Rückholung könnte für Betroffene teuer werden

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Rückholung könnte für Betroffene teuer werden

Eine Rückholaktion aus dem Ausland aufgrund der Corona-Pandemie könnte die Betroffenen künftig etwas kosten. “Wenn jemand entgegen einer ausdrücklichen Reisewarnung sich grob fahrlässig in eine Gefahrensituation begibt”, dann gebe es die Möglichkeit, “einen aliquoten Anteil an den Konsularkosten, die entstanden sind”, zurückzuverlangen, sagte Außenminister Alexander Schallenberg (ÖVP) der ZiB2. Das sei aber “der äußerste Notfall”, so Schallenberg am Freitagabend im ORF.

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Der saudische König Salman ist am Montag in Riad ins Krankenhaus gebracht worden. Nach einer Mitteilung des Hofs seien bei ihm Untersuchungen wegen einer Gallenblasenentzündung notwendig geworden, berichtete die Staatsagentur SPA ohne weitere Angaben. Über den Gesundheitszustand des 84-Jährigen gibt es immer wieder Spekulationen. Kronprinz Mohammed bin Salman ist der faktische Herrscher Saudi-Arabiens und würde König Salman bei dessen Tod vermutlich auf den Thron folgen.

Saudi-Arabiens König Salman im Krankenhaus

Weitaus weniger kritisch als der Koalitionspartner ÖVP sieht der Grüne Europasprecher Michel Reimon den deutsch-französischen Vorschlag für ein Corona-Wiederaufbauprogramm. Dieser sei ein “erster großer Wurf”, wenngleich nicht “ökologisch und sozial genug”, erklärte Reimon am Donnerstag. Die Grünen könnten in dem Streit um Coronahilfen nach Ansicht des Abgeordneten vermitteln. Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) hat am Dienstag einen gemeinsamen Gegenentwurf Österreichs, der Niederlande, Schwedens und Dänemarks zu dem Plan von Deutschlands Kanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron angekündigt. Der Plan der Vier soll vorwiegend auf Krediten basieren.

Grüne sehen sich in Vermittlerrolle

Am Vortag des 100. Geburtstages der Salzburger Festspiele haben die drei Mitglieder des Direktoriums und Landeshauptmann Wilfried Haslauer als Vertreter des Festspielfonds am Freitagnachmittag ein zehn Punkte umfassendes Memorandum unterzeichnet. Darin werden grundsätzliche Gedanken für das zweite Jahrhundert des Festivals festgehalten. Wobei viele dieser Grundsätze schon bei der Gründung von zentraler Bedeutung waren. So betrachten sich die Festspiele weiterhin als ein Friedensprojekt, setzen weiter auf Internationalität oder versprechen den Versuch, der Kunst – “selbst unter widrigsten Umständen” – zu dem ihr gebührenden Stellenwert zu verhelfen. Weiters wird der Auftrag festgeschrieben, kommende Generationen für die Kultur zu begeistern und Künstlerkarrieren zu fördern. Und als zentraler Schüssel gilt weiterhin die höchste Qualität, der auch Vorrang vor der Kommerzialität zu geben sei. “Vieles klingt selbstverständlich. Aber es war wichtig, dass man es einmal formuliert, es muss einmal gesagt werden”, so Haslauer bei einem Pressegespräch. Ein reines Festschreiben der Gründungsideen sei das Memorandum aber nicht, denn damals sei es künstlerisch ein Anschluss an die Barockzeit gewesen. “Da sind wir heute weit darüber hinaus.” Festspielpräsidentin Helga Rabl-Stadler erinnerte an die drei Gründungsziele, die nach wie vor gelten: das Friedensprojekt, die höchste Qualität bei Musik und Theater und die wirtschaftliche Bedeutung des Festivals, die gerade heuer durch Corona wieder augenscheinlich geworden sei. Punkt zehn des Memorandums bezieht sich auf aktuelle Pläne: Innerhalb der kommenden zehn Jahre sollten die großen Bauvorhaben im Festspielbezirk realisiert werden. Hier geht es um dringend nötige Sanierungen und Erweiterungen. Die Details dazu sollen in einigen Wochen vorgestellt werden.

