Riechtest aus Österreich soll frühe Diagnose ermöglichen

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Riechtest aus Österreich soll frühe Diagnose ermöglichen

Es ist ein Symptom, das erst im Verlauf der Coronavirus-Pandemie entdeckt wurde: Patienten, die am neuartigen Coronavirus erkranken, verlieren zum Teil  noch bevor andere Symptome auftreten, ihren Geruchs- und Geschmackssinn. Das wollen sich die Forscher von der Danube Private University in Krems (DPU), der Johannes Kepler Universität Linz (JKU) und des Austrian Institute of Technology (AIT) nun zunutze machen, um einen Riechtest zu entwickeln – und damit eine frühe Diagnose ermöglichen.

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Eine neue Leuchttafel am New Yorker Times Square zeigt die Zahl der Corona-Toten an, für die US-Präsident Donald Trump durch eine verfehlte Politik verantwortlich sein soll. Die Kunstaktion “Trump-Todesuhr” beruht auf der Annahme, dass 60 Prozent der Todesopfer in den USA auf das Konto des Präsidenten gehen. Bis Montag zeigte die Installation des preisgekrönten Filmemachers Eugene Jarecki 48.000 Tote an – bei insgesamt mehr als 80.000 Todesopfern in den USA. Jarecki erklärte, ebenso wie die Namen an Gedenkstätten für gefallene Soldaten erfülle die “Quantifizierung” der Menschenleben, die durch Trumps verzögerte Reaktion auf die Pandemie verloren worden seien, eine “wesentliche öffentliche Funktion”.

"Trump-Todesuhr" am Times Square

Alle vier Spitzenanwärter sind in der Top-Sparte “Video des Jahres” vertreten, Lady Gaga und Ariana Grande mit ihrem gemeinsamen Song “Rain on Me”, Eilish mit “Everything I Wanted”, The Weeknd mit “Blinding Lights”. Zudem treten dort Eminem (“Godzilla”), Future (“Life Is Good”) und Taylor Swift (“The Man”) an. Neben den traditionellen Sparten wie Künstler und Song des Jahres gibt es zwei neue Kategorien für Produktionen, die während der Corona-Pandemie entstanden sind – “Bestes Musik Video von Zuhause” und beste “Quarantäne Darbietung”. Dort wetteifern unter anderem Justin Bieber, John Legend, Twenty One Pilots und Post Malone. Auftritte und das Verteilen der Trophäen sollen in einer Mehrzweckhalle im Stadtteil Brooklyn und an anderen Standorten in New York unter Berücksichtigung von Hygienevorschriften stattfinden. Die Preise des US-Musiksenders MTV werden seit 1984 verliehen. Fans können online für ihre Favoriten stimmen. Als Trophäe gibt es einen “Moonman”, einen kleinen Astronauten auf dem Mond, der eine MTV-Fahne in der Hand hält.

