Schweden verzeichnet Rekordanstieg bei Corona-Infektionen

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Schweden verzeichnet Rekordanstieg bei Corona-Infektionen

1.474 Erkrankungen seien in den letzten 24 Stunden hinzugekommen, teilte die Gesundheitsbehörde mit. Der Rekord-Anstiegsei eine “direkte Konsequenz vermehrter Tests”. Dadurch seien auch Fälle erfasst worden, bei denen die Betroffenen nur milde Symptome gezeigt hätten. Insgesamt seien nunmehr 48.300 Infektionen bestätigt.

Die Zahl der Corona-Toten kletterte den Angaben zufolge um 19 auf 4.814. Pro Kopf sind das deutlich mehr als in den benachbarten nordeuropäischen Ländern, aber weniger als in den am schlimmsten betroffenen europäischen Staaten Spanien, Großbritannien und Italien. Schweden hat mehr auf freiwillige Maßnahmen statt auf Vorschriften gesetzt.

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Für Pomp und Pathos, für Prominenz und Prunk hatte Juan Marse nie etwas übrig. Weder in seinem Privatleben noch in seinen Werken. Der spanische Schriftsteller, der als Autor des “kleinen Mannes”, der Arbeiter, der Verlierer und Außenseiter galt, ist tot. Er starb am späten Samstagabend im Alter von 87 Jahren in seiner Heimatstadt Barcelona, dem Hauptschauplatz seiner Romane. Marse galt als einer der größten spanischen Erzähler der Gegenwart und wurde seit vielen Jahren immer wieder als Außenseiter-Kandidat für den Literaturnobelpreis gehandelt. Den erhielt er nie. Neben vielen anderen Auszeichnungen bekam er aber im Jahr 2008 auch den Cervantes-Preis, die wichtigste literarische Auszeichnung in der spanischsprachigen Welt. Als er damals, vor zwölf Jahren, gefragt wurde, wie er sich auf die Übergabe des Cervantes-Preises durch den damaligen König Juan Carlos vorbereiten würde, antwortete er: “Ich werde ehrlich gesagt sicher viel Zeit dem Binden der Krawatte verbringen. Das gelingt mir nie”. Nach der Zeremonie beschwerte er sich, dass er einen Frack habe tragen müssen. “Ich sah aus wie ein Pinguin.” Als Reaktion auf Marses Tod gab es im Fernsehen lange Würdigungen, Sondersendungen wurden angekündigt. Ministerpräsident Pedro Sanchez würdigte den Autor von “Letzte Tage mit Teresa” und “Wenn man Dir sagt, ich sei gefallen…” und sprach der Familie sein Beileid aus. Das Barcelona vor dem Touristenboom “Ich erhalte in Brüssel die traurige Nachricht, dass Juan Marse von uns gegangen ist. Er war eine Schlüsselfigur der spanischen Literatur”, schrieb Sanchez vom EU-Gipfels über den Wiederaufbau Europas auf Twitter. Der sozialistische Politiker beschrieb den Romancier der sogenannten “Generation von 1950” als “Mann fester Überzeugungen”, “der uns mit seinen Werken in die soziale Realität des Barcelona der Nachkriegszeit transportiert hat”. Marse hat in der Tat wie kaum ein Zweiter das Barcelona vor dem Touristenboom, die hässliche und graue Industriemetropole der Zeit nach dem spanischen Bürgerkrieg (1936-1939) und vor den wegweisenden Olympischen Spielen von 1992 beschrieben. In seinen Romanen finden die Leser nicht die Flaniermeilen, die feinen Cafes und Restaurants, die Museen, Theater und Souvenirläden, und auch nicht die Touristenströme, die heute die Metropole prägen. Marse beschrieb die triste, schmutzige, hässliche und von den Luftbombardements von 1938 zum Teil zerstörte Stadt. Seine Helden waren gesellschaftliche Verlierer und Außenseiter: kleine Ganoven, Prostituierte, Herumtreiber oder auch dekadente Bourgeois. Zahlreiche seiner Bücher wurden verfilmt oder für das Theater adaptiert, sein Werk wurde in unzählige Sprachen übersetzt. Auf Deutsch erschienen neben “Wenn man Dir sagt, ich sei gefallen …” (1986) und “Letzte Tage mit Teresa” (1988), mit dem er daheim 1965 den Durchbruch schaffte, unter anderem auch “Die obskure Liebe der Montserrat Claramunt” (1991), “Der zweisprachige Liebhaber” (1993) oder “Liebesweisen in Lolitas Club” (2007). Nicht nur seine Werke, auch das Leben des Juan Marse hatte es in sich: Seine Mutter starb bei der Entbindung am 8. Jänner 1933. Der Vater, ein Taxifahrer, gab das Kind – das Juan Faneca hieß – zur Adoption durch ein Bauern-Ehepaar namens Marse frei, das er auf einer Droschkenfahrt kennengelernt hatte. Der kleine Juan war kein guter Schüler und verließ die Schule früh. Um den Adoptiveltern zu helfen, arbeitete er schon mit 13 in einem Juweliergeschäft. Der Autodidakt schrieb seinen ersten Roman während seines Militärdiensts.Anfang der 1960er-Jahre zog der Gegner des Regimes von Diktator Francisco Franco für vier Jahre nach Paris, wo er mit spanischen Kommunisten zusammenkam. Während der Diktatur wurden seine Werke zensiert, so dass Marse sie zeitweise in Mexiko veröffentlichen musste. Die Politik habe ihm aber nie interessiert. “Ich bin nur ein Erzähler”, betonte der Romancier immer wieder.

