"Saufhaus Österreich": Vom Spanferkelessen bis zum Musical

Merken
"Saufhaus Österreich": Vom Spanferkelessen bis zum Musical

Erntete das Online-Verzeichnis “Kaufhaus Österreich” nach seinem Start Häme, so beflügelte es anscheinend auch die Kreativität in der Eventbranche. Denn mit “Saufhaus Österreich” ging nun eine Plattform online, auf der sich Veranstalter, Künstler, Techniker und Bars vernetzen und der Öffentlichkeit präsentieren können. Und bisher kostete das Projekt auch deutlich weniger als das fast gleich heißende andere Verzeichnis, versicherte der Initiator im Gespräch mit der APA.

“Eigentlich ist das Ganze als Satireprojekt gestartet, dann hat es aber einen ernsteren Background bekommen”, erklärte der Kärntner IT-Unternehmer Alexander Peter Webernig. Nach einem Brainstorming mit Mitstreitern entschloss man sich schließlich dazu, eine Marktlücke zu schließen und auch gleichzeitig etwas für die gebeutelte Eventbranche in ganz Österreich zu tun.

Plattform für gebeutelte Eventbranche

Die Ideen dazu kamen auch im Zusammenhang mit dem Veranstaltungshaus Volxhaus in Klagenfurt, wo Webernig für Management und Öffentlichkeitsarbeit zuständig ist. “Wir hatten immer wieder Künstler, die in Wien oder Graz spielen wollten und uns nach Kontakten gefragt haben. Mit der Plattform bringen wir die Leute direkt zusammen.” Dass Dienstleister, wie etwa Bühnentechniker, eine solche Plattform vorfinden, sei ein Novum – und neben dem B2B-Bereich sollen auch Gäste und Veranstaltungsbesucher angesprochen werden.

Verzeichnis von Restaurants, Bars und Eventlocations

Auf ist für sie neben dem Verzeichnis von Restaurants, Bars und Eventlocations nämlich auch ein Veranstaltungskalender zu finden. Welche Veranstaltungsarten hier zu finden sein sollen, da soll es keine Einschränkungen geben, meinte Webernig: “Alles vom Spanferkelessen im Gasthaus bis hin zum Musical im Theater.” Die Plattform soll grundsätzlich kostenlos befüllt werden können, “Premiumkunden”, zum Beispiel Gastronomen mit mehreren Standorten, sollen gegen Gebühren zusätzliche Optionen freischalten können.

Kritik am “Kaufhaus Österreich”

Die Macher von “Saufhaus Österreich” wollen mit ihrem Projekt aber auch Kritik an dem ihrer Meinung nach verbesserungswürdigen “Kaufhaus” üben – wie Webernig kritisiert kein Einzelfall: “Es kommt immer wieder vor, dass Warnungen aus der IT-Branche vor solchen Projekten ignoriert werden. Dann schießt man etwas raus, von dem zwei Drittel nicht funktionieren und kann dann erst einmal nachbessern.”

117 Arbeitsstunden für Website

Auch die 627.000 Euro, die “Kaufhaus Österreich” gekostet hat, stoßen Webernig auf. “Insgesamt wurden ins Saufhaus bisher 117 Arbeitsstunden investiert. Selbst wenn man 100 Euro pro Arbeitsstunde rechnet, kommt man nur auf einen Bruchteil dieser Summe.” Gedanken über die Monetarisierung seines Projekts seien vorerst zweitrangig, sagte Webernig: “Wenn es funktioniert – super! Aber Ziel ist es zuerst einmal, eine Plattform mit möglichst vielen Teilnehmern zu haben.” Nichtsdestotrotz werden auf “Saufhaus Österreich” für Konzeption, Umsetzung und Wartung Spenden gesammelt, nicht ganz zufällig und schon gar nicht unironisch hat man dafür einen Betrag von 627.000 Euro angepeilt.

Teilen auf:
Kommentare:

Es sind noch keine Kommentare abgegeben worden.