Ariana Grande und Lady Gaga Favoriten bei MTV Music Awards

Vor dem Schüren unbegründeter Ängste durch die Opposition hat am Mittwoch ÖVP-Kassenfunktionär Peter Lehner gewarnt. Leistungen und Liquidität der Sozialversicherung seien gesichert, betonte er anlässlich der Rufe der SPÖ nach einem Rettungspaket des Bundes für das Gesundheitswesen. Auch der ÖVP-Wirtschaftsbund warnte vor “Panikmache”. Zuvor hatte die SPÖ in diesem Bereich Feuer am Dach gesehen. “Die Österreicher können sich auf ihre Sozialversicherung verlassen, und das Gesundheitssystem ist stabil und zuverlässig”, versicherte Lehner, Chef der Selbstständigen-Kasse SVS und aktuell Vizevorsitzender der Konferenz der Sozialversicherungsträger. “Die Stabilisierung und langsame Erholung der österreichischen Wirtschaft wird sich auch in der Stabilisierung der Einnahmensituation der Sozialversicherungsträger widerspiegeln”, führte er aus. Gesundheits- und Sozialminister Rudolf Anschober (Grüne) kündigte am Mittwoch an, kommende Woche erste offizielle Gespräche mit der Österreichischen Gesundheitskasse (ÖGK) über den Ausgleich für Corona-Finanzausfälle zu beginnen. Man werde dies sachlich und konstruktiv tun, obwohl noch immer große Bandbreiten der tatsächlichen Abgänge für 2020 vorlägen, erklärte Anschober. Man werde im Laufe des Septembers Lösungen fixieren und damit, wie er erklärte, Sicherheit schaffen. “Wenig hilfreich für die ÖGK hingegen ist es, diese jetzt mit Verunsicherungsparolen in den Wien-Wahlkampf zu ziehen. Das schadet den Betroffenen”, so Anschober wohl in Richtung SPÖ. Deren Chefin Pamela Rendi-Wagner hatte am Mittwoch vor drohenden Einschnitten zulasten der Patienten gewarnt. Sie meinte, dass der Krankenversicherung aktuell bis zu eine Milliarde Euro fehle und den Krankenhäusern bis zu einer halben Milliarde. Wenn nicht gegengesteuert werde, drohten massive Leistungskürzungen, Selbstbehalte, Beitragserhöhungen und Privatisierungen, zu denen die SPÖ ein klares Nein sage. Wiens Gesundheitsstadtrat Peter Hacker führte aus, dass es allein in Wien für 2020 rund 500 Mio. Euro vom Bund brauche, um den niedergelassenen Bereich und die Spitäler am Laufen zu halten. Diese halbe Milliarde Euro für Wien könne man für ganz Österreich mit dem Faktor 4 bis 4,5 multiplizieren, sagte Hacker: “Das ist jedenfalls die Dimension, über die wir reden müssen.” Spätestens Anfang September müssten ernsthafte Gespräche des Finanzministers mit den Ländern beginn, drängte er. Der laute Ruf nach Geld ist für Lehner keine passende und konstruktive Vorgehensweise: “Es wird noch einige Zeit in Anspruch nehmen, bis wir eine echte Corona-Kostenwahrheit in der Sozialversicherung vorliegen haben. Erst dann werden wir sehen, wie groß das Corona-Budgetloch ist und ob und wie viel Geld die Träger vom Bund fordern müssen. Erst mit einer seriösen Kostenaufstellung werden wir die konkreten Gespräche mit den zuständigen Ministern führen”, unterstrich er. Auch Wirtschaftsbund-Generalsekretär Kurt Egger kritisierte die Sozialdemokraten. “Es gibt noch keine zuverlässige Corona-Kostenwahrheit in den Sozialversicherungsträgern. Aufgrund von unsicheren Prognosen im Gesundheitsbereich weitere Ängste zu schüren, ist ein neuer Tiefpunkt der SPÖ und einer staatstragenden Partei nicht würdig. Wenn sich die Wirtschaft wieder rasch erholt, werden sich auch die Einnahmen der Sozialversicherungsträger wieder stabilisieren”, meinte er.

