Sebastian Kurz: "15 Minuten Schnelltest können uns Lockdown-Wochen ersparen"

Merken
Sebastian Kurz: "15 Minuten Schnelltest können uns Lockdown-Wochen ersparen"

Am Tag vor Ende des harten Lockdowns hat Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) an die Bevölkerung appelliert, die weiter geltenden Maßnahmen einzuhalten. Nur so könne sich die positive Entwicklung fortsetzen, meinte der VP-Chef in einer schriftlichen Stellungnahme. Die gute Nachricht für Kurz ist, dass der Lockdown gewirkt habe. Es sei gelungen, in den letzten Wochen die durchschnittlichen täglichen Neuansteckungen zu halbieren.

Infektionszahlen durch Lockdown gesunken

Diese Entwicklung habe dazu geführt, dass die akut bevorstehende Überforderung der Intensivstationen verhindert worden sei. Die 7-Tages-Inzidenz in Österreich sei von 522 auf 263 (pro 100.000 Einwohner) gesunken. Die durchschnittlichen täglichen Neuansteckungen hätten zu Beginn des Lockdowns 6.639 betragen, nun läge man bei 3.346. Die Reproduktionszahl habe man von 1,13 auf 0,81 drücken können. Sie gibt an, wie viele Menschen eine infizierte Person ansteckt.

Diese Fortschritte dürften nicht leichtfertig aufs Spiel gesetzt werden, ersucht der Regierungschef. Die verbleibenden Maßnahmen – etwa die nächtliche Ausgangssperre, Kontakt-Beschränkungen und geschlossene Lokale und Tourismus-Betten – seien alternativlos. Gemeinsam mit den Massentests schafften sie die Möglichkeit, das Infektionsgeschehen so gut es geht unter Kontrolle zu bringen. Dabei wirbt Kurz noch einmal dafür, an den bisher spärlich besuchten Testungen teilzunehmen: “Denn 15 Minuten Schnelltest können uns allen viele Wochen des Lockdowns ersparen.”

“Licht am Ende des Tunnels”

Gleichzeitig versicherte der Kanzler einmal mehr, dass es Licht am Ende des Tunnels gebe: “Die Entwicklung und Zulassung der Impfstoffe schreitet rasant voran und die Vorbereitungen, diese Impfstoffe auch bei uns bereits im Jänner einzusetzen, laufen auf Hochtouren.”

Teilen auf:
Kommentare:

Es sind noch keine Kommentare abgegeben worden.

Schreibe einen Kommentar

Auch Interessant

Im Einsatz gegen das Coronavirus haben nach Militärangaben 500 Soldaten die Straßen der thailändischen Hauptstadt Bangkok desinfiziert. Die Aktion in der Nacht auf Montag war demnach der fünfte solche Einsatz. In der Corona-Krise ist das öffentliche Leben in Bangkok eingeschränkt: Schulen, Einkaufszentren und Restaurants sind offiziell geschlossen. Auch der Königspalast, eine große Touristenattraktion, hat bis Mitte April zu. Ausgenommen von der Schließung sind Supermärkte und Drogerien. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums vom Montag stieg die Zahl der bekannten Coronavirus-Fälle in dem südostasiatischen Land um 122 auf 721.

Soldaten desinfizieren Bangkoks Straßen

Der Sportminister Kogler wies auf die gesellschaftliche und wirtschaftliche Bedeutung des Sports hin und stellte auch einen Hilfsfonds für Vereine und Verbände in Aussicht. Die Größenordnung der notwendigen Unterstützung für den Sport lasse sich derzeit “noch gar nicht so leicht schätzen”. Die Hilfe für den Sport könnte laut Kogler Teil des insgesamt 38 Milliarden Euro schweren Hilfspaketes sein, das die Bundesregierung zur Bekämpfung der Corona-Folgen angekündigt hat.

Hilfefonds für Sport-Vereine und Verbände

Ein schwerer Verkehrsunfall hat sich in der Nacht auf Mittwoch auf der Innkreisautobahn bei Krenglbach (Bezirk Wels-Land) ereignet. Ein Auto hat sich überschlagen, zwei Personen wurden verletzt.

Auto überschlagen: Schwerer Verkehrsunfall auf Innkreisautobahn bei Krenglbach fordert zwei Verletzte

Sängerin Pink (40, “What About Us”) hatte nach eigenen Angaben Angst um ihren mit dem Coronavirus erkrankten Sohn Jameson (3). “Es gab viele Nächte, in denen ich geweint habe, und ich habe noch nie in meinem Leben mehr gebetet“, sagte die Mutter von zwei Kindern, wie das US-Promimagazin “People” berichtet. Ihr Sohn sei “sehr, sehr krank” gewesen. Er habe “das Schlimmste davon gehabt”, sagte Pink über die Erkrankung Covid-19. Sie habe drei Wochen jeden Tag die Symptome ihres Sohns aufgeschrieben. “Es war für uns beide eine Achterbahnfahrt”, sagte Pink. Es gebe niemanden, der vor dem Coronavirus sicher sei. So sei auch nicht garantiert, dass Kinder davon verschont blieben.

Sängerin Pink hatte Angst um an Corona erkrankten Sohn

Das deutsche Rettungsschiff “Sea-Watch 3” mit 211 im Mittelmeer geretteten Migranten an Bord darf auf Sizilien anlegen. Die italienischen Behörden wiesen dem Schiff Porto Empedocle auf Sizilien als Anlegehafen zu, wie die Hilfsorganisation Sea Watch, Betreiberin des Schiffes, mitteilte. Die Landung ist für Sonntag vorgesehen. Die 211 Migranten sollen an Bord der Fähre “Moby Zaza” gehen, wo sie sich wegen der Coronavirus-Pandemie in Italien einer zweiwöchigen Quarantäne unterziehen müssen. Danach können sie an Land gehen. “Wir kritisieren die Quarantäne auf See, aber wir akzeptieren den Transfer im Interesse der Gäste. Wir wollen den Einsatz im Mittelmeer wieder aufnehmen”, twitterte Sea Watch. Am Samstagabend war bereits das italienische Rettungsschiff “Mare Jonio” mit 67 Migranten im sizilianischen Hafen Pozzallo eingetroffen.

"Sea-Watch 3" mit 211 Migranten darf auf Sizilien anlegen