Reisebusunternehmen sehen ihre Existenz bedroht

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Reisebusunternehmen sehen ihre Existenz bedroht

Rund 800 Reisebusunternehmen mit etwa 5.500 Mitarbeitern gibt es in Österreich. Sie sind von den Maßnahmen gegen das Coronavirus massiv betroffen und haben fast durchgehend 100 Prozent Umsatzverlust, sagte Martin Horvath, Spartenobmann der Busunternehmer in der Wirtschaftskammer. Etwa 4.000 Reisebusse stehen daher derzeit still, meist mit abmontierten Nummerntafeln.

Die Branche mache monatlich etwa 100 Mio. Euro Umsatz, habe aber, nicht zuletzt dank der Kurzarbeit, die Kosten deutlich senken können. Aber Fixkosten von monatlich 40 Mio. Euro bleiben wohl übrig, sagt Horvath und diese solle der Staat übernehmen.

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Der Österreichische Fußball-Bund (ÖFB) hat seinen Hilfsfonds für die von der Coronavirus-Pandemie besonders hart getroffenen heimischen Vereine von einer Million auf 1,15 Mio. Euro aufgestockt. Aus rund 1.400 Anträgen wurden 800 Clubs ermittelt, die mit Hilfsgeldern bedacht werden können. Diese werden mit Ende Juni ausbezahlt, gab der Verband am Dienstagabend bekannt. 500.000 Euro stellen die österreichischen A-Nationalspieler zur Verfügung. Die Spende wurde durch Solidaritätsbeiträge der ÖFB-Spitze, von Partnern sowie aus Mitteln der verbandseigenen Charity mehr als verdoppelt. Eine Jury, der neben ÖFB-Präsident Leo Windtner unter anderem Teamkapitän Julian Baumgartlinger angehörte, entschied, nach einem Ranking abgestufte Zahlungen von 2.000 bzw. 1.000 Euro zu leisten. Bei Gleichwertigkeit der Förderwürdigkeit wurde laut Verbandsangaben das Engagement des jeweiligen Vereins im Bereich Frauen- und Nachwuchsfußball als Bewertungskriterium herangezogen. Vereine, die nicht zum Zug kamen, erhalten eine Einladung, mit 20 Personen kostenlos ein Länderspiel zu besuchen. “Es ist uns bewusst, dass wir angesichts der überwältigenden Zahl von Ansuchen nicht alle finanziellen Herausforderungen der Vereine lösen können”, sagte Windtner. “Die Unterstützung soll ein Zeichen an die Basis sein, dass Fußball-Österreich in schweren Zeiten zusammenhält.” Der Verbandschef sieht in Anbetracht der Herausforderungen, mit denen viele der 2.200 Fußballvereine aller Leistungsstufen im Land nach dem von Corona bedingten Saisonabbruch konfrontiert sind, auch die öffentliche Hand am Zug. Es sei wichtig, dass die angekündigten Hilfszahlungen für den Sport “so rasch und unbürokratisch wie möglich” beantragt werden können. “Wir als ÖFB haben hier einen ersten symbolischen Schritt gesetzt.”

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Vergangene Woche kündigte Billie Eilish auf ihrem Instagram-Account ihren neuen Song “My Future” an – der vielversprechende Titel ließ Spekulationen aufkommen, ob es sich dabei um ein politisches Lied handeln könnte. Die Ankündigung war Billies erste Posting seitdem sie ihre Instagram-Seite in Solidarität mit der #BlackLivesMatter-Bewegung hatte ruhen lassen, schrieb das US-Magazin “Variety”. Entgegen aller Erwartungen klingt der Song weder düster noch politisch, sondern schlichtweg positiv. Mit dem Refrain “‘Cause I, I’m in love/With my future/Can’t wait to meet her” scheint Eilish ihren Fans genau die Ablenkung zu liefern, die sie in diesen ungewissen Zeiten nötig haben. Das Lied beginnt zwar ruhig und melancholisch, sorgt allerdings nach etwa eineinhalb Minuten für einen Überraschungseffekt: Der unerwartete Taktwechsel in Kombination mit mutmachenden Lyrics reißen die/den HörerIn aus der Wehmut und sorgen automatisch für gute Laune. In einem Interview mit “Apple Music” erzählt Elish, dass der Song in nur zwei Tagen im Studio ihres Bruders Finneas entstanden sei. Zur Single gibt es ein animiertes Video, dass den Beat des Songs widerspiegelt: Zu Beginn regnet es – als die Sonne hervorkommt, werden die Beats schneller und die Bilder heller. Ihre Fans drücken ihre Begeisterung fast schon selbstredend in etlichen Memes aus, die wir euch an dieser Stelle nicht vorenthalten wollen.

