Positive Sicherheitsbilanz der ersten Spielberg-Woche

Merken
Positive Sicherheitsbilanz der ersten Spielberg-Woche

Der Internationale Motorsportverband (FIA) hat nach der ersten Spielberg-Woche eine erfreuliche Sicherheitsbilanz gezogen. “Gott sei Dank ist die Bilanz sehr, sehr positiv”, sagte Generalsekretär Peter Bayer der APA am Montag nach dem ersten Formel-1-Rennen. Der Österreicher machte die gute Vorbereitung sowie die beispielhafte Disziplin der Teams dafür hauptverantwortlich.

“Einige Teams sind mit ihren Maßnahmen sogar weiter gegangen, als die Vorschriften es erfordert hätten”, lobte Bayer den Formel-1-Tross. “Ihre Liebe zum Motorsport hat uns da sicher sehr geholfen”, sagte der bei der FIA für den Motorsport zuständige Spitzenfunktionär aus Vorarlberg der APA am Telefon aus Paris.

Insgesamt seien für den Formel-1-Auftakt in Österreich bisher an die 7.000 Tests vorgenommen worden. 2.500 im Vorfeld, 4.500 waren es demnach vor Ort. Zu den Lerneffekten hätte auch der Umgang mit den sogenannten “falsch positiven” Ergebnissen gehört, also Verdachtsfällen, die isoliert und nachgetestet werden müssen.

“Das liegt in der Natur der Sache. Am Ende gab es für alle aber wieder grünes Licht”, bestätigte Bayer die gute Bilanz. Auch die dabei erkannten Datenschutzprobleme seien letztlich mit “Hausverstand” gelöst worden. “Man kann ja einen Covid-19-Test nicht einfach ans schwarze Brett hängen, sondern braucht eine Brücke zwischen medizinischer Schweigepflicht und operativer Event-Umsetzung.”

Das Problem der Schnittstellen zwischen den Sicherheitsclustern und der lokalen Bevölkerung war der FIA stets bewusst. Disziplin sei auch hier Teil des Erfolges, und die Teilnehmer hätten sich im adaptierten Teil des Sporting-Codes verpflichtet, alle Sicherheitsmaßnahmen auch außerhalb ihrer “Blase” einzuhalten, betonte Bayer. Die Kernpunkte: genügend Abstand, Handhygiene und vor allem Maske. “Dann ist man auf relativ sicherem Eis.”

Die Verwunderung des großteils aus England, Frankreich und Italien angereisten Formel-1-Trosses über das schon wieder sehr freizügige Verhalten der Bevölkerung versteht Bayer. “Hier in Paris tragen 60 bis 70 Prozent der Menschen Maske. Für Teams, die aus dem Lockdown nach Österreich kommen, ist das anfangs schwer zu verstehen. Man muss aufpassen, damit nicht der Eindruck entsteht, alles sei schon wieder erlaubt.”

Innerhalb der Formel 1 habe jedenfalls alles sehr gut funktioniert, versicherte Bayer. So gut, dass man vor dem zweiten Rennen sogar punktuelle Erleichterungen überlegt. Vorstellbar ist etwa, dass die Formel-1-Piloten künftig bei Interviews im “Außenbereich” die Masken ablegen dürfen.

Teilen auf:
Kommentare:

Es sind noch keine Kommentare abgegeben worden.

Schreibe einen Kommentar

Auch Interessant

Anfang des Jahres startete der Verein „Junge Generation Marchtrenk“ mit den „JG Kleinkunstabenden“ sein neues, mehrteiliges Kulturprojekt mit Benefiz-Hintergrund im Full Haus (ehemaliges Volkshaus). Nach vier äußerst gelungenen Vorstellungen mit Lesungen, Kunstexposition und musikalischen Darbietungen können Obmann Bernhard Stegh und sein Team positive Bilanz ziehen.

