Passagieraufkommen wieder auf Niveau von 1992

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Passagieraufkommen wieder auf Niveau von 1992

Die coronabedingten Reisebeschränkungen haben im vergangenen Jahr zu einem beispiellosen Einbruch in der Luftfahrtbranche geführt. Auf den sechs österreichischen Flughäfen wurden insgesamt nur 9,3 Millionen Passagiere gezählt, nach 36,2 Millionen im Jahr 2019. Damit sei das geringste Passagieraufkommen seit 1992 verzeichnet worden, so Statistik-Austria-Generaldirektor Tobias Thomas am Mittwoch. Allein am Flughafen Wien wurden 23,8 Millionen Fluggäste weniger verzeichnet.

Die größten relativen Abnahmen bei den Fluggästen mussten die Flughäfen Klagenfurt (-76 Prozent auf 49.395 Fluggäste), Graz (-81 Prozent auf 199.510 Fluggäste) und Linz (-88 Prozent auf 51.306 Fluggäste) hinnehmen. In Wien ist die Passagierzahl um 75 Prozent eingebrochen. Die Flughäfen Innsbruck und Salzburg befördern einen Großteil der Passagiere im Winter und profitierten dadurch von den noch nicht betroffenen ersten Monaten des Jahres 2020, so die Statistik Austria. Sie verzeichneten daher die geringsten relativen Abnahmen. In Innsbruck verringerte sich die Zahl der Fluggäste um 57 Prozent auf 487.437, in Salzburg um 61 Prozent auf 669.790.

Hauptsächlich Reiseziele in Europa

Die überwiegende Mehrheit (fast 86 Prozent) der aus Österreich abfliegenden Passagiere steuerte ein Reiseziel in Europa an. Dabei wurden insbesondere Deutschland, das Vereinigte Königreich, Spanien, Italien und Griechenland angeflogen. Außerhalb Europas wurden auf Flugzielen in die USA die meisten Fluggäste gezählt.

London und Berlin bedeutendste Destinationen

Im Linienverkehr waren London (234.696 Fluggäste), Berlin (159.877 Fluggäste) und Amsterdam (143.012 Fluggäste) die bedeutendsten Destinationen. Im Charterverkehr waren die wichtigsten Reiseziele im vergangenen Jahr Hurghada (19.686 Fluggäste), London (17.762 Fluggäste) und Manchester (11.449 Fluggäste).

Mit 114.428 Flugbewegungen im Linien- und Charterverkehr gab es 2020 auf den Flughäfen Wien, Graz, Innsbruck, Klagenfurt, Linz und Salzburg um 64 Prozent weniger Starts und Landungen als im Jahr davor. Pro Flug wurden durchschnittlich 81 Personen befördert, ein Rückgang um rund 28 Prozent.

Luftfracht deutlich geringer betroffen

Der Luftfrachtverkehr war wesentlich geringer von der Coronapandemie betroffen als die Passagierluftfahrt. Das gesamte Luftfrachtaufkommen aller österreichischen Flughäfen verringerte sich um rund ein Viertel auf 188.321 Tonnen. Das Luftpostaufkommen sank um 60 Prozent auf 6.605 Tonnen.

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