Positive Zwischenbilanz der Intensivmediziner

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Positive Zwischenbilanz der Intensivmediziner

Seit einigen Tagen wird in Österreich ein ständiger Rückgang bei der Zahl von Patienten registriert, die aufgrund von Covid-19 intensivmedizinisch versorgt werden müssen. Der Höhepunkt war am 8. April, stellte der Präsident der Österreichischen Gesellschaft für Anästhesie, Reanimation und Intensivmedizin (ÖGARI), Klaus Markstaller, am Montag fest. Damit sei aber erst ein Etappenziel erreicht. Die täglich veröffentlichten Daten von Gesundheits- und Innenministerium zeigten,  seit rund einer Woche einen erfreulichen Trend. Die Zahl der Covid-19-Patienten auf Intensivstationen liege wieder bei jenen Werten, die Ende März zu verzeichnen gewesen seien.

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Nach dem erfolgreichen Vorgehen von Manchester City vor dem Internationalen Sportgerichtshof (CAS) gegen die zweijährige Europacup-Sperre gibt es neue Spekulationen über einen Wechsel von Bayern-Star David Alaba nach England. Der Wiener sei das Hauptziel von Trainer Pep Guardiola bei dessen Bestreben, die Abwehr seines Teams zu verstärken, schrieb “The Guardian”. Der CAS hatte am Montag den durch die europäische Fußball-Union UEFA ausgesprochenen zweijährigen Europacup-Ausschluss für Manchester City aufgehoben. Die Erfolgschancen des Vereins im Bemühen um Alaba würden auch durch die Reduzierung der zusätzlichen Geldstrafe von 30 Millionen auf zehn Millionen Euro erhöht, glaubt “The Guardian”. “18 Millionen Britische Pfund entsprechen in etwa dem Gehalt eines Elite-Spielers”, rechnete die Zeitung vor. Um Alaba und den sechsmaligen englischen Meister hatte es schon in der Vergangenheit immer wieder Spekulationen gegeben. Mit dem ÖFB-Star hatte Guardiola schon in München zusammengearbeitet. Der Spanier formte in seiner Zeit als Bayern-Trainer bis 2016 den zentralen Abwehrspieler Alaba. Der Vertrag des 28-Jährigen in München läuft 2021 aus. Der Abwehrchef des deutschen Rekordmeisters hatte zuletzt gesagt, er habe noch keine Entscheidung über seine Zukunft getroffen. Bayern-Trainer Hansi Flick hatte sich zuletzt aber zuversichtlich gezeigt, dass Alaba langfristig bleibt. Der Coach kündigte an, sich “mit allem, was ich habe” für einen Verbleib des Wieners einzusetzen.

Spekulationen um Bayern-Abwehrchef Alaba und Manchester City

55.863 Personen sind in Österreich bisher auf SARS-CoV-2 getestet worden (Stand: Mittwoch, 8.00 Uhr). Mit den in den vergangenen Tagen vorgenommenen Testungen hinkt man hinter der Vorgabe von Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) her, der die Devise “Testen, testen, testen!” ausgegeben hatte, und erreicht nicht einmal ansatzweise die Zahl, die theoretisch machbar sein sollte. Am Mittwoch befanden sich 1.071 Patienten mit einer Covid-19-Erkrankung in stationärer Behandlung. Bisher starben 146 mit einer Covid-19-Erkrankung, insgesamt gab es 10.407 Infizierte.

