Radsportler Jakobsen erlitt mehrere Knochenbrüche im Gesicht

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Radsportler Jakobsen erlitt mehrere Knochenbrüche im Gesicht

Der bei der Polen-Rundfahrt schwer gestürzte niederländische Radprofi Fabio Jakobsen hat nach Angaben seines Teamchefs schwere Verletzungen im Gesicht erlitten. “Alle Knochen in seinem Gesicht sind gebrochen”, sagte Patrick Lefevere, der Manager des Rennstalls Deceuninck-Quick Step, am Donnerstag im belgischen Radio. Der Zustand sei “sehr schlimm. Wir beten weiter, dass er überlebt.”

Laut einer offiziellen Teammitteilung war der Zustand von Jacobsen nach einer Gesichtsoperation in der Nacht am Donnerstagvormittag “stabil”. Er solle im Laufe des Tages im Spital in Kattowitz aus dem Tiefschlaf geholt werden, hieß es.

Lefevere hatte am Abend zuvor gesagt, dass Dylan Groenewegen, der seinen Landsmann im Zielsprint bei hoher Geschwindigkeit abgedrängt hatte, eine Gefängnisstrafe verdiene. Diese Worte bedauere er nicht, sagte Lefevere nun. “Wir werden Schritte unternehmen, um bei der UCI und der Polizei Anzeige zu erstatten.”

Der wie der später disqualifizierte Groenewegen bei dem Hochgeschwindigkeitscrash ebenfalls zu Sturz gekommene Marc Sarreau zog sich Sehnenrisse in der Schulter zu. Der Franzose muste die Rundfahrt aufgeben. Groenewegen drohen als Verursacher des Massensturzes Sanktionen vom Radsport-Weltverband (UCI).

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Die verschränkte Ganztagsschule mit einem ständigen Wechsel von Unterricht, Lern-und Freizeit ist in Österreich nach wie vor selten. Nur rund 26.000 bzw. vier Prozent der Schüler an Pflichtschulen besuchen 2019/20 diese Schulform, zeigt die Beantwortung einer parlamentarischen Anfrage der SPÖ durch Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP). Wesentlicher Unterschied zwischen sogenannten getrennten (offenen) ganztägigen Schulformen und der verschränkten Ganztagsschule: In der verschränkten Form wechseln Unterrichts-, Lern- und Freizeit im Laufe eines ganzen Tages ab. Am Vormittag können ebenso wie am Nachmittag Freizeit- oder Unterrichtszeiten stattfinden. Dementsprechend müssen auch alle Schüler jeden Tag in der Woche bis zum Schulende (meist 15.30 Uhr) bleiben. In der getrennten Form findet der Unterricht dagegen nur am Vormittag statt, anschließend gibt es Mittagessen und Nachmittagsbetreuung. Ein Besuch der Betreuung ist daher auch nur tageweise möglich. Insgesamt besuchen derzeit rund 137.400 Kinder an allgemeinbildenden Pflichtschulen (Volksschule, Neue Mittelschule, Sonderschule, Polytechnische Schule) eine Art der ganztägigen Schule, das ist rund ein Viertel der Gesamtschülerzahl an diesen Schulen. Knapp 111.600 sind davon in einer getrennten Form, rund 25.800 in der verschränkten. Betrachtet man nur die Kinder in ganztägigen Schulformen, ist damit ein knappes Fünftel an einer verschränkten Ganztagsschule zu finden. Einziges Bundesland mit einem höheren Anteil ist Wien mit 39 Prozent, aber selbst in der Bundeshauptstadt dominiert die getrennte Form. Insgesamt ist die Zahl der Kinder an ganztägigen Schulformen im Pflichtschulbereich von 132.500 im Schuljahr 2018/19 auf 137.400 im Schuljahr 2019/20 gestiegen. Der entsprechende Anteil der betreuten Kinder wuchs damit um knapp einen Prozentpunkt auf 23,8 Prozent. Bis zum Schuljahr 2022/23 sollen 30 Prozent der Schüler an Pflichtschulen (172.500) einen Platz in einer ganztägigen Schulform haben. Zur Finanzierung des Ausbaus der Plätze gibt es Zweckzuschüsse des Bundes in Höhe von 32,5 Mio. Euro. Heuer haben bis auf Vorarlberg alle Länder den ihnen zustehenden Betrag in voller Höhe abgerufen.

Verschränkte Ganztagsschule nach wie vor selten

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Kogler: Weniger Bewegung im Freien, sonst neue Einschränkungen

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Keine Verschärfungen, kein Rückgang bei Infektionen

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So manche Wiener Gastro-Gutscheine, die als Corona-Hilfsmaßnahme eingeführt wurden, dürften bereits unrechtmäßig die Besitzer gewechselt haben. Laut einem Sprecher des zuständigen Stadtrats Peter Hanke (SPÖ) wurden einige der Bons gesperrt. Das ist möglich, da sie über Registriernummern verfügen und im Lokal gescannt werden müssen. Die Polizei meldete indes auch eine erste Anzeige. Die Polizei vermeldete am Donnerstag auch eine erste Anzeige wegen eines aufgebrochenen Briefkasten in Wien-Floridsdorf. “Die Kollegen rechnen mit weiteren, da der Anzeiger angedeutet hat, dass es möglicherweise auch andere Geschädigte in seinem Wohnhaus gibt”, hieß es seitens der Exekutive. Da diese Anzeigen wegen Einbruchsdiebstahls in jeder Polizeiinspektion in Wien gemacht werden können, sei es zudem “durchaus möglich, dass es weitere Anzeigen gibt”. Die Anzahl der Gutscheine, die aus dem Verkehr gezogen wurden, liegt aktuell im mittleren zweistelligen Bereich, wurde auf APA-Anfrage betont. Sie wurden der Polizei als mutmaßlich entwendet gemeldet. Die Gutscheine sind nicht personalisiert, können also nicht nur durch die Empfänger genutzt werden. Auch das Verschenken oder Verkaufen ist im Prinzip erlaubt, womit sie auch als Spenden an Hilfsorganisationen verwendet werden können. Ist ein Bon auf dem Postweg verschwunden oder gar aus dem Briefkasten gestohlen worden, kann man Ersatz beantragen. Der nicht eingetroffene Gutschein wird zuvor aber gesperrt. Man empfehle dringend, keine Gutscheine – wie sie bereits über Web-Plattformen angeboten wurden – zu kaufen, hieß es. Denn man könne nicht wissen, ob er nicht gestohlen und längst gesperrt wurde. Einlösbar ist der Wiener Gastro-Gutschein aktuell in rund 2.000 Lokalen. Infos, welche Betriebe mit dabei sind, gibt es auf . Rund 950.000 Gutscheine wurden ausgegeben. Sie weisen ein Guthaben von 50 bzw. 25 Euro (für Einpersonenhaushalte, Anm.) auf und können bis Ende September bei registrierten Wirten für Speisen und nicht-alkoholische Getränke eingelöst werden. Die Kosten für die Aktion werden mit 40 Mio. Euro beziffert.

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