Gesundheit: Leistungen und Liquidität laut ÖVP gesichert

Nach der Abkühlung am Samstag haben die Experten der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) auch für die kommende Woche, zumindest bis zur Wochenmitte, unbeständiges Wetter und eher bescheidenere Temperaturen prognostiziert. Eine große Hitzewelle sei in Sicht. Mit schwachem Hochdruckeinfluss scheint neben hohen, dünnen Schleierwolken am Montag oft die Sonne. Etwas mehr Quellwolken breiten sich am Nachmittag wieder im Osten sowie teilweise im Bergland aus. Lokale Regenschauer sind am ehesten zwischen Silvretta und Hohen Tauern möglich. Der Wind kommt schwach bis mäßig aus Nordwest bis Ost. In der Früh liegen die Temperaturen bei sechs bis zwölf Grad, am Nachmittag sind Werte zwischen 18 und 26 Grad erreicht. Am Dienstag ist Schwacher Hochdruckeinfluss wetterbestimmend und bringt verbreitet sonniges Wetter. Zwar zeigen sich ein paar hohe Schleierwolken und am Nachmittag auch Quellwolken am Himmel, diese trüben den sonnigen Eindruck aber kaum. Nur entlang der Hohen Tauern und südlich davon können die Quellwolken am Nachmittag mächtiger werden und zu lokalen Schauer- und Gewitterentwicklungen führen. Der Wind weht schwach bis mäßig meist aus Nord bis Ost. Die Frühtemperaturen liegen zwischen sieben und 13 Grad, die Tageshöchsttemperaturen betragen 22 bis 27 Grad. Mittwoch: Von Westen her trifft eine Störungszone ein. Der Tag beginnt oft sonnig, inneralpin gibt es aber bereits Wolken und ein paar gewittrige Regenschauer. Tagsüber ziehen generell immer mehr Wolkenfelder auf und ab etwa Mittag kommt es vermehrt zu Regenschauern. Durchwegs trocken und überwiegend sonnig bleibt es noch im Südosten. Der Wind weht mäßig, teils lebhaft aus Süd bis West. Die Temperaturen steigen von acht bis 15 Grad in der Früh auf Werte zwischen 20 und 28 Grad am Nachmittag. Am wärmsten ist es im Südosten des Landes. Aufgrund der Annäherung eines Tiefdruckgebietes aus Nordwesten verläuft der Donnerstag mit einer hereinziehenden Störungszone voraussichtlich unbeständig. Sonne und Wolken wechseln und auch einige Regenschauer ziehen durch, mit Schwerpunkt an der Alpennordseite. Etwas wetterbegünstigt ist der Süden, hier können sich am Nachmittag im Bergland jedoch lokale Gewitter entwickeln. Der Wind weht mäßig bis lebhaft aus West, im Süden ist es hingegen meist windschwach. In der Früh hat es zehn bis 19 Grad, tagsüber steigen die Temperaturen auf 20 bis 26 Grad. Österreich liegt am Freitag voraussichtlich im Einflussbereich eines Höhentiefs in einer nordwestlichen Strömung, Details sind jedoch noch unsicher. Das bedeutet für viele Landesteile voraussichtlich unbeständiges und eher kühles Wetter mit einem Mix aus Sonnenschein, Wolkenfeldern und Regenschauern. Wetterbegünstigt mit nur wenigen Schauern ist wahrscheinlich der Süden. Der Wind weht lebhaft, im Osten auch kräftig aus West bis Nordwest. Nach rund sieben bis 17 Grad in der Früh sind die Tageshöchsttemperaturen meist bei eher kühlen 15 bis 22 Grad angesiedelt. Im Süden sind auch bis zu 24 Grad möglich.

