Starker Anstieg von Neuinfektionen in Polen

Merken
Starker Anstieg von Neuinfektionen in Polen

In Polen ist die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus sprunghaft angestiegen. Insgesamt wurden am Wochenende 1.151 neue Infektionsfälle verzeichnet, wie das Gesundheitsministerium in Warschau mitteilte. Fast zwei Drittel der neu infizierten Menschen arbeiten in einem Kohlebergwerk nahe der tschechischen Grenze oder sind mit dort Beschäftigten verwandt.

Das Zofiowka-Bergwerk in der oberschlesischen Stadt Jastrzebie-Zdroj (Bad Königsdorff-Jastrzemb) wird vom Staatsunternehmen JSW betrieben. JSW teilte mit, dass es auch in seiner Mine im oberschlesischen Pniowek eine größere Zahl von Coronavirus-Infektionen gebe. Auch in Tschechien sind im Kohlebergwerk Darkov hunderte Infektionen mit dem neuartigen Erreger aufgetreten, darunter unter Arbeitern aus Polen.

In Polen gab es bis Sonntag insgesamt 26.561 bestätigte Coronavirus-Infektionsfälle und 1.157 registrierte Todesfälle durch die Pandemie. Das Land hatte Ende Mai mit der Lockerung seiner Corona-Restriktionen begonnen. Versammlungen von bis zu 150 Menschen wurden wieder erlaubt, die Verpflichtung zum Tragen von Atemschutzmasken in der Öffentlichkeit abgeschafft. Auch sind seit Samstag unter anderem wieder Kinos, Theater und Konzerthallen geöffnet.

Unterdessen hat sich Neuseeland für Coronavirus-frei erklärt. Es gebe keine aktiven Infektionsfälle im Land mehr, teilte der Generaldirektor des Gesundheitsministeriums, Ashley Bloomfield, mit. Der – zumindest vorerst – letzte Coronavirus-Patient in Neuseeland zeigte nach Angaben des Ministeriums 48 Stunden lang keine Symptome mehr und gilt deshalb als genesen.

Neuseeland hatte zur Eindämmung des Virus strikte Ausgangsbeschränkungen verhängt, die sieben Wochen lang dauerten und im Mai endeten. Innerhalb des Landes sind nur noch wenige Corona-Restriktionen – etwa für die Größe von Menschenansammlungen – in Kraft, deren Aufhebung Regierungschefin Jacinda Ardern noch am Montag verkünden könnte. Die Einreisebeschränkungen werden aber voraussichtlich bestehen bleiben. Insgesamt wurden in Neuseeland 1.154 Coronavirus-Infektionsfälle und 22 Todesfälle gezählt.

Teilen auf:
Kommentare:

Es sind noch keine Kommentare abgegeben worden.

Schreibe einen Kommentar

Auch Interessant

Die US-Raumfahrtbehörde NASA und das Raumfahrtunternehmen SpaceXhalten trotz der Corona-Pandemie an ihrem Plan fest, erstmals seit zehn Jahren Astronauten von den USA aus zur Internationalen Raumstation ISSzu schicken. “Wir werden das hier machen inmitten der Coronavirus-Pandemie”, sagte NASA-Chef Jim Bridenstine am Freitag vor Journalisten. Die Mission habe hohe Priorität für die USA. Eine SpaceX-Raumkapsel vom Typ “Crew Dragon” soll die beiden US-Astronauten Bob Behnken und Douglas Hurley ins All bringen. Der Start soll am 27. Mai vom Kennedy Space Center in Cape Canaveral im US-Staat Florida erfolgen. Bridenstine riet wegen der Pandemie davon ab, anlässlich des Starts zum Kennedy Space Center zu kommen. “Es macht mich traurig, das zu sagen. Ich wünschte, wir könnten daraus etwas wirklich Spektakuläres machen.” Behnken und Hurley, die sich seit Jahren auf die Misison vorbereiten, sollen ein bis vier Monate auf der ISS bleiben.

