Registrierungspflicht in Wiener Lokalen tritt in Kraft

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Registrierungspflicht in Wiener Lokalen tritt in Kraft

In Wien tritt am Montag die Registrierungspflicht in der Gastronomie in Kraft. Gäste müssen nun ihre Daten in ein Formular eintragen. Damit soll die Ausforschung von Kontaktpersonen bei Coronavirusinfektionen erleichtert werden. Die Betriebe sind angehalten, die Unterlagen vier Wochen aufzubewahren. Die Verordnung gilt vorerst bis Ende des Jahres. Wirten, die sich weigern, die Regelung umzusetzen, droht eine Geldstrafe.

Der Datenschutz soll laut Rathaus gewährleistet werden. Die Behörde darf nur bei einem Infektionsfall in die Formulare Einsicht nehmen.

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Kommentare:
  1. petra podaril sagt:

    🙂

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Mag. Franz Edlbauer (Obmann WKO Wels) im Talk.

Wegen der Corona-Krise riegelt Argentinien seine Grenzen komplett ab. Bis kommenden Mittwoch dürfen selbst argentinische Staatsbürger nicht mehr in ihr Heimatland einreisen, wie die Regierung in Buenos Aires am Freitag mitteilte. Vor knapp zwei Wochen hatte Argentinien bereits seine Grenzen für Ausländer geschlossen. Laut einem Bericht der Zeitung “La Nación” wurden seitdem etwa 12.000 Argentinier aus dem Ausland mit Repatriierungsflügen heimgeholt. Weitere 10.000 sollen noch im Ausland gestrandet sein. Bisher infizierten sich in Argentinien 590 Menschen mit dem neuartigen Coronavirus. 14 Patienten starben. Seit einer Woche gelten weitreichende Ausgangsbeschränkungen. Bis zum 31. März dürfen die Menschen landesweit ihre Häuser und Wohnungen nicht mehr verlassen. Erlaubt sind nur Besorgungen in nahe gelegenen Lebensmittelgeschäften und Apotheken. Es wurde erwartet, dass die Ausgangsbeschränkungen noch weiter verlängert werden.

Argentinien schließt Grenzen auch für eigene Bürger

Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) hat sich am Mittwoch im Hinblick auf die UNO-Nachhaltigkeitsziele für eine Stärkung der “sozialen Sicherungssysteme” ausgesprochen. Die Corona-Pandemie habe gezeigt, “wie wichtig es ist, auf internationaler Ebene zusammenzuarbeiten”, und im Zuge der Bekämpfung des Virus sei “die enge Verzahnung der 17 globalen Nachhaltigkeitsziele deutlich” geworden. So könne “ein gesundes Leben und Wohlergehen nicht getrennt zur Bekämpfung des Hungers in der Welt betrachtet werden”, so der Minister in einer der APA übermittelten Stellungnahme. “Um dem Leitprinzip der Agenda 2030 ‘Leave no one behind’ gerecht zu werden und schutzbedürftigen Menschen zu helfen, müssen wir auch die sozialen Sicherungssysteme stärken: Denn aus der globalen Gesundheitskrise darf keine soziale Krise werden.” Österreich präsentiert am Mittwoch offiziell seinen ersten Fortschrittsbericht zur Umsetzung der UNO-Nachhaltigkeitsziele (SDGs), die 2015 von den Vereinten Nationen beschlossen worden sind. Österreich bekenne sich “weiter zu Nachhaltigkeit und arbeitet engagiert am Erreichen der Ziele. Dies ist in der globalen Covid-19 Krise eine besondere Herausforderung, bei deren Bewältigung die SDGs als Maßstab dienen”, erklärte Europaministerin Karoline Edtstadler (ÖVP) im Vorfeld. Sie wird den ersten “Freiwilligen Nationalen Umsetzungsbericht” (FNU) im Rahmen des Hochrangigen Politischen Forums für Nachhaltige Entwicklung in New York, das in diesem Jahr virtuell stattfindet, vorstellen. Petra Bayr, SPÖ-Bereichssprecherin für globale Entwicklung, stellte am Mittwoch in einer Aussendung die Frage, ob die Bundesregierung die Agenda 2030 denn ernst nehme. “Während manche Länder heuer schon zum zweiten Mal berichten, legt Österreich heute seinen ersten Freiwilligen Nationalen Bericht zur Umsetzung der Nachhaltigen Entwicklungsziele vor. Österreich ist neben Bulgarien damit das letzte EU-Land. Alle anderen haben sich über die Umsetzung und Berichterstattung schon mehr und früher Gedanken gemacht”, so Bayr. Fünf Jahre nach Beschluss der Agenda 2030 und zwei Jahre, nachdem der Rechnungshof seinen Bericht zur Umsetzung veröffentlicht habe, nehme ein Regierungsmitglied öffentlich Stellung. “Der FNU spiegelt die Untätigkeit der Regierung während der letzten fünf Jahre zur Umsetzung der Agenda 2030 wider. Einzige Lichtblicke sind die präsentierten zivilgesellschaftlichen Initiativen.” UNICEF Österreich betonte am Mittwoch, Kinder und Jugendliche müssten bei der Umsetzung der Agenda 2030 im Zentrum stehen. “Die Covid-19-Pandemie hat uns alle daran erinnert, wie wichtig lebenswichtige Systeme sind, die das Leben der Menschen unterstützen. Gesundheit, Wasser, Bildung, sanitäre Einrichtungen, Ernährung, Impfungen, Schutz. Dies sind nicht nur Grundbedürfnisse für jeden Menschen und jede Gemeinschaft. Sie stellen auch einen Weg zu einer besseren Welt dar, von der uns die SDGs eine Vision vorgeben”, sagte UNICEF-Exekutivdirektorin Henrietta Fore laut einer Pressemitteilung. Die Maßnahmen im Kampf gegen das Coronavirus müssten zur Umsetzung der Nachhaltigkeitsziele beitragen und dabei das Hauptaugenmerk auf Kinder richten, so das UNO-Kinderhilfswerk. Bisherige UNICEF-Analysen zeigten, dass in Österreich in Bezug auf die kinderspezifische Datenerfassung der SDG-Fortschritte noch Lücken bestünden – insbesondere im Bereich Schutz vor Gewalt und Ausbeutung (SDGs 5.3 und 16.2) – und im internationalen Vergleich u.a. im Bereich Bildung noch Aufholbedarf bestehe. Kinder müssten in die Implementierung und die Umsetzung von Maßnahmen mit einbezogen werden, “denn schließlich wird hier die Welt gestaltet, in der sie künftig leben werden”.

