Rund 2,4 Milliarden Christen feiern weltweit

Merken
Rund 2,4 Milliarden Christen feiern weltweit

Rund 2,4 Milliarden Christen weltweit feiern laut Kathpress am 24./25. Dezember und am 6./7. Jänner (Ostkirchen) das Fest der Geburt Christi und damit nach ihrem Verständnis die Menschwerdung Gottes. Rund 1,3 Milliarden Katholiken sowie Anglikaner, Protestanten und einige Orthodoxe sind am 24. Dezember in dieser Feier vereint. Russen, Serben, Kopten, Äthiopier und Armenier feiern hingegen nach dem Julianischen Kalender erst am 6. Jänner. Das Weihnachtsfest am Heiligen Abend – 24. Dezember – ist die nach altem kirchlichen Brauch übliche “Vor-Feier” (Vigil) eines Hochfestes. Der Tag nach Weihnachten – 26. Dezember – wird bei den Katholiken als Hochfest des Heiligen Stephanus begangen. Auch die evangelisch-lutherische Liturgieordnung sieht die Feier des Stephanitags am 26. Dezember vor. In der griechisch-orthodoxen Kirche wird der Stephanitag am 27. Dezember gefeiert.

Als Ort für die Geburt Jesu nennt das Lukasevangelium Bethlehem bzw. dessen Umgebung. Der historisch exakte Tag der Geburt Jesu ist jedoch unbekannt, da für die ersten Christengenerationen die historisch genaue Definition dieses Tages unbedeutend war. Als historisch gesichert gilt eine Feier des Geburtsfestes Jesu am 25. Dezember des Jahres 336 in der römischen Stadtliturgie. Von Rom aus verbreitete sich das Weihnachtsfest in der zweiten Hälfte des 4. Jahrhunderts rasch nach Nordafrika, Oberitalien, Spanien und in den Orient. Es entwickelte sich neben Ostern zum beliebtesten christlichen Fest.

Von der Krippe und dem Christbaum

Die Frage, warum ausgerechnet der 25. Dezember als Weihnachtsdatumgewählt wurde, löst unter Fachleuten Diskussionen aus. Einige Historiker gehen davon aus, die Kirche habe den Termin bewusst gewählt, um das von den römischen Kaisern 274 eingeführte heidnische “Geburtsfest des unbesiegbaren Sonnengottes” (“Sol Invictus”) neu zu deuten. Dabei wurde zunächst gleichzeitig das Fest der Anbetung der Weisen begangen, das später auf den 6. Jänner verlegt wurde. Eine zweite Theorie meint, dass christliche Theologen schon im 3. Jahrhundert den im Evangelium nicht genannten Geburtstag Christi am 25. Dezember berechneten, weil man nach der Tradition vom 25. März als Tag seiner Empfängnis ausging.

Die deutsche Bezeichnung “Weihnachten” ist erst seit dem 12. Jahrhundert belegt; die Zusammensetzung enthält das untergegangene mittelhochdeutsche Adjektiv “wich” mit der Bedeutung “heilig” und geht zurück auf die Zeitbestimmung “zewihen nahten”, was also “in den heiligen Nächten” bedeutet.

Krippe und Christbaum wurden erst relativ spät in das christliche Weihnachtsfest aufgenommen. Beim Evangelisten Lukas heißt es: Maria “gebar ihren Sohn, den Erstgeborenen. Sie wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Krippe, weil in der Herberge kein Platz für sie war.” Der Heilige Franz von Assisi hatte 1223 in Greccio als erster die Idee, zum Weihnachtsfest die Geburt Christi im Stall von Bethlehem als “lebendes Bild” mit lebendigen Personen und Tieren nachzustellen.

Einzug der “Bambini”

Im mittelalterlichen Italien wurden zunächst geschnitzte oder wächserne Jesuskinder auf den Altar gelegt. Der Einzug der “Bambini” in die Nonnenklöster ist für das 14. Jahrhundert belegt. Im 15. Jahrhundert begann die Wallfahrt zum “Bambino” im Franziskanerkloster am römischen Kapitol (Aracoeli) als Gnadenort. Weitere Bambino-Gnadenorte entwickelten sich in der Barockzeit. Die wohl berühmteste dieser Gnadenfiguren ist das “Prager Jesulein” aus dem Karmelitinnenkloster Maria Victoria in der tschechischen Hauptstadt. Es stammt aus dem Jahr 1628.

