Reisende bringen Virus nach China

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Reisende bringen Virus nach China

China macht bei der Abwehr einer zweiten Coronavirus-Welle erneut vor allem eine Infektion von Einreisenden zu schaffen. Die Zahl der nachgewiesenen Ansteckungen sei am Freitag um 46 gestiegen, nach einem Zuwachs von 42 am Tag zuvor, teilten die Behörden am Samstag mit. Bei allein 42 der neuen Fälle handle es sich um Personen, die aus dem Ausland eingereist seien. Vor allem Heimkehrer aus Russland seien betroffen. Die Provinz Hubei, in der das neuartige Virus Ende 2019 ausgebrochen war, meldete dagegen den siebenten Tag in Folge keine neuen Fälle. Insgesamt sind demnach in China 81.953 Infektionen registriert. Die Zahl der Todesfälle sei um drei auf 3.339 gestiegen.

Die Zuwachs an nachgewiesenen Neuinfektionen ohne Symptome gab den Angaben zufolge auf 34 von 47 Fällen am Tag zuvor nach. Die Gesundheitsbehörden hatten zuletzt auch verstärkt die Menschen in den Blick genommen, die keine Krankheitsanzeichen aufwiesen, aber dennoch das Virus verbreiten können.

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Es kracht zunehmend im olympischen Gebälk. IOC-Präsident Thomas Bachspielt in der Frage nach der Austragung der Olympischen Spiele 2020 in Tokio weiter auf Zeit. “Die Absage würde den olympischen Traum von 11.000 Athleten aus 206 Nationalen Olympischen Komitees und dem IOC-Flüchtlingsteam zerstören”, sagte der 66-jährige Deutsche. “Eine solche Absage wäre die am wenigsten faire Lösung.” Die Absage-Befürworter dürften aber das medizinische Fachpersonal mit im Boot haben. “Ich halte das für ausgeschlossen, dass wir in Tokio dieses Jahr die Olympischen Spiele austragen können”, sagte etwa Virologe Alexander Kekule in der ARD-“Sportschau”. In Japan stehe die “ganz große Welle” an Infizierten noch aus, eine Austragung sei unverantwortlich. “Es gibt für Viren quasi kein tolleres Fest als so eine Veranstaltung”, betonte Kekule.

IOC erntet in Austragungsfrage zunehmend Widerspruch

Der Nachlass der im Vorjahr verstorbenen Schauspielerin Elfriede Ott wird Ende der Woche versteigert. Insgesamt sind es mehr als 300 private Objekte, von Möbelstücken über Schmuck und Gemälden bis zu Auszeichnungen der Mimin, die durch die Wohnungsauflösung bei der Online-Auktion auf www.aurena.at unter den Hammer kommen, hieß es am Dienstag. Der Nachlass der im Vorjahr verstorbenen Schauspielerin Elfriede Ott wird Ende der Woche versteigert. Insgesamt sind es mehr als 300 private Objekte, von Möbelstücken über Schmuck und Gemälden bis zu Auszeichnungen der Mimin, die durch die Wohnungsauflösung bei der Online-Auktion auf unter den Hammer kommen, hieß es am Dienstag. Auftraggeber der Auktion ist Otts Sohn Goran David Ott, der einen Teil des Erlöses an Wohltätigkeitsorganisationen spenden möchte. Zu besichtigen sind die einzelnen Stücke am Freitag, bevor die Online-Auktion am Sonntag ab 9.00 Uhr über die Bühne geht. Elfriede Ott, Doyenne und Ehrenmitglied des Theaters in der Josefstadt, war im Vorjahr einen Tag nach ihrem 94. Geburtstag verstorben. Die Künstlerin gehörte an “ihrem” Theater zu den Publikumslieblingen und landete auch in Film wie Fernsehen etliche Erfolge. 30 Jahre lang leitete Ott zudem die Maria Enzersdorfer Festspiele, die sie 1983 gemeinsam mit ihrem Lebensgefährten Hans Weigel gegründet hatte. Auch die Schauspielabteilung des Wiener Konservatoriums ging auf ihr Engagement zurück.