Anschober will soziale Sicherungssysteme stärken

Der Wunsch von Angehörigen und Bewohnern von Seniorenheimen, nach sechs Wochen Besuchsverbot wieder persönlichen Kontakt miteinander haben zu dürfen, wird inzwischen an alle Sozialreferenten der Länder herangetragen. In einer Videokonferenz Montagabend mit Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) meinte dieser, “in den nächsten Tagen Empfehlungen erarbeiten zu lassen”, teilte sein Büro mit.

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Das Bregenzer Festspiel- und Kongresshaus wird 40. Am 17. Juli 1980 wurde es nach langjährigen Diskussionen vom damaligen Bundespräsidenten Rudolf Kirchschläger eröffnet. Seitdem wurde das Gebäude 1996/97 bzw. 1998 zweimal erweitert und vor 15 Jahren abermals ausgebaut und generalsaniert. In den kommenden Jahren steht die nächste Sanierung an. Über 400.000 Gäste begrüßt das Festspielhaus pro Jahr. Betrieben wird das Haus ganzjährig von der Bregenzer Festspiel- und Kongresshaus GmbH mit der Stadt Bregenz als alleiniger Eigentümerin. Rund zwölf Millionen Besucher strömten seit der Eröffnung in den markanten Bau am Bodenseeufer, die Auslastung des Hauses über das ganze Jahr gesehen liegt bei rund 93 Prozent. Im vergangenen Jahr wurden bei 349 Veranstaltungen rund 438.080 Besucher – inklusive der 249.500 Festspiel-Gäste – gezählt. 1955 wurde ein erster Ideenwettbewerb zur Planung eines Festspielhauses durchgeführt. Damals stand die Seetribüne für die Festspiele noch hinter dem Bregenzer Fußballstadion, und die Sporthalle wurde als “Festspielhaus” genutzt. Die erste Aufführung im Rahmen der Bregenzer Festspiele hatte 1946 auf zwei Kieskähnen in der Bregenzer Bucht stattgefunden. 1971 wurde die Idee geboren, das Festspielhaus mit der Seetribüne zusammenzulegen, ehe schließlich 1974 der Bregenzer Architekt Wilhelm Braun den Auftrag für Planungsarbeiten für das Festspiel- und Kongresshaus am neuen Standort erhielt. In den Jahren 1977/78 wurde das Festspielhaus neu gebaut, ein Jahr später erstmals die Seeaufführung – Puccinis “Turandot” – an heutiger Stelle dargeboten. Im Juli 1980 wurde das Festspielhaus schließlich feierlich eröffnet. Die rasant positive Entwicklung der Bregenzer Festspiele führte dazu, dass das Festspielhaus 1996/97 durch Zubauten (Verwaltungstrakt, Seestudio und Werkstattbühne) auf die doppelte Kubatur vergrößert wurde. 1998 wurde die Osttribüne auf der Seebühne erweitert und die Sitzplatzkapazität von 4.600 auf rund 7.000 ausgebaut. Der bisher letzte Meilenstein in der Geschichte des Festspielhauses datiert aus den Jahren 2005/06: Für 38,5 Mio. Euro wurde das Gebäude nochmals größer gestaltet und generalsaniert. Unter anderem wurde auch der Große Saal mit rund 1.600 Sitzplätzen erneuert. Nun steht von voraussichtlich 2021 bis 2024 die nächste Sanierung an, die diesmal auch Seebühne und -tribüne umfasst – sie wurden bereits mehrfach repariert, aber nie saniert. Investiert werden insgesamt rund 55 Mio. Euro. Auf dem Sanierungsplan stehen die Außenhülle des Gebäudes, die rund 40 Jahre alte Bühnentechnik des Haupthauses und die technische Infrastruktur der Werkstattbühne, die außerdem einen Zubau erhalten soll. Veranstaltungshighlights hatte das Bregenzer Festspielhaus in den vergangenen 40 Jahren auch abseits der Festspiele viele zu bieten. Tänzer-Legende Rudolf Nurejew gab sich ebenso die Ehre wie Dirigent Leonard Bernstein oder die Popstars Elton John, Peter Gabriel, Herbert Grönemeyer oder Falco, die auf der Seebühne auftraten. 2006 trafen sich die EU-Verkehrsminister im Festspielhaus, und 2008 war sogar Daniel Craig alias James Bond zu Dreharbeiten für das Bond-Abenteuer “A Quantum of Solace” zu Gast.

