SpaceX-Kapsel mit Astronauten zurück auf der Erde gelandet

Merken
SpaceX-Kapsel mit Astronauten zurück auf der Erde gelandet

Zwei Monate nach dem ersten bemannten Start des von der Privatfirma SpaceX entwickelten Raumschiffs “Crew Dragon” zur Internationalen Raumstation (ISS) sind zwei US-Astronauten wieder zurück auf der Erde. Robert Behnken und Douglas Hurley landeten am Sonntagnachmittag mit der Kapsel “Endeavour” im Golf von Mexiko, zeigten Live-Aufnahmen der US-Raumfahrtbehörde NASA.

Behnken und Hurley waren Ende Mai vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral im US-Staat Florida aus gestartet. Es war nach fast neunjähriger Pause das erste Mal, dass Astronauten von den USA aus zur ISS flogen, und das erste Mal, dass sie von einem privaten Raumfahrtunternehmen befördert wurden. SpaceX hatte zuvor nur Fracht zur ISS transportiert.

Zuletzt waren im Sommer 2011 Astronauten mit der Raumfähre “Atlantis” zur ISS geflogen. Danach mottete die NASA ihre Space-Shuttle-Flotte aus Kostengründen ein und war seither für Flüge zur ISS auf Russland angewiesen. Das war mit rund 80 Millionen Euro pro Flug in einer russischen Sojus-Kapsel nicht nur teuer, sondern kratzte auch mächtig am amerikanischen Ego.

Umso erfreuter äußerte sich Präsident Donald Trump nun nach der geglückten Mission: “Es ist großartig, dass NASA-Astronauten nach einer sehr erfolgreichen zweimonatigen Mission zur Erde zurückkehren. Danke an alle!” Die Landung im Wasser sei sehr aufregend gewesen.

Eigentlich waren eigene Flüge aus den USA zur ISS von der NASA schon für 2017 angekündigt gewesen. Im Zuge technischer Probleme, Finanzierungsschwierigkeiten und Umstrukturierungen nach der Wahl von Trump zum US-Präsidenten wurde das Projekt aber immer weiter aufgeschoben.

Vor der Rückkehr der Astronauten am Sonntag hatte der Wirbelsturm “Isaias” nahe Florida einige Sorgen bereitet: Allerdings sollte das Tiefdruckgebiet an der östlichen Küste Floridas entlang ziehen – Hunderte Kilometer entfernt von der Küste vor Pensacola, dem anvisierten Landeort. Dort herrschten zur Landezeit dann tatsächlich ideale Bedingungen.

Unterdessen teilte die russische Raumfahrtbehörde Roskosmos mit, dass Ende kommenden Jahres wieder zwei Touristen zur ISS fliegen sollen. Sie sollen demnach vom Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan abheben. Ihre Namen wurden zunächst nicht genannt. Die Raumfahrtbehörde hatte für den Tourismus ins All einen Vertrag mit dem spezialisierten US-Unternehmen Space Adventures unterschrieben. Derartige Reisen zur ISS gibt es seit 2001. Der erste von bisher sieben Weltraum-Touristen war der US-Multimillionär Dennis Tito.

Teilen auf:
Kommentare:

Es sind noch keine Kommentare abgegeben worden.

Schreibe einen Kommentar

Auch Interessant

Damit mehr Unternehmen als bisher in der Corona-Krise eine Kurzarbeits-Lösung für ihre Mitarbeiter nutzen, ist ab sofort eine Kostenübernahme der Dienstgeberbeiträge schon ab dem ersten Monat statt erst ab dem vierten Monat möglich. Darauf haben sich Regierung und Sozialpartner geeinigt, wie Arbeitsministerin Christine Aschbacher und die Sozialpartner-Spitzen am Mittwoch mitteilten.

Die Kurzarbeit wird erleichtert

Bei Abrissarbeiten in Wels-Innenstadt hat Montagmittag ein Bagger eine Gasleitung beschädigt. Feuerwehr, Polizei und Energieversorgungsunternehmen standen im Einsatz.

Gasaustritt: Bagger beschädigt bei Abrissarbeiten in Wels-Innenstadt Gasleitung

Der steirische Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer (ÖVP) hofft auf einen Saisonauftakt der Formel 1 in Spielberg in der Obersteiermark: “Selbstverständlich begrüße ich es, wenn die Formel 1 auch in diesem Jahr am Red Bull Ring in der Steiermark ausgetragen wird. Auch in Zeiten der aktuellen Coronakrise dürfen wir die Zuversicht nicht verlieren.”

Schützenhöfer will GP in Spielberg "zumindest via TV" sehen

Am Montag (4. Mai) beginnt nicht nur für viele Maturanten und Schüler der Abschlussklassen an Berufsschulen und berufsbildenden mittleren Schulen (BMS) wieder die Schule. An diesem Tag soll auch an Volksschulen, Neuen Mittelschulen (NMS) und AHS-Unterstufen bereits die Einteilung des “Schichtbetriebs” ab 18. Mai feststehen, heißt es in einem Schreiben des Bildungsministeriums.

