Prostituierte in Frankreich fordern Notfallfonds

Merken
Prostituierte in Frankreich fordern Notfallfonds

Sexarbeiterinnen in Frankreich haben die Regierung um Hilfe in der Corona-Krise gebeten. Die Prostituierten seien durch die Ausgangssperre besonders hart getroffen, erklärte die Organisation “Roter Regenschirm”, welche die Interessen von Sexarbeiterinnen vertritt, am Montag in einem Brief an Präsident Emmanuel Macron. Notwendig sei ein Notfallfonds, um sie für ihre Einkommensverluste zu entschädigen.

Teilen auf:
Kommentare:

Es sind noch keine Kommentare abgegeben worden.

Schreibe einen Kommentar

Auch Interessant

Die Corona-Krise wird Österreich ein Defizit von zumindest einem Prozent der Wirtschaftsleistung verursachen. Davon geht Finanzminister Gernot Blümel (ÖVP) aus, dessen erstes Budget am Mittwoch im Ministerrat beschlossen wird. Allerdings spricht Blümel von einer “Momentaufnahme”. Wie hoch das Defizit tatsächlich ausfallen wird, ist aus seiner Sicht aktuell noch nicht absehbar.

Budget 2020 kippt in rote Zahlen - Zumindest ein Prozent Defizit

Japans Millionen-Hauptstadt Tokio wächst und wächst – auch in die Höhe. Nach Informationen der Nachrichtenagentur Kyodo vom Samstag sind zwei weitere Wolkenkratzer im Stadtteil Shinjuku geplant, jeder rund 260 Meter hoch. Auf diese Weise solle das Gebiet stärker vernetzt und für Pendler noch besser zugänglich werden. Die geplanten Wolkenkratzer würden noch über das nahe gelegene gewaltige Tokioter Rathaus mit seinen 243 Metern Höhe hinaus in den Himmel ragen. Das geplante Projekt sei Teil einer groß angelegten Stadtentwicklungsplanung, die bis in 2040er Jahre reiche. Die Zwillingstürme sollen demnach jeweils auf der West- und der Ostseite des Shinjuku-Bahnhofs entstehen, mit täglich über drei Millionen Passagieren einer der verkehrsreichsten Bahnhöfe der Welt. Die beiden geplanten Wolkenkratzer sollen Geschäfte und Hotels beherbergen und direkt mit dem Bahnhof verbunden werden, hieß es. Tokio zählt inzwischen mehr als 14 Millionen Einwohner. Tokio ist damit die bevölkerungsreichste Präfektur Japans. Zur Metropolregion Tokio werden auch die Präfekturen Kanagawa, Saitama und Chiba sowie Ibaraki gezählt. Je nach Definition schwankt die Einwohnerzahl zwischen 30 und 40 Millionen, rund ein Drittel der Gesamtbevölkerung des Landes. Tokio ist damit die größte Metropolregion der Welt.

Tokio soll weitere Wolkenkratzer bekommen

Das österreichische Schwimm-Team nimmt nach dem ersten Tag des Vierländerkampfs mit Ungarn, Polen und Tschechien in Budapest den dritten Rang ein. Felix Auböck in 1:46,64 Minuten über 200 m Kraul und Valentin Bayer über 100 m Brust in 1:00,27 gelangen bei ihren Siegen OSV-Rekorde. Für den dritten OSV-Erfolg am Freitag sorgte Caroline Pilhatsch über 50 m Rücken in 28,03 Sekunden. Der Ende April aus den USA zurückgekehrte Auböck hat über 800 m schon das Olympia-Limit erreicht. Am Freitag verbesserte er über 200 m Kraul seinen Landesrekord von den Sommerspielen in Rio 2016 um 0,60 Sekunden auf 1:46,64 Minuten. Um die Olympianorm geht es erstmals nach der Corona-Pause wieder bei den Staatsmeisterschaften ab 1. August in Graz. In Budapest blieb der 23-Jährige schon einmal 0,38 Sekunden unter der Norm und gewann vor 200-m-Delfin-Weltmeister Christof Milak (HUN). “Dass es so gut läuft und gleich mit österreichischem Rekord, hätte ich nicht gedacht”, sagte Auböck. “Es ist sehr erfreulich, dass ich auch unter der Olympia-Norm war.” Bayer löste mit dem Sieg über 100 m Brust in 1:00,27 Minuten vor Olympia-Teilnehmer Christopher Rothbauer (1:01,65) diesen als OSV-Rekordhalter ab. Er blieb 0,26 Sekunden unter der bisherigen Rekordmarke und verbesserte seine persönliche Bestleistung um nicht weniger als 0,56 Sekunden. “Es war ein überraschend gutes Rennen”, meinte der Brustlagen-Spezialist. “Aber es hat alles extrem gut gepasst, darauf kann man aufbauen.” Für einen weiteren OSV-Sieg sorgte Caroline Pilhatsch über 50 m Rücken in 28,03 Sekunden. Die für die Olympischen Spiele in Tokio bereits qualifizierte Marlene Kahler wurde über 200 m Kraul in persönlicher Bestzeit von 1:59,76 Minuten sowie über 1.500 m Kraul in 16:36,83 Minuten jeweils Zweite. Gastgeber Ungarn führte nach dem ersten Tag mit 156 Punkten vor Polen (138) und Österreich (130). Das OSV-Aufgebot hatte nach acht der 13 Rennen des Tages geführt, über 100 m Delfin und 400 m Lagen gab es aber keine Spitzenplätze mehr.