Salzburger Festspiele: Memorandum für die nächsten 100 Jahre

In der Debatte um eine Lockerung der massiven Beschränkungen im öffentlichen Leben hat der Chef des Weltärztebunds, Frank Ulrich Montgomery, vor einem festen Ausstiegsdatum gewarnt. “Die Politik soll sich jetzt auf eine Exitstrategie festlegen”, sagte Montgomery der “Bild”-Zeitung vom Montag. Der Beginn des Ausstiegs sei aber “kein Kalenderdatum”, sondern müsse sich richten nach der “Dauer, in der sich Infektionen in einem Gebiet verdoppeln”. Er warnte “vor einem Jojo-Effekt bei den Ansteckungen“. Unterdessen stieg die Gesamtzahl an weltweit Infizierten laut Johns Hopkins-University auf 1.277.962 (Stand Montag, 11.20 Uhr)

Weltärztebund fordert Exit-Strategie

Nach bisher 13.672 positiven Tests auf das Coronavirus wurden am Karsamstag (Stand: 9.30 Uhr) 6.604 dieser Personen, also knapp die Hälfte, wieder als genesen gemeldet. 337 Menschen sind bisher mit oder an einer Covid-19-Erkrankung verstorben, geht aus den Zahlen von Innen- und Gesundheitsministerium hervor. Mit 6.731 aktiven Fällen im 24-Stunden-Vergleich ist ein Rückgang von rund vier Prozent erfolgt. Die 337 Todesopfer bedeuteten einen Anstieg um 18 Verstorbene gegenüber Freitag. 73 Todesfälle gab es bisher in der Steiermark, 72 in Wien, 62 in Tirol und 60 in Niederösterreich. Oberösterreich meldete 29 Tote, Salzburg 24, Vorarlberg sieben, Kärnten fünf und das Burgenland fünf. Die Zahl der Covid-19-Spitalspatienten blieb fast konstant. 1.036 Personen sind aufgrund des Corona-Virus in krankenhäuslicher Behandlung, womit deren Zahl im Vergleich zu Karfreitag um vier gestiegen ist. 246 und damit 15 Personen weniger als am Freitag befanden sich davon auf einer Intensivstation.

Weniger Intensivpatienten und aktive Erkrankungen

Um die begehrten Emmy-Fernsehpreise in den USA zeichnet sich ein Zweikampf zwischen dem Streaming-Anbieter Netflix und dem Pay-TV-Sender HBO ab. Die am Dienstag bekannt gegebenen Nominierungen entfielen oft auf eine der beiden Plattformen. Die meisten Nominierungen, nämlich 26, gab es für die auf dem gleichnamigen Comic von Alan Moore basierende dystopische HBO-Serie “Watchmen”, gefolgt von “The Marvelous Mrs. Maisel” mit 20. Netflix heimste insgesamt 160 Nominierungen ein – ein Rekord. Serien von HBO, hierzulande via Sky zu sehen, bekamen 107 Nominierungen. So können sich etwa “The Crown” oder “Stranger Things” von Netflix Hoffnungen auf den Preis für die beste Drama-Serie machen – in dieser Kategorie ist auch “Succession” von HBO nominiert. HBO geht in der Rubrik der besten Comedy-Serie mit “Lass es, Larry” und “Insecure”, Netflix mit “Schitt’s Creek”, “Dead to me” und “The Kominsky Method” ins Rennen. “Unorthodox” wurde in der Kategorie Beste Miniserie nominiert. In den vier Folgen auf Jiddisch, Englisch und Deutsch geht es um die Emanzipationsgeschichte einer ultra-orthodoxen Jüdin aus der Religionsgemeinschaft der Satmarer in Brooklyn, die in Berlin ein neues Leben beginnen will. Die in New York spielenden Szenen basieren lose auf dem 2012 erschienenen Buch “Unorthodox” von Deborah Feldman, der Handlungsstrang in Berlin ist dagegen fiktiv. Die Emmys werden in Dutzenden Kategorien von etwa 23.000 Mitgliedern der Television Academy vergeben. 2020 fallen die Preise in ein Krisenjahr, in dem Fernsehen für viele Menschen weltweit wegen weitgehender Corona-Ausgangsbeschränkungen eine besondere Bedeutung erhielt. Deshalb wurde auch die Nominierungszeremonie virtuell abgehalten. Die Preisvergabe mit Moderator Jimmy Kimmel findet am (20. September statt).

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