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Wie zerknülltes Papier liegt eine große Metallskulptur am Rand einer Wiese auf dem Salzburger Mönchsberg. Dort, wo 1890 ein erstes Opernhaus für Mozart-Festspiele entstehen hätte sollen. Die Skulptur der Wiener Künstlerin Esther Stocker ist Teil des Kunstprojektes “Der Traum von einem Feentempel”, das anlässlich des 100-Jahr-Jubiläums des Festivals an nicht realisierte Festspielhäuser erinnert. Das “Papier” – eigentlich ist es Aluminium – zeigt eine überdimensionale Reproduktion einer Seite aus der Broschüre, mit der ein “Actions-Comite” rund um die Salzburger Bürger Karl Demel und Eduard Bertel für den Bau des Festspielhauses warben. “Ich beschäftige mich viel mit Sprache”, sagte die Künstlerin am Montagabend bei der Präsentation ihrer Installation auf dem Mönchsberg. Sprache manifestiere Ideen und diese erzeugten Handlungen. Die Idee eines Festspielhauses hätte sich immer weiterentwickelt, auch wenn der erste Entwurf der Architekten Ferdinand Fellner und Hermann Helmer nicht verwirklicht worden sei. Dieses Weitertragen einer Idee stehe auch für Kulturarbeit. Der Standort auf dem Mönchsberg habe sie sofort angesprochen und inspiriert, erklärte Stocker: “Mir gefällt der Kontrast von Natur und Kultur.” Insgesamt drei zerknitterte Blätter aus Metall – sie zeigen Seiten aus der Broschüre – werden bis Jahresende auf dem Mönchsberg zu sehen sein. Die Arbeit von Esther Stocker ist eine von insgesamt vier Interventionen an Standorten, für die in Salzburg Festspielhäuser geplant worden waren. Dieser Beitrag zum Jubiläumsjahr soll diese nicht realisierten Architekturprojekte im öffentlichen Raum sichtbar machen. Sie sind bis Jahresende auf dem Mönchsberg, auf dem Kapuzinerberg, in Hellbrunn und im Mirabellgarten zu sehen. “Meine erste offizielle Handlung für das Jubiläum der Festspiele”, meinte Festspielpräsidentin Helga Rabl-Stadler bei der Präsentation. Sie kann dem mangels Geld nicht realisierten Entwurf auch Gutes abgewinnen: Weil das Geld für den Bau eines Festspielhauses nicht gereicht habe, habe Max Reinhardt den “Jedermann” auf dem Domplatz inszeniert.

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Nach dem “Widerwärtiges Luder”-Sager des Tiroler LHStv. Josef Geisler (ÖVP) gegenüber der WWF-Vertreterin Marianne Götsch ist es am Dienstag in Innsbruck zu einem Treffen der beiden gekommen. Geisler entschuldigte sich dabei erneut. “Ich werde die Causa zum Anlass nehmen, mich zu bessern”, sagte er im Anschluss der APA. Götsch will indes den Fokus auf die inhaltlichen Anliegen des WWF lenken. Es sei ein “gutes fachliches Gespräch” gewesen, so Geisler nach dem rund einstündigen Gespräch im Innsbrucker WWF-Büro. Er habe sich bei Götsch nach seiner “medialen und telefonischen Entschuldigung” nun auch persönlich noch einmal entschuldigt. Die WWF-Vertreterin habe dies “zur Kenntnis genommen”. “Ich habe zudem ein Angebot unterbreitet, wie man den WWF künftig fachlich besser einbinden kann”, meinte der unter anderem auch für Naturschutz- und Wasserkraftagenden zuständige Landeshauptmannstellvertreter. Er habe für sich gelernt, künftig “sorgsamer mit den Dingen umzugehen” und stets darauf zu achten, allen “auf Augenhöhe zu begegnen”, so Geisler. Kritik, auch vonseiten des grünen Koalitionspartners, nehme er ernst und zur Kenntnis. Götsch schritt indes nach dem Treffen – ohne Geisler – zu einem Pressestatement. Und die Gewässerschutzsprecherin nahm die Causa zum Anlass, um die Themen- und Forderungspalette der Naturschutzorganisation in den Mittelpunkt zu rücken. Sie forderte eine Rückkehr zu “Inhalten”, wie etwa dem “respektvollen Umgang mit Natur und Mensch”. Die Entschuldigung des Politikers sei bei dem Treffen “rasch besprochen” gewesen, meinte sie. Diese habe sie “zur Kenntnis genommen”. Der Luder-Sager sei “frauenverachtend” und insgesamt “nicht tragbar” gewesen, betonte Götsch erneut. Letzten Endes gehe es aber nicht um “meine persönliche Betroffenheit”. Dezidiert den Rücktritt von Geisler forderte die WWF-Vertreterin am Dienstag nicht: “Über den Verbleib von Geisler muss der Landtag entscheiden”. Götsch gab aber zu bedenken, dass das “Bild nach außen” nach der Geisler-Aussage “nicht gut” sei. Entscheidender als die Frage nach Rücktritt oder Nichtrücktritt des Landeshauptmannstellvertreters und Bauernbundobmannes sei aber der “Naturschutz-Neustart in Tirol”. Dabei sei etwa die “Stärkung des Gewässerschutzes” und eine strukturelle Klarheit bei der Ressortverteilung in Sachen Naturschutz und Wasserwirtschaft wichtig, betonten Götsch und der bei der Pressekonferenz ebenfalls anwesende Naturschutz-Bereichsleiter Christoph Walder. Außerdem müsse der Naturschutzfonds wiederhergestellt werden, strich Walder heraus. Eine Belastungsprobe ist die “Luder”-Causa unterdessen für die schwarz-grüne Landeskoalition. Wie die APA erfuhr, war sie auch Thema bei der vormittäglichen Regierungssitzung. Bereits am Montag hatten die grüne Landesrätin Gabriele Fischer und die grüne Frauensprecherin und Landtagsvizepräsidentin Stephanie Jicha “sichtbare Konsequenzen” eingefordert. Das Wort “Rücktritt” wollten sie aber nicht in den Mund nehmen. Dienstagnachmittag soll such der grüne Landesvorstand tagen. Die derzeitige “Causa Prima” dürfte dabei nicht außen vor bleiben.

