Prognose: Deutlich strengere Maßnahmen notwendig

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Prognose: Deutlich strengere Maßnahmen notwendig

Die Prognosen der Wissenschafter, die die Basis für die heutige Entscheidung der Regierung für die weitere Vorgangsweise zur Eindämmung der Corona-Epidemie in Österreich bilden, geben keinen Anlass zur Hoffnung auf Lockerung der Maßnahmen – im Gegenteil. Wahrscheinlich benötige es “deutlich strengere Maßnahmen als derzeit in Kraft sind”, heißt es in einem der APA vorliegenden Expertenpapier.

Mehr dazu in der Pressekonferenz ab 11:00

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Der republikanische US-Senator Mitt Romney legte am Montag eine Liste mit Maßnahmen im Kampf gegen das Coronavirus vor. Darunter ein Vorschlag, wonach jeder erwachsene US-Bürger 1000 Dollar erhalten solle. “Jeder amerikanische Erwachsene sollte sofort 1000 Dollar bekommen, damit die Familien und Arbeiter ihre laufenden Kosten decken können und die Wirtschaft ankurbeln”, heißt es in einer Aussendung.

Vorschlag: 1000 Dollar für jeden Bürger

Eine generöse Geste nicht zuletzt dank einer Versicherung gegen eine Pandemie haben die Veranstalter des Wimbledon-Turniers in London gezeigt. Der Rasen-Tennisklassiker, der vom 29. Juni bis 12. Juli hätte ausgetragen werden sollen, schüttet insgesamt 10 Mio. Pfund (11,15 Mio. Euro) an 620 Spieler aus. Profitieren werden all jene, die aufgrund des Rankings teilnahmeberechtigt waren. Die Auszahlung des All England Lawn Tennis Club (AELTC) richtet sich an Einzel-Hauptbewerbs-Spieler sowie Qualifikanten und auch Doppel sowie Rollstuhl-Spieler. 256 Spielerinnen und Spieler, die im Hauptbewerb gestanden wären, erhalten 25.000 Pfund (27.884,67 Euro), Qualifikanten die Hälfte. “Wir sind erfreut, dass es unsere Versicherungspolitik es erlaubt hat, die Auswirkungen der Absage auf die Spieler zu erkennen und wir in der Position sind, diese Zahlung anzubieten”, meinte AELTC-Boss Richard Lewis. Andere Grand-Slam-Turniere verfügen über keine Pandemie-Versicherung. Auch in Wimbledon wird diese außergewöhnliche Maßnahme wohl ein Einzelfall bleiben: 2021 ist das Turnier gegen eine Pandemie nicht mehr versicherbar.

Wimbledon verteilt 2020er-Preisgeld an 620 Spieler

Schulpsychologen und Schulsozialarbeiter unterstützen in den kommenden Wochen die Notrufnummer “Rat auf Draht”. “Wir gehen davon aus, dass die diversen Beratungsstellen in den nächsten Wochen stärker frequentiert sein werden, da es in den Familien durchaus auch zu belastenden Situationen kommen kann”, so Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP) in einer Aussendung. “Rat auf Draht” ist unter der Nummer 147 rund um die Uhr sieben Tage die Woche erreichbar, die Beratung erfolgt anonym und kostenlos. Die Schulpsychologen beraten ab morgen, Samstag, täglich von 09:00 bis 18:00 Uhr rund um das Thema Schule. Außerdem werden online spezielle Themen-Chats eingerichtet, etwa zu Fragen wie “Was hilft mir, um selbstbestimmt lernen zu können?”.

Schulpsychologen und Sozialarbeiter bei "Rat auf Draht"

