Ramadan steht im Schatten der Coronakrise

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Ramadan steht im Schatten der Coronakrise

Überschattet von der Corona-Pandemie beginnt kommende Woche für Muslime in aller Welt der Fastenmonat Ramadan. Während des nach dem Mondjahr berechneten islamischen Fastenmonats sind tagsüber Essen, Trinken, Rauchen und Geschlechtsverkehr untersagt. In der Nacht darf dafür ausgiebig gespeist werden, es werden aber auch religiöse Übungen abgehalten.

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Peter Stöger ist am Samstag als neuer Trainer von Fußball-Bundesligist Austria Wien vorgestellt worden. Die violette Ikone soll die Position für ein Jahr neben seinem Job als sportlicher Leiter bekleiden. “Ich kenne den Club natürlich gut, ich kenne die Problematik”, sage der Wiener. Unter den derzeit heiklen Voraussetzungen sei das die Ideallösung und auch “wirtschaftlich die günstigste Lösung”. Stöger wolle jedes Training selbst leiten, bis nächster Woche soll aber ein vierköpfiges Trainerteam bestellt werden, das aus zwei Fußball-Assistenten, einem Athletik- und einem Tormanntrainer bestehen soll. Die Frage nach den sportlichen Zielen könne derzeit “nicht seriös” beantwortet werden, meinte Stöger. Es gebe aufgrund der wirtschaftlichen Lage der Austria und der Covid-19-Krise noch zu viele Fragezeichen. “Angst begleitet mich relativ wenig”, stellte Stöger aber fest.

Stöger als Austria-Trainer präsentiert: "Kenne den Club gut"

Wegen der Corona-Krise hat Spaniens Militär die NATO um Hilfe gebeten. Die spanischen Streitkräfte hätten “internationale Hilfe” angefordert, um Unterstützung bei der medizinischen Versorgung zu erhalten, erklärte das Militärbündnis am Dienstag. Demnach bat Madrid um 500.000 Test-Kits, 500 Beatmungsgeräte sowie 1,5 Millionen OP-Masken und 450.000 Atemschutzmasken.Trotz einer vor zehn Tagen verhängten strikten Ausgangssperre steigen in Spanien sowohl die Zahl der Neuansteckungen als Todesopfer weiter an. Am Dienstag meldete das Land insgesamt fast 2700 Todesfälle.

Spaniens Militär bittet NATO um Hilfe

US-Country-Rock-Legende Charlie Daniels ist im Alter von 83 Jahren gestorben. Der Sänger starb am Montag in einem Krankenhaus in Tennessee, sagte sein Sprecher. Sein größter Hit war der Grammy-prämierte Song “The Devil Went Down to Georgia“. Laut dem Sprecher erlitt Daniels einen Schlaganfall.

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Ein Fitnessclub-Besitzer in Amstetten will entgegen des aufgrund der Covid-19-Maßnahmen nach wie vor herrschenden Verbots am Montag seine Tore für Besucher öffnen. “Bundeskanzler Kurz hat gesagt, er kämpft um jeden Betrieb. Aber während er kämpft, gehe ich pleite. Ich habe keine Zeit mehr”, meint Gründer Christoph Haider in einem Video-Statement, das er auf YouTube veröffentlicht hat. Haider will in seinem Club höchste Hygiene- und Sicherheitsstandards einhalten. Dass er mit der Öffnung gegen die derzeitige Gesetzeslage verstößt, ist ihm klar. Er müsse dies mit Blick auf seine Finanzen aber vorantreiben. “Es ist eine menschliche Verpflichtung meinen Kindern gegenüber. Es ist meine unternehmerische Verantwortung“, meint er – und appellierte mit Blick auf die nun wieder eröffneten Friseurläden oder Kosmetiksalons an die “rechtliche Gleichbehandlung“. Seinen Club eröffnete Haider erst einen Monat vor Beginn der Coronakrise. Laut eigenen Angaben hat er 1.000 Euro aus dem Härtefonds bekommen. Damit könne er die Miete bezahlen. Die Leasingrate für die Geräte sei aber ohne Einkünfte nicht stemmbar. Noch dazu sei von der Regierung noch nicht einmal ein möglicher Wiedereröffnungstermin in Aussicht gestellt worden. Samstagmittag hatte das YouTube-Video mehr als 1.800 Aufrufe verzeichnet. Auf der Facebook-Seite steht mittlerweile auch ein Video, in dem der Betreiber eines Fitnessclubs in Bad Waltersdorf in der Steiermark ebenfalls ankündigt, Montagvormittag öffnen zu wollen. Vizekanzler Werner Kogler (Grüne) hatte für die Fitnessstudios Ende Mai als Wiedereröffnungstermin in Aussicht gestellt.

