September bringt Steuerreform und Corona-Einmalzahlungen

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September bringt Steuerreform und Corona-Einmalzahlungen

Die wegen Corona vorgezogene Steuerreform tritt am Dienstag in Kraft. Rückwirkend mit Jahresanfang sinkt der unterste Steuersatz in der Lohn- und Einkommensteuer von 25 auf 20 Prozent. Außerdem werden im September Hilfen für Familien und Arbeitslose ausgezahlt: Mit der Familienbeihilfe kommen 360 Euro zusätzlich pro Kind, wer von Mai bis August 60 Tage ohne Job war, erhält einmalig 450 Euro.

Finanzminister Gernot Blümel (ÖVP) erhofft sich von den in Summe mehr als zweieinhalb Mrd. Euro schweren Maßnahmen “Impulse für den Konsum” im Kampf gegen die durch die Pandemie ausgelöste Wirtschaftskrise. “Gerade jetzt braucht es wieder mehr Optimismus und Zuversicht und mit unseren Maßnahmen leisten wir einen Beitrag dafür”, sagte Blümel in einer Aussendung.

Am stärksten profitieren von den Entlastungsmaßnahmen Männer und Gutverdiener, wie der Budgetdienst des Parlaments bereits im Juli errechnet hat. Demnach erhalten Männer bei der Steuerreform sechs von zehn Euro. Sie haben wegen ihrer höheren Einkommen deutlich mehr vom niedrigeren Eingangssteuersatz als Frauen. Frauen profitieren stärker von der erhöhten Negativsteuer: Wer wegen eines geringen Einkommens keine Lohnsteuer zahlen muss, erhält bis zu 400 Euro jährlich ausgezahlt (bisher maximal 300 Euro). Dies allerdings nicht im September, sondern mit dem Lohnsteuerausgleich im nächsten Jahr.

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Ständchen von Alicia Keys und Katy Perry, Tipps von Taylor Swift und Beyoncé und weise Worte von Michelle und Barack Obama: Weil die meisten Abschlussfeiern an den Highschools und Colleges in den USA aufgrund der Beschränkungen in der Coronavirus-Pandemie abgesagt werden mussten, haben Stars und Politiker den Absolventen bei einer Online-Zeremonie gratuliert. “Ihr habt etwas Bemerkenswertes geschafft”, sagte die Sängerin Alicia Keys, nachdem zum Auftakt der am Sonntag (Ortszeit) via YouTube ausgestrahlten vierstündigen Show die New Yorker Philharmoniker gemeinsam mit Sängerin Lizzo den traditionell bei Abschlussfeiern aufgeführten “Pomp and Circumstance”-Marsch gespielt hatten. “Es war eine harte Woche, ein harter Monat und ein hartes Jahr und ich weiß, dass es sich jetzt gerade nicht so anfühlt, als gebe es viel zu feiern”, sagte Sängerin Keys, die sich wie alle Beteiligten per im Voraus aufgezeichneter Video-Botschaft zu Wort meldete, weiter. “Aber es ist OK, wenn ihr euch jetzt gerade nicht OK fühlt.” Die USA sind von der Coronavirus-Pandemie besonders stark betroffen. Zudem gibt es seit Tagen Massendemonstrationen gegen Rassismus und Polizeibrutalität nach dem Tod des Afroamerikaners George Floyd bei einem brutalen Polizeieinsatz in Minneapolis. “Ihr denkt jetzt nicht an eure Zeit in der Schule, sondern an Demonstrieren und Protestieren”, sagte Keys. “Und da fühle ich mit euch. Die Welt liegt gerade auf so viele Arten in Scherben. Aber ihr zeigt, dass ihr die Generation seid, die das heilen wird.” Eine virtuelle Abschlussfeier inmitten einer Pandemie und Massenprotesten sei wohl nicht das, was sich die Schüler und Studenten erhofft hätten, sagte Sängerin Taylor Swift. “Aber erwartet das Unerwartete und feiert trotzdem.” Unter den Gratulanten waren zudem BTS, Justin Timberlake, Shawn Mendes, Billie Eilish, Tom Hanks und Rita Wilson, Jennifer Lopez. Lady Gaga, die Simpsons, Bill und Melinda Gates, Bono, Jack Black und Martha Stewart. Auch Sängerin Beyoncé gratulierte den Absolventen – und bedankte sich, dass so viele von ihnen in den vergangene Tagen an den Protesten teilgenommen hatten. “Danke, dass ihr eure kollektive Stimme hören lasst, und der Welt klar macht, dass schwarze Leben zählen.” Das habe “echte Veränderungen” in dieser “entscheidenden Zeit in der Geschichte und in euren Leben” angestoßen, sagte Beyoncé. “Ihr seid alles, was die Welt jetzt braucht.” Zum Abschluss der Highschool beziehungsweise des Colleges werden Absolventen in den USA normalerweise bei großen Veranstaltungen gefeiert. Sie tragen traditionell Doktorhut und Talar, bekommen ihre Abschlussurkunden überreicht und viele Familienmitglieder und Freunde sitzen im Publikum. Aufgrund der Einschränkungen der Coronavirus-Pandemie mussten diese Feiern in diesem Jahr weitgehend abgesagt werden. In manchen Bundesstaaten waren Veranstaltungen in kleinerem Rahmen oder aus Autos heraus möglich. Für den Bundesstaat New York hatte Gouverneur Andrew Cuomo am Sonntag angekündigt, dass ab Ende Juni Abschlusszeremonien unter freiem Himmel mit Abstandsregeln und bis zu 150 Menschen wieder möglich sein sollen. Gleich mehrmals zeigten sich bei der Veranstaltung der frühere US-Präsident Barack Obama und seine Frau Michelle. “Auch in schwierigen Zeiten, gebt ihr mir weiter Hoffnung. Ihr sei genau das, was wir jetzt brauchen”, sagte Michelle Obama. “Ihr habt so schnell so viel gelernt und ich weiß, dass ihr es nicht nur besser machen könnt als die Generationen vorher, sondern dass ihr es auch besser machen werdet.” Das Land könne aus diesen schweren Zeiten “stärker und besser” hervorgehen, sagte Barack Obama. “Aber das hängt von Menschen wie euch ab. Ich wünschte, meine Generation hätte mehr getan, um einige dieser Probleme zu lösen, so dass ihr das nicht hättet machen müssen. Aber die gute Nachricht ist, ich weiß, dass ihr der Herausforderung gewachsen seid.” Trotz allem dürften die Absolventen das Feiern nicht vergessen, sagte Michelle Obama. “Los, tanzt ein bisschen! Euren coolen Tanz! Nur für euch selber! Vielleicht auch den nicht ganz so coolen Tanz! Seid albern!”