Schreibe einen Kommentar

Auch Interessant

Die meisten Menschen würden sich einer weltweiten Studie zufolge auf Empfehlung ihrer Regierung oder ihres Arbeitgebers gegen Covid-19 impfen lassen. 71,5 Prozent der Studienteilnehmer gaben an, dass sie sehr oder eher wahrscheinlich einen Corona-Impfstoff nehmen würden. 61,4 Prozent erklärten, sie würden eine entsprechende Empfehlung ihres Arbeitgebers akzeptieren. An der Studie des Vaccine Confidence Projekts, das unter anderem von der Europäischen Kommission und Pharmaunternehmenfinanziert wird, nahmen im Juni weltweit 13.000 Menschen in 19 Ländern teil. Ältere Menschen gaben eher an, einen Impfstoff zu nehmen, während jüngere Befragte eher die Empfehlung eines Arbeitgebers akzeptierten. Besonders hohe Zustimmung kam aus China, wo rund 90 Prozent der Studienteilnehmer einen Impfstoff nehmen würden, in Russland waren es dagegen weniger als 55 Prozent. Warten auf den Impfstoff Bisher ist international noch kein Corona-Impfstoff auf dem Markt. Nur Russland hatte im August als weltweit erstes Land einen Impfstoff zugelassen, der aber weniger als zwei Monate an Menschen getestet wurde.Weltweit forscht die Pharmaindustrie fieberhaft an Impfstoffen gegen das neuartige Coronavirus. Die Entwicklung in Rekordzeit sowie die Zulassung des Impfstoffes in Russland ohne die übliche große Wirksamkeitsstudie schürten jedoch bereits Sicherheitsbedenken.

Mehrheit der Bevölkerung würde Impfstoff nehmen

Der Darsteller des Bilbo Beutlin aus der Fantasy-Trilogie “Herr der Ringe”, Ian Holm, ist gestorben. Das berichtete die britische Nachrichtenagentur PA am Freitag unter Berufung auf seinen Agenten. Er wurde 88 Jahre alt. Der britische Schauspieler, der auch aus seiner Rolle als der Android Ash in dem Science-Fiction-Thriller “Alien” bekannt war, litt laut “Guardian” an einer Parkinson-Erkrankung. Er sei friedlich im Krankenhaus in London im Beisein seiner Pfleger und Familie gestorben, zitierte das Blatt eine Mitteilung seines Agenten.

Ian Holm, Bilbo-Darsteller aus "Herr der Ringe", gestorben

Das israelische Model Bar Refaeli und seine Mutter sind am Montag im Rahmen einer Vereinbarung wegen Steuerhinterziehung verurteilt worden. Die beiden hätten vor einem Tel Aviver Gericht eine Reihe von Steuervergehen zugegeben, berichteten israelische Medien. Die beiden Frauen hatten die Vereinbarung mit den Behörden im vergangenen Monat geschlossen, um das langjährige Verfahren beizulegen. Der Deal sah vor, dass die 35 Jahre alte Refaeli neun Monate Sozialdienste leisten muss, während ihre Mutter Zipi für 16 Monate ins Gefängnis kommt. Sie müssen zudem insgesamt fünf Millionen Schekel (knapp 1,3 Millionen Euro) zahlen. Das israelische Fernsehen berichtete, die Mutter wolle wegen einer Krankheit umgehend Begnadigung beantragen. Die Steuerbehörde hatte Refaeli vorgeworfen, millionenschwere Verdienste in Israel und im Ausland nicht vollständig angegeben zu haben. Anfang 2019 hatte ein Gericht entschieden, dass das Model umgerechnet rund zwei Millionen Euro Steuern nachzahlen muss. Anders als von Refaeli angegeben, habe sie ihren Lebensschwerpunkt in den strittigen Steuerjahren seit 2009 in Israel gehabt, so das Gericht. Refaeli gelang der Durchbruch 2007, als sie als erstes israelisches Model die begehrte Titelseite des Magazins “Sports Illustrated” zierte. Auch wegen ihrer Beziehung zu dem Schauspieler Leonardo DiCaprio füllten Aufnahmen von ihr regelmäßig die Spalten der Klatschblätter. 2011 trennte sich das Paar. In dem sozialen Netzwerk Instagram hat Refaeli drei Millionen Follower.