NASA und SpaceX halten an Start zur ISS fest

Nach verwirrenden Tweets des US-Neopolitikers Kanye West (43) hat seine Frau um Mitgefühl gebeten. “Er ist ein brillanter, aber komplizierter Mensch, der neben dem Druck, Künstler und Schwarzer zu sein, den schmerzhaften Verlust seiner Mutter erlebt hat und mit dem Druck und der Isolation umgehen muss, die seine bipolare Störung verstärkt”, schrieb Kim Kardashian am Mittwoch auf Instagram. Diejenigen, die dem Musiker nahe stünden, wüssten, dass seine Worte nicht immer mit seinen Absichten übereinstimmten, schrieb Kardashian. West hatte zuletzt mehrfach Tweets mit kruden und kaum verständlichen Botschaften abgesetzt, von denen ein Großteil offenkundig später wieder gelöscht wurde. Dabei ging es wiederholt um Vorwürfe gegen seine Frau. In einer Botschaft war auch die Rede davon, dass West sich von Kardashian scheiden lassen wolle. West hatte vor einigen Wochen angekündigt, für die US-Präsidentschaft kandidieren zu wollen. Bei einer Bipolaren Störung handelt es sich um eine psychische Erkrankung mit extremen Schwankungen unter anderem der Stimmung und des Antriebs. Der Rapper hatte in mehreren Interviews über seine Krankheit geredet, sie später aber eine “Fehldiagnose” genannt. Kardashian bat die Öffentlichkeit auf Instagram jetzt um Mitgefühl, das die Familie brauche, um durch diese Zeit zu kommen. Auch andere Prominente unterstützten West öffentlich – so sprach sich seine Musikerkollegin Demi Lovato (27) gegen die Bloßstellung des Rappers auf Twitter aus. “Es wäre besser, wenn die Leute für eine psychisch erkrankte Person beten würden, statt nur Memes zu erstellen”, schrieb sie. Memes sind humoristische, teils sarkastische Schnipsel, die über Social Media verbreitet werden. Eine manische Episode sei keine Grundlage für Witze, schrieb Sängerin Halsey (25) auf Twitter. “Wenn du kein Verständnis oder Mitgefühl aufbringen kannst, dann sag lieber nichts.” Sie selbst geht offen damit um, “seit zehn Jahren” als bipolar diagnostiziert zu sein, wie sie in einem Tweet noch einmal betonte. Schauspielerin Jamie Lynn Spears (29) teilte Halseys Tweet am Dienstag auf ihrem Instagram-Account. Wenn man selbst oder ein Familienmitglied mit einer psychischen Erkrankung zu tun habe, setze man den Schutz der Privatsphäre an oberste Stelle. “Wir müssen lernen, das auch als Gesellschaft umzusetzen”, teilte sie mit.

Kim Kardashian bittet um Mitgefühl für Kanye West

Seinen Höhenflug in Hollywood erlebte Joel Schumacher in den 1990er-Jahren. Michael Douglas spielte für ihn die Rolle eines Amokläufers in Los Angeles in “Falling Down”. Er brachte die John-Grisham-Bestseller “Die Jury” und “Der Klient” auf die Leinwand – mit den Oscar-Gewinnern Susan Sarandon, Sandra Bullock, Tommy Lee Jones und Matthew McConaughey. Auch “Batman Forever” (1995) mit Val Kilmer (Titelrolle), Tommy Lee Jones, Jim Carrey (als überdrehter Riddler) und Nicole Kidman war sein größter Hit an den Kinokassen. Jetzt müssen Kollegen und Fans von Schumacher Abschied nehmen. Der US-Regisseur, der seit einem Jahr an einer Krebskrankheit litt, verstarb am Montag in seiner Geburtsstadt New York im Alter von 80 Jahren, wie sein Sprecherteam bestätigte. “Batman Forever” war, wie erwähnt, Schumachers finanziell erfolgreichster Film. Seine Vision war bunter und schriller als vorherige “Batman”-Verfilmungen. Doch mit “Batman & Robin” folgte 1997 ein Flop. Es gab gleich elf Nominierungen für den Spottpreis “Goldene Himbeere”. Über Niederlagen spricht man in Hollywood ungern, doch Schumacher gab es 2017 zum 20. Jahrestag der Comicverfilmung im Interview mit “Vice” unumwunden zu. “Ich möchte mich bei jedem Fan entschuldigen, der enttäuscht wurde, denn ich denke, das bin ich ihnen schuldig”, sagte der Regisseur. “Es wird auf meinem Grabstein stehen, das weiß ich”, scherzte er damals. Schon mit seinem dritten Regieprojekt “St. Elmo’s Fire – Die Leidenschaft brennt tief” war Schumacher 1985 in Hollywood aufgefallen. Der Streifen mit den damaligen sogenannten Brat-Pack-Stars (Schauspieler, die häufig zusammen auftraten und auch feierten) Emilio Estevez, Ally Sheedy, Rob Lowe und Demi Moore drehte sich um Drogen- und Liebesprobleme rebellischer Teenager. Der Regisseur bekannte sich damals offen zu seiner früheren Drogen- und Alkoholsucht, die ihm jahrelang zu schaffen machte. “St. Elmos’s Fire” jedenfalls war der Film einer Generation – frisch und mit Lebensgefühl. Seine Filmkarriere hatte Schumacher als Kostümbildner begonnen. Unter anderem stattete er Woody Allens Filme “Sleeper” (Der Schläfer/1973) und “Innenleben” (1978) aus. Doch schon als Kind habe er den Wunsch gehabt, Regie zu führen, erzählte Schumacher im “Vice”-Interview. Er sei neben einem Kino aufgewachsen und habe Filme gesehen, bevor Fernsehen populär wurde. “Ich liebte Filme und wollte selber Geschichten erzählen.” Mit Colin Farrell drehte er 2002 “Nicht auflegen”. Cate Blanchett trat kurz danach für das auf wahren Tatsachen beruhende Polit-Drama “Die Journalistin” vor seine Kamera. Seinen letzten Spielfilm produzierte Schumacher im Jahr 2011. In dem Verbrecherdrama “Trespass – Auf Leben und Tod” übernahmen Nicolas Cage und Nicole Kidman die Hauptrollen. Hier der Trailer von “Nicht auflegen”.