Stars und Obamas gratulierten Absolventen online

Die positiven Tests auf Covid-19 von zwei Spielern, einem Trainer und einem Fitnessbetreuer ist das vorläufige alarmierende Ergebnis der vom Serben Novak Djokovic veranstalteten Adria-Tour. Die infizierten Tennis-Asse Grigor Dimitrow und Borna Coric stehen auch auf der Einladungsliste für das “THIEMs7” in Kitzbühel. Bei negativen Tests dürfen sie dort auch antreten, teilte der Veranstalter mit. Losgegangen war die mit einem “Charity-Faktor” versehenen Adria-Tour in Belgrad, wo auch Dominic Thiem mit dabei war und als Turniersieger wieder heimreiste. Wie viele Spieler hatte auch Thiem eine Party besucht und – einem Video zufolge – ohne Abstandregeln zu beachten mit nacktem Oberkörper getanzt. Hygienemaßnahmen hatte es auch im Stadion nicht gegeben, die Teilnehmer umarmten sich, die Zuschauer auf dem Platz saßen dicht gedrängt, Masken waren kaum zu sehen. Djokovic wimmelte die Kritiker ab. Man habe sich an die Regeln und Maßnahmen, die von den Institutionen der Regierung und der öffentlichen Gesundheit festgelegt worden waren, gehalten. Weiter ging die Tour vergangene Woche in Zadar, wo sich der Bulgare Dimitrow aus Gesundheitsgründen zurückzog und heim nach Monaco reiste. Nach seinem positivem Attest wurde das Endspiel in Zadar abgesagt. “Ich möchte meine Fans und Freunde wissen lassen, dass ich nach der Rückkehr in Monaco positiv auf Covid-19 getestet worden bin”, teilte Dimitrow unter einem Foto von sich mit Mund-Nasen-Schutz mit. “Ich möchte sicherstellen, dass das jeder weiß, der mit mir in den vergangenen Tagen in Kontakt war und sich testen lässt bzw. die notwendigen Vorkehrungen trifft.” Am Montag folgte das nächste Eingeständnis – auch der Kroaten Borna Coric gab einen positiven Test ab, er hatte u.a. gegen Dimitrow gespielt. “Ich wollte euch informieren, dass ich positiv auf Covid-19 getestet worden bin”, schrieb der 23-Jährige auf Twitter. Er wolle, dass alle, die mit ihm in den vergangenen Tagen in Kontakt waren, einen Test machen. “Mir geht es gut, ich habe keine Symptome”, teilte Coric mit. Bei Thiem fiel auch der am Montag vorgenommene dritte Covid-19-Test innerhalb von acht Tagen negativ aus. Das teilte Thiems Manager Herwig Straka am Nachmittag mit. Thiem werde daher plangemäß diese Woche die “Pro Series” in Österreich fertig spielen und am Wochenende beim “Ultimate Tennis Showdown” in Nizza antreten. Auch Alexander Zverev steckte sich nach eigenen Angaben nicht mit dem Coronavirus an. “Ich habe gerade die Nachricht erhalten, dass mein Team und ich negativ auf COVID-19 getestet wurden”, teilte der Weltranglisten-Siebente am Montag in den sozialen Netzwerken mit. Der Deutsche kündigte als Vorsichtsmaßnahme regelmäßige weitere Tests an. Der regionale Zivilschutzstab in Zadar rief bereits am Sonntagabend alle, die mehr als zehn Minuten im engen Kontakt mit Dimitrow waren, dazu auf, sich für 14 Tage in Selbstisolierung zu begeben und Kontakt mit zuständigen Epidemiologen aufzunehmen, berichtete die Nachrichtenagentur Hina. Auf einer Pressekonferenz am Montag hieß es, dass jene, die keinen engen Kontakt mit den infizierten Spielern gehabt hätten, nicht in eine Quarantäne müssen. Das gelte auch für die