Seltener Cognac für Rekordpreis von 132.000 Euro versteigert

Merken
Seltener Cognac für Rekordpreis von 132.000 Euro versteigert

Ein äußerst seltener Cognac aus dem 18. Jahrhundert ist für den Rekordpreis von umgerechnet 132.000 Euro versteigert worden. Der Käufer der Flasche aus dem Jahr 1762 sei ein privater Sammler aus Asien, teilte das Auktionshaus Sotheby’s am Donnerstag in London mit. Die Rarität stammt aus der französischen Brennerei Maison Gautier. Von diesem “extrem seltenen” Cognac existieren laut Sotheby’s nur noch drei Flaschen. Sie seien über Generationen hinweg von derselben Familie aufbewahrt worden und trügen noch die Original-Etikette. Bei der jetzt versteigerten Flasche handelt es sich den Angaben zufolge um die größte des Trios – sie trägt deshalb den Beinamen “Großer Bruder”. Die als “Kleine Schwester” bezeichnete Flasche des Trios befindet sich im hauseigenen Museum von Maison Gautier in Südwestfrankreich. Der “Kleine Bruder” wurde 2014 bei einer Auktion in New York versteigert.

Teilen auf:
Kommentare:

Es sind noch keine Kommentare abgegeben worden.

Schreibe einen Kommentar

Auch Interessant

Die zweite Phase beim Härtefallfonds für Selbstständige startet nächste Woche. Das Geld – bis zu 2.000 Euro drei Monate lang – soll ab 20. April online beantragt werden können, teilte die Wirtschaftskammer am Dienstag mit. Das Finanzministerium hat zuvor die Richtlinien dafür fertiggestellt. Insgesamt steht für betroffene Kleinunternehmer ein 2 Mrd. Euro schwerer Fördertopf zur Verfügung.

Härtefallfonds: Anträge für zweite Phase ab 20. April möglich

Trotz eines dramatischen Anstiegs der täglichen Neuinfektionen in den USA glaubt Präsident Donald Trump weiter an das Verschwinden des Virus. Die Wirtschaft werde sich bald wieder erholen und “das Virus wird irgendwann gewissermaßen einfach verschwinden”, sagte der Republikaner Trump am Mittwoch gegenüber Fox Business. Kalifornien verfügt unterdessen einen neuerlichen teilweisen Lockdown. Im Großteil des US-Staates Kalifornien werden neben Restaurants und Kinos auch andere Indoor-Einrichtungen geschlossen. Betroffen sind 19 Bezirke, in denen rund 70 Prozent der Bewohner des bevölkerungsreichsten US-Staates leben, darunter der Großraum Los Angeles und die Hauptstadt Sacramento. Die Bewirtung im Freien bleibe aber möglich, außer in Bars und Bierlokalen, die komplett schließen müssten, teilte Gouverneur Gavin Newsom am Mittwoch in Sacramento mit. Die Behörden reagieren mit der Maßnahme auf einen massiven Anstieg der Coronafälle und -toten. Nur in den vergangenen 24 Stunden seien in Kalifornien 110 Covid-19-Tote registriert worden, sagte Newsom. Daten der Universität Johns Hopkins zufolge meldeten die US-Behörden für die gesamten USA zuletzt jeden Tag rund 40.000 Neuinfektionen, vor allem aus den südlichen Bundesstaaten Florida, Texas, Arizona, Georgia und eben Kalifornien. Die aktuellen Zahlen der Neuinfektionen sind damit höher als jene im April und im Mai, dem bisherigen Höhepunkt der Pandemie.

Trump glaubt weiter an Verschwinden des Virus

Zum ersten Mal seit Beginn des Lockdowns am 9. März haben sich Pilger wieder auf dem Petersplatz versammelt. Dabei wurde unter Aufsicht der Sicherheitskräfte streng auf Abstand geachtet. Einen Besuch in der süditalienischen Kleinstadt Acerra musste der Papst wegen der Coronakrise verschieben. Am Ende des Angelus-Gebets, das zum elften Mai seit Beginn der Epidemie in Italien von der Bibliothek des Apostolischen Palasts gesendet wurde, zeigte sich der Papst von seinem Fenster des Apostolischen Palasts und begrüßte die auf dem Petersplatz versammelten Menschen und segnete sie. Seit Montag können in Italien wieder Gottesdienste mit Gläubigen zelebriert werden.