Kommende Woche startet mit unbeständigem Wetter

Der an Covid-19 erkrankte und inzwischen genesene Opernsänger und Dirigent Placido Domingo will sich gegen Anschuldigungen des sexuellen Fehlverhaltens entschlossener verteidigen. “Ich bin heute eine andere Person, ich habe keine Angst mehr”, so der Künstler im Interview mit der römischen Tageszeitung “La Repubblica”. Er will bis an sein Lebensende seine Unschuld beteuern. “Nachdem ich an Covid-19 erkrankt bin, habe ich mir selber versprochen, dass ich mit all meinen Kräften für die Rehabilitierung meines Namens kämpfen werde, sollte ich wieder genesen. Ich habe niemanden missbraucht. Das werde ich solange ich lebe wiederholen”, sagte der Spanier. Aufgrund der gegen ihn laufenden Ermittlungen habe er bisher geschwiegen. “Ich bin wütend und deprimiert, vor allem, weil meine ganze Familie verwickelt worden ist. Das Leid ist für uns alle enorm. Es ist eine fürchterliche Lage”, sagte der 79-Jährige. Er wird heute, Donnerstag, bei der Verleihung des Österreichischen Musiktheaterpreises 2020 mit dem Sonderpreis für sein Lebenswerk geehrt. Dass er mit Hollywoodmogul Harvey Weinstein verglichen und als “Weinstein der Opernwelt” bezeichnet worden sei, habe seiner Karriere enorm geschadet. “Es verletzt mich, so beschrieben zu werden. Ich habe schwere Beschimpfungen gegen mich gelesen. Wer schreibt, unterschätzt das Leid, das er zufügen kann. Man spricht, als wäre ich mit schweren Vorwürfen bereits vor Gericht gelandet, doch das ist nicht der Fall. Diese Unklarheit ist unannehmbar”, erklärte der Startenor. “Wenn ich zurückblicke, sehe ich kein Fehlverhalten meinerseits, das offene Wunden hinterlassen haben könnte. Hätte ich gemerkt, dass ich jemanden – vor allem eine Frau – beleidigt habe, hätte ich sofort versucht, alles wieder gut zu machen”, sagte Domingo. Er dementierte auch, die Karriere anderer Personen negativ beeinflusst zu haben. “Wer mich kennt, weiß, dass das Wort Missbrauch nicht zu meiner Sprache gehört. Ich habe niemals die Karriere junger Künstler verhindert, im Gegenteil, ich habe junge Künstler stets gefördert”, sagte der Tenor. Nach dem Skandal wünscht sich Domingo Ruhe. “Ich hoffe, Frieden zu finden und dass alles zu Ende geht. Ich will noch die Jahre, die mir bevorstehen, in Ruhe mit meinen Liebsten verbringen”, sagte der Opernsänger.

Placido Domingo will um seine Rehabilitierung kämpfen

Der EU-Gipfel ist am Samstag wieder zusammengekommen, um über das 1,8 Billionen schwere Finanzpaket gegen die Corona-Wirtschaftskrise zu beraten. Nach Angaben von Diplomaten legt EU-Ratspräsident Charles Michel einen neuen Kompromissvorschlag vor, mit dem er der Nettozahler-Gruppe der “Sparsamen Vier”, der auch Österreich angehört, weiter entgegenkommt. Der Verhandlungsvorschlag sieht dem Vernehmen nach höhere Budgetrabatte vor. Die Obergrenze für den siebenjährigen EU-Finanzrahmen von 2021 bis 2027 bleibt mit 1,074 Milliarden Euro hingegen unverändert. Für Österreich erhöht der neue Kompromissvorschlag den jährlichen Budgetrabatt auf 287 Millionen Euro gegenüber dem früheren Entwurf von 237 Millionen Euro. Für Deutschland bleibt der jährliche Rabatt unverändert bei 3,671 Milliarden Euro, auch die Niederlande würden weiterhin 1,576 Milliarden Euro erhalten. Erhöhte Rabatte gibt es für Schweden (823 Millionen Euro statt 798 Millionen Euro) und Dänemark (222 Millionen statt 197 Millionen Euro). Außerdem sieht der Vorschlag Michels weiterhin einen Aufbaufonds mit einem Volumen von 750 Milliarden Euro vor. Das Verhältnis der Zuschüsse zu Krediten soll aber nicht mehr zwei Drittel zu einem Drittel betragen, sondern 60 zu 40 Prozent, heißt es in dem Entwurf. Der Anteil der nicht-rückzahlbaren Zuschüsse wurde von 500 Milliarden Euro auf 450 Milliarden Euro reduziert. Anstatt 250 Milliarden Euro sollen nunmehr 300 Milliarden Euro aus dem “Next Generation EU” genannten Aufbaufonds als Kredite vergeben werden. Für Österreich sei dies noch nicht gut genug, hieß es in Ratskreisen. Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) soll im Namen der Nettozahler-Allianz der “Sparsamen Vier” (Österreich, Schweden, Dänemark, Niederlande) sprechen, hieß es aus diplomatischen Kreisen.

Höhere Rabatte, anderes Verhältnis von Krediten und Zuschüssen