Remdesivir-Behandlung kostet 2.340 Dollar pro US-Patient

Merken
Remdesivir-Behandlung kostet 2.340 Dollar pro US-Patient

Der US-Biotechkonzern Gilead hat die Behandlungskosten für sein als Hoffnungsträger geltendes Medikament Remdesivir für Corona-Patienten festgelegt. Der Preis für eine fünftägige Behandlung mit dem Mittel, das Gilead ursprünglich zum Einsatz gegen Ebolainfektionen entwickelt hatte, soll in den USA und anderen Industrieländern 2.340 Dollar (2.087 Euro) pro Patient betragen, so das Unternehmen.

Für Privatpatienten sollen es 3.120 Dollar sein, informierte Gilead am Montag. Der Preis war Gegenstand hitziger Debatten, seit die US-Gesundheitsbehörde FDA im Mai den Einsatz des Mittels in Notfällen bei Covid-19-Patienten genehmigt hatte. Experten hatten gefordert, Gilead dürfe die Pandemie nicht für Profit-Zwecke ausnutzen. Der nun festgelegte Preis liegt unter den 5.080 Dollar, die die US-Forschungsgruppe für Arzneimittelpreise (ICER) empfohlen hat. Analysten gehen gleichwohl davon aus, dass Gilead mit Remdesivir in den nächsten Jahren Einnahmen in Milliardenhöhe erzielen könnte.

Zuletzt hatte die europäische Arzneimittelbehörde EMA grünes Licht für einen bedingten Einsatz des Medikaments bei Covid-19-Patienten in der EU gegeben. Die Europäische Kommission muss aber noch die Freigabe erteilen.

Teilen auf:
Kommentare:

Es sind noch keine Kommentare abgegeben worden.

Schreibe einen Kommentar

Auch Interessant

Eine royale Rolle: “Twilight”-Star Kristen Stewart (30) soll in dem Drama “Spencer” Prinzessin Diana spielen. “Kristen kann vieles, sie kann sehr geheimnisvoll und sehr zerbrechlich aber letztendlich auch sehr stark wirken”, sagte der chilenische Regisseur Pablo Larraín (43) im Interview mit dem Branchenportal “Deadline.com” am Mittwoch über seine Hauptdarstellerin. Larraín, der zuvor in “Jackie” Natalie Portmanals Jacqueline Kennedy vor die Kamera holte, will das neue Projekt Anfang 2021 in Angriff nehmen. Das Drehbuch schreibt Steven Knight(“Tödliche Versprechen – Eastern Promises”, “Verschwörung”). “Spencer”, nach Dianas Mädchennamen, dreht sich um ein langes Weihnachtswochenende auf dem königlichen Sandringham-Landsitz Anfang der 90er Jahre, als Diana den Beschluss fasste, sich von Prince Charles zu trennen. Er wolle erzählen, wie Diana, eine von aller Welt geliebte Ikone, zu sich selbst findet, sagt Larraín. Charles und Diana hatten in einer rauschenden Märchenhochzeit 1981 geheiratet, nach einem langen Rosenkrieg ließen sie sich 1996 scheiden. Nur ein Jahr später starb Diana bei einem tragischen Autounfall in Paris. Stewart, die als 18-Jährige nach ihrem “Twilight”-Erfolg plötzlich im Rampenlicht stand, spielte zuletzt in vielen Independent-Filmen mit, darunter “Certain Women” und “Jean Seberg – Against all Enemies”. Larraín ist auch durch die Filme “Neruda” und “Ema” bekannt.

Der mysteriöse Streetart-Künstler Banksy hat sich auf seine Weise bei den Helden der Coronakrise bedankt: Mit einem großen Gemälde im General Hospital in Southampton. Das auch auf Banksys Instagram-Account veröffentlichte Bild aus dem Krankenhaus zeigt einen Buben, der kniet und eine Krankenschwester-Puppe in seiner Hand durch die Luft schweben lässt.

Banksy stellt Krankenschwester als Superheldin dar

Mit Panoramablick auf Fluss und Dom haben Freddy Schenk und Max Ballauf (Dietmar Baer und Klaus J. Behrendt) vertrackte Kriminalfälle besprochen, Beziehungsfragen durchgekaut, Streitereien beigelegt oder einfach nur den kleinen Hunger zwischendurch gestillt: Im Kölner “Tatort” hat der Stammwürstelstand der beiden Kommissare mit den Jahren selbst Prominenz erlangt und Fans der Krimiserie angelockt. Jetzt aber macht die echte “Wurstbraterei” dicht. “Wir hören auf”, so Betreiber Ralf Jäger-Vosen. Die Imbissbude wtrd es aber weiter geben – sie soll nun in das Freilichtmuseum in Kommern im Rheinland gebracht werden. Dort sind bisher  Gebäude wie Bauernhöfe, Windmühlen, Werkstätten, dörfliche Gemeinschaftsbauten wie Schul- und Backhaus, Tanzsaal und Kapelle ausgestellt. Abgesehen davon plant der WDR für seine Drehs weiter mit der Bude. Ob sie dafür jedesmal vom Freilichtmuseum an den Rhein gebracht wird, ist noch offen.