Ab dem 15. Jahrhundert gab es in Italien in den Kirchen permanente Krippen. Ab dem 17. Jahrhundert wurden Weihnachtskrippen auch außerhalb Mittelitaliens als Rekonstruktion des großen Ereignisses von Bethlehem populär. Einzelne Landschaften entwickelten vor allem in der Barockzeit besondere Traditionen des Krippenbaus – so Sizilien, Tirol, Oberbayern, die Provence und die Goralischen Täler südlich von Krakau. In protestantischen Gegenden waren Krippendarstellungen früher verpönt. So tolerierte sie die Obrigkeit im evangelisch geprägten Erzgebirge erst ab Mitte des 19. Jahrhunderts. Danach erlebte die Kunst des Krippenschnitzens ihre Blütezeit.

Der Christbaum wurde erst im 19. Jahrhundert zu dem zentralen Weihnachts-Symbol, das er heute ist. Ein erster schriftlicher Hinweis auf geschmückte Tannenbäume zu Weihnachten findet sich in der elsässischen Hauptstadt Straßburg im Jahre 1606. Nach Österreich kam der Christbaum durch preußische protestantische – und interessanterweise auch jüdische – Migranten.In Wien stand erstmals 1814 ein Christbaum, und zwar bei der jüdischen Gesellschaftsdame Fanny von Arnstein. Während des Wiener Kongresses trafen sich im Hause Arnstein prominente Vertreter aus Diplomatie, Wissenschaft, Kunst und Journalismus. Der erste Beleg für ein Christbaumfest in Wien ist der Bericht eines Metternich’schen Polizeispitzels aus dem Jahr 1814. “Bei Arnstein war vorgestern nach Berliner Sitte ein sehr zahlreiches Weihbaum- oder Christbaumfest”, vermerkte der Spitzel am 26. Dezember 1814. Daraus wurde vielfach abgeleitet, dass im Hause der aus Berlin gebürtigen adeligen Gesellschaftsdame am 24. Dezember 1814 der erste Wiener Christbaum aufgestellt wurde.

 

Weihnachten im Heiligen Land unter Corona-Einschränkungen

Die Weihnachtsfeiern im Heiligen Land finden in diesem Jahr unter strengen Corona-Einschränkungen statt. Die traditionelle Weihnachtsprozession fiel am Donnerstag deutlich kleiner als sonst üblich aus. Der vom Oberhaupt der katholischen Kirche im Heiligen Land, Pierbattista Pizzaballa, angeführte Wagenkonvoi brach gegen Mittag in Jerusalem auf. Die Prozession wurde am Nachmittag auf den zentralen Krippenplatz vor der Geburtskirche in Bethlehem erwartet. Sie sollte dort aber nur von einem kleinen Kreis empfangen werden, vor allem christliche Würdenträger. Wegen der Einreisebeschränkungen für Ausländer werden in diesem Jahr kaum Touristen und Pilger erwartet.

Pizzaballa sollte später in dem Ort im Westjordanland, der als Geburtsort Jesu verehrt wird, die Mitternachtsmesse in kleinstem Rahmen zelebrieren. Auf dem Krippenplatz stand ein riesiger, geschmückter Christbaum mit einem Stern an der Spitze. In den Palästinensergebieten gelten wegen hoher Corona-Infektionszahlen Ausgangsbeschränkungen. Abends tritt eine Ausgangssperre in Kraft.

Teilen auf:
Kommentare:

Es sind noch keine Kommentare abgegeben worden.

Schreibe einen Kommentar

Auch Interessant

Aus Solidarität mit den Helferinnen und Helfern im Kampf gegen die Corona-Pandemie wird der Pariser Eiffelturm künftig jeden Abend in besonderem Licht erstrahlen. Ab Freitag soll immer um 20.00 Uhr das Wort “Merci” an das Pariser Wahrzeichen projiziert werden, teilte die Stadt Paris am Freitag mit. Von 20.30 bis 23.00 wird der Turm die Pariserinnen und Pariser daran erinnern, zu Hause zu bleiben. Abwechselnd sollen auf dem Turm die Worte “Restez chez vous” und “Stay at Home” (Bleibt zu Hause) zu lesen sein. Zuletzt hatte der Eiffelturm aus Dank für das Krankenhauspersonal abends schon länger geglitzert als gewöhnlich.

Pariser Eiffelturm sagt Helfern "Merci"

