Priester (72) überlässt Beatmungsgerät einem Jüngeren und stirbt

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Priester (72) überlässt Beatmungsgerät einem Jüngeren und stirbt

Mehr als 50 Geistliche sind in Italien schon am Coronavirus verstorben. Viele von ihnen gingen bis zuletzt ihrem Dienst nach – besonders berührt nun das Schicksal von Pater Giuseppe Berardelli, der seine Nächstenliebe mit dem Tod bezahlte. Er überließ das Beatmungsgerät einem Jüngeren und starb.

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Kommentare:
  1. Alexandra Kari sagt:

    😮

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Bei Abrissarbeiten in Wels-Innenstadt hat Montagmittag ein Bagger eine Gasleitung beschädigt. Feuerwehr, Polizei und Energieversorgungsunternehmen standen im Einsatz.

Gasaustritt: Bagger beschädigt bei Abrissarbeiten in Wels-Innenstadt Gasleitung

In großem Maßstab sollen in heimischen Kläranlagen Corona-Tests vorgenommen werden. Der große Vorteil: Ehe in einer Stadt, in einem Viertel ein Cluster aufbricht, ist das Virus bereits in den Abwässern nachweisbar. Es klingt wie aus einem schlechten Science-Fiction-Film, könnte in Österreich aber bald Realität werden. Während die Bürger einer Kleinstadt energiegeladen ihren täglichen Verrichtungen nachgehen und voller Tatendrang ihren Hobbys frönen, tritt der Bürgermeister mit ernster Miene vor die Öffentlichkeit, um aus heiterem Himmel den Lockdown über die Stadt inklusive Ausgangssperre zu verhängen – im Wissen, dass in seiner Gemeinde in 48 oder 72 Stunden Corona in größerem Maßstab ausbricht. Innsbruck und Wien als Trendsetter Dass das keine billige Hollywood-Utopie, keine von Orwell geprägte Dystopie ist, dafür zeichnen zahlreiche Wissenschaftler der Innsbrucker Uni sowie der Wiener TU verantwortlich, die mit Unterstützung der öffentlichen Hand (Wissenschafts- und Landwirtschaftsministerium und einiger Bundesländer, etwa Tirol und Kärnten) gerade damit befasst sind, in mehr als 20 österreichischen Städten groß angelegte Corona-Testprogramme auszurollen – und zwar in der jeweiligen Kanalisation und in Kläranlagen. In Innsbruck und in Wien sind die Programme bereits im Frühjahr angelaufen, in Klagenfurt und Villach wurden etwa gestern die Proben-Entnahmekits installiert. In den nächsten Tagen soll eine eigene Homepage „Coron-A“ online gehen. Virus poppt bereits in Inkubationszeit auf Ausgangspunkt des Projekts ist die von niederländischen, amerikanischen und eben Innsbrucker und Wiener Wissenschaftlern gemachte Entdeckung, dass selbst bei sehr milden Krankheitsverläufen das Virus über den Stuhl ausgeschieden wird und in Kläranlagen nachgewiesen werden kann. Das Entscheidende dabei: Sogar bei ganz milden Verläufen wird das Virus bereits während der Inkubationszeit ausgeschieden – also zu einem Zeitpunkt, zu dem der Infizierte noch keine Symptome aufweist und somit auch keine Vorsichtsmaßnahmen ergreift. Der Wissenschaftler, die Gesundheitsbehörde, der verantwortliche Politiker ist früher über einen etwaigen clusterartigen Ausbruch der Krankheit in einer Stadt, einem Viertel informiert als die Infizierten selbst. Durch die Analyse der Abwasserproben können Rückschlüsse auf die Verbreitung der Infektion in der Bevölkerung getroffen werden. Ein Infizierter bei 10.000 Personen nachweisbar Der Innsbrucker Mikrobiologe Heribert Insam berichtet im Gespräch mit der Kleinen Zeitung, die Messmethoden seien in der Zwischenzeit so ausgefeilt, dass sich in Abwässern von 10.000 Personen auch dann Corona-Bruchstücke nachweisen lassen, wenn sich nur eine einzige Person mit dem Virus infiziert hat. „Wir haben es hier nicht mit lebenden Viren, sondern mit Partikeln zu tun“, beruhigt Insam angesichts so mancher Befürchtung, von dem Projekt könnte eine Corona-Gefahr ausgehen. Virus über Kanalisation bis ins Grätzel verfolgbar Norbert Kreuzinger vom Institut für Wassergüte an der TU ist, wenn man seinen Schilderungen lauscht, als Wissenschaftler in der Wiener Kanalisation zumindest wissenschaftlich zu Hause. Da die Betreiber der Kläranlagen routinemäßig mehrfach dem Abwasser Tagesmischproben entnehmen – und zwar nicht nur in der Hauptkläranlage, sondern entlang zahlreicher Stränge –, ließe sich im Ernstfall das Virus bis in ein Grätzel zurückverfolgen, die Proben werden nämlich nicht gleich weggeschüttet und können somit auch später analysiert werden. Kanalnetz-Modelierer bestimmen Parameter Aufwendiger als die Probenentnahme sei die Probenaufbereitung: „Wir brauchen etwa einen halben Liter, dieser muss dann ein paar Stunden lang zentrifugiert werden.“ Kopfzerbrechen bereiten Kreuzinger derzeit noch die Probenkapazitäten. „Wir schaffen nur eine überschaubare Menge, wir wollen das allerdings ausrollen.“ Am schwierigsten ist der Versuch, aus dem Datenmaterial aussagekräftige Schlussfolgerungen zu ziehen. Insam verweist etwa auf den Einsatz sogenannter Kanalnetzmodelierer, da etwa die Länge des Kanalnetzes, die Wassermatrix oder auch plötzlich auftretende Regengüsse die Erkenntnisse verändern.

