Sportunion will Österreich mit Sport-Offensive aus Coronakrise holen

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Sportunion will Österreich mit Sport-Offensive aus Coronakrise holen

Die Sportunion, einer dreier österreichischer Sport-Dachverbände, will die in Österreich lebenden Menschen im Sommer mit einer Sportoffensive fit machen. Vereine sollen mit Camps, Sportwochen oder kostenlosen Initiativen, wie “Bewegt im Park” ihren Beitrag dazu leisten. Dafür brauche es laut Aussendung vom Samstag die Öffnung von Schulsportstätten für Sportvereine spätestens ab den Sommerferien.

Hier könne die Politik leicht die Rahmenbedingungen anpassen, indem sie mehr Raum ohne zusätzliche Kosten schaffe, was jedoch mit großem Nutzen verbunden sei. “Ziel dieser Sportoffensive ist ein Comeback mit Herz und Hirn, zur Stärkung der Fitness sowie Gesundheit unseres Landes“, wurde Sportunion-Präsident Peter McDonald zitiert. “Mehr gesunde Lebensjahre muss das Ziel sein, also ‘come back stronger’ nach der längsten Sportpause seit 75 Jahren”, bezog er sich auf die durch den Coronavirus erzwungene Unterbrechung.

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Ein 60-Jähriger soll am Dienstag in Neustift im Mühlkreis seine um ein Jahr jüngere, seit kurzem von ihm getrennte Lebensgefährtin getötet haben. Der Verdächtige dürfte nach der Tat versucht haben, sich das Leben zu nehmen. Polizisten zogen ihn mithilfe von Rettungsleuten und Passanten von der Staumauer des Ranna-Stausees und nahmen ihn fest, so ein Polizeisprecher. Die Frau wohnte seit einigen Tagen von dem Mann getrennt. In einer Hütte in einem Waldstück, das beiden gehörte, traf sich das Paar Dienstagfrüh zur Aussprache. Es dürfte zu einem Streit gekommen sei, der eskalierte. Laut Polizei habe der 60-Jährige seine Freundin “durch Gewalt gegen den Hals” getötet. Anschließend machte er sich auf den Weg zu einem nahen Kraftwerk und wählte von dort gegen 10.00 Uhr den Notruf. Als die Polizei eintraf, hockte er auf der Staumauer. Die Beamten zogen ihn mithilfe von Rettungsleuten und einigen Radfahrern, die zufällig vorbeigekommen waren, in Sicherheit. Die Ermittler gehen davon aus, dass er sich das Leben nehmen wollte. Die Einvernahmen des Verdächtigen waren Dienstagnachmittag noch im Laufen.