Schwimm-Rekorde von Auböck und Bayer in Budapest

Jennifer Garner war Medienberichten zufolge zwei Jahre lang mit John Miller, CEO der CaliGroup, zusammen. Die beiden sollen allerdings wieder getrennte Wege gehen, wie “Us Weekly” berichtet. Wann genau sich das Paar getrennt haben soll, ist nicht bekannt. Laut dem Magazin soll Garner nicht bereit gewesen sein, sich ernsthaft an Miller zu binden. “Er war für die Ehe bereit, sie aber nicht. Sie haben sich freundschaftlich getrennt”, so eine Quelle gegenüber “Us Weekly”. Das vermeintliche Beziehungsaus wurde publik, nachdem Bilder der Schauspielerin mit Bradley Cooper veröffentlicht wurden. Die beiden wurden gemeinsam am Strand gesichtet, was Gerüchte um eine Romanze zwischen Garner und Cooper entfachte. Die beiden sollen allerdings nur eng befreundet sein, wie “TMZ” berichtet.

Jennifer Garner hat sich von ihrem Freund getrennt

Die Zahl der Meldungen zu sexuellem Missbrauch unmündiger Minderjähriger und zu NS-Inhalten im Internet befindet sich weiter auf hohem Niveau. 2019 verzeichnete die Meldestelle “Stopline” 9.106 Meldungen. Gegenüber dem Rekordjahr 2018 (15.194 Meldungen) bedeutet das zwar einen starken Rückgang, aber jenes Jahr war laut Barbara Schloßbauer, Projektleiterin von “Stopline”, wohl ein Ausreißer. Die Meldestelle gibt es nun seit 22 Jahren und wurde von den Internet Service Providern Austria (ISPA) gegründet, wie Schloßbauer und ISPA-Generalsekretär Maximilian Schubert am Mittwoch bei einer Online-Pressekonferenz erläuterten. “Stopline” dient der Meldung von Inhalten sexuellen Missbrauchs unmündiger Minderjähriger (Paragraf 207a Strafgesetzbuch) und nationalsozialistischer Wiederbetätigung (Verbotsgesetz) im Internet. Der Meldungseingang sei – wie der Internetkonsum – jedes Jahr kontinuierlich angestiegen, sagte Schloßbauer. Insgesamt gab es bisher rund 95.000 Meldungen, von denen 21.000 auch tatsächlich strafbar waren. 2019 gingen pro Monat durchschnittlich rund 750 Meldungen ein, und das blieb auch, wenn man die Monate miteinander vergleicht, relativ konstant. Auffällig war im vergangenen Jahr aber, dass es eine deutliche Verschiebung hin zu Hinweisen über NS-Inhalte gab. Während 2017 und 2018 jeweils mehr als 97 Prozent der Meldungen sexuelle Missbrauchsdarstellungen betrafen, sank dies im vergangenen Jahr auf 68 Prozent (6.167 Meldungen). Im Gegensatz dazu hat sich der Anteil von nationalsozialistischen Inhalten von nur einem Prozent (23 Meldungen im Jahr 2018) auf 17 Prozent 2019 (1.526 Meldungen) erhöht. Besonders hoch war im vergangenen Jahr der Anteil der tatsächlich als strafrechtlich relevant eingestuften Meldungen: 30 Prozent der eingegangenen Hinweise – in absoluten Zahlen 2.697 – wurden als zutreffend eingestuft, also beinahe jede dritte Meldung. In den vergangenen Jahren lag dieser Wert immer zwischen elf und 22 Prozent. 2018 war es beispielsweise jeder fünfte Hinweis (19 Prozent), der nach Meinung von “Stopline” tatsächlich gegen die einschlägigen Gesetzesbestimmungen verstieß. Die Meldestelle führte diese Entwicklung darauf zurück, dass durch die Öffentlichkeitsarbeit ihre zwei Zuständigkeitsbereiche im Bewusstsein der User verankert wurden. Nach wie vor ist Österreich als Hostingplatz für strafbare Inhalte ausgesprochen unattraktiv, konzedierte Schubert. “Das war nicht immer so, das haben wir uns erarbeitet. Wenn kriminelle Inhalten gefunden werden, werden sie umgehend entfernt, und das nicht innerhalb von Tagen, sondern im Regelfall innerhalb von Stunden.” Im Vorjahr betrafen drei Meldungen in Österreich gehostete Inhalte, alle drei wurden wegen sexuellen Missbrauchs Minderjähriger getätigt. Schloßbauer zufolge wurden in allen drei Fällen innerhalb weniger Stunden die Behörden und die betreffenden Provider informiert, die ebenso schnell reagierten und