Österreichs Kläranlagen sollen frühzeitig vor Corona-Ausbruch warnen

Handelsverband-Geschäftsführer Rainer Will ortet einen Umsatz-“Einmaleffekt” am ersten Tag der kompletten Geschäftsöffnung nach dem knapp siebenwöchigen Corona-Shutdown. “Insgesamt ist die Bilanz aber vorsichtig positiv”, sagte er am Samstag zur APA. Unter anderem bildeten sich am Samstag längere Schlangen bei Möbelhändlern, Elektronikketten und Friseuren. In den nächsten Tagen erwartet Will aber “noch mal eine rückläufige Entwicklung” bei den Erlösen. Erst mit der Wiedereröffnung der Gastronomie am 15. Mai und einer damit verbundenen Frequenzsteigerung in Innenstädten, Einkaufsstraßen und Shoppingcentern werde es eine Umsatzstabilisierung geben, aber auf niedrigerem Niveau als vor der Krise. In den nächsten Monaten fehlen aber weiterhin die ausländischen Touristen als wichtiger Umsatzbringer für den heimischen Handel. Um schnell Geld in die Kasse zu bringen, setzen viele Händler nun auf hohe Rabatte. Die Liquiditätshilfen für die Unternehmen seien “leider noch nicht ankommen”, sagte der Handelsverband-Geschäftsführer. Er warnte vor “einer riesigen Liquiditätsfalle, die sich in nächsten Wochen verschärfen wird”. Um die Konjunktur und die Konsumausgaben in der Coronakrise anzukurbeln, drängt der Handelsverband weiterhin auf eine vorgezogene Steuerreform. Es gehe zuerst um eine Tarifsenkung für Geringverdiener, um damit den Konjunkturmotor ins Laufen zu bringen.

Handelsverband sieht Umsatz-"Einmaleffekt"