Currywurst und Pommes sind nun museumsreif

Nachdem es am Samstag einen neuen Höchstwert an Neuinfektionen in Österreich gegeben hat, ist die Zahl der neuen Fälle am Sonntag wieder – wie immer am Wochenende – deutlich gesunken. 5.933 Neuinfektionen wurden in den vergangenen 24 Stunden eingemeldet. Die Zahl der an den Folgen von Covid-19 verstorbenen Menschen stieg im Vergleich zum Vortag um 34 auf bereits 1.411. Deutlich gestiegen ist auch die Zahl der Patienten auf Intensivstationen – um 27 auf mittlerweile 459. 2.992 SARS-CoV-2-Infizierte mussten am Sonntag im Krankenhaus behandelt werden – insgesamt 14 weniger als am Samstag. Deutlich zugenommen haben aber die Patienten auf Intensivstationen. Im Wochenvergleich stieg die Zahl der Patienten im Spitalsbehandlung um 54 Prozent an – 1.948 benötigten eine solche am vergangenen Sonntag. Erstmals mehr als 60.000 Infizierte Erstmals gab es am Sonntag mehr als 60.000 aktiv Infizierte in Österreich – laut den Zahlen von Innen- und Gesundheitsministerium waren es insgesamt 60.023. Seit Beginn der Pandemie wurden 153.153 Menschen positiv getestet. 91.719 gelten als genesen. Innerhalb einer Woche ist die Zahl der Toten um ein Viertel gestiegen. Seit vergangenen Sonntag kamen österreichweit 281 an den Folgen einer Covid-19-Infektion verstorbene Personen hinzu. Am Sonntag zeigte sich – wie auch an allen Wochenenden zuvor – dass deutlich weniger Testergebnisse eingemeldet werden. Die genaue Zahl der in den vergangenen 24 Stunden eingemeldeten Tests lag seitens des Gesundheitsministerium zunächst noch nicht vor. Der Rückgang lies sich aber anhand der Neuinfektionszahlen ablesen. Die meisten Neuinfektionen in den vergangenen 24 Stunden wurden erneut aus Oberösterreich gemeldet – 1.608 waren es am Sonntag. Niederösterreich verzeichnete 1.370 neue Fälle, Tirol 808 und die Steiermark 752 Neuinfektionen. 522 neue Fälle wurden in Wien eingemeldet, 319 in Vorarlberg, 215 im Burgenland und 195 in Kärnten.

Zahl der Neuinfektionen wieder gesunken

“Mein Ziel ist ganz klar, hier einen Sondertopf einzurichten, dass kein Lehrling einen Schaden nimmt, nur deshalb weil seine Lehrabschlussprüfung verschoben worden ist”, sagte Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck(ÖVP).

Schramböck kündigte Sondertopf für Lehrlinge an

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte wird wegen der Corona-Krise seine Entscheidungen und Urteile vorerst nicht mehr verkünden. Das Gericht setze seine Arbeit fort, die Urteilsverkündung werde jedoch ausgesetzt, teilte der Gerichtshof in Straßburg Freitag mit. Damit will er sicherstellen, dass Betroffene nicht wegen der Corona-Krise die Frist verpassen, gegen ein Urteil vorzugehen. Normalerweise haben die Parteien nach dem Verkünden eines Urteils drei Monate Zeit, um eine Verweisung des Falls an die Große Kammer zur erneuten Verhandlung zu beantragen. Die Große Kammer hat eine ähnliche Funktion wie ein Berufungsgericht. Wegen der Ausgangssperren und -beschränkungen in zahlreichen Ländern ist es für die Beteiligten jedoch derzeit praktisch unmöglich, diese Frist einzuhalten. Das Gericht hatte Mitte März bereits mitgeteilt, dass es wegen der Corona-Krise “außergewöhnliche Maßnahmen” ergriffen habe, um seine Arbeit fortsetzen zu können. Das Gericht habe seine “wesentliche Tätigkeit”, insbesondere die Bearbeitung vorrangiger Fälle, beibehalten, hieß es in der Mitteilung von Freitag. Auch die Annahme von Anträgen und die Zuordnung zu den zuständigen Stellen sei sichergestellt.

Menschenrechtsgericht setzt Urteilsverkündung aus