Schließung von radikalen Moscheen angeordnet

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Schließung von radikalen Moscheen angeordnet

Kultusministerin Susanne Raab und Innenminister Karl Nehammer (beide ÖVP) haben nach dem islamistischen Terroranschlag in Wien die Schließung von radikalen Moscheen angekündigt. Dies sei nach einem Krisentreffen mit dem Präsidenten der Islamischen Glaubensgemeinschaft Ümit Vural angeordnet worden, hieß es Freitagmittag gegenüber der APA. Es gehe um den Entzug der Rechtsstellung sowie um die Auflösung von Vereinen.

Details sollen in einer Pressekonferenz um 14.00 Uhr im Innenministerium bekanntgegeben werden, wir berichten live.

Eine Moschee in Wien betroffen

Laut der Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich (IGGÖ) ist von der Schließung eine Moschee in Wien betroffen. Um welches Objekt es sich genau handelt, wollte man auf APA-Anfrage nicht sagen. Es soll sich aber nicht um jene Moschee in der Hasnerstraße in Wien-Ottakring handeln, in dem der Attentäter aktiv gewesen sein soll. Diese sei nicht bei der IGGÖ registriert gewesen.

An die Islamische Glaubensgemeinschaft in Österreich seien Freitagvormittag Informationen herangetragen worden, wonach eine bei ihr registrierte Moscheegemeinde gegen Glaubenslehre und Verfassung sowie das Islamgesetz von 2015 verstoße, gab die IGGÖ bekannt. Um mögliche Gefahr in Verzug abzuwenden, habe man unmittelbar die Rechtspersönlichkeit dieser Moscheegemeinde aufgehoben und dies dem Kultusamt mitgeteilt.

“Religionsfreiheit ist ein hohen Gut in unserem Land, das wir vor Missbrauch schützen müssen und schützen werden – auch vor jenem aus den eigenen Reihen”, schrieb IGGÖ-Präsident Ümit Vural. “Daher haben wir in Absprache mit den zuständigen Behörden die Schließung einer Moscheegemeinde angeordnet.” Unter dem Dach der Islamischen Glaubensgemeinschaft finden sich österreichweit ungefähr 350 Moscheen und Gebetshäuser.

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Die Einreise nach Österreich aus Corona-Risikogebieten ist laut Gesundheitsministerium entgegen zuvor anderslautender Interpretation aus dem Ressort doch in jedem Fall nur mit negativem PCR-Test möglich. Das Ministerium revidierte am Samstagvormittag abermals seine zuvor der APA kommunizierte Ansicht. Damit gilt für alle Rückkehrer aus den 32 definierten Risikogebieten, dass sie bei der Einreise einen negativen PCR-Test vorweisen müssen – oder einen solchen dann in der anzutretenden Quarantäne in Österreich innerhalb von 48 Stunden nachholen müssen, erläuterte ein Ministeriums-Experte Samstagmittag gegenüber der APA. Zuvor hatte es – nach mehrmaliger Rückfrage – geheißen, alternativ wäre ein Verbleib in der zehntägigen Quarantäne (ohne Testung) möglich. Das ist aber nun definitiv doch nicht der Fall, so die Auskunft. Grundsätzlich gilt damit, dass Österreicher, EU-und EWR-Staatsbürger, Schweizer Staatsbürger sowie all jene Personen, die einen Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt in Österreich haben (sowie Personen mit Aufenthaltsberechtigung) bei der Einreise aus einem Risikogebiet einen negativen PCR-Test vorlegen müssen. Ist dies nicht möglich, so ist laut dem Verordnung-Text eine zehntägige selbstüberwachte Heimquarantäne anzutreten. Während dieser ist dann der erwähnte PCR-Test zu beantragen – und zwar innerhalb von 48 Stunden. Eine verpflichtende Quarantäne auch bei negativem PCR-Test gilt nur für Drittstaatsangehörige. Diese Personengruppe darf freilich (wie schon bisher) grundsätzlich ohnehin nicht nach Österreich einreisen. Ausnahmen gibt es nur für jene, die über ein Schengen-Land einreisen. Voraussetzung für eine solche Einreise ist weiterhin ein negativer PCR-Test; dieser darf nun nicht älter als 72 Stunden sein. Im Gegensatz zum Ist-Stand müssen die Betroffenen aber auch bei Vorliegen eines solchen negativen Testergebnisses verpflichtend in einer zehntägigen (Heim-)Quarantäne verbleiben. Ein “Freitesten” daraus ist nicht möglich. Auch ist für die Quarantäne eine Unterkunftsbestätigung vorzulegen. Drittstaatsangehörige mit Wohnsitz in Österreich wie etwa jene aus den zuletzt wegen hoher Corona-Zahlen diskutierten Balkan-Ländern sind von dieser Regelung nicht betroffen, sondern fallen unter die oben erwähnten Bestimmungen.