Der "Autor des kleinen Mannes" Juan Marse ist tot

Die Italien-Tochter der ehemaligen Hypo Alpe-Adria-Bank International AG ist verkauft. Das meldete die staatliche Abbaugesellschaft HBI Bundesholding AG am Donnerstag. Käuferin ist eine Gesellschaft des US-Finanzinvestors Bain Capital Credit. Die Republik Österreich hätte das italienische Institut ursprünglich gerne geschlossen, der Plan scheiterte aber am Widerstand der Gewerkschaft in Italien. Die nunmehr verkaufte Bank aus Udine firmiert seit Anfang Juli 2020 unter Julia Portfolio Solutions S. p. A. und beschäftigt 76 Mitarbeiter. Die Bilanzsumme liegt bei 260 Millionen Euro. Stark geschrumpft Seit 2016 waren rund 240 Jobs bei der italienischen Bank abgebaut worden. Das Institut musste von EU wegen – aufgrund der Staatshilfe – beträchtlich geschrumpft werden. Von 2015 bis 2019 wurde die Bilanzsumme von 2,4 Milliarden Euro auf 400 Millionen Euro reduziert, indem etwa große Portfolios verkauft wurden. Ab Herbst 2018 wurde die Bank für den Verkauf fit gemacht. Die HBI gehörte seit 2014 nicht mehr zur Heta, dem staatlichen Abbauvehikel des Kärntner Milliardengrabs Hypo Alpe Adria. Dies aus regulatorischen Gründen, da die Heta alle Banklizenzen zurücklegen musste und das Italien-Institut noch eine solche Konzession hat. Daher hat man die italienische Bank in der HBI untergebracht, um sie zu restrukturieren. Keine Haftungen mehr “Mit dem Verkauf der Hypo Alpe-Adria-Bank S.p.A. in Italien sind alle Verpflichtungen der Republik aus der Einigung mit der Europäischen Kommission aus dem Jahr 2013 zur Gänze umgesetzt. Es freut mich sehr, dass der gesetzliche Auftrag der HBI-Bundesholding AG somit erfolgreich erfüllt wurde und sowohl die Republik als Eigentümerin als auch die Heta als Gläubigerin keinen Risiken mehr ausgesetzt sind”, so HBI-BH-Vorstand Florian Schumi in einer Aussendung. Wie viel Bain Capital bezahlt hat, wurde nicht bekanntgegeben. Nur so viel: Der Verkaufspreis habe zwei Teile. Zum einen seien die ausstehenden Forderungen der Heta mit dem Kauf abgelöst wurden “und auch der Equity-Kaufpreis kommt der Heta zugute”, wie ein Sprecher auf APA-Anfrage sagte. Laut Schumi liegt das Ergebnis des gesamten Restrukturierungsprozesses “deutlich über den ursprünglichen Erwartungen”.

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