Bregenzer Festspiel- und Kongresshaus wird 40 Jahre alt

Die Mittelschule ist namenstechnisch nicht mehr neu: Mit dem Start des Schuljahrs 2020/21 firmieren die Neuen Mittelschulen (NMS; ehemals Hauptschulen) flächendeckend nur mehr als Mittelschulen. Augenfälligste Änderung: Bereits ab der 2. Klasse erhalten sie zwei Leistungsniveaus (“Standard” und “Standard-AHS”) mit je fünfteiliger Notenskala. Die Reform geht auf das sogenannte Pädagogik-Paket 2018 zurück. An einigen Schulen ist sie zumindest teilweise bereits umgesetzt – die einzelnen NMS hatten nämlich die Möglichkeit, bereits im Vorjahr die Änderungen in Kraft zu setzen. Ab heuer sind sie verpflichtend. Trotz des neuen Namens bleibt das Grundsystem erhalten: Die Schüler werden je nach Leistungsstand auf zwei Schienen beurteilt, von denen ein “Nicht Genügend” in der höheren einem Dreier, Vierer oder Fünfer in der niedrigeren entspricht. Die Umstellung auf die zwei Spuren erfolgt aber nicht erst in der dritten, sondern schon der zweiten Klasse. Statt der bisherigen Einteilung in die zwei Niveaus “grundlegende Allgemeinbildung” und “vertiefende Allgemeinbildung” ab der dritten Klasse kommt nun eine Teilung in “Standard” (entspricht in etwa der bisherigen grundlegenden Allgemeinbildung) und “Standard AHS” (entspricht der vertiefenden Allgemeinbildung) in Deutsch, Mathe und lebender Fremdsprache bereits ab der zweiten Klasse. An die Stelle einer de facto siebenteiligen Notenskala treten zwei einander überlappende fünfteilige Notenskalen. Ein Zweier im “Standard” entspricht dabei einem Vierer im “Standard AHS”, ein Einser im “Standard” je nach Leistung einem Einser, Zweier oder Dreier im “Standard AHS”. Umgekehrt bedeutet ein Fünfer im “Standard AHS” je nach Leistungsstand ein Befriedigend, Genügend oder Nicht Genügend im “Standard”. Dementsprechend dürfen Schüler mit Fünfer im “Standard AHS” in die nächsthöhere Schulstufe aufsteigen, müssen dort dann aber in dem Fach gemäß dem Leistungsniveau “Standard” unterrichtet werden. Gleichzeitig bleiben die bisherigen Differenzierungsmöglichkeiten in der NMS wie Teamteaching erhalten, werden aber durch eine zusätzliche Möglichkeit ergänzt: Schulen können in Deutsch, Mathe und Englisch ab der zweiten Klasse auch dauerhafte Gruppen einrichten. In diesen Gruppen soll dann anhand der beiden Leistungsniveaus unterrichtet werden. Unterschied zu den Leistungsgruppen im NMS-Vorgänger Hauptschule: Die Schüler können während des Schuljahrs von einer Gruppe bzw. von einem Leistungsniveau in die bzw. das andere wechseln. Voraussetzung ist die Zuteilung durch die Lehrer. Mit den beiden Standards sind auch unterschiedliche Berechtigungen beim Wechsel an eine höhere Schule verbunden: Nach der Mittelschule kann ohne Aufnahmsprüfung in eine AHS oder BHS gewechselt werden, wenn man die vierte Klasse erfolgreich abschließt sowie in Deutsch, Mathe und Fremdsprache entweder im “Standard AHS” benotet wurde oder im “Standard” mindestens einen Zweier im Zeugnis stehen hat. Ein Wechsel in eine mittlere Schule (z.B. Fachschule, Handelsschule) ist auch dann ohne Aufnahmsprüfung möglich, wenn in Deutsch, Mathe und Fremdsprache im “Standard” nur ein Dreier erreicht wurde.

Die Mittelschule ist jetzt nicht mehr neu