Mattia Binotto setzte sich auf einen roten Stuhl und rollte immer weiter nach hinten – bis der Teamchef des schwer kriselnden Formel-1-Rennstalls Ferrari mit dem Rücken zur Wand saß. Vermutlich war sich der 50-Jährige der Symbolhaftigkeit gar nicht bewusst, als er dort hockte bei der Videokonferenz in einem winzigen Raum im Motorhome der Scuderia auf dem Hungaroring. Flankiert wurde er dabei von seinen beiden enttäuschten Fahrern Sebastian Vettel und Charles Leclerc, die im Ungarn-Grand-Prix nicht über die Ränge sechs bzw. elf hinausgekommen waren. Beide waren auf der Rennstrecke vor den Toren Budapests sogar vom überragenden Lewis Hamilton im Mercedes sogar überrundet worden – Höchststrafe. Sehr schmerzlich sei das “für uns und unsere Fans”, gestand Binotto. Die ersten drei Rennen sind aus Ferrari-Sicht überstanden, schlimmer noch als befürchtet. Grund zur Freude brachte der Neustart nicht. Die Marke aus Maranello, die sich im Winter noch so auf den 1.000. Grand Prix ihrer so ruhmreichen Historie in der Motorsport-Königsklasse in diesem Jahr gefreut hatte, rätselte auch nach ihrem 994. WM-Lauf über den SF1000 und dessen Potenzial. Der ehemalige Serien-Weltmeister Vettel erreichte mit Platz sechs seine beste Saisonplatzierung. Leclerc bekam dagegen als Elfter nicht einmal einen Punkt. “Unsere Normalität ist nicht gut genug”, betonte Vettel auf seiner quälenden Abschiedstournee bei der Scuderia, die er am Saisonende verlassen wird. Ein paar Tage Lebensnormalität bei seiner Familie in der Schweizer Wahlheimat dürften dem Deutschen nun gut tun. Nach den drei Stresswochen ist am kommenden Wochenende rennfrei, ehe es zum Doppelpack nach Silverstone geht – zu den Heimrennen von Formel-1-Dominator Hamilton. Fast zwangsläufig wissen auch die beiden Ferrari-Piloten, dass sie den Briten auf dem Weg zum siebenten WM-Triumph in der Corona-Notsaison nicht aufhalten werden. Auf die Frage, wie der 35-Jährige überhaupt noch davon abzuhalten sei, antworte Vettel: “Wenn Valtteri Weltmeister wird.” Gemeint war Hamiltons Teamkollege Bottas, doch auch den hat der 86-fache Grand-Prix-Gewinner und 90-fache Polesetter nach dessen Auftaktsieg schon wieder im Griff. “Das Auto und der Motor sind ein bisschen ein Biest, genau was wir brauchten. Es ist ein Auto, das Fahrer mögen”, meinte Mercedes-Teamchef Toto Wolff zum schwarz lackierten Silberpfeil, von dessen Qualität der Ferrari meilenweit entfernt ist. “Wir können die Lücke erst dann schließen, wenn wir verstanden haben, warum unser Auto so langsam ist”, lautete Binottos fast schon verzweifelter Kommentar. Und dazu soll alles und jeder nach der Rückkehr in die Heimat offensichtlich auf den Prüfstand kommen. “Jeder wird seine Arbeit analysieren und den Mut haben müssen, den Kurs zu wechseln, wenn das notwendig ist, denn die aktuelle Dynamik ist nicht akzeptabel”, stellte der Ferrari-Teamchef klar. Es gebe keine andere Lösung, “um diese Situation in den Griff zu kriegen”. Im Detail äußerte sich Binotto nicht dazu. “Rollen Köpfe?”, fragte aber bereits “La Gazzetta dello Sport” und gab sich selbst die spekulative Antwort: “Ja, wenn es bedeutet, dass die verschiedenen Abteilungen besser funktionieren.” Als Teamchef ist Binotto selbst maßgeblich verantwortlich für die Performance des Rennstalls – von enttäuschenden Ergebnissen bis zu teaminternen Karambolagen und dem frühen Ausfall beider Autos beim zweiten Rennen am Sonntag vor einer Woche in Spielberg. Seit Jänner 2019 ist er Ferrari-Teamchef. Der Maschinenbau-Ingenieur löste damals den ehemaligen Zigaretten-Manager Maurizio Arrivabene ab und sollte die Scuderia zum ersten Fahrertitel seit 2007 (Kimi Räikkönen) führen. Doch von diesen hohen Ansprüchen ist Ferrari aktuell meilenweit entfernt. Nach drei Rennen belegen Leclerc, der im Auftaktrennen in Österreich noch Zweiter war, und Vettel in der WM nur die Ränge sieben bzw. zehn. Und in der Konstrukteurswertung ist Ferrari lediglich Fünfter und damit nur noch graues Mittelmaß. Kein Wunder also, dass bereits heftig über Binottos Ablöse spekuliert wird.