Einreise nach Österreich nur mit negativem PCR-Test

Die Italiener sollen am 1. Juni wieder im Rahmen ihrer nationalen Grenzenfrei reisen dürfen, darüber diskutiert die Regierung in Rom mit den Vertretern der Regionen. Nach der Wiedereröffnung der Lokale und des Kleinhandels am Montag, 18. Mai, sollen ab dem 1. Juni Reisen außerhalb der Heimatregion möglich sein, berichtete der Präsident Liguriens, Giovanni Toti, im Interview mit “Radio 24”. Seit dem Lockdown am 11. März dürfen die Italiener nicht mehr ihre unmittelbare Heimatregion verlassen. Lediglich aus beruflichen oder dringenden gesundheitlichen Gründen darf man im Moment innerhalb der italienischen Grenzen reisen. Auch die Badeanstalten bereiten sich unterdessen auf den Neubeginn ab dem kommenden Montag vor. Dabei wird ganz besonders auf das Abstandhalten geachtet werden. Jeder Platz mit einem Sonnenschirm auf den Sandstränden an der Adria soll über zwölf Quadratmeter Raum verfügen. Die Zahl der Gäste, die pro Badeanstalt zugelassen sind, wird beschränkt sein. Gemeinden werden den Zugang zu freien Stränden regeln können. Die Spielanlagen sollen nur für eine beschränkte Zahl von Kindern zugänglich sein. Duschen und Toiletten müssen besonders rigoros desinfiziert werden.