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Der frühere Red Hot Chili Peppers-Gitarrist Jack Sherman ist im Alter von 64 Jahren gestorben. Das teilte die US-Band am Samstag via Twitter mit. “Jack hat auf unserem ersten Album sowie auf unserer ersten US-Tournee gespielt.” Sherman sei ein “einzigartiger Kerl gewesen”, erklärte die Gruppe. “Wir danken ihm für alles: das Gute, das Schlechte und alles dazwischen.” Sherman hatte für das erste Album der US-Rockband – “The Red Hot Chili Peppers” – den Gitarristen Hillel Slovak ersetzt, danach kam Slovak zurück. Als die Band 2012 in die ruhmreiche Hall of Fame des Rock and Roll aufgenommen wurde, war Sherman nicht eingeschlossen. Er sagte damals dem Magazin “Billboard”, er fühle sich “entehrt”.

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Der Wirkstoff Remdesivir wird in Europa unter Auflagen als erstes Mittel zur Therapie von Covid-19 zugelassen. Die Entscheidung gab die EU-Kommission am Freitag bekannt. Die Zulassung sei “ein wichtiger Fortschritt im Kampf gegen das Virus”, sagte Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides. Sie sei im Schnellverfahren weniger als einen Monat nach dem Antrag ergangen. Remdesivir gilt als eine von wenigen wirksamen Arzneien bei schweren Fällen der vom Coronavirus ausgelösten Lungenkrankheit. Es kann Studien zufolge den Krankenhausaufenthalt verkürzen. Die Europäische Arzneimittel-Agentur EMA hatte die Zulassung für Patienten ab zwölf Jahren empfohlen, die eine Lungenentzündung haben und mit zusätzlichem Sauerstoff versorgt werden müssen. Ärzte sehen Remdesivir nicht als Allheilmittel, wohl aber als Lichtblick für Corona-Patienten. Eine internationale Studie mit über 1.000 Teilnehmern hatte Ende April gezeigt, dass Remdesivir bei Covid-19-Patienten die Zeit bis zu einer Genesung im Schnitt um vier Tage verkürzen kann – von 15 auf elf Tage. Die USA hatten bereits Anfang Mai eine Ausnahmegenehmigung für den begrenzten Einsatz des Wirkstoffes in Krankenhäusern erteilt. Diese Woche machte die US-Regierung eine Vereinbarung mit dem US-Hersteller Gilead Sciences bekannt, wonach sie praktisch die gesamte Produktionsmenge des Mittels für die nächsten Monate aufgekauft hat. Die EU-Kommission verhandelt ebenfalls mit dem Hersteller, um sich ausreichende Mengen des Wirkstoffs zu sichern. Der CDU-Europapolitiker Peter Liese betonte, Bedingung für die Zulassung in Europa sei, dass er auch nach Europa liefere. Eine mögliche Lösung für Engpässe wäre, dass Gilead seine Kenntnisse mit anderen Herstellern teile und diese gegen Lizenzgebühren produzieren lasse. Auch damit könne Gilead sehr viel Geld verdienen, sagte Liese am Freitag. In Österreich wird Remdesivir im Rahmen eines “Compassionate Use”-Programms von Gilead an spezialisierten Krankenhausabteilungen längst verwendet. Ein Engpass ist derzeit nicht in Sicht. Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) sagte zur Situation rund um den Remdesivir-Vertrag der US-Regierung bereits am Mittwoch auf APA-Anfrage, man sei “in der EU sehr gut ‘aufgestellt’, was die Impfungen und die Medikamente betrifft”. Bei den – möglichen – künftigen Vakzinen gegen SARS-CoV-2 seien zunächst Deutschland, Italien, Frankreich und die Niederlande als Pressure Group aufgetreten. Mittlerweile sei man in der EU gemeinsam unterwegs, um für die Zukunft die Versorgung mit sich als effektiv erwiesenen Vakzinen in gerechter Weise sicherzustellen. Remdesivir wurde ursprünglich zur Behandlung von Ebola entwickelt, zeigte aber eine zu geringe Wirkung. Es ist bisher in keinem Land der Welt uneingeschränkt als Medikament zugelassen. Noch gibt es keine Impfung gegen das neuartige Coronavirus und auch keine zuverlässige zugelassene medikamentöse Therapie.

Remdesivir erhält europäische Zulassung als Corona-Arznei