Ferrari-Teamchef Binotto nach nächstem Debakel unter Druck

Der 17-jährige mutmaßliche Drahtzieher des groß angelegten Hackerangriffs auf Twitter-Konten zahlreicher Prominenter hat die Vorwürfe zurückgewiesen. Bei einer Gerichtsanhörung im US-Staat Florida plädierte der Jugendliche am Dienstag auf nicht schuldig, wie die Zeitung “Tampa Bay” berichtete. Er war am Freitag in Tampa an Floridas Westküste festgenommen worden. Gemeinsam mit dem 17-Jährigen werden ein 19-Jähriger aus Großbritannien und ein 22-Jähriger aus Orlando in Florida beschuldigt, den Hackerangriff Mitte Juli begangen zu haben. Bei der “Bitcoin”-Attacke waren unter anderem die Twitter-Konten von Ex-US-Präsident Barack Obama, Microsoft-Gründer Bill Gates und Tesla-Chef Elon Musk gekapert worden. Auf den gehackten Twitter-Konten war ein Aufruf erschienen, binnen 30 Minuten Bitcoins zu überweisen. Angeblich sollte dies mit einer Rückzahlung in doppelter Höhe belohnt werden. Laut Staatsanwaltschaft sollen die Beschuldigten so Kryptowährung im Wert von mehr als 100.000 Dollar (85.000 Euro) erbeutet haben. Gegen den 17-Jährigen wurden 30 Anklagepunkte eingebracht, unter anderem Betrug in zahlreichen Fällen, Missbrauch persönlicher Informationen und unerlaubtes Eindringen in Computersysteme. Twitter hatte nach der Attacke erklärt, 130 Nutzerkonten seien angegriffen worden. Bei 45 Konten hätten die Hacker “die Kontrolle übernehmen und Tweets senden” sowie Passwörter ändern können. Von acht Konten seien persönliche Daten heruntergeladen worden. Neben Obama, Gates und Musk waren auch US-Präsidentschaftskandidat Joe Biden, Amazon-Gründer Jeff Bezos und Rap-Star Kanye West von der Hackerattacke betroffen, außerdem der Technologiekonzern Apple.

Hackerangriff auf Twitter: 17-Jähriger weist Vorwürfe zurück

Nach dem Tod des Afroamerikaners Rayshard Brooks nach einem Polizeieinsatz in der US-Metropole Atlanta könnte der Hauptverdächtige unter Auflagen vorläufig freikommen. Der Richter setzte eine Kaution auf 500.000 Dollar (445.911,00 Euro) fest, wie der lokale TV-Sender WSB-TV2 nach einer Anhörung berichtete. Weitere Bedingungen seien unter anderem, dass er bis zum Urteil eine elektronische Fußfessel tragen und seinen Pass abgeben müsse. Die Staatsanwaltschaft legt dem Mann zur Last, unter anderem übermäßige Gewalt angewendet zu haben, obwohl das Opfer kein aggressives Verhalten gezeigt habe. Dem Polizisten droht lebenslange Haft ohne Bewährung oder gar die Todesstrafe. Brooks war Mitte Juni am Steuer seines Wagens eingeschlafen, als er in der Schlange an einem Schnellrestaurant wartete. Polizisten stellten fest, dass er zu viel getrunken hatte, und wollten ihn festnehmen. Es kam zu einem Handgemenge, Brooks griff nach dem Elektroschockgerät eines Beamten und floh. Einer der beiden Polizisten feuerte Schüsse ab, die ihn im Rücken trafen und tödlich verletzten. Der Beamte wurde fristlos entlassen, sein Kollege vorläufig suspendiert. Der Tod des 27 Jahre alten Brooks hatte die landesweiten Proteste gegen Polizeigewalt und Rassismus in den USA nach dem Fall von George Floyd knapp drei Wochen zuvor in Minneapolis weiter angeheizt und wütende Proteste in Atlanta nach sich gezogen. Das Schnellrestaurant, auf dessen Parkplatz die Tat geschah, ging in der darauffolgenden Nacht in Flammen auf. Die Polizeichefin der Stadt, Erika Shields, trat zurück.

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