einen baldigen “Normalzustand” in der Coronakrise einen Dämpfer versetzt. “Einen normalen Alltag gibt erst nach Covid. Das wird frühestens im 2022er, 2023er-Jahr sein, wenn die Impfung da ist. Alles andere wäre verfrüht zu sagen”, meinte Wenisch.

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