Ruttensteiner nun offiziell Teamchef Israels

Merken
Ruttensteiner nun offiziell Teamchef Israels

Willibald Ruttensteiner ist am Mittwoch offiziell zum Fußball-Teamchef Israels bestellt worden. “Teamchef eines Landes zu sein ist immer eine große Ehre und eine besondere emotionale Verantwortung”, sagte Ruttensteiner. Der 57-jährige Oberösterreicher übernimmt das Amt als Nachfolger von Andreas Herzog vorerst bis Jahresende und zusätzlich zu seinen Agenden als Sportdirektor.

“Ich will die Philosophie, die Andreas Herzog und ich begonnen haben, fortsetzen und einige Details verbessern”, ergänzte Ruttensteiner in einer Aussendung seiner Beratungsagentur. Neuland ist das Amt des Nationaltrainers für ihn nicht. 2005 betreute er die ÖFB-Auswahl nach dem Abschied von Hans Krankl in den WM-Qualifikationsspielen gegen England (0:1) und Nordirland (2:0). Und nach dem Rücktritt von Dietmar Constantini führte Ruttensteiner Österreich 2011 in der EM-Qualifikation zu einem 4:1 gegen Aserbaidschan und einem torlosen Remis in Kasachstan.

Für Israel geht es noch um die erstmalige Qualifikation für eine EM-Endrunde. Das erste Spiel im Play-off-Semifinale gegen Schottland findet am 8. Oktober auswärts statt. Der ehemalige ÖFB-Sportdirektor legte das Finale als Ziel fest. “Ich will der Mannschaft eine Winner-Mentalität implementieren. Nur wer an den Erfolg glaubt, wird auch Spiele gewinnen.” Nach dem Play-off für die EM und den Länderspielen in der Nations League haben beide Seiten die Möglichkeit, aus dem Vertrag auszusteigen – ansonsten läuft er bis Sommer 2022 weiter.

Ruttensteiner will auch versuchen, das bisherige rot-weiß-rote gefärbte Coachingteam mit Tormanntrainer Klaus Lindenberger, Individualcoach Martin Stranzl und Mentaltrainer Markus Rogan zu halten.

Teilen auf:
Kommentare:

Es sind noch keine Kommentare abgegeben worden.

Schreibe einen Kommentar

Auch Interessant

Die Einsatzkräfte von Feuerwehr, Polizei und Energieversorgungsunternehmen standen Mittwochabend in einer Wohnung in Wels-Neustadt im Einsatz, nachdem ein CO-Warnmelder Alarm ausgelöst hatte.

Rasche Entwarnung nach Alarm eines CO-Warnmelders in einer Wohnung in Wels-Neustadt

In China haben Wissenschafter eine neue Art der Schweinegrippe entdeckt, die eine Pandemie auslösen könnte. Das Virus mit dem Namen G4 besitze “alle wesentlichen Eigenschaften, um Menschen infizieren zu können”, schrieben die chinesischen Forscher in der US-Fachzeitschrift “Pnas”. G4 ist hochinfektiös und stammt vom H1N1-Virus ab, das 2009 eine Pandemie auslöste. G4 stamme vom H1N1-Virus ab, das 2009 eine Pandemie auslöste. Für die Studie nahmen Forscher zwischen 2011 bis 2018 rund 30.000 Nasenabstriche von Schweinen in Schlachthöfen in zehn chinesischen Provinzen. Dabei konnten 179 verschiedene Schweinegrippe-Viren isoliert werden konnten. Die meisten davon waren von einer neuen Art, die seit 2016 vermehrt bei Schweinen auftritt. Anschließend führten die Forscher unter anderem Experimente an Frettchen durch, auf die in Grippestudien zurückgegriffen wird, weil sie ähnliche Symptome wie Menschen aufweisen. Dabei wurde beobachtet, dass G4 hochinfektiös ist, sich in menschlichen Zellen vermehrt und bei den Frettchen schwerere Symptome verursacht als andere Viren. Tests zeigten auch, dass jegliche Immunität, die Menschen durch die saisonale Grippe gewinnen, keinen Schutz vor G4 bietet. Den Wissenschaftern zufolge waren bereits 10,4 Prozent der Schweinehalter infiziert. Auch 4,4 Prozent der Bevölkerung seien dem Virus ausgesetzt gewesen, wie die Forscher durch Antikörpertests herausfanden. Die Hauptsorge der Wissenschafter ist, dass das Virus von Mensch zu Mensch übertragen werden kann. Es sei besorgniserregend, dass sich der Erreger an den Menschen anpasse und sich damit das Risiko einer Pandemie beim Menschen erhöht, schrieben die Forscher. Die Studie sei “eine Erinnerung daran, dass wir ständig dem Risiko des erneuten Auftretens zoonotischer Krankheitserreger ausgesetzt sind und dass Nutztiere, mit denen der Mensch mehr Kontakt hat als mit Wildtieren, als Quelle für wichtige Pandemieviren dienen können”, sagte James Wood, Leiter der Abteilung für Veterinärmedizin an der Universität Cambridge in Großbritannien. Eine zoonotische Infektion wird durch einen Erreger verursacht, der von einem Tier auf einen Menschen übergesprungen ist.

