Popveranstalter fühlen sich beim Kultur-Neustart übergangen

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Popveranstalter fühlen sich beim Kultur-Neustart übergangen

Mit dem heutigen Freitag erwacht das Kulturgeschehen in Österreich aus seinem coronabedingten Dornröschenschlaf – zumindest in gewissen Branchen. Denn während Theater, Kinos und Museen unter entsprechenden Auflagen ihre Betriebe wieder hochfahren können, vermissen Veranstalter von Pop- und Rockkonzerten weiterhin Lösungen. Diese seien “nicht vorhanden”, so Nova-Rock-Chef Ewald Tatar.

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EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat das von den Europäischen Staats- und Regierungschefs vereinbarte “sehr schmale” EU-Budget für die Jahre 2021 bis 2027 am Donnerstag vor dem Europaparlament als “bittere Pille” bezeichnet. “Schmerzhafte Einschnitte” gebe es im Vergleich zum Vorschlag der EU-Kommission unter anderem beim Gesundheits- und Forschungsprogramm. Der Wert von EU-Programmen übersteige die Kosten, erinnerte die Chefin der EU-Behörde in Brüssel. Die EU-Staats- und Regierungschefs hatten sich Dienstagfrüh nach mehr als viertägigen Verhandlungen auf eine Ausgabenobergrenze von 1.074 Milliarden Euro und einen “Next Generation EU” genannten Aufbaufonds in Höhe von 750 Milliarden Euro geeinigt. Das EU-Parlament muss dem Wiederaufbauplan zustimmen. Den schuldenfinanzierten Fonds bezeichnete von der Leyen vor den europäischen Abgeordneten als “einzigartiges Aufbauinstrument” und sicherte dem Europaparlament als Mitgesetzgeber “volles Mitspracherecht” bei der Konzipierung der Fazilität, Durchführung und Funktionsweise zu. Die EU-Kommission sei bereit zu einem “strukturierten Dialog” über die Prioritäten, Ausgaben, die nationalen Pläne und deren Umsetzung. Das EU-Parlament hat die Ergebnisse des Sondergipfels zum EU-Budget und zum Corona-Aufbaufonds als nicht ausreichend kritisiert. Er freue sich über die Einigung, nicht aber über den Deal, so Manfred Weber, Vorsitzender der Fraktion Europäische Volkspartei, am Donnerstag im Plenum in Brüssel. Die EU-Mandatare wollen in der Sondersitzung eine Resolution mit ihren Verhandlungsleitlinien beschließen. Der vom Europäischen Rat beschlossene mehrjährige Finanzrahmen sei keine vernünftige Antwort auf die Herausforderungen der kommenden sieben Jahre, erklärte der CSU-Politiker. An EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen (CDU) gewandt sagte er: “Wir sind derzeit nicht bereit, diese bittere Pille zu schlucken.” Von der Leyen hatte zuvor selbst das “schmale” geplante EU-Budget für die Jahre 2021 bis 2027 eine “bittere Pille” genannt, für das der Europäische Rat 1.074 Milliarden Euro als Ausgabenobergrenze vorsieht. Die EU-Kommission hält 1,1 Billionen Euro für notwendig, um die Coronakrise zu bewältigen. Das EU-Parlament muss dem Wiederaufbaupaket zustimmen, um dessen Umsetzung zu ermöglichen. “Wir sind den Menschen, dem Miteinander und der Zukunft verantwortlich und nicht den Parteistrategien und nicht dem Rechtspopulismus und dem Nationalpopulismus, der leider in unseren Mitgliedsstaaten wächst”, unterstrich der ÖVP-EU-Abgeordnete Othmar Karas in seinem Redebeitrag. Renationalisierung, “Mangel an Zukunftsverantwortung” und die “Fülle an Absichtserklärungen” dürfe das Europaparlament nicht hinnehmen, sondern müsse das Ergebnis verbessern. Der EU-Vizeparlamentspräsident forderte unter anderem die Rücknahme aller Kürzungen auf Kosten der gemeinsamen Ziele der EU und das Ende des Einstimmigkeitsprinzips, “damit die europäische Demokratie stärker wird” Die EU-Abgeordneten lobten in der Debatte mit von der Leyen und EU-Ratspräsident Charles Michel, die Entscheidung, sich für das Corona-Konjunkturpaket erstmals in der Geschichte der EU gemeinsam zu verschulden. 750 Milliarden Euro sollen für den “Next Generation EU” genannten Aufbaufonds auf dem Kapitalmarkt aufgenommen werden. Breite Kritik gab es jedoch an Kürzungen im mehrjährigen Finanzrahmen im Vergleich zum Vorschlag der EU-Kommission. Der Grünen-Fraktionschef im Europaparlament, Philippe Lamberts, erklärte, die europäische Forschung werde “amputiert”, was vor allem angesichts einer möglichen zweiten Corona-Welle ein falsches Zeichen sei. Der Linken-Europapolitiker Martin Schirdewan nannte das Ergebnis des Rates enttäuschend. Es werde wieder auf die Politik des Sparens und Kürzens gesetzt. “Wir sind in tiefer Sorge, was unsere internationale Verantwortung betrifft”, ergänzte der Sozialdemokrat Udo Bullmann. Der Wiederaufbauplan liefere nichts für humanitäre Hilfe, der mittelfristige Finanzrahmen sei “zusammengekürzt, wo es um die entwicklungspolitische Zusammenarbeit geht”. “Solidarität droht zu leiden, insbesondere in einer Zeit, wo unsere Partner sie ganz besonders benötigen”, warnte Bullmann. In der Kritik der EU-Parlamentarier stand außerdem eine Klausel, die EU-Geld an die Einhaltung von Rechtsstaatlichkeit koppeln soll. Seine Fraktion werde dem mehrjährigen Finanzrahmen nur zustimmen, wenn es eine solide Garantie dafür gebe, dass die Vergabe von EU-Mitteln an die Rechtsstaatlichkeit gebunden werde, sagte der liberale Fraktionschef Dacian Ciolos. Der Gipfelbeschluss zu einer Rechtsstaatsklausel wurde von den Europaparlamentariern als zu vage gerügt. Die Abstimmung des EU-Parlaments über das Gipfelergebnis soll voraussichtlich bei der nächsten regulären Plenarsitzung im September stattfinden. Am Donnerstag wollten sich die EU-Abgeordneten in einer Resolution zu den Gipfel-Entschließungen positionieren. Das EU-Parlament betone darin “seine Bereitschaft für “schnelle und konstruktive Verhandlungen”, “Freibrief gibt es aber keinen”, kommentierte der SPÖ-EU-Abgeordnete Andreas Schieder in einer Aussendung die zentralen Inhalte. Für Schieder müssen die EU-Staaten in den drei Bereichen Zukunftsinvestitionen, Rechtsstaatlichkeit und EU-Eigenmittel nachbessern.