Wie von Ministerpräsident Markus Söderangekündigt, hat Bayern eine Testpflicht für Berufspendler aus ausländischen Corona-Hotspots eingeführt; sie gilt mit dem heutigen Freitag. Wer aus einem Risikogebiet regelmäßig mindestens einmal wöchentlich in das deutsche Bundesland zu Berufs- oder Bildungszwecken einreist, muss der zuständigen Behörde regelmäßig Corona-Tests vorlegen. Deutschland stuft fast ganz Österreich als Risikogebiet ein. “Wer aus einem Risikogebiet (…) regelmäßig mindestens einmal wöchentlich nach Bayern einreist, um sich dort aus beruflichen oder geschäftlichen Gründen, zu Ausbildungszwecken oder zum Schul- oder Hochschulbesuch aufzuhalten, muss der für denBerufs-, Geschäfts-, Ausbildungs-, Schul-oder Hochschulort zuständigen Kreisverwaltungsbehörde oder einer von ihr beauftragten Stelle unaufgefordert und unverzüglich 1. binnen sieben Tagen nach der ersten auf den 23. Oktober 2020 folgenden Einreise und 2. danach regelmäßig in jeder nachfolgenden Kalenderwoche ein Testergebnis in Bezug auf eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 vorlegen”, heißt es neu in der abgeänderten bayerischen Einreisequarantäneverordnung. Das Testergebnis muss auf Deutsch oder Englisch sein und auf einer molekularbiologischen Testung basieren. Der Test darf nicht älter als 48 Stunden sein. Wer Covid-19-Symptome zeigt, muss zudem die Behörden in Bayern darauf hinweisen. Unterzeichnet hat die geänderte Verordnung die bayrische Landes-Gesundheitsministerin Melanie Huml. Sie wurde am Freitag im “Bayerischen Ministerialblatt” als Amtsblatt von Bayerns Staatsregierung kundgemacht. “Unser Ziel ist, dass die Grenzen offen bleiben”, hatte Ministerpräsident Söder am Mittwoch betont, aber hinzugefügt: “Wer Grenzen offen halten will, der muss auch für mehr Sicherheit sorgen.” Europaministerin Karoline Edtstadler (ÖVP) will nächste Woche am Dienstag Söder einen Besuch in München abstatten, um unter anderem über diese Fragen zu sprechen. Wegen der auch hierzulande steigenden Infektionszahlen hatte Deutschland am gestrigen Donnerstag bekanntgegeben, seine Reisewarnungen für Österreich auszuweiten. Das Robert-Koch-Institut als zuständige Seuchenbehörde stuft mit Ausnahme Kärntens mittlerweile alle österreichischen Bundesländer als Risikogebiet ein. Die Reisewarnung für die acht Bundesländer gilt ab Samstag. Bereits bisher hatte das wichtige Urlauberland Deutschland vor Reisen nach Wien, Tirol und Vorarlberg – mit Ausnahmen der Exklaven Kleinwalsertal und Jungholz – gewarnt. Mit Samstag 00.00 Uhr kommen auch Oberösterreich, Niederösterreich, Salzburg, die Steiermark und das Burgenland dazu. Einreisende aus Risikogebieten müssen für 14 Tage in Quarantäne, können sich aber durch einen negativen Test vorzeitig davon befreien lassen. Bestimmte Gruppen – darunter Grenzpendler – sind von der Quarantäne ausgenommen. Im Detail regelt jedes deutsche Bundesland die Ausnahmen anders. So müssen in Bayern Personen, die aus dem Ausland “zwingend notwendig und unaufschiebbar beruflich (Grenzpendler) oder medizinisch veranlasst” einreisen nicht in Quarantäne. Auch der Besuch eines Kindes bei geteiltem Sorgerecht, eines Lebenspartners oder einer zu pflegenden Person gilt weiterhin als Ausnahmegrund. Durch die heutige Neuverordnung müssen Grenzpendler zwar auch weiterhin nicht in Selbstisolation, sie müssen aber eben einen Corona-Test vorlegen. Neben Österreich ist Tschechien wohl am stärksten von der neuen Regelung betroffen.

Bayern: Testpflicht für Pendler

Im Welser Basketball bleibt kein Stein auf dem anderen. Was die Fußballer nicht geschafft haben – machen die Basketballer jetzt vor. Denn die zwei Welser Vereine FCN und Flyers wollen künftig gemeinsam für Erfolge sorgen. So sollen in der Jugend beim FC Neustadt die zukünftigen Bundesligabasketballer für die Flyers geformt werden.

In Steinerkirchen an der Traun (Bezirk Wels-Land) ist Sonntagabend ein PKW-Lenker mit seinem Fahrzeug von der Straße abgekommen und in der Böschung gelandet.