Zuschauer auf den Tribünen. Medienberichten zufolge könnten aber viele in Kontakt mit Dimitrow gekommen sein, denn während der fünf Tagen in Zadar nahm er zusammen mit anderen Spielern an mehreren Veranstaltungen teil, etwa einen Basketballspiel mit der Mannschaft des Klubs Zadar sowie einer Kinderveranstaltung, berichtete das Internetportal 24sata.hr. Die Turnierorganisatoren teilten mit, dass es in Zadar auch positive Tests von Marko Paniki, dem Fitnesstrainer von Djokovic, sowie Christian Groh, dem Trainer von Dimitrow, gegeben habe. Der Weltranglistenerste Djokovic soll mittlerweile einen Covid-19-Test gemacht hat, das Ergebnis ist nicht bekannt. Der Weltranglistendritte Dominic Thiem war am Wochenende beim “Ultimate Tennis Showdown” in Biot bei Nizza engagiert, ein dort am Freitag durchgeführter Covid-19-Test fiel negativ aus. Ebenso wie jener am vergangenen Montag nach der Rückreise aus Belgrad. “Heute nach der Heimkehr hat Dominic einen weiteren Test gemacht”, teilte Vater Wolfgang Thiem auf Anfrage der APA mit. “Wir gehen davon aus, dass auch dieser negativ ist.” Die Turnierplanung bleibe wie gehabt aufrecht, solange (gesundheitlich/Anm.) alles in Ordnung sei. Ab 7. Juli lädt Thiem zum “THIEMs7” nach Kitzbühel. Da wären eigentlich auch Dimitrow und Coric eingeladen gewesen. Trotz der Entwicklungen scheint laut Aussendung des Veranstalters hinter der Durchführung der Veranstaltung derzeit kein Fragezeichen zu stehen. Und auch die Tür für die beiden aktuell infizierten Spieler ist nicht zu. Man stehe in engem Kontakt mit dem Management der beiden betroffenen Spieler. “Wenn Grigor Dimitrow und Borna Coric nach 14 Tagen Heimquarantäne ein negatives Testergebnis vorweisen können, spricht von unserer Seite nichts dagegen, dass die beiden Spieler in Kitzbühel aufschlagen können. In den nächsten Tagen werden die jeweiligen Managements über diese Option entscheiden”, hieß es in der Stellungnahme. Sollten Dimitrow und Coric nicht in Kitzbühel spielen können, würden die Plätze in Abstimmung mit Dominic und Wolfgang Thiem nachbesetzt werden. Ein Kitz-Teilnehmer hat sich mittlerweile übrigens in Selbstisolation begeben, der russische Zadar-Finalist Andrej Rublew befolgte den Ratschlag des Veranstalters. Mit dem Start von THIEMs7 würde die Quarantäne auslaufen. Es sei den Veranstaltern “im Zuge des aktuellen Anlassfalls wichtig zu unterstreichen, dass die Sicherheitsmaßnahmen im Zuge der THIEMs7 umfassend und in strenger Abstimmung mit den zuständigen Behörden gehandhabt werden”. Das Konzept sieht vor, dass alle Spieler und Begleitpersonen unmittelbar nach ihrer Ankunft in Kitzbühel getestet werden. Das Präventionskonzept werde mit den zuständigen Behörden abgestimmt. Für die 500 zugelassenen Zuschauer würden strenge Auflagen gelten, es gäbe zugewiesene Sitzplätze, nach Ende der jeweiligen Session müssen die Fans das Stadion zügig verlassen. Die Veranstalter des Tennis-Events in Berlin (ab 13. Juli), wo Thiem ebenfalls spielen soll, wollen vor einer möglichen Reaktion die weitere Entwicklung abwarten. Falls es notwendig sei, würde man sich nach neuen Teilnehmern umschauen, sagte ein Sprecher am Montag laut dpa.

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