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Der oberösterreichische LH Thomas Stelzer übergibt seinen Vorsitz in der LH-Konferenz am Freitag offiziell an Salzburgs Wilfried Haslauer (beide ÖVP). Nach einem “außerordentlichen und unplanbaren” Halbjahr sprach Stelzer mit der APA über eine bestandene türkis-grüne “Bewährungsprobe”, die Herausforderung Pflege und die Beschaffung von Masken, in die sich die Politik “nie eingemischt” habe. Zu Beginn seines von Corona dominierten Vorsitzes wäre eigentlich die Pflege bzw. deren Finanzierung am Tapet gestanden. Die Bedeutung des Themas habe man in dieser Zeit deutlich gesehen und es sei “uns allen wichtig, dass wir es so schnell wie möglich angehen können”, betonte der LH-Vorsitzende. “Die große Frage ist, wie bekommen wir ausreichend Leute in diese Berufe”. Dazu will er einerseits bei den Rahmenbedingungen ansetzen, andererseits “hat es natürlich auch mit Entlohnung zu tun”. Weiters versuche man derzeit in Arbeitsstiftungen Umschulungen in diese Berufsfelder anzubieten. Zudem gelte es die pflegenden Angehörigen zu unterstützen. “Es ist eine breitere Palette über die wir da reden müssen.” Zu den zuletzt geschnürten umfangreichen Corona-Hilfspaketen bekennt sich der bisherige Nulldefizit-Verfechter klar: “Jetzt ist die Stunde der öffentlichen Hand. Wir müssen, auch wenn Schulden gemacht werden, helfen, um Investitionen zu beschleunigen”, betonte er. Ob der Finanzausgleich wie von den Ländern vorgeschlagen um zwei Jahre verlängert wird, sei noch offen, da brauche es noch eine “koalitionäre Einigung”. Was die unmittelbaren Corona-Kosten angehe – etwa für Schutzgüter – gebe es mittlerweile ein eigenes Zweckzuschussgesetz, wonach der Bund das zahle. Und jene Schutzgüter haben in Oberösterreich in den vergangenen Wochen für einen heftigen Politstreit gesorgt. Die SPÖ kritisiert die Preise eines ÖVP-nahen Lieferanten und vermutet Freunderlwirtschaft. “Die Politik hat sich zu keiner Zeit eingemischt, bei wem beschafft wird”, betonte Stelzer. Sie habe nur grundsätzlich entschieden, “dass die Beschaffung stattfinden muss”. Aber es habe “immer auch Preisvergleiche gegeben und es ist alles auf Basis des Vergaberechts abgelaufen”. Die Schutzmaterialien für Spitäler und Arztpraxen hätten sich dem Ende zugeneigt, die Lage sei damals “sehr dramatisch” gewesen, schildert er. “Über den Bund, ohne da einen Vorwurf zu machen, ist es nicht schnell genug gegangen, etwas zu beschaffen.” Daher hätten die Länder selbst damit begonnen. In Oberösterreich habe man die Gesundheitsholding damit beauftragt. Für eine allfällige neue Covid-Welle sei man gerüstet: “Wir haben Lagerbestände angelegt, so dass wir jetzt auf jeden Fall zwei Monate mit Schutzgütern versorgt sind”. Bei seiner Forderung nach einer Corona-Impfpflicht bleibt Stelzer. Angesichts des durch Corona hervorgerufenen Leids “ist es aus meiner Sicht vertretbar zu sagen, das (die Impfung) sollte man verpflichtend machen”. Details – etwa “ob es im Verwaltungsrecht konstruiert ist oder an Untersuchungen gekoppelt wird” – will er Experten überlassen. Er rechne aber ohnehin mit einer hohen Freiwilligenrate. Von der Performance der türkis-grünen Bundesregierung ist er angetan. “Wenn man einmal so eine Härtephase miteinander als Koalition gut bewältigt hat, dann kann man das, glaube ich, auch bei vielen anderen politischen Fragen”, sieht Stelzer nach Corona eine “gute Basis” für kontroversielle Themen. Ob es mit den Grünen leichter sei als einst mit der Strache-FPÖ, sei “aus heutiger Sicht schwer zu sagen”. War Türkis-Blau ein Fehler? – “Du kannst nie in Menschen hineinschauen.” Schwarz-Blau in Oberösterreich sei aber nach wie vor “eine gute und kooperative Zusammenarbeit, die für diese Periode angelegt ist”. Was nach der Landtagswahl kommenden Herbst sei, müsse man dann entscheiden. Dass Stelzer die ÖVP in diese Wahl führen wird, ist wohl fix, den Wahlkampf will er “möglichst kurz halten”.

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