Kommission und Parlament nicht glücklich mit EU-Budget

Nach längerer Zeit ist die Zahl der Neuinfektionen in Österreich auf über 100 gestiegen: Insgesamt sind 107 Personen (Stand: 1. Juli, 9.30 Uhr) neu positiv auf Covid-19 getestet worden. “Das sei eine besorgniserregende Entwicklung“, so Gesundheitsminister Rudolf Anschober. Der Löwenanteil der Erkrankungen entfiel laut Innenministerium mit 61 auf Oberösterreich, wo die Landesregierung am Vormittag bei Pressekonferenzen über die neue Entwicklung informieren wollte. Ein Cluster im Raum Linz, der mit einer Freikirche in Zusammenhang steht, ist besonders betroffen. In Oberösterreich habe sich die Zahl der Erkrankungen innerhalb von 24 Stunden um 2,48 Prozent erhöht. In Gesamtösterreich war die Anzahl der aktiv Erkrankten hingegen nur um 0,6 Prozent gestiegen, sagte Anschober weiter. Derzeit verzeichnet man 677 aktiv Erkrankte. Als Konsequenz davon werden am Freitag in fünf Bezirken in Oberösterreich alle Kindergärten und Schulen geschlossen. Betroffen sind die Bezirke Linz Stadt, Linz-Land, Wels Stadt, Wels-Land und Urfahr-Umgebung. In der Religionsgemeinschaft befinden sich zahlreiche Großfamilien aus Oberösterreich, die das Virus in den vergangenen Tagen in besagten Bezirken verbreitet haben. Daher habe sich das Land in Absprache mit dem Gesundheitsministerium am Mittwoch zu der “drastischen Maßnahme” der neuerlicher Schließungen entschieden. “Ein massiver, aber sinnvoller Schritt”, meinte Landehauptmann Thomas Stelzer (ÖVP) in einer Pressekonferenz.

Schulen und Kindergärten ab Freitag in fünf Bezirken in Oberösterreich zu

Er sieht eine steigende Gefahr künftiger Angriffe durch Bioterroristen mit dem Ziel einer Pandemie wie der gegenwärtigen. “Die Schwächen und mangelhafte Vorbereitung, die durch diese Pandemie offengelegt wurde, geben Einblicke darin, wie ein bioterroristischer Angriff aussehen könnte – und erhöhen möglicherweise das Risiko dafür.”

UN-Chef Guterres: Gefahr von Pandemien durch Terroristen

Andreas Wohlmuth, der Generalsekretär des Pensionistenverbandes Österreichs (PVÖ), hat an ältere Menschen appelliert, am Dienstag nicht Bau- und Gartenmärkte zu stürmen. “Gesundheit ist wichtiger als Rindenmulch oder das Salatpflänzchen.” Nach Ostern treten nach dem Ausbruch Corona-Krise die ersten Lockerungsmaßnahmen im Handel in Kraft. Wohlmuth befürchtet am ersten Tag der Wiedereröffnung einen regelrechten Kunden-Ansturm auf Bau- und Gartenmärkte. Das würde aber zu einem erheblichen Covid-19-Ansteckungs-Risiko führen. Viele Senioren seien begeisterte Hobby-Gärtner und Heimwerker, so Wohlmuth, der daher die Pensionisten aufrief: “Denken Sie an die vielen Professionisten und an die ,Häuselbauer’, die dringend Material brauchen, um weiterarbeiten zu können. Sie werden am Dienstag nach Ostern in großer Zahl in die Baumärkte kommen.”

