Prozess: Gläubiger in Discoszene um Millionen Euro gebracht

Merken
Prozess: Gläubiger in Discoszene um Millionen Euro gebracht

Zwei Angeklagte – Vater und Sohn – stehen ab Dienstag vor dem Landesgericht Linz, weil sie das Vermögen der Gläubiger von fünf Gesellschaften im Diskothekenbereich um insgesamt 5,29 Millionen Euro geschmälert haben sollen. Ein dritter Beschuldiger hat laut Anklage einen Schaden von rund 925.000 Euro zu vertreten. Der Prozess ist auf drei Tage anberaumt. Die diversen Firmen von Vater und Sohn im Diskothekenbereich sollen sich gegenseitig und den Angeklagten selbst wirtschaftlich unvertretbare und grob sorgfaltswidrige Kredite gewährt haben. Als es zur – laut Anklage grob fahrlässig herbeigeführten – Insolvenz der Firmen kam, bestand kaum nennenswertes Vermögen dafür gab es aber hohe Verbindlichkeiten. Zudem sollen Markenrechte weiterveräußert worden sein, ohne dass – vom Drittangeklagten – ein Kaufpreis entrichtet worden wäre.

Teilen auf:
Kommentare:

Es sind noch keine Kommentare abgegeben worden.

Schreibe einen Kommentar

Auch Interessant

Gewalt gegenüber Frauen ist immer noch allgegenwärtig. Weltweit ist jede 3. Frau davon betroffen. Um dafür zu sensibilisieren wurde die Aktion Orange the world ins Leben gerufen. Weltweit werden prominente Gebäude, wie etwa die Mailänder Scala Orange beleuchtet. Und auch Wels ist heuer dabei. Hier haben sich die 3 Damen Service Clubs zusammengetan und mehrere Aktionen ins Leben gerufen.

Chinas Präsident Xi Jinping eröffnete den “Seestern” in Dasing bei Peking. Der Flughafen soll anfangs 45 Millionen Passagiere im Jahr abfertigen. Foto: AFP (STR)

Größter Flughafen der Welt nach vier Jahren eröffnet

Der Nothilfekoordinator der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist skeptisch, dass das neue Coronavirus nach der rasanten Ausbreitung rund um den Globus noch eliminiert werden kann. “Dieses Virus kann in der Bevölkerung heimisch werden, es kann sein, dass es nie mehr verschwindet”, sagte Michael Ryan.

