Pussy-Riot-Aktivist zu 15 Tagen Arrest verurteilt

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Pussy-Riot-Aktivist zu 15 Tagen Arrest verurteilt

Der russische politische Aktionskünstler Pjotr Wersilow ist zu 15 Tagen Haft in einer Gefängniszelle verurteilt worden. Er sitze die Strafe dort ab, wo er schon 2018 wegen einer Aktion im Stadion während der Fußball-Weltmeisterschaft den Arrest abgesessen habe, teilte der 32-Jährige am Montag in Moskau mit. Diesmal sei er für lautes Schimpfen bestraft worden, schrieb er auf Twitter.

Die Justiz warf ihm offiziell leichtes Rowdytum vor. Er habe öffentlich Schimpfwörter gerufen, hieß es. Wersilow, der auch Herausgeber des kremlkritischen Internetportals Mediazona ist, macht immer wieder durch politische Aktionen mit der Künstlergruppe Woina und der Punkband Pussy Riot auf sich aufmerksam. Am Sonntag hatte von ihm über Stunden jede Spur gefehlt. Zudem hatte es bei Wersilow, der nach einem mutmaßlichen Giftanschlag 2018 in der Berliner Charité behandelt wurde, auch eine Razzia gegeben. Dabei sei es zunächst um Extremismus-Vorwürfe gegangen, sagte er.

Bilder von den Schäden in der Wohnung hatte er im Internet veröffentlicht und sich dann auch mit einer kurzen Video-Botschaft aus der Polizeistation gemeldet. Dort war er insgesamt 13 Stunden lang festgehalten worden. Wersilow und andere Aktivisten haben immer wieder Ärger mit der russischen Polizei und Justiz.

Zwei Frauen der Punkband Pussy Riot waren 2012 nach einem gegen Präsident Wladimir Putin gerichteten Gebet in einer Kirche zu Straflager verurteilt worden. Eine dritte Aktivistin kam auf Bewährung frei. Das Vorgehen gegen kremlkritische Künstler löste in der Vergangenheit wiederholt internationale Kritik aus. Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg verurteilte nach dem Anti-Putin-Protest in der Kirche den russischen Staat zu Strafen wegen des Vorgehens gegen die drei Pussy-Riot-Frauen.

2018 war Wersilow beim Finalspiel der Fußball-WM mit drei Mitstreitern in Uniformen aufs Spielfeld gelaufen, um unter anderem gegen Polizeigewalt zu demonstrieren. Alle vier wurden zu 15 Tagen Arrest verurteilt.

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