Pensionistenverband: Nicht Bau- und Gartenmärkte stürmen

Der Komponist soll 1901 für seinen Marsch “Jetzt geht’s los!” eine Militärkapelle selbst dirigiert haben. Die Präsentation der Aufnahme ist für 27. Juli angekündigt. Die meisten dürften beim Satz “Jetzt geht’s los!” heutzutage an Fußball denken. Aber auch einer der frühesten Märsche des späteren Operettenkönigs Franz Lehar trägt diesen Titel. Die Aufnahme dieses Musikstücks aus dem Jahr 1901 durch die Militärkapelle des k.u.k. Infanterie-Regiments wurde nun wiederentdeckt. Sie stellt vermutlich die bisher älteste bekannte Tonaufnahme Lehars dar. Der 1870 geborene Lehar dirigierte in diesen Jahren selbst die Kapelle – vermutlich auch bei den Plattenaufnahmen für Emil Berliners Grammophongesellschaft. Zumindest vermutet dies der Bad Ischler Autor Kai-Uwe Garrels, der auf die Platte gestoßen ist, auf der allerdings kein Dirigent vermerkt wurde. Eine digital aufbereitete Hörprobe gibt es am kommenden Montag (27. Juli) im Museum der Stadt Bad Ischl zu erleben – im Rahmen der Buchpräsentation des Lehar-Lesebuchs “Dein ist mein ganzes Herz” (Böhlau) von Garrels und Heide Stockinger, das die beiden aus Anlass des 150. Geburtstages des Komponisten veröffentlichen.

Vermutlich älteste Tonaufnahme von Franz Lehar entdeckt

Nach einem verheerenden Öl-Unfall in einem sibirischen Kraftwerk hat Russlands Präsident Wladimir Putin den nationalen Notstand ausgerufen und den Chef des Kraftwerkbetreibers NTEK scharf angegriffen. “Wie kann es sein, dass die Regierung erst zwei Tage später davon erfahren hat?”, fragte Putin bei einer im Fernsehen übertragenen Videokonferenz am Mittwoch. Bei dem Unglück waren am Freitag mehr als 20.000 Tonnen Diesel in einen Fluss geströmt. Der Notstand sei erforderlich, um mehr Ressourcen für die Aufräumarbeiten bereitzustellen, sagte Putin. An den Kraftwerkbetreiber richtete sich der Kreml-Chef in ungewöhnlich scharfem Ton. “Sollten wir über die Notsituation aus den sozialen Medien erfahren? Geht es Ihnen dort noch gut?”, fragte Putin. Das russische Bergbauunternehmen Norilsk Nickel, der auch der Mutterkonzern des Kraftwerkbetreibers NTEK ist, teilte mit, man habe den Vorfall “rechtzeitig und korrekt” berichtet. Der Gouverneur der betroffenen Region Krasnojarsk sagte nach Angaben Putins dagegen, er habe von dem Vorfall erst am Sonntag erfahren, nachdem im Internet Videos des verschmutzten Flusses aufgetaucht waren. Die russische Staatsanwaltschaft nahm in dem Fall Ermittlungen auf. Ein Mitarbeiter des Wärmekraftwerks wurde der Staatsanwaltschaft zufolge festgenommen. Die Umweltschutzorganisation WWF erklärte, sie habe Alarm geschlagen, nachdem sie aus eigenen Quellen von dem Unglück erfahren hatte. Auf vom WWF veröffentlichten Satellitenbildern sowie in den Online-Netzwerken verbreiteten Videos war die Verschmutzung des Ambarnaja-Fluss deutlich zu sehen. “Es handelt sich um enorme Mengen. Es war schwierig für sie, das zu vertuschen”, sagte WWF-Sprecher Alexej Knischnikow der Nachrichtenagentur AFP. Die Aufräumarbeiten werden zusätzlich erschwert, weil der verschmutzte Ambarnaja-Fluss zu flach sei, um Lastkähne zu benutzen und der Ort nicht über Straßen zu erreichen sei, teilten die Behörden mit. Ein Verbrennen des Diesels hält Russlands Umweltminister Dmitry Kobylkin für zu gefährlich: “So ein großes Feuer wäre ein großes Problem in dieser Region”, sagte er. Nach Angaben der staatlichen russischen Umweltaufsicht wurde durch den Unfall kein Grundwasser verseucht. Bereits vor vier Jahren war es in einem von Norilsk Nickel betriebenen Werk zu einem Schadstoff-Unfall gekommen, bei dem ein anderer Fluss in der Region massiv verschmutzt wurde. Gegen den Konzern wurde damals eine Geldstrafe von umgerechnet weniger als tausend Euro verhängt.

Putin ruft nach Leck in sibirischem Kraftwerk Notstand aus