Model Bar Refaeli wegen Steuerhinterziehung verurteilt

Der für 3. Juli geplante Aufnahmetest für das Medizinstudium wird Corona-bedingt verschoben. In einem Verordnungs-Entwurf gibt Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP) nun zwei Optionen vor: Der Test soll entweder am 14. August oder im Zeitraum von 28. September bis 7. Oktober stattfinden. Auch alle anderen Präsenz-Aufnahmeprüfungen mit mehr als 200 Teilnehmern finden erst ab 1. August statt. Sollte für den Medizin-Aufnahmetest die spätere Option gewählt werden, müssten die Medizin-Unis auch die allgemeinen Zulassungsfrist erweitern und die lehrveranstaltungsfreien Zeit, insbesondere im Februar 2021, streichen. Allgemein dürfen Eignungs-, Aufnahme- und Auswahlverfahren für Bachelor- und Diplomstudien für die die gleichzeitige, persönliche Anwesenheit von mehr als 200 Studienwerbern erforderlich ist, erst ab 1. August 2020 durchgeführt werden.

Aufnahmetest für Medizin-Studium wird verschoben

WELS UNTERSTÜTZT Privatpersonen beim Umweltschutz 🍀🌱🌳 Die Flurreinigungsaktion musste wegen der Corona-Krise in diesem Jahr leider abgesagt werden. Aufgrund vieler Anfragen unterstützt die Stadt Wels diejenigen die in Eigeninitiative etwa beim Spazierengehen umherliegenden Abfall einsammeln möchten. Zwischen 29.4 und 6.5 werden Handschuhe und Abfallsäcke zur Verfügung gestellt. Bitte auch beim Abfallsammeln unbedingt den Mindestabstand einhalten ❗️☝️ Vielen Dank für eure Unterstützung 💚 Alle weiteren Informationen zum Abfallsammeln und zur Abholung der gefüllten Säcke findet ihr hier ➡️ https://www.wels.gv.at/news/detail/wels-unterstuetzt-privates-abfallsammeln/

Sauberes Wels

Knapp eine Woche vor dem Eintreffen in der Steiermark zum Österreich-Grand-Prix ist Red Bull Racing nach langer Zwangspause auf eine Formel-1-Rennstrecke zurückgekehrt. An einem offiziellen Filmtag in Silverstone spulte der Thailänder Alexander Albon am Donnerstag 100 Kilometer hinter dem Steuer seines RB16 ab. Red Bull sprach in einer Aussendung von seinem Comeback im Cockpit nach 118 Tagen. Er habe sich wohl dabei gefühlt, sagte Albon. “Ich war jetzt drei Monate nicht in einem Formel-1-Auto, aber schon nach fünf oder sechs Runden hatte ich wieder das Gefühl”, so der 24-Jährige, der zuletzt Ende Februar bei den Wintertests in Montmelo mit dem diesjährigen Auto gefahren war. In Melbourne fiel dann Mitte März der regulär geplante Saisonauftakt wegen Coronavirus-Fällen im Fahrerlager aus, die Dienstwägen von Albon und dem Niederländer Max Verstappen wurden ohne Einsatz zurück nach Europa transportiert. Dort war rasch klar, dass die Covid-19-Pandemie sobald kein Rennen zulassen würde, und die Formel 1 ordnete verpflichtend Fabriksschließungen an. Erst seit wenigen Wochen dürfen die Rennställe wieder am Auto arbeiten. Die Red-Bull-Crew nutzte den Filmtag auch als Möglichkeit, um die Maßnahmen, die durch das Covid-19-Sicherheitskonzept der Formel 1 vorgegeben sind, zu erproben. Die Mitarbeiter an der Strecke waren getestet, Schutzkleidung und Mund-Nasen-Schutz verpflichtend. “Wenn wir nach Österreich kommen, werden diese Abläufe für uns die neue Normalität sein”, erklärte Red-Bull-Teamchef Christian Horner. “Der Tag heute hat sichergestellt, dass jeder weiß, was zu tun ist, wenn wir nach Österreich kommen.” Der Österreich-Grand-Prix geht als erstes Rennen der beschnittenen WM-Saison 2020 am 5. Juli vor leeren Rängen auf dem Red-Bull-Ring in Spielberg über die Bühne. Genau eine Woche später, am 12. Juli, steigt am selben Ort der zweite Grand Prix.

Red Bull erstmals nach 118 Tagen wieder auf der Strecke