Mann soll in OÖ Ex-Lebensgefährtin getötet haben

Marco Antonio do Nascimento ist an den Strand von Copacabana gekommen. Mit seinem Sohn Lucas Cruz steht er zwischen 100 schwarzen Kreuzen im Sand, die an die Kreuze auf einem Friedhof erinnern, auf dem Opfer der Corona-Pandemie in Rio de Janeiro begraben wurden. Die beiden Männer halten eine brasilianische Fahne, während 1.000 rote Luftballons zu Ehren der Opfer des Coronavirus aufsteigen. Das ist am Morgen (Ortszeit), nur wenige Stunden später – am Samstagabend – hat Brasilien die Marke von 100.000 Toten im Zusammenhang mit der Lungenkrankheit Covid-19 durchbrochen. Und wieder, wie bei der ersten Aktion von “Rio de Paz” im Gedenken an die Corona-Opfer und aus Protest gegen das Krisenmanagement der Regierung, pöbelt ein vorbeigehender Anhänger des rechten Präsidenten Jair Bolsonaro Teilnehmer an. “Fake News” nennt er die Zahl der Corona-Toten. Nascimento, der ein Kind im Zusammenhang mit Covid-19 verloren hat, weist ihn zurecht. “Sag’ nicht, dass das “Fake News” sind”, fordert er den Passanten auf – und zeigt ihm ein Foto seines Sohnes Hugo, gestorben im Alter von 25 Jahren. Brasilien ist das von der Corona-Pandemie am zweitstärksten betroffene Land nach den USA, hat inzwischen 3.012.412 Infizierte und 100.477 Tote. “Lassen Sie uns das Leben berühren”, sagte Bolsonaro, während Friedhofsarbeiter in Schutzkleidung Särge mit Corona-Toten trugen. Bolsonaro war selbst infiziert und hatte Corona als “kleine Grippe” verharmlost. “Bolsonaro raus!” Inzwischen sind seine Umfragewerte gut wie lange nicht. “Die hohe Opferzahl in Brasilien führt nicht – wie man von außen erwarten würde – zu einer hohen Ablehnung”, sagt der deutsch-brasilianische Politikwissenschaftler Oliver Stuenkel von der Fundação Getulio Vargas in São Paulo der Deutschen Presse-Agentur. Ein großer Teil der Bevölkerung stelle nicht den Zusammenhang her, dass ihr Land – das 24 Mal so groß ist wie Deutschland – im internationalen Vergleich schlecht dasteht. Brasilien ist sehr mit sich selbst beschäftigt. Zuletzt ist die Zustimmung in Umfragen sogar auf 45 Prozent gestiegen. Bolsonaro hat es geschafft, dass viele Brasilianer glauben, 100.000 Corona-Tote, eine tiefe Wirtschaftskrise und die Zerstörung des Regenwaldes hätten nichts mit dem Präsidenten zu tun. Einige wenige soziale Bewegungen und Gewerkschaften – wie am Freitag vor der Kathedrale in São Paulo – demonstrieren noch gegen ihn. Mit Kreuzen, auf denen “100 MIL MORTES – FORA BOLSONARO” (100.000 Todesfälle – Bolsonaro raus) steht, oder einem Banner mit den Worten “100 MIL VIDAS PERDIDAS” (100.000 verlorene Leben). Die einzige gesellschaftliche Regung, die zählt, sei wie viele Leute auf die Straße gehen, sagt Politikwissenschafter Stuenkel. Zwischenzeitlich hatten Tausende Brasilianer ihrem Unmut über den laxen Umgang des Präsidenten mit dem Coronavirus Luft gemacht; eine neue Demokratiebewegung, angeführt von Fußballfans, bildete sich. Aber viele, die Bolsonaro kritisch sehen, haben Angst, sich bei Demonstrationen anzustecken und bleiben zu Hause. “Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Leute bei 100.000 Toten sagen: “Oh Gott!”, sagt Stuenkel. Und es noch einmal zu einem Moment der Mobilisierung komme. Ein persönliches Schicksal berührt ohnehin mehr als Zahlen, besonders in einem Land, in dem die Familie über allem steht. Doch selbst das gilt im Fall von manchen Corona-Infizierten mit heftigen Symptomen nicht, wenn Familienangehörige Bolsonaro-Anhänger sind. “Das ist doch nur eine kleine Grippe”, bekommen sie zu hören, so wie der Präsident anfangs Verwirrung über die Schwere der Krankheit gestiftet hatte. Das Bild, wie ihm die Schutzmaske über die Augen rutscht, ist symbolisch für das Ignorieren der Gesundheitskrise und das Leiden der Betroffenen. Das Kommunikationsministerium erwähnte die 100.000 Virus-Toten in einer Reihe von Veröffentlichungen in sozialen Netzwerken darüber, was die Regierung im Kampf gegen die Corona-Pandemie unternommen habe, erst gar nicht. Es verwies darauf, dass Brasilien unter den großen Nationen eines der Länder mit der niedrigsten Mortalitätsrate sei. Auch Mexikos Präsident Andrés Manuel López Obrador – obwohl ideologisch am anderen Ende des politischen Spektrums – spielt deren Ernst immer wieder herunter. López Obrador, der nie eine Ausgangssperre verhängte, wollte wie Bolsonaro keine Maßnahmen zur Eindämmung treffen. “Bolsonaro weiß, dass die Wirtschaftskrise extrem werden wird, vor allem in Lateinamerika, dass viele Regierungen das nicht überleben werden”, sagt Stuenkel. “Er brauchte einen Schuldigen.” Das sind die Gouverneure, an die das oberste Gericht die Kompetenzen für den Kampf gegen Corona übertrug. Nachdem diese Maßnahmen erlassen hatten, wurde vielerorts wieder gelockert. In Rio etwa ist das Baden im Meer wieder erlaubt. Ein großer Teil des Lebens am Zuckerhut spielt sich im Freien ab. Vor allem am Wochenende ist es schwer, die Bewohner dazu zu bewegen, zu Hause zu bleiben. Dann füllen sich für gewöhnlich Strände und Bars. Sogar, dass er sich selbst mit dem Coronavirus infiziert hat, nutzte Bolsonaro politisch. Der leichte Krankheitsverlauf und die schnelle Genesung bestätigten seine Aussage. Wäre er ernsthaft erkrankt, wäre ihm wie nach einem Messerangriff im Wahlkampf 2018 die Anteilnahme seiner Landsleute sicher gewesen. Aber in der Quarantäne biss ihn im Garten der Präsidentenresidenz nur ein Nandu in den Finger.