Neue Art der Schweinegrippe mit Pandemie-Potenzial in China

Die Coronaviruskrise mit ihren Ausgangssperren hat das Kaufverhalten der Österreicher stark verändert. Nicht nur Nudeln, Toilettenpapier und Desinfektionsmittel wurden gehamstert. Auch die Nachfrage nach Webcams ist rasant gestiegen, berichtete das Preisvergleichsportal Geizhals am Montag. Ebenso beliebt: Brotbackautomaten, Gefriergeräte und Fieberthermometer.

Kaufen in der Krise: Menschen bestellen Webcams und Brotbackautomaten

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) untersucht Rückfälle von Covid-19-Patienten, die nach negativen Virus-Tests als geheilt galten. “Wir stehen in enger Verbindung mit unseren klinischen Experten und arbeiten hart daran, mehr Informationen über diese individuellen Fälle zu erhalten”, heißt es in einer WHO-Stellungnahme zu ungewöhnlichen Fällen in Südkorea.

WHO untersucht Rückfälle von Covid-19-Patienten

Venedig unternimmt einen weiteren Schritt in Richtung Normalität nach der Coronavirus-Pandemie. Vier Badeanstalten öffneten am Samstag am Lido, dem Strand der Venezianer. Trotz nicht besonders sonnigem Wetter kamen einige Badegäste.

Lido von Venedig startet mit Badesaison

Gäste, die sich von 17. Juli bis 23. Juli in einem der vier Unterkünfte aufgehalten haben, rät der Corona-Krisenstab, ihren Gesundheitszustand genau zu beobachten. Für Tourismusministerin Köstinger ist “Alarmismus fehlt am Platz”. n Oberösterreichs Tourismusort St. Wolfgangsind in vier Beherbergungsbetrieben mehrere Corona-Fälle aufgetreten. In den Hotels “Seevilla” und “Hotel Peter” wurden acht Mitarbeiter positiv auf Covid-19 getestet. Auch im “13er Haus” sowie im “W3” haben sich Infizierte aufgehalten, informierte der Krisenstab Freitagfrüh. Nach Auskunft der beiden Hotels hätten die Mitarbeiter alle einen Mund-Nasen-Schutz bei Kontakt mit Gästen getragen. Inzwischen wurden in den zwei Häusern das gesamte Personal getestet. Gästen, die sich von 17. Juli bis 23. Juli in einem der vier Unterkünfte aufgehalten haben, rät der Krisenstab, ihren Gesundheitszustand genau zu beobachten und beim Auftreten möglicher Symptome die telefonische Gesundheitsberatung 1450 anzurufen. Auf Initiative von 26 Tourismusbetrieben aus der Region Wolfgangsee werden am Freitag im Rahmen der seit einem Monat geplanten freiwilligen Testreihe bei mehr als 500 Mitarbeitern Abstriche genommen. Tourismusministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP) hat am Freitag zu den Corona-Fällen in St. Wolfgang betont, dass die Nachverfolgung der Betroffenen funktioniert hat und die Infizierten rasch isoliert wurden. Es würde sich zeigen, dass die Ansteckungen nicht im Hotel, sondern im Freizeitbereich der Mitarbeiter stattgefunden hätten. “Alarmismus ist jetzt fehl am Platz”, sagte sie im Ö1-Mittagsjournal. Sie beobachte aber auch mit Sorge die steigenden Infektionszahlen. Ziel sei es, die Infektionsketten zu durchbrechen, dafür werde intensiv getestet. Dass in vier Wochen nur 14.000 Abstriche genommen wurden, obwohl das ursprüngliche Ziel lautete, bis zu 65.000 Tests in der Woche durchzuführen, sei nicht zufriedenstellend. Köstinger setzt hier auf ein gestiegenes Problembewusstsein und mehr Aufklärung. Weiters würden die Registrierungen täglich steigen und die Testungen laufend mehr, so das Ministerium zur APA. SPÖ-Gesundheitssprecher Philip Kucher forderte heute, dass die Verantwortung für die Tests in das Gesundheitsministerium wandern soll. “Wir haben immer gewarnt, dass die Teststrategie im Tourismus nicht bei Ministerin Köstinger liegen darf. Die realen Testungen sind meilenweit vom versprochenen Ziel entfernt. Eine umfassende Teststrategie hätte von den Profis im Gesundheitsministerium ausgearbeitet werden sollen”, so Kucher.

Infektionen in Hotels in St. Wolfgang: Köstinger gegen "Alarmismus"