"Batman"-Regisseur Joel Schumacher mit 80 Jahren gestorben

Papst Franziskus hat zur Umwandlung der Hagia Sophia in eine Moschee gesagt, er empfinde “großen Schmerz”, wenn er an das Wahrzeichen in Istanbul denke. Der Papst äußerte sich am Sonntag nach dem Angelus-Gebet auf dem Petersplatz. Mehr zu der international umstrittenen Entscheidung sagte das Kirchenoberhaupt laut Kathpress nicht. Das Oberste Verwaltungsgericht in der Türkei hatte am Freitag den Status des berühmten Bauwerks als Museum aufgehoben. Präsident Recep Tayyip Erdogan unterzeichnete darauf ein Dekret zur Nutzung der Hagia Sophia als Moschee. Die Hagia Sophia (“Göttliche Weisheit”) wurde 537 als Reichskirche des griechisch-orthodoxen Kaiserreichs Byzanz geweiht und war die größte Kirche des Christentums. Nach der Eroberung Konstantinopels, des heutigen Istanbul, durch die türkischen Osmanen wurde sie 1453 zur Moschee und mit Minaretten versehen. Republikgründer Mustafa Kemal “Atatürk” machte sie 1934 zum Museum. Papst Franziskus hatte 2014 die Hagia Sophia im Rahmen seines Staatsbesuchs in der Türkei besucht. Vor zwei Jahren hatte der Papst Präsident Erdogan im Vatikan empfangen.

Papst empfindet "großen Schmerz" wegen Hagia Sophia

Achtung! Aufgrund der aktuellen Verordnung von BM Rudolf Anschober – die gestern spätnachts erlassen wurde – musste der Tiergarten der Stadt Wels ab sofort geschlossen werden!

Tiergarten Wels GESCHLOSSEN

Der kanadische Rockstar Bryan Adams (“Summer of ’69”) hat sich für seine umstrittenen Äußerungen über die Ausbreitung des Coronavirus entschuldigt. Auf Instagram schrieb der 60-Jährige am Dienstag (Ortszeit), er bitte bei allen um Verzeihung, die sich durch seine Veröffentlichung vom Vortag verletzt fühlten. “Keine Ausrede, ich wollte nur über diese schreckliche Tierquälerei auf diesen Feuchtmärkten schimpfen und für Veganismus werben”, schrieb er. Seine Gedanken seien bei all jenen, die mit der Pandemie zu tun hätten. Am Montag hatte Adams ein Video gepostet, in dem er sein Lied “Cuts Like A Knife” spielt. Bezogen auf den pandemiebedingten Ausfall seiner Shows in der Londoner Royal Albert Hall schrieb der Musiker dazu, die ganze Welt sei gerade auf Eis gelegt, nur weil es gierige virusmachende Mistkerle gebe, die Fledermäuse auf sogenannten Nassmärkten verkauften und äßen. Ihnen empfehle er, Veganer zu werden. Viele Nutzer kritisierten die Aussagen als rassistisch und enttäuschend.

Bryan Adams entschuldigte sich