Italiener sollen ab 1. Juni im Land frei reisen können

Der Begriff Shootingstar trifft auf Joana Mallwitz ebenso zu, wie er falsch ist. Zum einen hat sich die junge deutsche Dirigentin (Jahrgang 1986) in den vergangenen Jahren zu einer der größten Nachwuchsstars ihrer Zunft aufgeschwungen. Zugleich hat sie ungeachtet ihres Alters diesen Weg fundiert von Heidelberg über Erfurt bis Nürnberg vorbereitet. Am 2. August wird die Nürnberger Generalmusikdirektorin nun bei den Salzburger Festspielen die Premiere von Mozarts “Cosi fan tutte” in einer von ihr miterarbeiteten Strichfassung dirigieren. Mallwitz sprach mit der APA aus diesem Anlass über den Schmerz, bei Mozart zu streichen, die Verantwortung einer Generalmusikdirektorin für ihre Stadt, und warum sie die aktuelle Partitur immer bei sich trägt. APA: Eigentlich hätten Sie heuer Ihr Salzburg-Debüt mit der “Zauberflöte” geben sollen. Nun ist es mit der “Cosi” doch gleich eine Premiere geworden. Erhöht das den Druck oder ist es für Sie die Gelegenheit, gleich richtig durchzustarten? Joana Mallwitz: Auch die “Zauberflöte” hätte sich eigentlich wie eine Premiere angefühlt, da sie ja komplett überarbeitet worden wäre. Aber es kommen jetzt einfach viele Dinge für mich zusammen: Mein Debüt in Salzburg und das erste Mal das gemeinsame Arbeiten mit den Wiener Philharmonikern. Insofern macht die “Cosi” aus diesem Aspekt gar keinen solchen Unterschied. APA: Gehen Sie als Dirigentin anders an eine Zusammenarbeit mit den Wiener Philharmonikern heran, oder ist jeder Auftritt vor einem neuen Orchester gleichermaßen mit Anspannung verbunden? Mallwitz: Die Wiener Philharmoniker sind natürlich ein besonderes Orchester und haben eine unglaubliche Tradition hinter sich, die sie mittransportieren. Zugleich kann ich selbst als Dirigentin meine Herangehensweise nicht ändern. Da muss ich genauso konzentriert und vorbereitet sein wie bei jedem anderen Orchester. Das ist eine Frage der Authentizität. Die wirkliche Zusammenarbeit gelingt nur, wenn ich dem Orchester vertraue und die Musiker umgekehrt mir vertrauen. APA: Sie haben – wie auch die “Zauberflöte” – die “Cosi” bereits dirigiert. Wie sehr greifen Sie in diesem Falle bei der Vorbereitung auf Ihre alte Arbeit zurück? Mallwitz: Als mich Markus Hinterhäuser angerufen hat mit dem Angebot, die “Cosi” zu machen, habe ich sofort zugesagt, ohne nachzudenken. Und ich habe dann gemerkt, dass es natürlich einen Unterschied macht, wenn Sie eine Partitur aufschlagen und sich gleich alles sehr warm anfühlt. Man kann direkt beginnen, in der Tiefe zu schürfen und muss sich das Werk nicht von Null weg erarbeiten. APA: Sie tragen Ihre aktuelle Partitur tatsächlich stets bei sich? Mallwitz: (lacht) Es ist richtig, dass ich die Partitur in diesem Falle immer sehr nah bei mir habe. Es steht einfach auch so unglaublich viel drin, was ich über die langen Monate notiert habe. APA: Zugleich haben Sie nun für Salzburg eine Streichfassung der “Cosi” erarbeiten müssen. Wie sehr hat Ihnen da das Herz geblutet? Mallwitz: Die Vorgabe war, dass wir – weil es keine Pause geben darf – in etwa auf zwei Stunden und zehn Minuten kommen. Und das ist natürlich massiv kürzer als das Original mit seinen drei Stunden. Ich habe dann gleich am ersten Tag mit Regisseur Christof Loy telefoniert, und wir sind praktisch zwei Tage durchgängig daheim mit unseren Partituren gesessen und haben uns permanent angerufen mit den Ideen. Das war ein beinahe schmerzhafter Prozess, bis ich irgendwann gesagt habe: Versuchen wir nicht den Ansatz, was wir alles streichen müssen, sondern eher, wie viel wir von Mozarts Geist in die neue Fassung übernehmen können. APA: Sie hatten nicht das Gefühl, dass das Werk gleichsam sakrosankt ist? Mallwitz: Klar ist, dass es sich um eine ganz spezielle Fassung für eine ganz spezielle Situation handelt. Ohne Corona würde man das nicht machen. Zugleich wäre aber Mozart der Erste gewesen, der seine Oper für die örtlichen Gegebenheiten bearbeitet hätte. APA: Das Endergebnis ist nun also gewissermaßen ein Kondensat, oder haben Sie auch ganze Passagen gekürzt? Mallwitz: Es ist tatsächlich eine sehr schnelle Version mit hohem Tempo geworden, weil wir sehr viele kleine Schnitte gesetzt haben. Andererseits sind teils auch ganze Arien entfallen – anders geht das nicht, wenn man 50 Minuten kürzen muss. APA: Nun haben Sie in Salzburg die Sondersituation, dass Sie mit Christof Loy einen Regisseur an der Seite haben, der auch die Partitur lesen kann. Wie geht es Ihnen als Dirigentin grundsätzlich mit der Regie als zweites Machtzentrum bei einer Inszenierung? Mallwitz: Wenn ich mir anschaue, wie es hier gerade in Salzburg funktioniert, kann ich ohne Übertreibung sagen: So soll es sein. Christof Loy und ich arbeiten Hand in Hand mit den Sängern. Es bleibt letztlich immer