Alkolenker bei Unfall in Steinerkirchen an der Traun mit Auto in Böschung gelandet

Zwei 22-Jährige sind am Dienstag im Landesgericht Linz wegen schweren Raubes zu drei Jahren Haft, davon zwei bedingt, verurteilt worden. Sie waren voll geständig und gaben zu, am 22. Juni 2020 eine Bank im Mühlviertel überfallen zu haben. Dazu besorgten sie im Vorfeld eine Gaspistole und Sturmhauben. Die Strafe sei “aufgrund der positiven Spezialprognosen” verhängt worden, so die Vorsitzende des Schöffengerichts. Das Urteil ist nicht rechtskräftig. Die Angeklagten aus dem Mühlviertel nahmen ihre – bei einem Strafrahmen bis zu 15 Jahren sehr milde – Strafe an, die Staatsanwältin gab keine Erklärung ab. Sie hatte ihnen schweren Raub und dem Erstangeklagten auch die Fälschung von Beweismitteln zur Last gelegt. Ausführlich geplant Am Tag des Raubes kamen die beiden mit dem Auto des Erstangeklagten zur Bank, einer hielt der Angestellten die Pistole vor, der andere räumte das Geld in einen Sack. Dann fuhren sie zur Wohnung des Erstangeklagten, wechselten die Kleidung und setzten ihre Flucht im Wagen des Zweitangeklagten fort. Noch auf der Fahrt rief ein Beamter des LKA beim Erstangeklagten an. Dieser sagte, er sei bereits seit zwei Tagen in Budapest, in einem Hotel. Dorthin fuhren sie auch und er überredete die Rezeptionistin, ihm eine entsprechende Rechnung auszustellen. Dann kehrten sie nach Oberösterreich zurück. Das Geld hatte der Erstangeklagte auf der Flucht nahe des Wohnhauses seiner Freundin versteckt – “bleib stehn, ich tu das Packl schnell ausse”. Mithilfe von Freunden und Bekannten – sie glaubten, es sei Marihuana in der Schachtel – wurde es an einen anderen Ort gebracht. Die Beute hätten sie geteilt, die Pistole und die Masken in die Donau geworfen, gaben beide an. Die Angeklagten gaben sich reumütig und bedauerten ihr Verbrechen. Mit dem Geld wollten sie ihre Schulden abbezahlen und ihren Lebensstandard verbessern, “a besseres Auto”, so der Erstangeklagte. Laut Richterin hätten aber beide ohnehin adäquate Pkw besessen, die sie zur Tilgung ihrer Schulden verkauft hätten. Der Zweitangeklagte gab an, das Geld für den Leistungssport – Bodybuilding – und das damit verbundene Doping – “die Kosten sind ins Unermessliche gestiegen” – gebraucht zu haben. Der Banküberfall “war das Sinnloseste was ich gemacht habe”, beteuerte er. Er wolle sich einen anderen Sport suchen. Im Gefängnis habe er mit einem Coaching begonnen und nahm wie sein Komplize die Auflage der Bewährungshilfe an. Reue und Kompensation Warum sie schon ein paar Monate zuvor eine Waffe besorgt hätten, beantwortete der Erstangeklagte mit: “Bei einem Bankraub, da geht man nicht ohne was hinein, zur Abschreckung oder so”. Der Zweitangeklagte, der die Angestellte damit bedrohte, habe sie noch beruhigt mit “bitte, Ihnen passiert nichts, wir sind nur wegen dem Geld da”, woraufhin die Frau erleichtert gewesen sei. Psychologischen Beistand braucht sie freilich bis heute, auch wenn die beiden Angeklagten ihr den Privatbeteiligtenanspruch zahlten und sie den Antrag zurückzog. Auch den Schaden bei der Bank machten beide vollständig gut. “Über eine Lappalie reden wir hier nicht, wir haben eine Tatplanung von über einem halben Jahr”, sagte die Staatsanwältin in ihrem Schlussplädoyer. Die Tat hätten sie begangen “eigentlich aus einem Grund, der nicht vorhanden ist. Sie verdienen gut im Vergleich zu anderen, dennoch reicht es nicht”. Beide Verteidiger betonten, ihre Mandanten seien “keine typischen Bankräuber, die mit Brutalität und ohne Rücksicht auf Verluste” vorgingen. Beide hätten ein reumütiges Geständnis abgelegt, den Schaden beglichen, bei der Aufklärung mitgewirkt. Bei Haftentlassung erwarte beide eine Wohnmöglichkeit bei ihrer Familien und sie hätten eine Arbeitszusage. Die vorsitzende Richterin sagte in ihrer Urteilsbegründung: “Wir haben es uns nicht leicht gemacht, ob wir ihnen diese Möglichkeit geben”. Das Gericht habe sehr wohl den Schuldgehalt gesehen, die hohe Schadenssumme. Doch beide Angeklagten seien relativ jung, bemühten sich, wieder Arbeit zu finden. “Wir hoffen, dass eine teilbedingte Strafe ausreicht.”  

OÖ: Mildes Urteil für zwei junge Bankräuber

Ja eine der größten Wahlüberraschungen war das fulminante Comeback der Grünen. Und das sorgt auch dafür – das zum ersten Mal ein Vertreter aus dem Hausruckkreis in den Nationalrat einzieht. Genauer gesagt, der Thalheimer Ralph Schallmeiner.

Nationalratswahl - Zukunft der Welser Kandidaten