Papst begrüßte auf Petersplatz versammelte Pilger

Es war nicht nur hinter vorgehaltener Hand ein Testlauf für die gesamte Branche: Die Durchführung der (reduzierten) Salzburger Festspiele in Coronazeiten könnte als Modell für künftige Festivals dienen. Nach dem erfolgreichen Abschluss kommt nun Lob aus der Bundespolitik: Gesundheitsminister Rudi Anschober und Kultur-Staatssekretärin Andrea Mayer (beide Grüne) stellen ein positives Zeugnis aus. So seien die Salzburger Festspiele “nicht nur kulturpolitisch ein großer Erfolg” gewesen, sie hätten auch “gezeigt, dass auch in Zeiten der Corona-Krise große Kultur-Festivals möglich sind, wenn sie durch ein professionelles Präventionskonzept begleitet werden”, heißt es in einer Aussendung des Sozialministeriums am Montag. “Salzburg ist der Beweis dafür, dass auch während der weltweit schwersten Pandemie seit 100 Jahren große Kulturveranstaltungen erfolgreich umgesetzt werden können”, so Gesundheitsminister Anschober, der den Festspielen für den “Beleg” dankte, “dass die Balance zwischen Kunst und Gesundheitsschutz möglich ist”. Dieses erfolgreiche Beispiel solle viele Kulturveranstalter “ermutigen und ist auch international ein wichtiges Modell für Kultur-Events”. Auch Kunst- und Kulturstaatssekretärin Mayer zeigte sich erfreut: Die Festspiele hätten gezeigt, “dass ein durchdachtes Präventionskonzept und eine gute Umsetzung das Risiko für alle minimiert”. Für den Salzburger Landeshauptmann Wilfried Haslauer (ÖVP) war die Ausrichtung der Festspiele “eine Entscheidung von nicht zu unterschätzender Tragweite”. Salzburg habe “nicht nur eine Vorreiterrolle für alle Kulturveranstaltungen eingenommen, sondern auch ein starkes Lebenszeichen für die Kultur und letztlich für die gesamte Gesellschaft gesetzt”.

Politik lobt Salzburger Festspiele als Modell

Europaministerin Karoline Edtstadler hat am Montag mit dem rumänischen Transportminister Lucian Bode telefoniert, um die Verwirrung rund um geplante Sonderzüge mit Pflegerinnen und Pflegern aus Rumänien aufzulösen. Man habe vereinbart, “so schnell wie möglich die operativen und rechtlichen Rahmenbedingungen” für den Korridorzug festzulegen, hieß es danach. Edtstadler verwies auf die Klarstellung des rumänischen Innenministeriums, wonach Betreuerinnen nach Österreich reisen dürfen.

Gespräche über Sonderzüge mit Pflegekräften aus Rumänien

In Afrikas Armenvierteln könnten die Maßnahmen gegen das Coronavirus nach Einschätzung von Helfern zur tödlichen Falle werden. Nach Angaben der Hilfsorganisation SOS-Kinderdörfer vom Sonntag müssen Arme rausgehen, um Geld zu verdienen. Doch würden die Ausgangssperren, die eine Verbreitung des Virus eindämmen sollen, teils mit massiver Gewalt durchgesetzt. Dies sei lebensbedrohlich für den ärmsten Teil der Bevölkerung. “Ihnen bleibt nur die Wahl: am Coronavirus oder am Hunger zu sterben“, sagt Salimane Issifou, Leiter der SOS-Kinderdörfer im westafrikanischen Staat Benin. In den Ländern südlich der Sahara leben den Angaben der Hilfsorganisation zufolge413 Millionen Menschen in extremer Armut – mehr als die Hälfte aller Armen weltweit. Zwar versuchten die meisten Regierungen, die Armen zu unterstützen, aber das seien Tropfen auf den heißen Stein. So hätten dort 565 Millionen Menschen keinen Zugang zu sanitären Einrichtungen, 330 Millionen kein sauberes Wasser. Abstand halten sei in überfüllten Slums wie in Kibala in Kenia oder in den Townships von Südafrika nicht möglich.

Hilfsorganisation: Lage für Arme in Afrika dramatisch