das gleiche Ziel: Wie kann ich den bestmöglichen Ausdruck für eine Situation finden? Da muss man als Dirigentin vielleicht auch einmal sagen, dass man an der einen oder anderen Stelle nicht sofort ins Piano gehen kann. Umgekehrt ist das aber auch der Fall. Und das ist nicht mit allen Theatermachern möglich. Es gibt definitiv Regisseure, bei denen ich aus meiner Erfahrung als Generalmusikdirektorin weiß, dass ich mit denen nie wieder zusammenarbeiten werde. APA: Ist die Rolle als Dirigentin bei Mozart eine andere als beispielsweise bei einem Spätromantiker wie Mahler und seinem weit größeren Orchesterapparat? Mallwitz: Bei Mozart ist man als Dirigent eher ein Mitspieler als bei Mahler. Mahler war ja Dirigent und hat die Musik auch in dieser Hinsicht geschrieben. Das heißt aber nicht, dass man bei Mozart die Führung aus der Hand gibt. Als Dirigent ist man letzten Endes immer der, der auch die Richtung vorgibt. Und da habe ich viel Erfahrung bei Mozart gesammelt: Ich habe tatsächlich jedes Jahr, seit ich 19 bin, zumindest eine Mozart-Oper dirigiert – bis auf vergangenes Jahr. Als ich Generalmusikdirektorin in Erfurt wurde, habe ich etwa eingeführt, dass wir jedes Jahr eine Mozart-Oper gespielt haben. APA: Mittlerweile sind Sie ja Generalmusikdirektorin in Nürnberg. Können Sie sich vorstellen, eine solche Position auch in 20 Jahren noch auszuüben, oder zieht es Sie doch in Richtung der freischaffenden Dirigentin? Mallwitz: Ich hatte nach meinen vier Jahren in Erfurt eigentlich gedacht, dass ich eine Zeit lang als freie Dirigentin tätig sein werde. Und dann hat sich doch Nürnberg ergeben. Man hat als Generalmusikdirektorin eine große Verantwortung für das Orchester, das Haus, das Kulturleben in der Stadt, und sollte sich daher gerade in einer Krisensituation wie dieser nicht ins Private zurück ziehen. Und natürlich muss ich ganz ehrlich sagen, dass es die freien Künstler in der jetzigen Coronakrise weit schwerer haben als diejenigen, die wie ich das Glück haben, an einem subventionierten Stadttheater engagiert zu sein. Insofern kann ich jetzt nicht sagen, was die Zukunft bringt. APA: Dass Sie zugleich aber auch jemand sind, der gerne die Gestaltungsmöglichkeiten einer Musikdirektorin nutzt, zeigt sich ja etwa am Format der “Expeditionskonzerte”, bei denen Sie Werke gleichsam in ihre Einzelteile zerlegen und den Menschen näher bringen… Mallwitz: Ich war immer jemand, der über einer Partitur gesessen ist und am liebsten rausgerannt wäre, um den Menschen auf der Straße zu sagen, wie wunderschön die eine oder andere Passage ist. Und jetzt kann ich das! (lacht) Und genau auf die Expeditionskonzerte sprechen einen dann auch Menschen an, wenn man in der Stadt unterwegs ist. Damit erreicht man ein Publikum, das sonst vielleicht gar nicht so häufig ins Konzert oder die Oper geht. Und das ist tatsächlich ein Format, das man nur an einem fixen Haus umsetzen kann. APA: Sie haben Ihren Berufsweg ja sehr fundiert aufgebaut und ernten nun die Früchte, dass auch Ihr Ruhm sich stetig mehrt. Wie gehen Sie mit diesem Aspekt ihrer Tätigkeit um? Mallwitz: Es war mir anfangs gar nicht so klar, dass ich den klassischen Weg von der Repetitorin über die Kapellmeisterin eingeschlagen habe. Es ist aber etwas, das ich jedem angehenden Kollegen empfehlen würde! Im Bezug auf den Ruhm bedeutet er für mich vor allem, dass ich zunehmend weniger Kompromisse in der Arbeit eingehen muss, mehr Freiheit bei Projekten habe. APA: Zum Abschluss noch ein Blick auf das Thema Nr. 1 dieser Monate: Befürchten Sie gerade in der Musikwelt irreparable Schäden durch den Corona-Lockdown? Mallwitz: Dass es sich im Herbst noch nicht auf das Niveau von zuvor einpendeln wird, das ist uns mittlerweile, glaube ich, allen klar. Die Frage ist, wie lange die Phase dauert, bis ein Impfstoff gefunden ist. Und natürlich leiden hier vor allem die freien Künstler am meisten, aber auch all die Branchen, die damit verbunden sind – von der Agentin über den Tontechniker bis hin zur Gastronomie nahe dem Theater. Zugleich merke ich, dass der Hunger nach Kunst und Kultur bei den Menschen noch nie so groß war wie jetzt. Und das ist etwas, das wir einfach befeuern müssen in dieser Krise. Ich habe die Hoffnung, dass man begriffen hat, dass Kunst und Kultur etwas ist, das ganz essenziell zum Menschsein dazu gehört. APA: Sehen Sie die Abhaltung der Salzburger Festspiele deshalb als entsprechenden Schritt in die richtige Richtung? Mallwitz: Es ist ein enorm wichtiges Zeichen. Und zugleich haben wir alle natürlich die große Verantwortung, dass nichts passieren darf. Deshalb sind wir hier praktisch in einer freiwilligen Isolation: Restaurantbesuche in geschlossenen Räumen und Treffen mit Menschen außerhalb des Teams sind derzeit einfach nicht drin, damit im August alles gut über die Bühne geht.