Kreuze für 100.000 Corona-Tote in Brasilien

Elon Musks Unternehmen SpaceX will am Mittwoch Raumfahrtgeschichte schreiben: Eine Falcon-9-Rakete der US-Firma soll um 16.33 Uhr Ortszeit (22.33 Uhr MESZ) vom Kennedy Space Center in Cape Canaveral zur Internationalen Raumstation (ISS) starten. An Bord der Dragon-Kapsel sind die beiden erfahrenen US-Astronauten Robert Behnken und Douglas Hurley.

SpaceX will mit bemannter Reise zu ISS Geschichte schreiben

In zweieinhalb Monaten beginnt die Wintersaison – und damit stellt sich aus Sicht der Touristiker und Seilbahnbranche auch die Frage, wie das bei den Gästen beliebte Après-Ski in Zeiten von Corona stattfinden soll. “Ich warne seit sechs Wochen, dass wir hier Regelungen brauchen. Es ist 5 nach 12”, sagte WKÖ-Seilbahnobmann Franz Hörl am Dienstag bei einem Pressegespräch. Hörl, der auch Tirols ÖVP-Wirtschaftsbundchef ist, fordert eine bundesweite Lösung. Seine Branche ist für eine verpflichtende Registrierung der Gäste beim Après-Ski und in den Diskotheken der Wintersportorte, für eine Zwischensperrstunde ab etwa 18.30 oder 19:00 Uhr, in der die Lokale gereinigt und desinfiziert werden, sowie für eine Reglementierung der Gästezahl. “Ein kontrolliertes Après-Ski ist sicher besser als Partys in den Seitengassen”, so Hörl. Sollte die Politik es total verbieten wollen, dann sei das eine Entscheidung, für die es auch Entschädigungen geben müsse. Die Entscheidung müsse nur jetzt fallen, betonte der Seilbahnsprecher. “3 Prozent der Umsätze könnten 97 Prozent der Saison gefährden.” Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) hatte erst vor wenigen Tagen Wintertourismus “unter ganz spezifischen Rahmenbedingungen” in Aussicht gestellt. Diese werden gerade vorbereitet. Es werde spezifische Regeln für Après-Ski geben. Anschober strebt überregionale Standards für den gesamten zentraleuropäischen Wintersport mit Italien, Frankreich und der Schweiz an, damit keiner einen Wettbewerbsnachteil habe. Branchensprecher Hörl hält gleiche Regeln für den gesamten Alpenraum für heuer für ambitioniert: “Ich denke, das wäre frühestens in der Saison 2021/22 zu erreichen.” Die Interessenvertretung der Seilbahnunternehmen hat jedenfalls bereits einen Leitfaden für die Betriebe erstellt, damit die Wintersaison trotz widriger Umstände klappt. Eine entsprechende Verordnung gibt es noch nicht, darauf könne man nicht warten. Im Sommer sei die Verordnung drei Tage vor der Öffnung der Lifte gekommen, die Betriebe müssten aber länger planen, kritisierte Hörl. Seilbahnen und Zahnradbahnen zählen zu den öffentlichen Verkehrsmitteln, das heißt, das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes ist Pflicht sowie die Einhaltung des Ein-Meter-Abstandes, sofern dies möglich ist. Auch im Anstellbereich ist die Maske zu tragen. “Das bindet sich im Winter in die Mode bestens ein”, findet Hörl. Die Bereitschaft zum Tragen einer Maske werde im Winter ohnehin größer sein als im Sommer, zumal dies auch ein Wärmeschutz sei. 15 Prozent der Bahnen sind geschlossen 85 Prozent der Fahrbetriebsmittel seien offen, wie Sessel- oder Schlepplifte. In den 15 Prozent der Bahnen, die geschlossen sind, sei für eine Belüftung gesorgt. “Wir empfehlen, die Fenster so zu schalten, dass sie erst gar nicht geschlossen werden können”, sagte Erich Egger, Obmann der Fachgruppe der Seilbahnen in der Wirtschaftskammer Salzburg sowie Vorstand der Schmittenhöhebahn AG. In allen Bahnen in Österreich liege die Fahrtzeit unter der kritischen Zeit von 15 Minuten. Damit die Verweildauer möglichst niedrig ist, seien die Geschwindigkeiten der Bahnen auch erhöht worden. Hörl und Egger sind gegen eine Begrenzung der Gästeanzahl in den Gondeln und Kabinen. “Eine Begrenzung führt nur dazu, dass wir Warteschlangen produzieren”, sagte Hörl. Wo es möglich ist, sollen die Anstehzeiten so gering wie möglich gehalten werden. Das beginne schon beim Parkplatz. Liftkartensollen bereits online besorgt werden können, um den Kassenbereich zu entlasten. Leitsysteme sollen den Gästestrom lenken, Personal das Tragen des Mund-Nasen-Schutzes sowie die Einhaltung des Sicherheitsabstandes kontrollieren. Auch regelmäßige Durchsagen sollen die Skifahrer an die Maßnahmen erinnern. Vieles von dem, was im Winter gelten soll, habe sich bereits in der laufenden Sommersaison bewährt. Das Tragen der Maske sei von den Gästen sehr gut und diszipliniert aufgenommen worden, sagte Egger. Viele Seilbahnen hätten beschlossen, ihre Mitarbeiter zu testen. “Das werden wir im Winter sehr intensiv durchführen”, so Egger. Damit sich die Gäste sicher fühlen, sollen alle getestet werden, vom Skilehrer bis zum Hausmeister.