die Inhalte aus dem Netz nahmen. Über den Dachverband INHOPE der Internethotlines weltweit, bei dem die “Stopline” Gründungsmitglied ist, wurden im Ausland gehostete Inhalte weitergemeldet. Und da ist festzustellen, dass über 55 Prozent der Meldungen bei “Stopline” Inhalte in den Niederlanden betraf. “Die Niederlande haben eine hervorragende Infrastruktur, es gibt ein wesentlich höheres Aufkommen an Providern”, erläuterte Schubert. Zudem habe es Hoster sogenannte Bulletproof-Hoster, die bekannt sind, solange mit einer Reaktion zuzuwarten, bis sie strafrechtlich belangt werden können. Der ISPA-Generalsekretär sprach von einem neuen Weg, den die Niederlande gehen wollen: weg von der rein strafrechtlichen Verfolgung, eine Schubert zufolge sehr hohe Hürde hin zu verwaltungstrafrechtlicher Verfolgung von Providern, die strafrechtlich relevante Inhalte hosten. Jedenfalls haben die Niederländer bei den sie betreffenden Meldungen auf strafbare Inhalte den langjährigen Spitzenreiter USA mittlerweile weit abgehängt. 36,3 Prozent der Meldungen bei “Stopline” betrafen die Vereinigten Staaten. An dritter Stelle lag Russland mit nur mehr 2,4 Prozent. “Da gab es in den vergangenen Jahren große Bemühungen, es hat sich viel geändert”, lobte Schloßbauer Russland. Schloßbauer wagte auch einen Ausblick auf das heurige Jahr: Derzeit liegen der “Stopline” etwa 5.700 Meldungen vor. “Eine vorsichtige Prognose: Ich glaube nicht, dass die Zahlen von 2018 erreicht werden. Nach jetzigen Stand liegen wir hochgerechnet über 2019, aber unter 2018.” In jenem Jahr hatten zwei, drei Melder besonders oft auf Inhalte hingewiesen, wie die Mitarbeiter der Hotline aufgrund der Art der Meldungen vermuten – die Meldungen sind ja anonym. Darüber hinaus wurden in Deutschland einige große Fälle von Kindesmissbrauch bekannt, was zu ausführlicher Berichterstattung führte und so das Problem besonders in der Öffentlichkeit verankerte. 2020 könnte nicht zuletzt wegen der Coronakrise ein besonderes werden: “Jeder ist viel mehr online, kaum jemand traf sich real”, sagte Schloßbauer. Die “Stopline” stellte in den Monaten März, April und Mai jedenfalls einen Anstieg fest. “Ich könnte mir schon vorstellen, dass da ein Zusammenhang besteht.” Wie sich die Pandemie auf die Tätigkeit der Hotline auswirkt, “diese Frage stellen wir uns alle”, ergänzte ISPA-Generalsekretär Schubert. Er wies auf die Reisebeschränkungen hin: Pädophile, die sonst oft nach Asien oder in andere Staaten gereist seien, “können dies nicht tun. Der Verdacht liegt nahe, dass sie nun verstärkt im Internet nach Darstellungen sexuellen Missbrauchs suchen”. Kritisch untersucht werde auch das Home-Working. Schubert sprach von Spekulationen auf diversen Plattformen, dass es für Pädophile leichter sein könnte, an die wegen des Home-Office der Eltern unbeaufsichtigten Kinder heranzukommen.

Viele Meldungen zu Kindesmissbrauch und NS-Inhalten im Netz

Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) ist hoffnungsfroh, was die Aufhebung der in der Coronakrise verhängten Grenzkontrollen und Einreisebeschränkungen betrifft. Er könne zwar kein konkretes Datum nennen, aber “eine Hoffnung gebende” Antwort geben, sagte Nehammer den “Salzburger Nachrichten” (Freitag-Ausgabe). Seine Wunschvorstellung sei es, bald zu einem Zeitplan zu kommen. “Wir und einige unserer Nachbarländer wie Deutschland, Tschechien, die Slowakei und die Schweiz haben eine sehr günstige Entwicklung, was die Infektionszahlen betrifft. Hier bin ich in engem Kontakt, wie wir im Gleichklang eine Öffnung der Grenzen realisieren können. Die Gesprächsbereitschaft und das Interesse ist da.” Allen sei klar, dass es eine zeitliche Perspektive geben müsse, ab wann keine Grenzkontrollen mehr notwendig seien, so Nehammer.

Innenminister Nehammer optimistisch zu Grenzöffnungen