Salzburger Festspiele - Dirigentin Mallwitz über Ruhm

Liebe Marchtrenkerinnen! Liebe Marchtrenker! Wir möchten Sie darüber informieren, dass aufgrund der aktuellen Lage das Stadtamt vorerst geschlossen bleibt. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stehen in dringenden Fällen weiterhin für Anfragen und Anliegen mittels Telefon oder per E-Mail zur Verfügung. Weiters möchten wir informieren, dass ein Dienst für hilfsbedürftige Bürger eingerichtet wurde. Sollten Sie Hilfe benötigen melden Sie sich bitte unter 07243 552-0. Wenn Sie selber Hilfe anbieten möchten, teilen Sie dies bitte unter p.mahr@marchtrenk.gv.at mit. Aktuelle Informationen finden Sie auch auf www.marchtrenk.gv.at und im unten stehenden Informationsbrief. Bürgermeister Paul Mahr bedankt sich an dieser Stelle auch bei all jenen, die in dieser schwierigen Zeit voll im Einsatz für uns alle stehen und damit wirklich Außergewöhnliches leisten.

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Zwischen Ungarn und Österreich öffnet kommende Woche ein weiterer Grenzübergang. Der Übergang Fetorakas – Sankt Margarethen werde am Mittwoch wieder geöffnet, damit ungarische Pendler leichter zu ihren Arbeitsplätzen im Burgenland kommen, kündigte der ungarische Außenminister Peter Szijjarto am Freitag auf Facebook an.

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Agatha Christie (1890-1976) ist eine der stilprägenden Pionierinnen der britischen Kriminalliteratur. Ganz besonders zwei ihrer Figuren haben über die Jahrzehnte ihren legendären Ruf behalten: Die etwas kauzige Miss Marple und der belgische Meisterdetektiv Hercule Poirot. 100 Jahre nach der Veröffentlichung erscheint ihr erster Krimi “Das fehlende Glied in der Kette” noch einmal. Christie schrieb den Roman während des Ersten Weltkriegs, als ihr Mann als Soldat in Frankreich stationiert war und sie selbst als Freiwillige im Krankenhaus arbeitete. “Das fehlende Glied in der Kette” war nicht ihr erster Roman, aber der erste, für den sie einen Verleger fand. Hier konnte sie ihrer Vorliebe für die Geschichten um Sherlock Holmes mit ihrer eigenen Lebenswelt verbinden. Auf den ersten Blick ist “Das fehlende Glied in der Kette” ein Roman über eine Mördersuche. Aber bei genauerer Betrachtung zeigt sich, dass sich im Debüt der damals noch nicht 30-jährigen Schriftstellerin schon die meisten derjenigen Elemente finden lassen, die für Christies Weltkarriere prägend waren. Die Handlung ist recht schnell erzählt. Der junge Arthur Hastings erholt sich von einer Kriegsverletzung, als er per Zufall einen alten Freund trifft, der ihn für ein paar Tage auf den Landsitz seiner Familie einlädt. Schon in der ersten Nacht erlebt Hastings mit, wie die Hausherrin qualvoll stirbt. Die Umstände sind so merkwürdig, dass der Verdacht aufkommt, die alte Frau könnte vergiftet worden sein. Hastings, der Erzähler der Geschichte, kennt jemanden, der helfen könnte. Der in seiner Heimat sehr erfolgreiche belgische Detektiv Hercule Poirot lebt während des Krieges in England und ist Hastings gerade über den Weg gelaufen. Der beschreibt ihn genau: “Er war knapp einen Meter sechzig groß, aber seine Haltung verriet Würde. Sein Kopf hatte genau die Form eines Eies. Sein Schnurrbart war mit militärischer Strenge steif gezwirbelt.” Hastings bittet Poirot, bei den Ermittlungen zu helfen, und er begleitet den Detektiv, so dass er stets aus erster Hand von Entdeckungen und Vermutungen berichten kann. Jede Person im Landhaus gerät irgendwann einmal unter Mordverdacht, und Poirot geht seine eigenen ermittlerischen Wege. Seine Devise ist stets “Alles muss berücksichtigt werden. Falls die Tatsache nicht zur Theorie passt, muss die Theorie fallen gelassen werden.” Natürlich gelingt es Poirot, durch die Interpretation auch der kleinsten Details den komplexen Fall zu lösen. Die Art und Weise, wie er vorging und wie Agatha Christie dies beschrieb, überzeugte viele Leser. So schrieb der Rezensent der “New York Times”: “Dies mag zwar das erste Buch von Agatha Christie sein, aber sie schreibt mit der Cleverness einer erfahrenen Autorin.” Ausgehend von “Das fehlende Glied in der Kette” entwickelte sich für Agatha Christie eine Weltkarriere als Schriftstellerin. Bis zu ihrem Tod 1976 veröffentlichte sie mehr als 60 Kriminalromane, deren weltweite Auflage inzwischen auf über zwei Milliarden geschätzt wird. Vieles von dem, was den besonderen Reiz von Agatha Christies Romanen ausmacht, ist in ihrem ersten Roman bereits angelegt.

Agatha Christies erster Roman ist wieder da