"Es ist 5 nach 12": Seilbahnbranche drängt auf Regelung für Après-Ski

Die Feuerwehr stand am späten Donnerstagabend bei Aufräumarbeiten nach einem Verkehrsunfall in Steinerkirchen an der Traun (Bezirk Wels-Land) im Einsatz.

Aufräumarbeiten nach Verkehrsunfall in Steinerkirchen an der Traun

Seit viereinhalb Monaten bestimmt die Coronakrise die Lage am Arbeitsmarkt. Die Zahl der Arbeitslosen und Schulungsteilnehmer lag Ende Juli im Vorjahresvergleich um 33 Prozent höher. 432.539 Personen waren arbeitslos gemeldet oder in Schulung, das sind um 107.333 mehr als im Vorjahresmonat. Der coronabedingte Höchststand wurde Mitte April mit 588.000 Betroffenen erreicht. Die Lockerungen der Corona-Maßnahmen und das Wiederhochfahren der Wirtschaft haben teilweise zu einer Entspannung am Arbeitsmarkt geführt. Gegenüber Ende Juni sank die Zahl der registrierten Arbeitslosen Ende Juli um 30.815 Personen (-7,4 Prozent) und die AMS-Schulungsteilnahmen blieb annähernd unverändert, teilte das Arbeitsministerium am Montag in einer Aussendung mit. Man werde “die Auswirkungen dieser Weltwirtschaftskrise auf den Arbeitsmarkt noch längere Zeit spüren”, so Arbeitsministerin Christine Aschbacher (ÖVP). Die Maßnahmen würden aber “Wirkung zeigen”, im Juli habe es 274.000 Kurzarbeitende weniger gegeben als im Vormonat.Die Arbeitslosenquote lag in Österreich mit 9,2 Prozent um 2,7 Prozentpunkte höher als im Juli 2019. Die Zahl der unselbstständig Beschäftigten ging im Juli im Vergleich zum Vorjahresmonat laut vorläufiger Prognose um 2,3 Prozent auf 3,79 Millionen zurück. Die Anzahl der sofort verfügbaren Stellen schrumpfte um 22 Prozent auf rund 65.000.

Um ein Drittel mehr Arbeitslose als vor einem Jahr