Die Regierung und die Sozialpartner haben sich auf ein neues, ab Oktober geltendes Corona-Kurzarbeitsmodell geeinigt. Die Mindestarbeitszeit wird von 10 auf 30 Prozent angehoben, die Nettoersatzrate für Beschäftigte bleibt bei 80 bis 90 Prozent. Die Kurzarbeit werde um sechs Monate verlängert, sagte Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) am Mittwoch nach einem Treffen mit Sozialpartner-Vertretern. Die Eckdaten: Ab 1. Oktober kann die Kurzarbeit für weitere sechs Monate beantragt werden. In Sonderfällen kann die Mindestarbeitszeit in Absprache mit den Sozialpartnern auch unterschritten werden. Sie darf aber höchstens 80 Prozent betragen. Um Missbrauch vorzubeugen, haben sich die Sozialpartner auf ein Verfahren geeinigt, um die wirtschaftliche Betroffenheit der Antragssteller zu überprüfen. Es sollen auch Rahmenbedingungen geschaffen werden, die Weiterbildungsmaßnahmen in der Kurzarbeit ermöglichen. Planungssicherheit Arbeitsministerin Christine Aschbacher ging näher in die Details. Es ging bei der Verhandlung vor allem um Planungssicherheit. Läuft in Betrieben die Kurzarbeit vor Oktober, also dem Beginn der neuen Phase, aus, kann es hier eine Verlängerung geben. Auch die Treffsicherheit soll noch erhöht werden. Es wird klare Kriterien geben, welche derzeit mit den Sozialpartnern erarbeitet werden. Gesundheits- und Sozialminister Rudolf Anschober strich hervor, dass die Maßnahmen auch darauf abzielen, zu verhindern, dass es nach der Wirtschafts- zu einer Sozialkrise kommt. Anschober betont, dass auch die Nettoersatzrate für die Arbeitnehmer gleich bleibe. Das sei ein großer Wurf. Kompromiss “Das Ergebnis ist ein guter Kompromiss. Wir wollten Planungssicherheit für Beschäftigte und Unternehmen, die haben wir mit diesem Paket erreicht”, sagt ÖGB-Präsident Wolfgang Katzian. WKÖ-Präsident Harald Mahrer: “Wir konnten uns gemeinsam auf ein sehr attraktives Modell einigen. Damit stellen wir maximale Unterstützung für unsere Betriebe und ihre Beschäftigten sicher.” Das Kurzarbeitsgeld sei “gut investiert”, sagte Vizekanzler Werner Kogler (Grüne). Für  Katzian verhindere die Kurzarbeit, dass Mitarbeiter “nicht in die Arbeitslosigkeit geschickt” werden. Um das neue Kurzarbeitsmodell zu nützen, müsse es auch eine Weiterbildungsbereitschaft der Mitarbeiter geben, sagte Mahrer. Stiftungen für Arbeitslose Aschbacher präsentierte auch die Corona-Arbeitsstiftung. Dabei geht es konkret um die Qualifizierung und Umschulung von Arbeitssuchenden. 700 Millionen Euro sollen in die Weiterbildung investiert werden. Abgewickelt wird die Ausbildung über das AMS. Bis zu 100.000 Menschen sollen über diese Arbeitsstiftung weitergebildet werden. Wer länger als vier Monate in einer Bildungsmaßnahme ist, wird auch finanziell unterstützt. Konkret sollen die Ausbildungen zu Jobs in Bereichen führen, in der es viel Nachfrage nach Fachkräften gibt. Konkret geht es einerseits um Pflegeberufe, andererseits um technische Berufe, bei denen die Ausbildung auch länger dauern kann. Bis zu zwei Jahre sind laut Aschbacher hier denkbar. Daneben sollen auch Qualifizierungsmaßnahmen von Mitarbeitern in Unternehmen gefördert werden, vor allem im Bereich Digitalisierung. Anschober strich hervor, dass die Qualifikation in Zukunftsbereiche auch die zukünftige Entwicklung der Wirtschaft unterstützen soll. Als Sozialminister ist ihm wichtig, dass Menschen dabei unterstützt werden, aus der Arbeitslosigkeit herauszukommen. Besonders geachtet wurde dabei auf die Chancengerechtigkeit vor allem bei Frauen. Corona-Arbeitszeitmodell Anschober stellte auch ein neues Arbeitszeitmodell für die Coronakrise vor. Vorbild dafür waren Maßnahmen der Voestalpine. Dabei können in einem Betrieb vier Mitarbeiter sich freiwillig dafür entscheiden, dass sie ihre Arbeitszeit auf 80 Prozent reduzieren, um einen neuen Arbeitsplatz zu schaffen. Dabei wird die Hälfte des Lohnentgangs vom Staat übernommen. Es soll auch keine negativen Auswirkungen auf die Einzahlungen für die Pensionen haben. Das Programm ist für zwei Jahre angedacht.

Kurzarbeit verlängert, 700 Millionen Euro für Qualifizierung, neues Arbeitszeitmodell

Nachdem die Bundesregierung angekündigt hatte, dass ab dem 29. Mai die Seilbahnen wieder öffnen können, wollen auch zwei Tiroler Gletscherskigebiete den Skibetrieb wieder aufnehmen. Am Kaunertaler Gletscher können von 29. Mai bis 7. Juni die Skipisten wieder befahren werden. Auch der Hintertuxer Gletscher, der normalerweise immer ganzjährig offen hat, will mit 29. Mai den Skibetrieb wieder öffnen.