Gelungene Kulturserie in Marchtrenk: Stimmungsvoller Jahresabschluss mit historischem Liedgut

Mit dem Monat Mai kehrt schrittweise wieder Normalität in unseren Alltag zurück. Vieles worauf wir in den vergangenen Wochen verzichten mussten, wird wieder möglich. 📈 Wir freuen uns, euch mitteilen zu können, dass mit kommenden Montag, 4. Mai nun auch alle 19 städtischen Kinderbetreuungseinrichtungen (Krabbelstuben, Kindergärten, Horte) wieder ihre Türen öffnen dürfen. 🤗🧒🧸👧🖍👶🌼 Um die Einhaltung der Maßnahmen auch weiterhin sicherstellen zu können, wurden die notwendigen Vorkehrungen getroffen. 😷🚶‍♀️↔️🚶‍♂️ Alle weiteren Infos zur Öffnung der Kindergärten findet ihr hier ➡️ https://www.wels.gv.at/news/detail/alle-staedtischen-kindergaerten-ab-montag-4-mai-geoeffnet/

Offene Kindergärten ab 4.Mai

Die britische Regierung will Medienberichten zufolge mit sogenannten Luftbrücken geplante Quarantäne-Maßnahmen für viele Flugreisende umgehen. Premierminister Boris Johnson favorisiere diese Lösung, zitierte der “Telegraph” am Dienstag eine nicht näher genannte Regierungsquelle. Demnach müssen Flugpassagiere bei ihrer Einreise nach Großbritannien künftig nicht in eine 14-tägige Quarantäne, wenn sie aus einem Land mit geringem Ansteckungsrisiko kommen. Nach Ansicht Johnsons sei dies die beste Strategie, um das Virus in Schach zu halten und zugleich das Reisen wieder zu erlauben.

London will Reisen durch "Luftbrücken" erleichtern

Nach dem Tod des Schwarzen George Floyd bei einem brutalen Polizeieinsatz hat der Stadtrat der US-Großstadt Minneapolis am Freitag einstimmig beschlossen, die örtliche Polizei durch eine neue, kommunale Sicherheitsstruktur zu ersetzen. In einem “langjährigen Prozess” solle die Stadt so ein “neues Modell für Sicherheit” schaffen, hieß es in dem Beschluss vom Freitag. Bei Massenprotesten gegen rassistische Gewalt hatten Demonstranten in Minneapolis und anderen US-Städten zuvor Reformen der Sicherheitsbehörden gefordert. Die landesweiten Proteste begannen nach dem Tod von Floyd vor rund drei Wochen. Ein weißer Polizist hatte fast neun Minuten lang auf seinem Nacken gekniet. Floyd hatte wiederholt geklagt, er bekomme keine Luft mehr. Der Mord an George Floyd zeige, dass tödliche Polizeigewalt und Amtsmissbrauch durch einige Beamte, besonders gegenüber Schwarzen, durch “keine Reform verhindert” werden könnten, hieß es in dem Beschluss. Wenige Tage zuvor hatte der Stadtrat bereits beschlossen, die Polizeibehörde komplett aufzulösen und durch eine neue Struktur für die Polizeiarbeit zu ersetzen. “Zusammen werden wir herausfinden, wie Sicherheit für jeden von uns aussieht”, hieß es in dem Beschluss weiter. Dazu sollen sich Vertreter verschiedener Gruppen nun verständigen, sowohl von Bürgerrechtsorganisationen als auch von Notfalldiensten und Gemeindebehörden. Um langfristige Veränderung herbeizuführen, wolle man die Bevölkerung an diesem Prozess beteiligen, sagte die Stadtratsvorsitzende Lisa Bender. Die Stimmen derer, die von Polizeigewalt am meisten betroffen seien, sollten dabei im Mittelpunkt stehen. Der Stadtrat will außerdem die Bewohner von Minneapolis am 3. November bei den Präsidentschaftswahlen in einer Abstimmung über den Plan entscheiden lassen. Der Bürgermeister von Minneapolis, Jacob Frey, lehnt eine komplette Auflösung der Polizeibehörde allerdings ab.

Minneapolis will kommunales Sicherheitsmodell statt Polizei

Ein Gebäudeanbau in Lambach (Bezirk Wels-Land) ist Mittwochabend in Vollbrand gestanden. Zwei Feuerwehren standen bei den Löschmaßnahmen im Einsatz.

Gebäudeanbau in Lambach in Vollbrand