Sars-CoV-2 verschwindet vielleicht nie wieder

Angesichts der hohen Anzahl an Neuinfektionen gilt Wien in Deutschland als Corona-Risikogebiet. Aber nicht nur, auch die Schweizund Belgien haben die Bundeshauptstadt inzwischen zur “roten Zone” erklärt. Was das für österreichische Reisende und bereits gebuchte Urlaube bedeutet. Deutschland. “Das bedeutet zum einen, dass das deutsche Außenamt vor nicht notwendigen, touristischen Reisen nach Wien warnt. Umgekehrt müssen sich Einreisende aus Wien in Deutschland verpflichtend auf das Coronavirus testen lassen – es sei denn, sie können ein negatives Testergebnis vorweisen, das höchstens 48 Stunden alt ist. Solange kein negatives Ergebnis vorliegt, müssen sie sich für zwei Wochen in häusliche Quarantäne begeben”, erklärt ÖAMTC-Juristin Verena Pronebner. “Dabei ist zu beachten, dass die Details zu den Quarantäneregeln bzw. geltenden Ausnahmen die jeweiligen deutschen Bundesländerfestlegen. Es ist daher wichtig, sich vorab beim jeweiligen Bundesland, in das man reisen möchte, über die gültigen Vorschriften zu informieren.” Schweiz. Wer von Wien in die Schweiz einreisen möchte, muss eine verpflichtende 10-tägige Quarantäne antreten, ein “Freitesten” ist nicht möglich. Belgien. Auch für Belgien brauchen Reisende aus Wien ab 18. September einen negativen Test, der unbedingt in Belgien durchgeführt werden muss – zusätzlich muss eine 14-tägige Quarantäne eingehalten werden, und zwar auch bei negativem Testergebnis. Ich komme aus Oberösterreich und möchte nur vom Flughafen Wien wegfliegen. Darf ich dann auch nicht mehr ohne Test/Quarantäne nach Deutschland einreisen? Reisende, die in den letzten 14 Tagen nicht im Bundesland Wien (oder in einem anderen von Deutschland ausgewiesenen Risikogebiet) waren, können vom Flughafen Wien ohne Quarantäne-Verpflichtung bzw. Covid-19-Test-Erfordernis nach Deutschland einreisen. Was bedeutet die Reisewarnung für meine Pauschalreise? “Haben Reisende aus Wien eine Pauschalreise zum Beispiel nach Deutschland gebucht und der Reisebeginn liegt innerhalb des Zeitraums, für den das Einreiseverbot gilt, kann man kostenlos vom Vertrag zurücktreten, also: die Reise kostenlos stornieren”, sagt Pronebner. Und wenn man in Deutschland nur eine Unterkunft gebucht hat?Haben Individualreisende aus Wien nur eine Unterkunft gebucht, gelten grundsätzlich die Stornobedingungen des jeweiligen Landes. Eine abschließende Beurteilung, ob eine kostenfreie Stornierung bei Beherbergungsverträgen möglich ist, ist aufgrund der unklaren Rechtslage jedoch nicht möglich. “Reisende sollten daher versuchen, eine gütliche Einigung mit dem Beherbergungsbetrieb, wie etwa eine Umbuchung, zu erzielen”, rät die ÖAMTC-Expertin. Wird die Beherbergung durch den Anbieter storniert, können Reisende die vollen Kosten zurückfordern. Werden Gäste zu einer vorzeitigen Abreise aufgefordert, können sie eine anteilige Rückerstattung verlangen. Was gilt, wenn ein Reisender aus Wien kommend nur ein Flug-/Bahn-/Busticket gebucht hat? Wenn die Beförderung annulliert, also abgesagt, wird, erhalten Passagiere das Geld für den Ticketpreis zurück. Ein Gutschein muss nicht akzeptiert werden. Wurde die Beförderung, z. B. der Flug, allerdings noch nicht annulliert, dann dürfen Reisende aus Wien zwar nach Deutschland einreisen, müssen aber eventuell in Quarantäne, da in der kurzen Zeit kein negativer Coronatest vorgewiesen werden kann. “Es ist derzeit rechtlich noch unklar, ob der Flug als Einzelleistung vom Reisenden storniert werden kann, da er von der Airline durchgeführt werden könnte. Daher ist es ratsam, sofort Kontakt mit der Airline aufzunehmen”, empfiehlt die Expertin.