Noch immer zu wenige Testungen in Österreich

Die Corona-Pandemie hat große Auswirkungen auch auf die österreichische Wirtschaft, dennoch herrscht großer Optimismus für die Zeit nach der Krise. Dies hat eine am Montag publizierte Studie von Leitbetriebe Austria und dem Marktforschungsunternehmen Marketagent ergeben. Über 80 Prozent der 219 befragten Unternehmen, davon 90 ausgezeichnete Leitbetriebe, sehen sich stark oder sehr stark betroffen. Fast ein Drittel rechnet mit Umsatzrückgängen von über 30 Prozent, manche sogar von über 70 Prozent, 56,9 Prozent der Befragten erwarten Rückgänge bis zu 30 Prozent. Nicht weniger als 44 Prozent gehen davon aus, dass man erst 2021 oder gar später wieder “business as usual” haben wird. Weniger als 30 Prozent erwarten eine Rückkehr zum Normalbetrieb bis Ende des dritten Quartals 2020. Die gute Nachricht ist, dass eine klare Mehrheit der Unternehmen zuversichtlich in die Zukunft blickt. 81,5 Prozent sind optimistisch, zwei Drittel rechnen gar damit, dass ihr Unternehmen gestärkt aus der Krise herauskommen wird. “Praktisch überall, selbst in den am schwersten betroffenen Branchen, dominiert eher eine Jetzt-erst-recht-Stimmung”, berichtete die Geschäftsführerin von Leitbetriebe Austria, Monica Rintersbacher. Keine Spur von Resignation sei zu bemerken. “Es werden neue Vertriebswege gesucht, neue Produktideen umgesetzt, Produktions- und Verwaltungsabläufe optimiert und manchmal auch völlig neue Geschäftsmodelle entwickelt”, berichtete Rintersbacher. All diese Eindrücke machen die Geschäftsführerin “deutlich optimistischer” als der alleinige Blick auf die Zahlen. Schon jetzt hat die Coronakrise zu Innovationen geführt: Gleich 61,1 Prozent der befragten Unternehmen berichten von einem Digitalisierungsschub, 53,7 Prozent betrachten Home Office sowie neue Möglichkeiten für flexible Arbeitszeiten als wichtige Chance. 40,3 Prozent sehen die Krise als Anstoß etwa zu Verschlankungen betrieblicher Abläufe, mehr als ein Viertel erschließt bereits neue Geschäftsfelder. Auch für Führungskräfte hätten sich die Ansprüche verändert, berichtete Marketagent-Marketingleiterin Lisa Patek. “An erster Stelle steht zwar der Punkt Entscheidungsstärke, aber danach folgen mit Aspekten wie Wertschätzung, Motivationsvermögen, Optimismus und Vorbildcharakter gleich vier Nennungen klassischer sozialer Kompetenzen.” Die größten Veränderungen erwarten die Leitbetriebe im Vergleich zu anderen Unternehmen. Der Digitalisierungsschub wird bei diesen zu 72 Prozent durch Corona erwartet, bei den sonstigen Unternehmen nur von 52,8 Prozent. Auch sonst werde es bei den Leitbetrieben zu mehr Innovationen, starken Änderungen der betrieblichen Strukturen und Abläufe kommen als im Durchschnitt aller österreichischer Unternehmen, verrät die Studie. Die Bundesregierung hat für 82 Prozent entweder einen “sehr guten” oder einen “eher guten Job” gemacht. Die großen Unternehmen vergaben hier allerdings weit bessere Noten als die kleineren. Die Leitbetriebe allein kamen auf 90 Prozent. Man habe allerdings bewusst nicht zwischen gesundheitspolitischen und wirtschaftspolitischen Maßnahmen unterschieden und die Antworten seien großteils schon knapp nach den ersten Lockerungen abgegeben worden, erläuterte Rintersbacher.

Österreichs Unternehmen trotz Coronakrise optimistisch

Die Schutzmaßnahmen im Zuge der Coronakrise dürften bei der Post heuer einiges an Kosten verursachen. “Bei den coronabedingten Zusatzmaßnahmen gehen wir von bisher aufgelaufenen Kosten von ca. zehn Millionen Euro aus, die sich im Lauf des Jahres noch deutlich erhöhen,” sagte Post-Chef Georg Pölzl am Freitag im Interview mit den “Oberösterreichischen Nachrichten” (OÖN).   Als Vorsichtsmaßnahme, um weitere Infektionen zu vermeiden, arbeiten die Post-Mitarbeiter aktuell “in Kleingruppen, die Schichten beginnen mit zeitlichem Abstand zueinander, und alle Personen werden bis auf Weiteres wöchentlich getestet”, so Pölzl weiter. Im Mai hatte es in zweien der 15 Logistikzentren der Post Corona-Infektionscluster gegeben. Die Vorkrisenprognose von 200 Mio. Euro operativem Gewinn (EBIT) für das heurige Jahr sei “unrealistisch. Covid-19 und bank99 verursachen Zusatzkosten und Erlösschmälerungen, die auf das Ergebnis drücken werden”, so Pölzl zu den “OÖN”. Dennoch laufe die im April gestartete bank99 gut, man habe bereits mehr als 30.000 Konten. Die Anlaufkosten, die für den Aufbau der Bank nötig seien, habe man erwartet. Der Post-Chef rechnet damit, dass die Bank ab 2023 profitabel sein wird.

Corona hat die Post heuer schon 10 Mio. Euro gekostet

Die zweite Phase beim Härtefallfonds für Selbstständige startet nächste Woche. Das Geld – bis zu 2.000 Euro drei Monate lang – soll ab 20. April online beantragt werden können, teilte die Wirtschaftskammer am Dienstag mit. Das Finanzministerium hat zuvor die Richtlinien dafür fertiggestellt. Insgesamt steht für betroffene Kleinunternehmer ein 2 Mrd. Euro schwerer Fördertopf zur Verfügung.

Härtefallfonds: Anträge für zweite Phase ab 20. April möglich