Fitnessclub sperrt auf: "Haben keine Zeit mehr"

Wegen der Coronakrise waren seit Anfang April erstmals außerordentliche Zivildiener im Einsatz. Für rund 1.500 junge Männer bedeutete dies eine Verlängerung ihres Dienstes, dazu kamen insgesamt rund 3.000 freiwillige frühere Zivildiener. Mit Ende Juni ist dieser Dienst nun für die meisten zu Ende gegangen. Der Beschluss der Bundesregierung erfolgte mit 15. März, wobei man neben Verlängerung und freiwilligem Einsatz auch auf die Versetzung bestehender Zivildiener zu Corona-relevanten Einrichtungen (Krankenanstalten, Rettungswesen, etc.) setzte. Starttermin war der 1. April. Für 1.500 Aktive wurde der Dienst bis Ende Juni verlängert, zusätzlich traten rund 2.000 Freiwillige ihren Dienst an. Mit 1. Mai kamen noch einmal 1.000 Freiwillige dazu. Im Juni begannen keine weiteren a.o. Zivildiener, die bestehenden 4.500 blieben im Einsatz. Mit Ende des Monats endete nun der Dienst für alle verlängerten und für den Großteil der Freiwilligen. Nur noch einige 100 vom Mai-Termin sind weiter im Einsatz, hieß es im zuständigen Ministerium von Elisabeth Köstinger (ÖVP). Der heutige 1. Juli ist nun wieder ein normaler Dienstantrittstermin mit mehr als 1.200 ordentlichen Zivildienern, davon 600 bei Rettungsorganisationen. Für Köstinger hat sich die Maßnahme gelohnt, wie sie in einer schriftlichen Mitteilung erklärte. Es sei dies eine wichtige Stütze und Ergänzung für den Gesundheits-, Pflege- und Betreuungsbereich gewesen. Sie dankte den rund 4.500 jungen Männern: “Sie haben einen wesentlichen Teil dazu beigetragen, dass unsere Versorgungssysteme in der Coronakrise gut gehalten haben.” Es sei wichtig, den Zivildienst weiter zu stärken und weiterzuentwickeln, meinte die Ministerin.

Außerordentlicher Zivildiener-Einsatz großteils beendet

Rund 10.000 Motorradfahrer haben in München am Samstag gegen mögliche Fahrverbote an Sonn- und Feiertagen protestiert und für erhebliche Verkehrsstörungen gesorgt. Obwohl das Kreisverwaltungsreferat die mit 8.000 Teilnehmern angekündigte Großdemonstration zuvor verboten hatte, waren seit der Früh Biker in die deutsche Millionenstadt geströmt. Mit Hupkonzerten, Jubelrufen und lauter Musik machten sie auf sich aufmerksam. Ihr Ziel: Der Mittlere Ring, eine der wichtigsten Verkehrsadern rund um die Innenstadt. Bei sonnigem Wetter säumten auch viele Zuschauer die Straßen und spendierten den Bikern Beifall, die mitunter recht gemächlich unterwegs waren. Gegen 14.00 Uhr habe sich der Verkehr wieder normalisiert, berichtete die Polizei, die sogar mit einem Hubschrauber im Einsatz war, um das Geschehen zu überblicken. Versammlungsrechtlich könne man den Bikern nichts vorwerfen, erklärte der Polizeisprecher. Das Ganze habe nicht den Charakter einer Kundgebung gehabt. Die Beamten hätten mit den Leuten gesprochen und sie immer wieder ermahnt, nicht auf der Straße stehen zu bleiben und vor allem auch in angemessenem Tempo zu fahren. “Fahren dürfen wir auf dem Mittleren Ring, das kann uns keiner verbieten”, sagte einer der Motorradfahrer, der aus dem Raum Erding kam. Für einige könnte der Korso dennoch Folgen haben. Einige Motorradfahrer versuchten laut Polizei, eigenmächtig den Verkehr zu regeln. Andere seien von ihren Maschinen abgestiegen und hätten so den Verkehr auf dem Mittleren Ring blockiert. Mit Gesprächen habe man sie aber zum Weiterfahren veranlassen können. Zudem wurde ein Tunnel wegen eines Brandalarms gesperrt. Ursache war laut Polizei wohl ein defektes Motorrad. Hier werde aber noch weiter ermittelt. Ähnliche Aktionen gab es unter anderem in Schwerin, Hamburg, Wiesbaden, Düsseldorf und Dresden. Eine ursprünglich geplante zentrale Kundgebung auf der Theresienwiese hatten die Veranstalter wegen der vielen Auflagen abgesagt. Anlass für die Protestfahrt waren vom Bundesrat geforderte zeitlich beschränkte Verkehrsverbote an Sonn- und Feiertagen aus Lärmschutzgründen. Damit soll der Motorradlärm etwa in beliebten Ausflugsgegenden reduziert werden. Der deutsche Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) sprach sich gegen weitere Motorrad-Fahrverbote aus, Fahrer- und Herstellerverbände kritisierten die Vorschläge als “wirklichkeitsfremd” und “populistisch”.

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