Was die Reisewarnung für Wien für österreichische Urlauber bedeutet

Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) hat am Freitag an die Menschen in Österreich appelliert, “vor allem auch an die Jungen, dass es wieder mehr Risikobewusstsein, mehr Mitmachen gibt”. In den vergangenen sieben Tagen seien anteilig an der Bevölkerung “ganz stark die Jungen im Fokus” der Neuerkrankungen gestanden, sagte er bei einer Pressekonferenz in Wien. In einer ersten Phase der Pandemie in Österreich bis 15. März waren relativ viele junge Leute und Menschen mittleren Alters erkrankt, erläuterte Anschober. In der darauffolgenden Periode bis 11. April habe sich die Alterspyramide total verschoben und viele Ältere erkrankten. In der dritten Phase seit 12. April blieb der Anteil der über 85-Jährigen hoch und es kamen wieder etwas mehr jüngere Infizierte hinzu, betonte der Minister. Der Trend der vergangenen sieben Tage zeigt nun einen deutlichen Anstieg bei der jüngsten Altersgruppe. Anschober präsentierte auch eine Grafik zum “Sonderfall” der oberösterreichischen Gemeinde St. Wolfgang, wie er sagte. Hier waren fast nur Junge erkrankt, nachdem sich vor allem Praktikanten in Tourismusbetrieben infiziert hatten. “Ja, wir alle können betroffen sein, wenn wir leichtfertig sind”, warnte der Minister. Anschober richtete seinen Appell daher “nicht nur an die Jungen, aber auch an die Jungen”. Neben dem “Motto des Hausverstands” plädierte er für “Vernunft” und “Klugheit”. Viel wichtiger als die gesetzlichen Vorgaben seien Hygiene, Mindestabstand und der Mund-Nasen-Schutz (MNS). Die Reproduktionszahl liege in Österreich derzeit bei 1,07, das sei aber “kein Grund, dass man irgendwie nachlässig wird”. Der Babyelefant “lebt, hier ist er. Die Schlagzeilen, die es gegeben hat vor zwei Tagen, dass er gekillt wäre, noch dazu von mir – finde ich überhaupt am ärgsten -, sind nicht zutreffend”, sagte Anschober zu einem mitgebrachten etwa einen Meter großen Elefanten aus Karton als Symbol für den empfohlenen einen Meter Mindestabstand. “Wir brauchen ihn weiter”, betonte der Minister, auch wenn er derzeit nicht per Strafsanktion zwingend vorgeschrieben sei bis zur Novellierung des Covid-Maßnahmengesetzes Anfang September. Auch in den Bädern sei die erste Empfehlung, dass der Abstand eingehalten wird, sagte Anschober auf Nachfrage zur Diskussion um eine Maskenpflicht wegen der derzeit teilweise großen Menschenaufläufe in Freibädern. Dann brauche es die Maske auch nicht, so der Ressortchef. In Freiräumen empfehle sie die Maske “nicht so extrem”, fügte Miranda Suchomel vom Institut für Hygiene und Angewandte Immunologie der MedUni Wien hinzu. “Beim Kommen und Gehen kann es durchaus Sinn machen”, sagte sie, beim auf der Wiese Liegen jedoch nicht. 175 Neuerkrankungen mit dem Coronavirus sind am Freitag (Stand 9.30 Uhr) in den vergangenen 24 Stunden in Österreich hinzugekommen. Das ist der höchste Wert seit mehreren Wochen, geht aus den Zahlen von Innen- und Gesundheitsministerium hervor. “Das ist hoch, vergleichsweise”, sagte Anschober. Es sei etwa der Wert von vorgestern, aber deutlich über dem gestrigen Wert, betonte Anschober. Wien und Oberösterreich waren wie in den vergangen Tagen die stärksten Länder bei der Zahl der Neuinfektionen, berichtete der Minister. 78 neue Fälle gab es in der Bundeshauptstadt und 45 in Oberösterreich, je 15 in Niederösterreich und Salzburg sowie zehn im Burgenland, vier in der Steiermark, je drei in Tirol und Vorarlberg und zwei in Kärnten. Auch die Zahl der Spitalspatienten blieb am Freitag dreistellig. Exakt 100 Personen mit einer Covid-19-Erkrankung befanden sich in Krankenhäusern (minus fünf zum Vortag), davon 16 auf Intensivstationen. Die Zahl der Verstorbenen blieb mit 718 gleich. Bisher gab es insgesamt 21.130 Erkrankte, wovon 18.758 wieder genesen sind. Am Freitagvormittag waren somit 1.654 Fälle noch aktiv. “Wir haben mittlerweile 890.000 Tests erreicht”, erläuterte Anschober. In den vergangenen 24 Stunden waren es demnach zuletzt 10.425 Testungen. “Wir versuchen in den letzten Wochen sehr stark asymptomatische Personen zu erfassen”, hob der Minister die Tests im Tourismus und große Screenings – etwa von Menschen in prekären Wohnsituationen und Arbeitsbereichen sowie in Pflegeheimen – hervor. Am Vortag seien “26 Prozent unserer positiven Testergebnisse” asymptomatische Personen gewesen, betonte Anschober.

"Babyelefant lebt": Anschober warnt Junge vor Corona-Gefahr

Sowohl in Italien als auch in Deutschland gibt es immer mehr jüngere Corona-Patienten. Die jüngsten Erkrankten mit Symptomen sind etwa 20 Jahre alt. Auch ein junger Patient sei nicht geschützt davor, einen schweren Verlauf zu haben, warnen deutsche Mediziner.

"Jung" heißt nicht "symptomfrei"