Am Montag muss Einteilung für Schichtbetrieb stehen

Das Gesetzespaket gegen “Hass im Netz” ist zwar so gut wie fertig, in Begutachtung gehen wird der Entwurf allerdings erst nächste oder übernächste Woche. Das hat Justizministerin Alma Zadic (Grüne) bei einem Treffen mit der “Allianz gewaltfrei leben” bekannt gegeben. Es fehlten nur noch Kleinigkeiten, sagte sie – und zwar dem Vernehmen nach legistische, nicht inhaltliche. “Wir sind wirklich in der absoluten Finalisierung”, beteuerte die Justizministerin Donnerstagnachmittag vor den Vertreterinnen verschiedener Gewaltschutzorganisationen. Strafrechtlich soll das Gesetz dafür sorgen, dass Cybermobbing nicht erst bei “fortgesetzter Belästigung” verfolgt werden kann. Auch Verhetzung wird im Strafgesetzbuch neu definiert. Fix ist auch, dass das sogenannte “Upskirting” verboten wird. Für unbefugtes Fotografieren des Intimbereich soll künftig bis zu ein Jahr Freiheitsstrafe drohen. Dass es sich derzeit bei vielen Hasspostings im Internet um sogenannte Privatanklagedelikte handelt (etwa üble Nachrede, Beleidigung oder Verhetzung), bei denen die Geschädigten selbst aktiv werden müssen und ein großes Kostenrisiko tragen, soll ebenfalls angegangen werden. Auf zivilrechtlichem Weg soll – ähnlich dem strafrechtlichen Mandatsverfahren – rasch und günstig dafür gesorgt werden, dass beleidigende Nachrichten gelöscht werden müssen. Ein zwischen Grünen und ÖVP lange diskutierter Punkt betrifft die sogenannte Plattformverantwortlichkeit. Online-Foren von heimischen Zeitungen werden hier nicht hineingenommen, nur große Player wie Facebook oder Twitter sollen zur Entfernung rechtswidriger Inhalte gedrängt werden. Bei österreichischen Medien werde ohnehin schon zuverlässig gelöscht, argumentierten die Grünen. Hätte man sie miterfasst, hätte das einen “existenzbedrohenden Mehraufwand” bedeutet. Abseits dieses Gesetzesvorhabens präsentierten die Vertreterinnen der “Plattform gewaltfrei leben” Ministerin Zadic eine Vielzahl weiterer Wünsche. Die Bandbreite reichte vom Wunsch, bei getrennten Gewaltbeziehungen keine gemeinsame Obsorge für die Kinder vorzuschreiben, über die Idee, einstweilige Verfügungen gegen gewalttätige Partner auch nach Ende der Covid-Regeln weiterhin per E-Mail beantragen zu können, bis zum Anliegen, für weniger Verfahrenseinstellungen durch die Staatsanwaltschaft zu sorgen, wenn etwa bei Vergewaltigungsvorwürfen Aussage gegen Aussage steht. Gefordert wurde zudem eine verpflichtende Ausbildung zum Thema Gewalt gegen Frauen für Justizmitarbeiter, die Rücknahme der unter Türkis-Blau beschlossenen Anzeigenpflicht sowie mehr sicherheitspolizeiliche Fallkonferenzen, die seit kurzem nur noch auf Initiative der Polizei stattfinden dürfen – und damit fast gar nicht mehr einberufen würden, wie die Gewaltschutz-Lobbyistinnen kritisierten. Zadic notierte sich all diese Anliegen in der einstündigen Veranstaltung und versprach eine Auseinandersetzung mit den Anliegen sowie weitere Treffen, und zwar auch in kleineren Runden. Angehen will sie auch eine Prozessbegleitung für Kinder, die Zeugen von Gewalt wurden und – als langfristiges Thema – den ganzen Komplex Obsorge/Unterhalt/Familien- und Eherecht, erklärte die Ministerin.

"Hass im Netz"-Paket - Zadic bittet noch um Geduld

Wann immer in der Vergangenheit ein Virus im Anflug auf Österreich war, eilte Pamela Rendi-Wagner ins ZiB 2-Studio. Als Generaldirektorin für Gesundheit nahm die spätere SPÖ-Chefin eine Bestandsaufaufnahme der Lage vor und wies je nach Situation Apokalyptiker oder Beschwichtiger in die Schranken. Als Beate Hartinger-Klein das Gesundheitsministerium übernahm, wurde die Stelle gestrichen – aus Angst, Rendi-Wagner könnte auf ein Rückkehrrecht pochen. Der FPÖ ist zu verdanken, dass Österreich keinen Chefvirologen wie Anthony Fauci (USA), Christian Drosten (Deutschland), Anders Tegnell (Schweden) besitzt. Reorganisation im Ministerium Im Zuge der für den Herbst geplanten Reorganisation seines Hauses wird Gesundheitsminister Rudolf Anschober wieder einen Generaldirektor für Gesundheit installieren. Dieser soll nicht nur als „Virologe der Republik“ als Gesicht nach außen fungieren, sondern auch über einen schlagkräftigen Krisenstab verfügen. Corona traf das Gesundheitsministerium ziemlich unvorbereitet, das Haus am Donaukanal erwies sich als wenig krisentauglich. Wegen der behäbigen Behördenstrukturen zog Anschober im März Personal aus den Abteilungen zusammen und schuf eine 100-köpfige Corona-Taskforce. „Wir müssen die Krisentauglichkeit wiederherstellen“, so Anschober,

Chefvirologe auch für Österreich