Zwei Tiroler Gletscher melden sich mit Skibetrieb zurück

Bereits mehr als 700 Tests auf Covid19 werden täglich in Oberösterreich durchgeführt. Am Montag, 23. März 2020, waren es sogar 779 Tests. „Damit liegen wir bundesweit im Spitzenfeld“, erklären Landeshauptmann Thomas Stelzer und Gesundheitsreferentin LH-Stv.Christine Haberlander. Sie kündigen gleichzeitig an, die Anzahl der Tests steigern zu wollen. Ziel ist es ab Montag, 30. März 2020, 1200 Tests pro Tag durchführen zu können. „Unsere Experten und Teams arbeiten mit Hochdruck daran, die notwendige Infrastruktur herzustellen. Wir werden es schaffen. Voraussetzung ist aber auch, dass uns der Bund die notwendigen Ressourcen wie z.B. Testkits und Schutzkleidung zur Verfügung stellt. Nur daran kann es scheitern. Wir werden bereit sein und unseren Beitrag zum ausgegebenen Ziel der Bundesregierung leisten“, betonen Stelzer und Haberlander.   Keine Akzeptanz bei „Testverweigerern“   Keine Akzeptanz gibt es bei „Testverweigerern“. Konkreter Anlass ist die Testung der Volksschule in Alberndorf. Hier haben zwei Eltern den Gaumenabstrich, der für den Covid19-Test notwendig ist, nicht zugelassen. In Zeiten, in denen es Ausgangsbeschränkungen gibt und die Menschen von der Polizei kontrolliert und auch abgemahnt werden, darf es nicht sein, dass Tests verweigert werden. Es werden die notwendigen rechtlichen Schritte gesetzt werden. Neben den beiden verweigerten Tests sind noch zwei Ergebnisse offen. Derzeit sind von 191 Schülern 175 negativ und zwölf positiv getestet worden. Im Kindergarten Alberndorf hatte eine Betreuerin Kontakt mit der VS-Direktorin, die Mitglied des Chors St. Georgen/Gusen ist. Sie und eine Kollegin wurden daraufhin positiv getestet. Beide hatten allerdings in der Risikozeit keinen Kontakt zu Kindern. Die Kinder wurden dennoch vorsorglich in häusliche Quarantäne geschickt, und nach der Risikobewertung werden die weiteren Schritte gesetzt.   Vorkehrungen in Altenheimen getroffen   Das Altenheim in Neuhofen wurde inzwischen isoliert und es wurde bereits Freitagabend nach Bekanntwerden des ersten infizierten Falls mit den notwendigen Schutzausrüstungen versorgt. Es werden alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (109 Personal – Pflege, Zivildiener, Verwaltung, Küche, Reinigung) sowie Bewohner/innen (89 Personen) getestet. Derzeit sind acht Personen infiziert, zwei Personen (eine Mitarbeiterin und eine Bewohnerin) wurden negativ getestet. An den Ergebnissen der restlichen Tests wird mit Hochdruck gearbeitet. Auch im Altenheim St. Georgen/Gusen wurde eine Bewohnerin positiv getestet, nachdem sie von einem Mitglied des Chors St. Georgen/Gusen besucht worden ist. Auch hier ist die notwendige Schutzausrüstung bereits sofort geliefert worden. Alle Bewohner/innen (80 Personen) und Mitarbeiter/innen (61 Personen, die als Kontaktpersonen infrage kommen) werden getestet.   „Grundsätzlich haben alle Alten- und Pflegeheime sowie Einrichtungen für Menschen mit Beeinträchtigungen seit Beginn der COVID 19-Krise durch organisatorische Maßnahmen sichergestellt, dass Mitarbeiter/innen und Bewohner/innen bestmöglich geschützt sind“, betonen Gesundheitsreferentin LH-Stv. Christine Haberlander und Soziallandesrätin Birgit Gerstorfer. Organisatorische Maßnahmen sind insbesondere jetzt Besuchsverbote, keine Gruppenbildungen von Mitarbeiter/innen auf Allgemeinflächen der Einrichtungen, lückenlose Umsetzung der Hygienestandards, Sensibilität bei Erkrankungsanzeichen von Bewohner/innen oder Kolleg/innen, vollständige Trennung der einzelnen Funktionsbereiche, usw. Derzeit sind in den oö. Alten- und Pflegeheimen die erwähnten neun Personen infiziert.   Die Neue Mittelschule Schwertberg wurde mittlerweile ebenfalls geschlossen. Eine Lehrerin ist Chormitglied von St. Georgen/Gusen und hat zwischen 9. und 16. März 2020 in der NMS unterrichtet. Es wurden und werden alle 30 Lehrer/innen und alle 196 Schüler/Innen getestet. Derzeit liegen 14 Ergebnisse vom Lehrpersonal vor. Davon sind sechs positiv und acht negativ.

Ab Montag in OÖ 1.200 Corona-Tests pro Tag – Keine Akzeptanz bei Testverweiger/innen